Dieser Artikel fasst Bewertungen und Erfahrungen von Patienten mit Neurologen in Idar-Oberstein zusammen. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Qualität der neurologischen Versorgung in dieser Region zu geben. Dabei werden sowohl positive als auch negative Aspekte beleuchtet, um ein möglichst realistisches Bild zu vermitteln.
Klinikum Idar-Oberstein GmbH: Neurologische Abteilung
Das Klinikum Idar-Oberstein GmbH bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, das Praktische Jahr (PJ) zu absolvieren. Ein PJ-Absolvent beschreibt das letzte Tertial als besonders lehrreich und angenehm, insbesondere im Hinblick auf die Betreuung durch die Ärzte der Abteilung. Die fachlichen Diskussionen finden auf Augenhöhe statt und die Einbindung in die Patientenbetreuung ähnelt der eines Assistenzarztes. Der Umgang im Team, auch interprofessionell, wird als respektvoll und aufmerksam wahrgenommen. Besonders positiv wird der Kontakt zu den Oberärzten und dem Chefarzt hervorgehoben, vor allem beim gemeinsamen Mittagessen. Bei entsprechendem Engagement können Lumbalpunktionen und Duplexsonographien unter Aufsicht eigenständig durchgeführt werden. Die Einbindung in die Patientenbehandlung wird als umfassend beschrieben, wobei man jedoch nie mit Schwierigkeiten allein gelassen wird. Im Rahmen der wöchentlichen Fortbildungen besteht die Möglichkeit, eigene Themen einzubringen und Interessen zu vertiefen. Auch in der Notaufnahme können Patienten untersucht und in Rücksprache die weitere Diagnostik und Therapie geplant werden.
Positive Aspekte der Neurologischen Abteilung
- Lehrreiche Betreuung: Konstruktive und lehrreiche Betreuung durch alle Ärzte der Abteilung.
- Respektvoller Umgang: Respektvoller und aufmerksamer Umgang im Team, auch interprofessionell.
- Einbindung in die Patientenbehandlung: Umfassende Einbindung in die Patientenbehandlung, ohne Alleingelassenwerden bei Schwierigkeiten.
- Fortbildungsmöglichkeiten: Möglichkeit zur Einbringung eigener Themen und Vertiefung von Interessen im Rahmen wöchentlicher Fortbildungen.
- Stroke Unit: Idar-Oberstein verfügt über eine zentrale Stroke Unit (Schlaganfallspezialstation), eine von sechs im Land Rheinland-Pfalz.
Patientenberichte über die Neurologische Abteilung
Ein Patient berichtet, sonntags über die ZNA mit unklarer neurologischer Symptomatik auf der Station 41 aufgenommen worden zu sein. Die Aufnahme erfolgte schnell und reibungslos mit umgehender neurologischer Untersuchung und Versorgung. Weitere apparative und körperliche Untersuchungen durch Stationsärzte sowie dem Oberarzt folgten bis zur verständlich kommunizierten Diagnose. Die Betreuung durch das Stationspersonal wird als durchgehend patientenorientiert und empathisch beschrieben.
Ein anderer Patient wurde stationär durch die Neurologie aufgenommen und lag dem Bettenmangel geschuldet auf der Station 43 Neurochirurgie. Die Diagnose war gründlich, umfassend, zielgerichtet und zielführend. Die Therapie wurde gut erklärt und zügig durchgeführt und war erfolgreich. Die Versorgung war gut, wobei das Personal erkennbar unter Druck stand.
Eine Patientin fühlte sich in Idar-Oberstein sehr wohl und ihre Myasthenie Gravis wurde sehr schnell diagnostiziert und behandelt. Auch ein Thymusdrüsentumor wurde während des gleichen Aufenthalts gefunden und sie wurde an einen Thoraxchirurgen in Mainz weitergeleitet. Das Thymom stellte sich als bösartig heraus, konnte jedoch komplett entfernt werden.
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Kritikpunkte an der Neurologischen Abteilung
Ein Patient berichtet von einem Aufenthalt im März 2019 wegen unklarer Beschwerden wie Taubheitsgefühl im linken Oberschenkel, Rückenschmerzen, Luftnot, Übelkeit und Schwindel sowie Nervenschmerzen. Eine Schädigung beider Sehnerven wurde festgestellt. Die Ärzte vermuteten jedoch, dass die Beschwerden von der Psyche kommen und der Patient als Hypochonder abgestempelt wurde. Albumin und Eiweiß im Liquor waren erhöht. Der Patient bemängelt, dass er nicht ernstgenommen wurde.
Ein weiterer Patient schildert, dass seine alte, aber noch fitte Schwiegermutter wegen Desorientiertheit zum Ausschluss eines Schlaganfalles eingeliefert wurde. Sie konnte kaum laufen, nicht sprechen und war völlig ausgetrocknet wegen einer Hitzewelle. Es wurden zwar viele Untersuchungen durchgeführt, pflegerisch wurde ihr allerdings wenig Hilfe zuteil: weder wurden ihr Getränke noch Infusionen verabreicht, sie lag stundenlang in ihrer nassen und stinkenden Windelhose. Trotz ihres Drängens erhielt sie nichts zum Abführen, bis sie völlig verstopft war. Bei nächtlichen Verwirrtheitszuständen zog sie sich-unter Marcumar-erhebliche Verletzungen zu. Da sie keine adäquate „Diagnose“ hatte, sahen sich weder Ärzte noch Sozialdienst in der Lage, eine akutgeriatrische Reha für sie zu beantragen. Die Angehörigen bemängelten die ständige Verschlechterung ihres Allgemeinzustandes, worauf das Pflegepersonal sehr unfreundlich reagierte. Sie bekam weder Hilfe beim Essen, bei der Körperpflege (Zähneputzen!), bei der Ausscheidung oder Nahrungsaufnahme, geschweige denn bei der Mobilisation oder Sprachtraining. Der Eindruck war, dass die Pflege überlastet ist und nur bei Einzelpersonen ein Interesse am Wohlergehen der Patientin zu erkennen war.
Ein anderer Patient berichtet, dass er mehrere Tage auf der Neurologie in Idar-Oberstein gelegen habe. Die Schwestern und Pfleger seien sehr zuvorkommend gewesen und hätten immer ein offenes Ohr für die Patienten gehabt. Er habe sich dort wohl gefühlt, wenn es kein Krankenhaus gewesen wäre. Alle seien sehr nett gewesen, ob auf der Station oder beim EEG, MRT, etc. Besonders hervorgehoben wird, dass bei Angst, z.B. beim MRT, direkt auf einen eingegangen und Lösungen gesucht wurden. Das Essen wird für ein Krankenhaus als in Ordnung beschrieben. Das einzige negative war, dass man manchmal schon ungewiss auf Untersuchungen im Zimmer warten musste, weil keine Uhrzeiten bzw. Termine genannt werden konnten.
Ein weiterer Patient war weniger zufrieden, da seine Frau stationär eingewiesen wurde und ihr bei der Zuteilung des Bettes dieses gezeigt und sie einfach im Zimmer sich selbst überlassen wurde. Es gab keine Erklärung über Bad, Dusche, kein Handtuch, keine Einweisung, nichts. Dieser Zustand wurde auch von der Patientin mitgeteilt, welche im gleichen Zimmer untergebracht ist.
Ein anderer Patient berichtet von einem insgesamt schiefgelaufenen Aufenthalt, bei dem er von den falschen Ärzten behandelt wurde, auf der falschen Station lag und Medikamente bekam, welche nicht für ihn bestimmt waren, sondern für seine Bettnachbarin. Zum Schluss wurde er vom behandelnden Arzt als Lügner hingestellt.
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Weitere Ärzte und Praxen in Idar-Oberstein
Dr. med. Dirk Hötger
Dr. med. Dirk Hötger wird von einigen Patienten sehr positiv bewertet. Ein Patient berichtet von einer ausführlichen, empathischen und gründlichen Untersuchung nach einem Verkehrsunfall. Er habe kurzfristig einen Termin erhalten und sei sehr dankbar. Ein anderer Patient geht seit Jahren zu Herrn Dr. Hötger und ist bis auf die Wartezeit immer zufrieden. Er schätzt, dass sich der Arzt Zeit nimmt und sich ein eigenes Bild von den Beschwerden macht, anstatt blind alte Befunde zu übernehmen. Er habe ihm geholfen, wieder Vertrauen zu einem Neurologen und vor allem Psychiater aufzubauen. Ein weiterer Patient geht ebenfalls seit Jahren zu Herrn Hötger und ist mega zufrieden. Er beschreibt ihn als einen Arzt, der sich noch Zeit nimmt und Interesse zeigt, einen Arzt mit Herz. Einziges Manko seien die Wartezeiten, die trotz Termin zwischen 2 und 5 Stunden betragen können.
Ein anderer Patient bemängelt, dass statt auf seine Symptome und Belange einzugehen, erst einmal die große Runde an (bereits durch ein Krankenhaus abgeklärter) Diagnostik nochmals gemacht werden sollte, einzig um dann zu erklären, er müsse weiter überwiesen werden.
Ein weiterer Patient berichtet, dass er schon jahrelang in diese Arztpraxis geht und am Anfang zufrieden war. Als er am Anfang einen dringenden Termin brauchte, habe er diesen auch schnell bekommen. Mit dem Arzt sei er soweit auch zufrieden, aber die Praxisleitung und Organisation sei wirklich das letzte. Dies wurde jetzt in den letzten 2-3 Jahren immer schlimmer. Als er zuletzt ein Rezept brauchte, ließ man ihn ca. 90 Min. im Wartezimmer warten. Das Rezept lag allerdings schon länger fertig am Empfang herum, ohne ihm Bescheid zu sagen. Bei seinem letzten Termin wurden Leute, welche nach ihm kamen, einfach vor ihm dran genommen. Da wartete er bereits auch wieder ca. Er kann doch nicht jedes Mal Urlaub nehmen, wenn er einen Kontrolltermin habe, welcher in der Regel 2-3 Minuten dauert und dafür noch 2 Stunden im Wartezimmer warten. Er sagte noch, dass er zur Arbeit muss und es nicht viel länger dauern darf. Ihm kam es in letzter Zeit irgendwie vor, als würden die das mit Absicht machen. Vielleicht versucht man Patienten die nur Neurologisch da sind, auch in psychologische Behandlung zu bekommen?
Dr.med. Karl-Michael Dewenter
Ein Patient ist schon lange Patientin von Frau Dr. Dewenter und sehr zufrieden. Ein anderer Patient war mit der Kompetenz, Fachwissen und Hilfsbereitschaft von Herrn Dewender sehr zufrieden. Da er aufgrund von Covid-Reisebeschränkungen nicht mehr von Thailand aus nach Deutschland fliegen konnte, um sich persönlich beim Herrn Doctor zu erscheinen, hatte sich Herr Dewender geweigert, ihm ein Kassen.- und Privatrezept auszustellen, um seine Parkinson zu behandeln.
Ein anderer Patient findet Herrn Dewenter sehr unfreundlich. In der Praxis jemanden ans Telefon zu bekommen ist fast unmöglich. Die Umsetzung der Corona-Maßnahmen sei auch nicht wirklich gut, da man teilweise im Kalten und vor der Praxis im Treppenhaus warten muss.
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Ein anderer Patient berichtet, dass auf jeden Patienten eingegangen wurde und der Arzt sich bei jedem Patienten Zeit genommen und zugehört hat. Ein weiterer Patient ist seit über 10 Jahre beim Hr. Dewenter und durch seine Schizoaffektive Psychose war er froh, einen Psychiater gefunden zu haben, zudem er vertrauen habe und sich gut aufgehoben fühle. Für manche Patienten ist er vlcht zu forsch und direkt. Er geht immer auf seine Belangen ein und nimmt sich auch die Zeit wo er brauche. Deswegen verstehe ich diese Negative Bewertungen hier absolut nicht.
Ein anderer Patient beschreibt diesen Menschen als so herzlich, einfühlsam und hilfsbereit. Er hat ihm so sehr in einer ganz schweren Zeit geholfen. Er dachte schon er weise sich bald selber ein, aber er hat ihm mut gemacht, und ihn aus dem Loch geholt. Er sagte immer wenn es nicht mehr geht, komm sofort wieder. Als es ihm richtig schlecht ging, durfte er sogar jede Woche kommen. Er ist froh dass er diesen Arzt habe.
Ein anderer Patient berichtet, dass der Grund, weswegen es sowohl mit dem Termin als auch im Wartezimmer etwas länger dauert, wird offensichtlich, wenn man hereinkommt: Es sind sehr viele Patienten dort und gute Ärzte sind nunmal begehrt. Das Personal ist freundlich und kompetent, genau wie der Arzt selbst. Er hatte ihn umfassend informiert und alle seine Nachfragen beantwortet. Natürlich war keine Zeit für einen gemütlichen Plausch inkl.
Ein anderer Patient saß über eine Stunde lang im Wartezimmer und der Arzt nahm sich dann auch etwa 10 bis höchstens 15 Minuten für ihn Zeit. In dieser kurzen Zeit, führte er sich extrem überheblich und empathielos auf. Er gab Bemerkungen von sich, die alles andere als wertschätzend und verständnisvoll waren. Er hätte ja bisher auch nichts auf die Reihe bekommen und dann komme er ernsthaft auf die Idee, dass ihm eine ambulante Behandlung da weiterhilft. Wenn er zur Vernunft kommen würde, dann könnte er ihn ja anrufen. Das sollte aber bitte schnell passieren, denn einen Antrag für eine Unterbringung, in einer speziellen Einrichtung (Internat) zu stellen, dass wäre ja ganz schön zeitaufwendig und würde einen Haufen Geld kosten. Er habe verständnis dafür, wenn jemand mal einen schlechten Tag hat und die Laune nicht so super ist. Aber so sollte man nicht mit seinen Patienten umgehen. Und deshalb bin er auch nicht traurig darüber, dass es sein erstes und letztes Gespräch, in dieser Praxis war. Außerdem war er mit dieser Situation überfordert und wirklich schockiert. Er weiß, dass er Probleme habe und krank bin aber so etwas sollte sich keiner anhören müssen, erst recht nicht von einem Menschen, der eigentlich helfen sollte.
Zusammenfassung
Die Bewertungen der Neurologen in Idar-Oberstein sind vielfältig und reichen von sehr positiv bis sehr negativ. Das Klinikum Idar-Oberstein GmbH bietet eine neurologische Abteilung mit einer Stroke Unit, die für die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten gut ausgestattet ist. Die Betreuung durch die Ärzte und das Pflegepersonal wird von einigen Patienten als sehr gut und empathisch beschrieben, während andere Patienten Kritik an der mangelnden Hilfe bei der Körperpflege und der langen Wartezeiten äußern.
Auch die Bewertungen der niedergelassenen Neurologen Dr. Hötger und Dr. Dewenter sind unterschiedlich. Dr. Hötger wird von einigen Patienten für seine gründliche Untersuchung und sein Einfühlungsvermögen gelobt, während andere Patienten die langen Wartezeiten und die Praxisorganisation bemängeln. Dr. Dewenter wird von einigen Patienten als sehr freundlich und hilfsbereit beschrieben, während andere Patienten seine Unfreundlichkeit und die schlechte Erreichbarkeit der Praxis kritisieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Bewertungen subjektiv sind und die individuellen Erfahrungen der Patienten widerspiegeln. Bei der Wahl eines Neurologen in Idar-Oberstein sollten Patienten daher die verschiedenen Bewertungen berücksichtigen und sich ein eigenes Bild machen.
Wichtige Hinweise für Patienten:
- Bei einem Schlaganfall gilt: Time is brain. Daher sollte der Patient schnellstmöglich auf die hiesige Stroke Unit (Schlaganfallspezialstation) mittels Rettungsdienst gebracht werden.
- Die Neurologie befasst sich mit Erkrankungen sowohl des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) als auch des peripheren Nervensystems (z.B. Nervenwurzelschädigungen, Muskelerkrankungen).
- Viele Erkrankungen, die früher als nicht behandelbar galten, sind heutzutage sehr gut zu therapieren, häufig sogar zu heilen.
Indikationen für eine ambulante Vorstellung (GKV-Versicherte):
- Neurologische Ultraschalldiagnostik insbesondere der Hirn versorgenden Gefäße
- Alle Patienten mit dem Hirntumor Glioblastoma multiforme (Gliom Grad IV)
- Andere Hirntumoren
- Patienten mit Multipler Sklerose
- Rollstuhlpflichtige Patienten
- Patienten mit chronisch inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie (CIDP)
- Hirnschrittmacherkontrollen (Anmeldung über Neurochirurgische Ambulanz)