Dr. Rüdiger Buschfort ist ein bekannter Name in der neurologischen Rehabilitation, insbesondere im Zusammenhang mit der „Klinik am Stein“ in Olsberg. Seine Arbeit hat nicht nur die Klinik geprägt, sondern auch innovative Behandlungsansätze in der Neuro-Geriatrie vorangetrieben. Dieser Artikel beleuchtet Dr. Buschforts Werdegang, seine Leistungen in Olsberg und die Herausforderungen und Bewertungen, die mit seiner Arbeit und der Klinik verbunden sind.
Werdegang und Vision von Dr. Buschfort
Nach seinem Medizinstudium in Bonn begann Dr. Buschfort seine Karriere in Olsberg im Jahr 1998, als er im Alter von 35 Jahren die ärztliche Leitung der „Klinik am Stein“ übernahm. Ursprünglich stand er vor der Wahl zwischen Medizin und Musik, entschied sich aber letztendlich für die Medizin, möglicherweise beeinflusst durch die Arbeit seines Vaters, der sich als Politiker für die Belange von Behinderten einsetzte.
In Olsberg angekommen, sah sich Dr. Buschfort mit einer Klinik konfrontiert, die zwar über 134 Betten verfügte, aber nur zu einem geringen Teil ausgelastet war. Im Laufe der Jahre gelang es ihm jedoch, die Klinik zu einem akademischen Lehrkrankenhaus mit internationaler Anerkennung zu entwickeln. Trotz räumlicher Einschränkungen hat sich die Klinik einen Namen gemacht, insbesondere durch die Kombination von neurologischer und internistischer Therapie.
Pionierarbeit in der Neuro-Geriatrie
Dr. Buschfort gilt als Pionier in der Neuro-Geriatrie. Er erkannte frühzeitig, dass Demenzpatienten mehr als nur medizinische Behandlung benötigen. Sein Ansatz umfasste die Reaktivierung vorhandener Ressourcen, die Schulung von Kompetenzen und die Vernetzung mit ambulanten Dienstleistern, um den Verbleib der Patienten in ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Innovationen und Auszeichnungen
Ein Meilenstein in Dr. Buschforts Karriere ist das von ihm entwickelte Armlabor, das in Wien mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Dieses apparativ gestützte Therapieverfahren ermöglicht es Patienten, die Beweglichkeit ihrer Arme nach einem Schlaganfall effektiver wiederzuerlangen. Dr. Buschfort betonte jedoch, dass diese Technologie die Ergotherapeuten nicht ersetzen soll, sondern lediglich eine wirkungsvollere Unterstützung bietet.
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Dr. Buschfort denkt bereits über weitere Innovationen nach, wie zum Beispiel Apps für Smartphones, die Patienten zu Hause für sie individuell geschriebene Trainingsprogramme absolvieren können. Er sieht die apparategesteuerte Therapie als eine parallele Geschichte zur traditionellen Therapie und betont, dass sich das Arbeitsfeld der Therapeuten verändern wird, sie aber nicht überflüssig werden.
Herausforderungen und Abschied aus Olsberg
Trotz seiner Erfolge in Olsberg verließ Dr. Buschfort die „Klinik am Stein“. Ein Grund dafür war die gescheiterte Verlagerung der Klinik in die Olsberger Stadtmitte, die er sehr bedauerte. Er sah in dem jetzigen Standort einen Nachteil und suchte nach Möglichkeiten, seine Ideen an anderer Stelle fortzuentwickeln.
Dr. Buschfort betonte jedoch, dass er ein tolles Team und eine Einrichtung verlasse, die trotz nicht konkurrenzfähiger Räume einen hervorragenden Ruf genieße. Er suche nach Möglichkeiten, seine weiteren Überlegungen verwirklicht zu sehen.
Bewertungen und Erfahrungen mit der Aatalklinik Wünnenberg
Die Aatalklinik Wünnenberg, die im Zusammenhang mit neurologischer Rehabilitation erwähnt wird, erhält gemischte Bewertungen. Einige Patienten und Angehörige berichten von positiven Erfahrungen, während andere erhebliche Kritik äußern.
Positive Erfahrungen
Einige Patienten loben die Unterbringung im Einzelzimmer und die ärztliche Betreuung. Ein Patient wünschte sich jedoch einen festen Physiotherapeuten, was aufgrund von Dienstzeit, Urlaub oder Krankheit nicht möglich war. Ein anderer Patient fühlte sich in der Aatalklinik gut aufgehoben, bemängelte jedoch den Mangel an persönlichem Raum, da das Personal mehrmals täglich sein Zimmer betrat.
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Negative Erfahrungen und Kritikpunkte
Es gibt auch eine Reihe von negativen Bewertungen, die schwerwiegende Mängel in der Patientenversorgung aufzeigen. Ein Angehöriger berichtete, dass sein Vater nach einer Reha in der Klinik in einem schlechten Zustand nach Hause kam und kurz darauf verstarb. Er kritisierte die mangelnde Empathie des Personals und die unzureichende Kommunikation.
Ein weiterer Fall betrifft eine Patientin, deren zuvor erzielte Erfolge nach der Verlegung in die Aatalklinik rückläufig waren. Die Angehörigen bemängelten die mangelnde Sprachkenntnisse und Empathie der leitenden Ärztin sowie das Verhalten des Personals bei der Klärung von Besuchsterminen.
Besonders gravierend sind die Vorwürfe mangelnder Hygiene. Ein Angehöriger berichtete, dass seine Schwester über einen längeren Zeitraum nicht gewaschen und ihre Zahnpflege vernachlässigt wurde. Zudem wurde kritisiert, dass Patienten, die nicht selbstständig essen können, keine Hilfe erhalten und dass die Bettpfanne erst nach langer Wartezeit gebracht wurde.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelnde Transparenz bei der Therapieplanung. Einige Therapien tauchten nur ein- bis zweimal auf dem Plan auf, während andere über die gesamten drei Wochen verfolgt wurden. Zudem wurde das Rauchen direkt vor dem Klinikeingang und der Cafeteria als störend empfunden.
Ein Patient bemängelte, dass die Physiotherapie zu wenig Übungen für Patienten mit einem Schlaganfall bereithielt und dass die Sozialarbeiterinnen sich überlegen sollten, ob ihre Beratungen wirklich im Interesse des Patienten liegen.
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