Neurologe Lübeck: Moderne Migränebehandlung im Fokus

Die neurologische Versorgung in Lübeck bietet ein breites Spektrum an Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für neurologische Erkrankungen, insbesondere auch für Migräne. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Migränebehandlung, die in Lübeck angeboten werden.

Neurologische Versorgung in Lübeck: Tradition und Innovation

Die neurologische Praxis in der Sandstraße in Lübeck blickt auf eine über 30-jährige Tradition zurück. Gegründet von Dr. med. Doris Botzler, wird die Praxis seit 2017 von Dr. med. weitergeführt. Die Praxis befindet sich zentral in der Lübecker Altstadt, direkt an der Haltestelle Sandstraße. Das Team arbeitet patientenorientiert und nach neuesten Erkenntnissen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Die Praxis bietet das gesamte Spektrum an neurologischen Untersuchungen, darunter Ultraschall-, Hirnstrom-, Muskel- und Nervenmessungen.

Migräne: Eine Volkskrankheit

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, von der in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen betroffen sind. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer (50% häufiger). Die Schmerzen treten häufig nur auf einer Kopfseite auf (Hemikranie) und beginnen oft in der Nacht oder den frühen Morgenstunden. Ein Anfall kann sich über Stunden bis hin zu mehreren Tagen erstrecken.

Formen der Migräne

Es gibt verschiedene Formen der Migräne:

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  • Migräne ohne Aura (M. ohne Aura): Etwa neunzig Prozent aller Migräniker leiden unter dieser Form. Sie tritt anfallsartig in bestimmten Zeitabständen auf und wird häufig von Erbrechen und Übelkeit begleitet.
  • Migräne mit Aura (M. mit Aura): Aura ist der medizinische Begriff für Erscheinungen, die einer Migräne vorangehen. Was sie verursacht ist noch nicht genau bekannt.
  • Ophtalmoplegische Migräne: Einseitige Migräne mit reversibler (sich zurückbildender) Lähmung eines oder mehrerer der Hirnnerven, die die Augenmuskeln versorgen.
  • Retinale Migräne

Ursachen und Auslöser

Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt zwei Hauptfaktoren, die für Migräneattacken verantwortlich gemacht werden: Umwelteinflüsse und Vererbung. Die genetische Ursache erklärt auch, warum die Erkrankung nicht heilbar ist. Lediglich die Symptome können behandelt werden. Man geht davon aus, dass ein bestimmtes Hirnareal - Hirnstamm und Mittelhirn - während eines Anfalls Äste des Trigeminus-Nerven aktiviert.

Bei Migränepatienten wird ein solcher Anfall häufig durch äußere Einflüsse ausgelöst, den sogenannten Triggerfaktoren. Häufige Triggerfaktoren sind:

  • Hormonelle Schwankungen bei Frauen im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus
  • Stress
  • Bestimmte Nahrungsmittel
  • Schlafmangel
  • Wetterwechsel

Meist wissen die Betroffenen, welche Faktoren bei ihnen einen Anfall auslösen.

Diagnostik und Therapie in Lübeck

In Lübeck wird großer Wert auf eine umfassende Diagnostik und individuelle Therapie von Migräne gelegt.

Diagnostik

Um eine Migräne zu diagnostizieren, ist eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte) wichtig. Der Arzt wird Fragen zu Art, Häufigkeit, Dauer und Begleitsymptomen der Kopfschmerzen stellen. Um die Diagnose zu sichern und andere Ursachen auszuschließen, können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, wie z.B.:

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  • Neurologische Untersuchung
  • Bildgebende Verfahren (z.B. MRT)
  • Elektrophysiologische Untersuchungen

Es wird empfohlen einen Kopfschmerzkalender zu führen. Damit können Sie gegenüber Ihrem Arzt einfach Auskunft geben in welcher Form und wie häufig Sie betroffen sind. Die Aufzeichnung erlaubt Ihnen auch die Entwicklung der Migräne zu beobachten.

Therapie

Die Therapie der Migräne zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern und die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu reduzieren. Es gibt verschiedene Therapieansätze:

  • Akuttherapie: Bei einem akuten Migräneanfall werden Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen, Triptane) eingesetzt.
  • Prophylaxe: Um die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu reduzieren, können Medikamente zur Vorbeugung (Prophylaxe) eingesetzt werden. Hierzu gehören z.B. Betablocker, Antidepressiva oder Antiepileptika.
  • Nicht-medikamentöse Therapien: Ergänzend zu Medikamenten können auch nicht-medikamentöse Therapien eingesetzt werden, wie z.B. Entspannungsverfahren, Akupunktur oder Biofeedback.

Die Wahl der Therapie hängt von der individuellen Situation des Patienten ab.

Weitere neurologische Erkrankungen in Lübeck

Neben der Migränebehandlung werden in den neurologischen Praxen und Kliniken in Lübeck auch andere neurologische Erkrankungen behandelt. Dazu gehören:

  • Multiple Sklerose (MS)
  • Epilepsie
  • Morbus Parkinson
  • Gefäßerkrankungen
  • Demenzen
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Schwindelsyndrome
  • Periphere Nervenerkrankungen
  • Akute Hirninfarkte inklusive Thrombolysetherapie und neuroradiologischer Behandlung (Thrombektomie)
  • Akute Hirnblutungen und Hirnvenenthrombosen
  • Akute und chronische Erkrankungen (z.B. Hirnhaut- und Hirnentzündung, Entzündungen von peripheren Nerven)
  • Bewegungsstörungen
  • Störungen des Gleichgewichtssystems (z.B. Lagerungsschwindel, einseitiger Gleichgewichtsausfall)
  • Kopfschmerz- und Gesichtsschmerzsyndrome (z.B. Trigeminusneuralgie)
  • Störungen des peripheren Nervensystems (z.B. Polyneuropathie)

Klinik für Neurologie in Lübeck

Die Klinik für Neurologie in Lübeck behandelt sämtliche neurologischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Hirn und Rückenmark) und des peripheren Nervensystems (Nervenbahnen) sowie Muskelerkrankungen. Die Behandlung von Patienten mit Schlaganfall oder anderen Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße stellt einen besonderen Schwerpunkt der Klinik dar. Es wird neben den diagnostischen radiologischen Möglichkeiten von der Computertomographie (CCT) und Magnetresonanztomographie (MRT) bis zur zerebralen digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) insbesondere eine fortgeschrittene Ultraschalldiagnostik (höchstes Zertifikat = Stufe III der Dt. Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin, DEGUM) bereitgehalten. Dazu steht die Sektion für Neuroradiologie für die erweiterte Notfallbehandlung bei einem akuten Verschluss der hirnversorgenden Arterien sowie andere Behandlungsmaßnahmen bereit. Darüber hinaus steht ein breites Spektrum an elektrophysiologischen Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

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Die Stroke Unit der Klinik ist durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft als überregionale Stroke Unit zertifiziert.

Propionsäure bei Multipler Sklerose

Ein interessanter Aspekt der neurologischen Forschung ist die Gabe von Propionsäure bei Multipler Sklerose. Prof. Dr. Aiden Haghikia der Uniklinik Magdeburg forscht schon lange zu diesem Thema und empfiehlt folgendes:Die Gabe von Propionsäure zusätzlich zu MS-Medikamenten reduziert langfristig die Schubrate und das Risiko einer Behinderungszunahme. Zudem weisen erste Kernspin-Untersuchungen im Verlauf darauf hin, dass die Propionsäure möglicherweise den Gehirnschwund als Zeichen eines Nervenzell-Untergangs reduziert. Es wird empfohlen 2 x 500 mg Propionsäure täglich.

Rauchen und Multiple Sklerose

In der Fachliteratur wurde kürzlich ein interessanter Artikel veröffentlicht (Rosso M., Chitnis T. in JAMA Neurology, 2019), der nochmals die Gefährlichkeit des Rauchens für MS-PatientenInnen auf drastische Weise verdeutlicht.

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