Gedächtnisstörungen können vielfältige Ursachen haben und im Alltag stark beeinträchtigen. In Lörrach und Umgebung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Abklärung und Behandlung von Gedächtnisstörungen zur Verfügung. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über mögliche Ursachen, diagnostische Verfahren und therapeutische Ansätze, insbesondere im Kontext der neurologischen Versorgung in Lörrach.
Einführung
Gedächtnisstörungen sind ein häufiges Problem, das viele Menschen im Laufe ihres Lebens betrifft. Sie können verschiedene Ursachen haben, von harmlosen altersbedingten Veränderungen bis hin zu ernsthaften neurologischen Erkrankungen wie Demenz. Eine frühzeitige und umfassende Abklärung ist entscheidend, um die Ursache der Gedächtnisstörung zu identifizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten. In Lörrach gibt es spezialisierte Ärzte und Einrichtungen, die sich auf die Diagnose und Therapie von Gedächtnisstörungen konzentrieren.
Ursachen von Gedächtnisstörungen
Gedächtnisstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Einige der häufigsten Ursachen sind:
- Altersbedingte Veränderungen: Mit zunehmendem Alter kann die Gedächtnisleistung nachlassen. Dies ist ein natürlicher Prozess und muss nicht unbedingt auf eine Erkrankung hindeuten.
- Demenz: Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit einem fortschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten einhergehen. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit.
- Vaskuläre Erkrankungen: Durchblutungsstörungen des Gehirns, wie sie beispielsweise nach einem Schlaganfall auftreten können, können ebenfalls zu Gedächtnisstörungen führen.
- Depressionen: Psychische Erkrankungen wie Depressionen können sich negativ auf die Gedächtnisleistung auswirken.
- Medikamente: Einige Medikamente können als Nebenwirkung Gedächtnisstörungen verursachen.
- Andere Erkrankungen: Auch andere Erkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen, Vitaminmangel oder Infektionen können Gedächtnisstörungen verursachen.
- Akuter Verwirrtheitszustand (Delir): Ein Delir kann im Rahmen einer Demenz auftreten, aber auch ohne vorliegende Demenz entstehen und ist ein medizinischer Notfall, der unbedingt behandelt werden muss.
Abklärung von Gedächtnisstörungen in Lörrach
Bei Gedächtnisstörungen ist eine umfassende Abklärung wichtig, um die Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung einzuleiten. In Lörrach stehen verschiedene Fachärzte und Einrichtungen für die Diagnostik zur Verfügung.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Der erste Schritt bei der Abklärung von Gedächtnisstörungen ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Dabei werden die Art und der Verlauf der Gedächtnisstörungen erfragt, sowie Begleitsymptome und Vorerkrankungen. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, um mögliche körperliche Ursachen der Gedächtnisstörungen auszuschließen.
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Neurologische Untersuchung
Eine neurologische Untersuchung dient dazu, die Funktion des Nervensystems zu überprüfen. Dabei werden unter anderem die Reflexe, die Koordination, dieSensibilität und dieMuskelkraft getestet.
Neuropsychologische Testung
Eine neuropsychologische Testung ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik von Gedächtnisstörungen. Dabei werden verschiedene kognitive Funktionen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache undExekutivfunktionen getestet. Die Ergebnisse der Testung können Hinweise auf die Art und den Schweregrad der Gedächtnisstörung geben.
Bildgebende Verfahren
Mithilfe bildgebender Verfahren wie der Magnetresonanztomographie (MRT) oder der Computertomographie (CT) können Veränderungen im Gehirn sichtbar gemacht werden. Dies kann helfen, die Ursache der Gedächtnisstörungen zu identifizieren.
Laboruntersuchungen
Laboruntersuchungen können helfen, andere Erkrankungen auszuschließen, die Gedächtnisstörungen verursachen können. Dazu gehören beispielsweise Blutuntersuchungen zurBestimmung der Schilddrüsenfunktion, des Vitamin-B12-Spiegels oder zur Suche nach Entzündungszeichen.
Gedächtnisambulanzen
Gedächtnisambulanzen sind auf die Diagnostik von Gedächtnisproblemen spezialisiert. In Deutschland gibt es rund 160 dieser Einrichtungen, die auch als Memory Kliniken oder Gedächtnissprechstunden bezeichnet werden. Die Überweisung erfolgt durch die Hausärztin oder den Hausarzt. Mit den neuen Alzheimer-Medikamenten kommt den Gedächtnisambulanzen eine zusätzliche Rolle zu: Erste Zentren koordinieren bereits die notwendigen Schritte für eine mögliche Behandlung mit Leqembi oder Kisunla und begleiten die erforderlichen Untersuchungen.
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ADHS-Diagnostik
ADHS bei Erwachsenen - präzise Diagnostik für Lörrach. Wer in Lörrach lebt und seit Längerem Konzentrationsprobleme, emotionale Reizbarkeit oder chronisches Chaos im Alltag erlebt, vermutet vielleicht, dass sich ADHS dahinter verbirgt- auch wenn es bislang unerkannt geblieben ist. Eine strukturierte ADHS-Diagnostik ist speziell auf Erwachsene ausgerichtet. Sie erfolgt vollständig online, wird fachärztlich begleitet und ermöglicht eine präzise Einschätzung - auch bequem von Lörrach aus.
Mögliche Anzeichen für ADHS bei Erwachsenen sind:
- Konzentrationsschwächen trotz hoher Anstrengung
- Planungsprobleme, Zeitdruck, ständige Reizüberflutung
- Innere Getriebenheit, Vergesslichkeit oder impulsive Entscheidungen
- Das Gefühl, „nicht zur Ruhe zu kommen“ - trotz Bemühung
Die Vorteile einer ADHS-Diagnostik sind:
- Fachärztliche Auswertung mit individueller Rückmeldung
- Ergebnis innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss der Testphase
- Sofort buchbar über ein Online-Kalendersystem
- Differenzierte Diagnostik: Erste Hinweise auf Autismus werden mitberücksichtigt
Autismus-Diagnostik
Reizempfindlichkeit, soziale Erschöpfung oder ein starkes Bedürfnis nach Struktur? Eine Autismus-Diagnostik für Erwachsene hilft, autistische Muster besser zu erkennen und einzuordnen - ohne Schubladendenken, mit viel Verständnis und Erfahrung.
Hochsensibilitäts-Diagnostik
Hochsensibilität wird nicht isoliert, sondern im Gesamtbild betrachtet - und ordnen HSP ein oder grenzen sie professionell von ADHS, Autismus, Depression, Angst und anderen Merkmalen ab. Als einer der wenigen Praxen in Deutschland geschieht das fachärztlich fundiert, strukturiert und persönlich begleitet.
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Behandlung von Gedächtnisstörungen
Die Behandlung von Gedächtnisstörungen richtet sich nach der Ursache. EinigeBehandlungsmöglichkeiten sind:
- Medikamentöse Therapie: Bei Demenzerkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit können Medikamente eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Es gibt auch neue Alzheimer-Medikamente. Erste Zentren koordinieren bereits die notwendigen Schritte für eine mögliche Behandlung mit Leqembi oder Kisunla und begleiten die erforderlichen Untersuchungen.
- Kognitives Training: Kognitives Training kann helfen, die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und das Gedächtnis zu trainieren.
- Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, den Alltag besser zu bewältigen und die Selbstständigkeit zu erhalten.
- Logopädie: Logopädie kann helfen, Sprach- und Schluckstörungen zu behandeln.
- Psychotherapie: Psychotherapie kann helfen, psychische Begleiterkrankungen wie Depressionen zu behandeln.
- Anpassung des Lebensstils: Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf können sich positiv auf die Gedächtnisleistung auswirken.
Neurologische Versorgung in Lörrach
In Lörrach gibt es eine Klinik für Neurologie, die sich auf die Behandlung von neurologischen Erkrankungen spezialisiert hat. Die Klinik bietet eine umfassende Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen an. Die Klinik betreut stationär rund 1700 Patienten jährlich. Verschiedene neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose, Hirnhautentzündungen, Epilepsien, Demenzen oder Schwindelzustände werden mit differenzierter Diagnostik abgeklärt und modernste Therapiemethoden angeboten. Leitliniengerechte Organisations- und Behandlungsabläufe sichern die Qualität in der Klinik. Ein Schwerpunkt des Leistungsspektrums liegt bei der Behandlung von Schlaganfällen. Darüber hinaus wird das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen behandelt. Die Stroke Unit ist als Regionale Schlaganfallstation zertifiziert. Zahlreiche Kooperationen sichern die hohe Qualität und ständige Optimierung der Patientenversorgung. Die Klinik für Neurologie verfügt über eine Weiterbildungsermächtigung von 36 Monaten für künftige Fachärzte für Neurologie.
Kreiskrankenhaus Lörrach
Das Kreiskrankenhaus Lörrach bietet verschiedene Fachabteilungen, darunter:
- Innere Medizin/Schwerpunkt Kardiologie
- Innere Medizin/Schwerpunkt Gastroenterologie
- Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
- Klinik für Neurologie
- Klinik für Unfallchirurgie
- Klinik für Wirbelsäulenchirurgie
- Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- Integrierte Psychosomatisch-psychotherapeutische Tagesklinik
Das Kreiskrankenhaus Lörrach ist zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft.
Ausstattung und Services
Das Kreiskrankenhaus Lörrach bietet folgende Ausstattung und Services:
- Einzelzimmer mit eigenem Bad
- Mutter-Kind-Zimmer
- Unterbringung von Begleitpersonen
- Barrierefreiheit (Zimmerausstattung mit rollstuhlgerechten Sanitäranlagen teilweise, rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen)
- Bauliche Maßnahmen für Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung in der Geriatrie: Toiletten, Piktogramme, Farbliche Kennzeichnung, Kennzeichnung der Zimmertüren mit Bildern
- Service für Patienten aus dem Ausland (Dolmetscherdienst, fremdsprachiges Personal)
Demenzsensible Konzepte
Auch im neuen Zentralklinikum wird sich dafür eingesetzt, dass demenzsensible Konzepte in der stationären Versorgung umgesetzt werden, um den besonderen Bedürfnissen der Patienten bestmöglich gerecht zu werden. Zur besseren Orientierung auf der Station sind die Patientenzimmer mit farbigen Bildern versehen, und alle Toilettentüren sind mit klaren Piktogrammen gekennzeichnet. Es wird großen Wert darauf gelegt, dass Patienten ihre eigene Kleidung tragen und auf Wunsch vertraute Gegenstände wie persönliche Decken, Kissen oder Erinnerungsstücke (z. B. Das gemeinsame Essen ist für Menschen mit kognitiven Einschränkkungen meist eine vertraute und entspannte Situation. Deshalb wird gefördert, dass die Mahlzeiten möglichst im Aufenthaltsbereich eingenommen werden.
Weitere neurologische Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten
Neben Gedächtnisstörungen gibt es eine Vielzahl weiterer neurologischer Erkrankungen, die in Lörrach behandelt werden können. Dazu gehören beispielsweise:
- Schlaganfall: Die Klinik für Neurologie in Lörrach ist auf die Behandlung von Schlaganfällen spezialisiert und verfügt über eine zertifizierte regionale Schlaganfallstation (Stroke Unit).
- Parkinson-Krankheit: Die Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die mit Bewegungsstörungen einhergeht. In Lörrach gibt es spezialisierte Ärzte und Einrichtungen, die sich auf die Behandlung der Parkinson-Krankheit konzentrieren.
- Multiple Sklerose: Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Klinik für Neurologie in Lörrach bietet eine umfassende Diagnostik und Therapie von Multipler Sklerose an.
- Epilepsie: Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die mit wiederholten Krampfanfällen einhergeht. In Lörrach gibt es spezialisierte Ärzte, die sich auf die Behandlung von Epilepsie konzentrieren.
- Angsterkrankungen: diffuse (generalisierte) oder konkrete (situative) Angst- und Panikzustände, häufig auch mit körperlichen Beschwerden einhergehend, die zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.
- Psychosen: Erkrankungen mit Veränderungen der Realitätswahrnehmung, häufig einhergehend mit Veränderungen der Emotionen, des Denkens, des Verhaltens und des Antrieb.
- Zwangserkrankungen: Erkrankungen, mit sich gegen den Willen aufdrängenden Gedanken und Verhaltensweisen, die zu deutlichen Beeinträchtigungen im Alltag führen
- Essstörungen: Störungen des Essverhaltens und der eigenen Körperwahrnehmung mit beinahe beständiger Beschäftigung mit dem Thema Essen auf gedanklicher oder Handlungsebene, oft einhergehend mit Begleiterkrankungen wie Depressionen oder körperlichen Folgeschäden
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Sollten Sie bei sich, oder bei einem Ihrer Angehörigen, die beschriebenen Symptome über einen längeren Zeitraum feststellen, sollten Sie zuerst das Gespräch mit dem Hausarzt suchen. Dieser wird sich mit Ihnen und Ihren Angehörigen unterhalten und gegebenenfalls schon einige erste Tests zur Erfassung des Denkens, Verstehens und der Orientierung durchführen. Zusätzlich könnten schon einige Bluttests durchgeführt werden, um etwaige andere Erkrankungen auszuschließen, die ursächlich behandelbar wären. Sollte sich bei diesen Untersuchungen ein Verdacht auf Demenz erhärten, werden Sie durch den Hausarzt an einen entsprechenden Facharzt weitergeleitet. Die endgültige Diagnose wird dann von einem Facharzt, d.h. vom Neurologen bzw. Psychiater oder Geriater, gestellt.
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