Meningeom-Behandlung in Dinslaken: Ein umfassender Überblick

Die Neurochirurgie am Evangelischen Krankenhaus Dinslaken (EKD) hat sich auf die operative Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems, der Wirbelsäule und der peripheren Nerven spezialisiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung von Meningeomen, gutartigen Tumoren, die von den Hirnhäuten ausgehen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Meningeome, ihre Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere im Kontext der neurochirurgischen Versorgung in Dinslaken.

Was sind Meningeome?

Meningeome sind in den meisten Fällen gutartige Tumoren, die aus den Meningen, den Hirnhäuten, entstehen. Sie sind in der Regel langsam wachsend und können lange Zeit unbemerkt bleiben. Abhängig von ihrer Größe und Lage können sie jedoch Druck auf das Gehirn oder die Nerven ausüben und so verschiedene Symptome verursachen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Meningeomen sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch einige bekannte Risikofaktoren, die das Auftreten eines Meningeoms begünstigen können:

  • Genetische Faktoren: In seltenen Fällen können genetische Veränderungen eine Rolle spielen.
  • Vorherige Strahlentherapie: Eine Strahlentherapie im Kopfbereich kann das Risiko für die Entwicklung eines Meningeoms erhöhen.
  • Hormonelle Einflüsse: Es wird vermutet, dass hormonelle Faktoren, insbesondere bei Frauen, eine Rolle spielen könnten.

Symptome

Die Symptome eines Meningeoms sind vielfältig und hängen stark von der Lage und Größe des Tumors ab. Einige häufige Symptome sind:

  • Kopfschmerzen: Insbesondere wenn sie neu auftreten, sich verschlimmern oder von anderen Symptomen begleitet werden.
  • Sehstörungen: Verschwommenes Sehen, Doppelbilder oder Gesichtsfeldausfälle.
  • Krampfanfälle: Infolge der Reizung des Gehirns durch den Tumor.
  • Schwäche oder Taubheitsgefühl: Betrifft Arme oder Beine, je nachdem, welche Hirnregion betroffen ist.
  • Sprachstörungen: Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen von Sprache.
  • Wesensveränderungen: Veränderungen in der Persönlichkeit oder im Verhalten.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome auch andere Ursachen haben können. Bei Verdacht auf ein Meningeom sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, um eine genaue Diagnose zu stellen.

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Diagnose

Die Diagnose eines Meningeoms erfolgt in der Regel durch bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT). Diese Untersuchungen können die Lage, Größe und Ausdehnung des Tumors darstellen. In einigen Fällen kann eine Biopsie erforderlich sein, um die Art des Tumors zu bestimmen und bösartige Zellen auszuschließen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung eines Meningeoms hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Größe und Lage des Tumors, die Symptome des Patienten und sein allgemeiner Gesundheitszustand. Die wichtigsten Behandlungsoptionen sind:

  • Beobachtung: Kleine, asymptomatische Meningeome müssen nicht immer sofort behandelt werden. In solchen Fällen kann eine regelmäßige Überwachung mittels MRT ausreichend sein, um das Wachstum des Tumors zu kontrollieren.
  • Operation: Die operative Entfernung des Meningeoms ist die häufigste und oft effektivste Behandlungsmethode. Ziel der Operation ist es, den Tumor vollständig zu entfernen, ohne dabei das umliegende gesunde Hirngewebe zu schädigen. In der Klinik für Neurochirurgie am Evangelischen Krankenhaus Dinslaken werden modernste mikrochirurgische Techniken und die Neuronavigation eingesetzt, um eine präzise und schonende Entfernung des Tumors zu gewährleisten.
  • Strahlentherapie: Wenn eine vollständige operative Entfernung des Tumors nicht möglich ist oder wenn der Tumor nach der Operation wieder wächst, kann eine Strahlentherapie eingesetzt werden. Die Strahlentherapie kann das Wachstum des Tumors verlangsamen oder ihn sogar zerstören. Es gibt verschiedene Arten der Strahlentherapie, darunter die stereotaktische Radiochirurgie (z. B. Gamma Knife oder Cyberknife) und die fraktionierte Strahlentherapie.
  • Kombinationstherapie: In einigen Fällen kann eine Kombination aus Operation und Strahlentherapie erforderlich sein, um den Tumor effektiv zu behandeln.

Neurochirurgische Expertise in Dinslaken

Die Klinik für Neurochirurgie am Evangelischen Krankenhaus Dinslaken (EKD) bietet ein umfassendes Spektrum an neurochirurgischen Operationen an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Hirntumoren, einschließlich Meningeomen. Die Klinik kooperiert eng mit der Praxis für Neurochirurgie, die Teil des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) EVKLN Duisburg Niederrhein gGmbH ist. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende Betreuung der Patienten aus einer Hand, von der Diagnose über die Behandlung bis hin zur Nachsorge.

Moderne Techniken und Verfahren

In der Klinik für Neurochirurgie am EKD kommen modernste Techniken und Verfahren zum Einsatz, um eine optimale Behandlung der Patienten zu gewährleisten:

  • Mikrochirurgie: Die Operationen werden unter Verwendung eines hochauflösenden Operationsmikroskops durchgeführt, um eine präzise und schonende Entfernung des Tumors zu ermöglichen.
  • Neuronavigation: Die Neuronavigation ermöglicht eine präzise Lokalisation des Tumors während der Operation und hilft, das umliegende gesunde Hirngewebe zu schonen.
  • Intraoperative elektrophysiologische Überwachung: Die intraoperative elektrophysiologische Überwachung der Nervenfunktion hilft, neurologische Schäden während der Operation zu vermeiden.
  • Fluoreszenzverfahren: Im Rahmen der Hirntumorchirurgie kommen Fluoreszenzverfahren zur Anwendung, um den Tumor besser sichtbar zu machen und eine vollständige Entfernung zu erleichtern.
  • Wachoperationen: Bei Tumoren in der Nähe wichtiger Hirnregionen, wie dem Sprachzentrum oder der motorischen Hirnrinde, können Wachoperationen durchgeführt werden, um die neurologische Funktion während der Operation zu überwachen und zu erhalten.

Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Klinik für Neurochirurgie am EKD legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, wie der Neurologie, der Onkologie und der Strahlentherapie. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende und individuelle Betreuung der Patienten.

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Rehabilitation und Nachsorge

Nach der Behandlung eines Meningeoms ist eine umfassende Rehabilitation und Nachsorge wichtig, um den Patienten bei der Wiederherstellung ihrer Funktionen und Lebensqualität zu unterstützen. Die neurologische Rehabilitation zielt darauf ab, Menschen mit einer neurologischen Erkrankung oder nach einem neurochirurgischen Eingriff zu unterstützen. Sie hilft den Patienten mit zielgerichteten Maßnahmen dabei, Probleme wie den Verlust der Fähigkeit, sich fortzubewegen oder zu sprechen, zu beheben und in den Alltag zurückzukehren.

Es gibt verschiedene erprobte Konzepte und medizinische Instrumente, die den Patientinnen und Patienten wieder ein möglichst selbstständiges Leben ermöglichen sollen. Dazu gehören beispielsweise das Bobath-Konzept, die Transkutane elektrische Neurostimulation (TENS) und die Constraint-induced movement therapy (CIMT).

Die Nachsorge umfasst regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um das Wachstum des Tumors zu überwachen und eventuelle Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus können supportive Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie helfen, die Funktionen des Patienten zu verbessern und seine Lebensqualität zu erhalten.

Fazit

Meningeome sind in den meisten Fällen gutartige Tumoren, die jedoch aufgrund ihrer Lage und Größe erhebliche Symptome verursachen können. Die Klinik für Neurochirurgie am Evangelischen Krankenhaus Dinslaken bietet ein umfassendes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung von Meningeomen. Durch den Einsatz modernster Techniken und Verfahren sowie die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen wird eine optimale Versorgung der Patienten gewährleistet. Eine umfassende Rehabilitation und Nachsorge helfen den Patienten, ihre Funktionen und Lebensqualität wiederherzustellen.

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