Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Prävention und Diagnose von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven befasst. Im NeuroCentrum MVZ Grevenbroich & Dormagen GmbH, angeschlossen dem Fachärztezentrum Rheinland Klinikum, steht ein Team von Fachärzten (m/w/d) für Neurologie, Psychiatrie, Nervenheilkunde und/oder Psychotherapie bereit, um Patienten umfassend zu betreuen. Das NeuroCentrum bietet somit eine zentrale Anlaufstelle für neurologische Fragestellungen in der Region Greven.
Das NeuroCentrum: Kompetenz und Vielfalt unter einem Dach
Im NeuroCentrum arbeiten erfahrene Fachärzte wie Dr. Bernd Wendtland, Dr. Uwe Meier, Dr. Monika Köchling, Eckehard Drees, Dr. Kirn Kessler, Claudia Jablonka, Barbara Madejczyk, Dr. Matthias Kraemer, Anna Cetinerová Baranová, Dr. Christiane M. Franzen, Haliunaa Jakob und Dr. Nele König. Sie verfügen über Zusatzqualifikationen in Bereichen wie spezielle Schmerztherapie, Akupunktur, Rehabilitationswesen, spezielle neurologische Intensivmedizin, Verkehrsmedizin, Palliativmedizin, ärztliches Qualitätsmanagement, Medizinischer Sachverständiger cpu, psychosoziale Onkologie und/oder Gesundheitsförderung und Prävention. Diese Vielfalt an Kompetenzen ermöglicht eine umfassende und individuelle Betreuung der Patienten.
Das NeuroCentrum versteht sich auch als Anlaufstelle für Selbsthilfegruppen und bietet geführte Kurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Zielsetzungen an. Die barrierefreien Einrichtungen, die über den Parkplatz des Rheinland Klinikums erreichbar sind, gewährleisten einen einfachen Zugang für alle Patienten.
Neurologische Therapien im Überblick
Die Therapien der Neurologie umfassen die nichtoperative Behandlung von Fehlfunktionen und Funktionsausfällen des Gehirns, des Rückenmarks, der Sinnesorgane und der peripheren Nerven. Im Gegensatz dazu beinhaltet die Neurochirurgie die operative Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems.
Bei neurologischen Erkrankungen handelt es sich um Erkrankungen des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark) und des peripheren Nervensystems, einschließlich der Umgebungsstrukturen, blutversorgenden Gefäße und Muskulatur. Mögliche Erkrankungen des Rückenmarks sind beispielsweise Rückenmarkstumoren und Bandscheibenvorfälle. Abgesehen vom Bandscheibenvorfall äußern sich die Erkrankungen oft sehr diffus, sodass eine mehrschritte Diagnostik häufig unabwendbar ist.
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Epilepsie: Ursachen, Diagnose und Behandlung
Epileptische Anfälle sind eine häufige neurologische Erkrankung, die unter bestimmten Umständen bei jedem Menschen im Laufe des Lebens auftreten können. Ein epileptischer Anfall entsteht durch plötzliche, synchrone Aktivität von Nervenzellen des Gehirns. Die Ausprägungsformen epileptischer Anfälle sind vielfältig - sie reichen von kurzen Bewusstseinspausen bis hin zu generalisierten tonisch-klonischen Anfällen.
Ursachen von Epilepsie
Die Ursachen von Epilepsie sind sehr unterschiedlich. Häufig bleibt die genaue Ursache unklar. In anderen Fällen liegen Veränderungen im Gehirn vor - etwa nach einem Schlaganfall, einer Kopfverletzung, bei Fehlbildungen oder Entzündungen.
Diagnostik von Epilepsie
Die Diagnostik umfasst neben einer ausführlichen Befragung meist ein EEG (Messung der Hirnströme), eine Magnetresonanztomografie (MRT) sowie bei Bedarf Blutuntersuchungen. Ziel ist es, die Form der Epilepsie zu bestimmen, mögliche Ursachen zu erkennen und ggf. eine medikamentöse Therapie mit anfallsunterdrückenden Medikamenten einzuleiten.
Medikamentöse Therapie bei Epilepsie
Diese Medikamente senken die Erregbarkeit der Nervenzellen und können Anfälle verhindern oder zumindest lindern, d. h. die Häufigkeit von Anfällen senken. Verschiedene Wirkstoffe stehen zur Behandlung zur Verfügung, darunter z. B. Lamotrigin, Levetiracetam, Valproinsäure, Lacosamid und Carbamazepin (u. v. m.). Welches Medikament eingesetzt wird, hängt unter anderem von der Art der Anfälle, dem Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen und ggf. von der individuellen Lebenssituation des Patienten ab.
Leben mit Epilepsie
Viele Menschen mit Epilepsie können - mit der richtigen Behandlung - ein ganz normales Leben führen. Wichtig ist dabei, bekannte Anfallsauslöser wie Schlafmangel oder eine unregelmäßige Medikamenteneinnahme zu vermeiden.
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Weitere Diagnoseverfahren im NeuroCentrum
Neben der Diagnostik und Therapie von Epilepsie bietet das NeuroCentrum ein breites Spektrum an weiteren neurologischen Diagnoseverfahren an:
- Duplexsonographie: Die Duplexsonographie ist eine schmerzfreie Ultraschalluntersuchung, die sowohl die Struktur als auch den Blutfluss in den hirnversorgenden Gefäßen beurteilt. In der Praxis wird die Duplexsonographie zur Diagnose und Überwachung von Erkrankungen eingesetzt, die mit Durchblutungsstörungen des Gehirns zusammenhängen.
- Elektroenzephalographie (EEG): Die Elektroenzephalographie (EEG) ist ein schmerzfreies und nicht-invasives Verfahren zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns.
- Elektroneurographie: Die Elektroneurographie misst die Geschwindigkeit und Intensität, mit der elektrische Impulse entlang peripherer Nerven geleitet werden. Hierbei werden die Nerven durch kurze elektrische Reize stimuliert, und die Reaktionen werden über auf der Haut angebrachte Elektroden aufgezeichnet.
- Elektromyographie: Die Elektromyographie erfasst die elektrische Aktivität von Muskeln, um zwischen muskulären und nervlichen Ursachen von Beschwerden zu unterscheiden. Dies geschieht durch die Ableitung von Muskelaktionspotentialen mittels feiner Nadelelektroden, die in den Muskel eingeführt werden.
- Demenztestung: Die Demenztestung umfasst verschiedene Verfahren zur Beurteilung der geistigen Leistungsfähigkeit. Die sog. Kognitive Testung umfasst standardisierte Fragebögen wie den Mini-Mental-Status-Test (MMST) oder den DemTect. Diese Tests prüfen Bereiche wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache und Orientierung. Der Uhrentest ist ein unkomplizierter Test zur Einschätzung der visuell-räumlichen Wahrnehmung und prüft das Verstehen und Umsetzen von Anweisungen und Aufgabenstellungen.
- Diagnostik von Aufmerksamkeitsstörungen: Die diagnostische Klärung einer möglichen Aufmerksamkeitsstörung im Erwachsenenalter erfordert eine sorgfältige Anamnese und ausführliche testpsychologische Diagnostik. Im NeuroCentrum wird ein orientierendes Screening mittels ASRS-v1.1 und IDA-R angeboten.
Die neurologische Untersuchung: Sorgfalt und Präzision
In der Neurologie sind sowohl die sorgfältige klinische Untersuchung als auch die gezielte Befragung von Ihnen als Tierhalter besonders wichtig. Im Laufe dieser neurologischen Untersuchung werden Reflexe (z. B. Kniescheibenreflex) als auch Reaktionen (Drohreaktion) geprüft. Anschließend kann man weitergehende Untersuchungen zur endgültigen Abklärung der Erkrankung einleiten.
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