Neurologe Celle: Umfassende Versorgung bei neurologischen Erkrankungen und Migräne

Die Klinik für Neurologie am AKH Celle bietet eine umfassende Versorgung für Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems. Das Medizinische Versorgungszentrum NeuroPlus Celle, unter der Leitung von Dr. med. A. Link und Dr. med. S., ergänzt das Angebot mit neurologischer und psychiatrischer Expertise. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen Versorgung in Celle, insbesondere im Hinblick auf Migräne, Kopfschmerzen und andere neurologische Erkrankungen.

Neurologische Kompetenz in Celle

Das Team der Neuropraxis Celle besteht aus erfahrenen Ärzten und engagierten Mitarbeitern. Neben den Ärzten ergänzt eine Weiterbildungsassistentin im Fach Psychiatrie das Team. Elf festangestellte Mitarbeiterinnen und eine Auszubildende sorgen für den reibungslosen Ablauf aller Anfragen und Aufgaben im Praxisalltag. Das Team legt großen Wert auf die persönliche Betreuung der Patienten und eine schnelle Linderung ihrer Symptome.

Die Klinik für Neurologie am AKH Celle deckt ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen ab, darunter:

  • Akutversorgung bei Schlaganfällen (Lysetherapie, Thrombektomie, Stroke Unit)
  • Morbus Parkinson und andere Bewegungsstörungen inklusive Parkinson-Komplexbehandlung
  • Entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Enzephalitis
  • Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen
  • Epilepsie- und Anfallserkrankungen
  • Neuromuskuläre Erkrankungen

Diagnostik und Therapie in der Neurologie

Zur Diagnostik neurologischer Erkrankungen stehen verschiedene moderne Verfahren zur Verfügung, darunter:

  • Neurophysiologisches Labor:
    • Elektroenzephalographie (EEG), inklusive Früh- und Neugeborenen-EEG
    • Nervenleitfähigkeitsmessungen (ENG)
    • Elektromyographien (EMG)
    • Evozierte Potentiale (MEP, SEP, VEP, AEP)
    • Apparative Schwindeldiagnostik (inkl. Videoelektronystagmographie, kalorische Vestibularisprüfung)
    • Tremor- und Dystonie-Analyse
  • Neurosonologisches Labor:
    • Extra- und transkranielle Duplexsonographie
    • Muskel- und Nervensonographie
    • Optikusscheidensonographie
    • Embolie-Detektion (HITS-Diagnostik)
  • Zusätzliche Leistungen:
    • Muskel- und Nervenbiopsien
    • Lumbalpunktionen

Die Elektromyographie (EMG) dient zur Registrierung der Muskelaktivität. Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit misst den Funktionszustand der peripheren Nerven. Evozierte Potentiale messen die Funktion des visuellen, akustischen und sensiblen Systems. Kognitive Testungen werden zur Beurteilung von Konzentrationsstörungen oder Demenz durchgeführt.

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Die Behandlung neurologischer Erkrankungen erfolgt nach aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Sie umfasst medikamentöse Therapien, Physiotherapie, Ergotherapie und andere unterstützende Maßnahmen.

Migräne und Kopfschmerzen: Diagnostik und Behandlung

Kopfschmerzen sind eine der häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Mehr als 9 von 10 Kopfschmerzpatienten haben einen Spannungskopfschmerz oder eine Migräne. Es gibt verschiedene Arten von Kopfschmerzen, die ohne bestimmte Ursache auftreten. Die häufigsten sind Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen.

Diagnose von Kopfschmerzen und Migräne

Zu Beginn der Diagnosestellung muss unterschieden werden zwischen Kopfschmerz und Migräne. Häufig überlappen sich die Symptome, daher ist ein ausführliches Anamnesegespräch zu Beginn der Behandlung wichtig. Durch Fragen nach der genauen Lokalisation des Schmerzes, seiner Dauer, Häufigkeit, dem Schmerzcharakter (dumpf-drückend, stechend, pulsierend), Begleitsymptomen und familiärer Vorbelastung, kann die Ursache des Kopfschmerzes meist schnell diagnostiziert werden.

Für die Diagnosestellung von Spannungskopfschmerzen, Migräne und weiteren Kopfschmerzarten ist es sehr hilfreich, wenn Patienten ein sogenanntes Kopfschmerztagebuch führen. Das bedeutet, dass Betroffene ihren Tagesablauf genau dokumentieren (Ernährung, Schlaf, Stressfaktoren, Wetter). Gleichzeitig notieren sie, wann ein Ziehen hinter der Stirn, den Schläfen oder weitere Kopfschmerzarten aufgetreten sind und ob es Begleitsymptome (z. B. Schwindel, Übelkeit) gegeben hat. Mithilfe eines solchen Tagebuchs kann ein Arzt in der Regel selbst unübliche, weitere Kopfschmerzarten sicher zuordnen. Er sieht dann, ob die Kopfschmerzen z. B. durch die Ernährung, durch psychische Faktoren oder bestimmte Verhaltensweisen begünstigt werden.

Symptome von Spannungskopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen, meist Spannungskopfschmerzen, beschreiben Betroffene als dumpf und drückend als ob sie einen Schraubstock um den Kopf hätten. Er tritt manchmal einseitig an einer Kopfhälfte auf, macht sich meist aber auf beiden Kopfseiten bemerkbar. Die Schmerzen sind meist leicht bis mittelstark, können über eine halbe Stunde bis zu einigen Tagen andauern, verursachen keine Übelkeit, werden bei körperlicher Aktivität nicht stärker und sind zwar lästig, hindern den Patienten aber meist nicht daran, alltäglichen Aktivitäten weiter nachzugehen.

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Die Migräne ist ein anfallsartiger Kopfschmerz, der in unregelmäßigen Abständen wiederkehrt. Manche Menschen haben nur ein- oder zweimal im Jahr eine Migräne. Andere leiden mehrmals im Monat oder gar fast täglich unter Migräne. Migräneattacken dauern wenige Stunden bis zu drei Tagen. Bei Kindern und älteren Menschen sind die Attacken häufig kürzer. Der Schmerz wird meist begleitet von vegetativen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Lärm- und Lichtscheu und Überempfindlichkeit gegenüber Lärm und Gerüchen. Jede körperliche Bewegung verschlimmert den Schmerz. Viele Patienten müssen wegen der quälenden Schmerzen ihren normalen Tagesablauf unterbrechen und das Bett aufsuchen. Eine Sonderform der Migräne ist die so genannte klassische Migräne oder auch Migräne mit Aura. Hier kommt es bei 10 bis 15% der Patienten vor den Kopfschmerzen zu Sehstörungen oder anderen Anzeichen.

Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne

Die Behandlung hängt von der Art und, soweit bekannt, Ursache der Kopfschmerzen ab. Sollte sich die Diagnose bestätigen, wird die medikamentöse Therapie in der Neuropraxis eingeleitet. Die weitere Behandlung und Begleitung der Therapie erfolgt in der Praxis des Überweisers.

Weitere neurologische Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten

Neben Kopfschmerzen und Migräne bietet die Neuropraxis Celle auch umfassende Diagnostik und Behandlung für weitere neurologische Erkrankungen:

  • Schlaganfall: Der akute Schlaganfall muss als Notfall im Krankenhaus behandelt werden. Die Ursache ist in den meisten Fällen eine Durchblutungsstörung des Gehirns durch einen Verschluss der versorgenden Blutgefäße. Die Symptome hängen vom Ort der Schädigung ab und treten im Allgemeinen schlagartig auf.
  • Epilepsie: Erstmalig auftretende epileptische Anfälle mit Bewusstseinsverlust oder länger als 5 Minuten anhaltende epileptische Anfälle mit Bewusstseinsverlust sind Notfälle. Ein epileptischer Anfall ist Ausdruck übermäßiger elektrischer Entladungen des Gehirns.
  • Multiple Sklerose: Die Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche, autoimmune Erkrankung von Gehirn und Rückenmark. Hauptkriterien für die Diagnose sind die räumliche und zeitliche Streuung der Entzündungsherde.
  • Polyneuropathie: Das Krankheitsbild umfasst die Schädigung mehrerer motorischer, sensibler und/oder vegetativer peripherer Nerven.
  • Restless-Legs-Syndrom: Typisch sind ein unbeherrschbarer Bewegungsdrang sowie Missempfindungen vor allem der Beine, die zumeist in Ruhe auftreten und sich bei Bewegung rasch bessern.
  • Karpaltunnelsyndrom: Die Kompression des Medianusnervs am Handgelenk führt zu typischen Sensibilitätsstörungen und ggf. im Verlauf zur Kraftminderung der Finger.
  • Demenz: Der Begriff Demenz umfasst die Kombination von Symptomen, die mit Einbußen kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten einhergehen.

Psychiatrische Versorgung

Das Medizinische Versorgungszentrum NeuroPlus Celle bietet auch psychiatrische Versorgung an. Herr Osman Ahmed ist als neuer Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in der Praxis tätig. Behandelt werden unter anderem:

  • Depression: Psychische Störung mit typischerweise gedrückter Stimmung, vermehrtem Grübeln, Hoffnungslosigkeit und vermindertem Antrieb.
  • Bipolare Störung: Früher auch als manisch depressive Erkrankung bezeichnet. Es treten extreme gegensätzliche Schwankungen von Stimmung, Antrieb und Aktivität auf.
  • Schizophrenie: Während der akuten schizophrenen Psychose treten im Allgemeinen typische Symptome auf, die das innere Erleben und Verhalten wie Wahrnehmung, Denken, Gefühls- und Gemütsleben, Willensbildung, Psychomotorik und Antrieb betreffen.
  • Abhängigkeitserkrankungen: Entsprechen der Abhängigkeit von psychoaktiven Substanzen, deren wiederholte Einnahme zu gesundheitlichen Einschränkungen führen kann.
  • Belastungsreaktionen: Akute Belastungsreaktionen treten als zeitnahe Reaktion auf außergewöhnliche Belastungsereignisse auf, bei denen es vorübergehend an Bewältigungsstrategien mangelt und alle Verarbeitungsmechanismen zusammenbrechen.
  • Angststörungen: Angststörungen sind mit Angst verbundene psychische Störungen, die typischerweise übertriebene Angstreaktionen bei einem Fehlen einer tatsächlichen Bedrohung zeigen.
  • Zwangsstörungen: Zwangsstörungen bezeichnen den inneren Drang, bestimmte Dinge wiederholt zu denken oder zu tun.

Akademische Ausbildung und Fortbildung

Als Akademisches Lehrkrankenhaus der MHH bilden wir Medizinstudierende und angehende Fachärzte aus. Alle Chefärzte sind an der Ausbildung von Studenten beteiligt. Es finden regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen und auch der unmittelbare Einsatz der Studenten unter fachlicher Aufsicht auf den Stationen und in den Funktionsbereichen statt. Die Kliniken für Neurologie, Gastroenterologie und die Frauenklinik nehmen an verschiedenen Phase III/IV-Studien teil. Seit 2020 findet am AKH Celle die Ausbildung zur Pflegefachfrau/ Pflegefachmann statt.

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Die Klinik für Neurologie bietet wöchentlich ein neurologisches Fortbildungsseminar an, in der alle wichtigen Themen der Neurologie anhand von Übersichten oder neuen Publikationen behandelt werden. Darüber hinaus finden interdisziplinäre Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen monatlich statt. Alle Mitglieder des Ärzteteams bekommen die Möglichkeit zur kostenlosen Teilnahme an externen Kongressen und Fortbildungen in der Neurologie.

Für Studenten im Praktischen Jahr bieten wir in der Neurologie ein eigenes Curriculum an mit mindestens dreimal wöchentlich stattfindenden Fortbildungen, Betreuung eigener Patienten, Angebot zum kostenlosen Besuch des neurologischen Jahreskongresses, Erstellung eines Kasuistik-Posters für den jährlich ausgeschriebenen PJ-Posterpreis und auf Wunsch Durchführung eines Probeexamens.

Prävention und Beratung

Leider sind die neurologischen Erkrankungen bei der Diagnose häufig schon weit fortgeschritten. Eine Beratungsstunde zu diesen Themen wird von Dipl. Biol. Susanne Zander angeboten, die seit vielen Jahren in der Praxis tätig ist.

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