Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Prävention und Diagnose von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven befasst. Im Gegensatz zur Neurochirurgie, die operative Eingriffe am Nervensystem umfasst, konzentriert sich die Neurologie auf die nichtoperative Behandlung von Funktionsstörungen und Ausfällen des Gehirns, des Rückenmarks, der Sinnesorgane und der peripheren Nerven. Neurologische Erkrankungen umfassen ein breites Spektrum an Leiden des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sowie des peripheren Nervensystems, einschließlich der umgebenden Strukturen, der Blutgefäße und der Muskulatur.
Das Leistungsspektrum der Neurologie
Die neurologische Versorgung in Lüneburg bietet ein umfassendes Spektrum an Leistungen, das von der Diagnostik bis zur Therapie neurologischer Erkrankungen reicht. Dazu gehören unter anderem:
- Diagnostik: Umfassende Anamneseerhebung und modernste Untersuchungstechniken zur Diagnose neurologischer Erkrankungen.
- Therapie: Individuell angepasste Therapien für das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen unter Berücksichtigung aktueller nationaler und internationaler Leitlinien.
- MS-Schwerpunktpraxis: Spezialisierte Betreuung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und anderen entzündlichen ZNS-Erkrankungen, einschließlich sämtlicher MS-Therapien in der Praxis und einem Infusionsraum mit modernem Management.
- Schlaganfallversorgung: Zertifizierte überregionale Stroke Unit zur Behandlung von Schlaganfallpatienten nach höchsten Qualitätsstandards.
Mögliche neurologische Erkrankungen
Zu den möglichen Erkrankungen, mit denen sich Neurologen befassen, gehören unter anderem:
- Erkrankungen des Gehirns
- Erkrankungen des Rückenmarks, wie z.B. Rückenmarkstumoren und Bandscheibenvorfälle
- Erkrankungen des peripheren Nervensystems
- Multiple Sklerose (MS) und andere entzündliche ZNS-Erkrankungen
- Schlaganfall
Die Rolle der Schmerztherapie in der Neurologie
Ein wichtiger Aspekt der neurologischen Versorgung ist die Schmerztherapie, insbesondere bei chronischen Schmerzen. Die Lüneburger Schmerzpraxis ist seit 1988 eine überregional arbeitende kassenärztliche Schwerpunkteinrichtung für Patienten mit chronischen Schmerzen und wurde von der kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen als „Besondere Behandlungseinrichtung“ ausgezeichnet.
Chronischer Schmerz vs. Akutschmerz
Chronischer Schmerz unterscheidet sich wesentlich von Akutschmerz. Während Akutschmerz meist eine Warnfunktion hat und eine klare Ursache erkennbar ist, sind die Verhältnisse bei chronischem Schmerz komplexer. Hier haben die lange Schmerzbeeinträchtigung und erfolglose Vorbehandlungen bereits zu Veränderungen im zentralen Nervensystem und Gehirn geführt. Diese Veränderungen prägen das Krankheitsbild und erschweren die Behandlung. Die Therapie zielt daher eher auf Symptomlinderung, Besserung der Lebensqualität und "Leiseschalten der Alarmanlage" ab.
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Multimodale Schmerztherapie
Eine weitere Besonderheit chronischer Schmerzen ist, dass nicht immer körperliche Probleme im Vordergrund stehen. In der Schmerzmedizin ist man sich einig, dass stets ein Mischbild aus körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren vorliegt. Der Schmerztherapeut versucht zu Beginn, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie stark diese Faktoren am Gesamtgeschehen beteiligt sind. Die daraus resultierende Arbeitshypothese muss sich dann auch in der Gewichtung der therapeutischen Maßnahmen widerspiegeln. Ein Konsens zwischen Patient und Arzt ist hierbei entscheidend.
Therapieansätze in der Schmerztherapie
Die Therapie chronischer Schmerzen kann verschiedene Ansätze umfassen:
- Pharmakotherapie: Obwohl viele Patienten Vorbehalte gegenüber Medikamenten haben, kann eine gezielte Pharmakotherapie zur Schmerzlinderung beitragen.
- Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS): Bei somatisierten Depressionen (Depressionen, die sich in Form von Schmerz äußern) kann rTMS eingesetzt werden, wenn die Pharmakotherapie nicht ausreichend wirksam ist, aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen werden musste, vom Patienten abgelehnt wurde oder Gegenanzeigen vorlagen.
- Ganglionäre lokale Opioidapplikation: Ein weiterer Therapieansatz in der Schmerzpraxis Dr. Tamme.
Neurologische Facharztpraxen in Lüneburg
In Lüneburg gibt es mehrere neurologische Facharztpraxen, die moderne Diagnostik und Therapie in allen Bereichen der Neurologie und Psychiatrie anbieten. Diese Praxen bieten in der Regel eine feste Arzt-Patientenbindung, sodass Patienten immer von demselben Arzt/Ärztin betreut werden.
Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie des Klinikums Lüneburg
Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie des Klinikums Lüneburg behandelt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Sie ist als überregionale Stroke Unit zertifiziert und verfügt über modernste Untersuchungstechniken. Die Klinik behandelt jährlich ca. 2.000 Patienten stationär, davon ca. 880 mit Schlaganfallerkrankungen.
Akademische Anbindung und Weiterbildung
Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie des Klinikums Lüneburg ist akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und beteiligt sich an der Aus- und Weiterbildung von Studenten und jungen Ärzten. Dies gewährleistet eine hohe medizinische Qualität und die Anwendung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Patientenversorgung.
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Migränebehandlung in Lüneburg
Obwohl der Begriff "Migräne" im Titel erwähnt wird, wurde im bereitgestellten Textmaterial nicht explizit auf die spezifische Behandlung von Migräne in Lüneburg eingegangen. Migräne ist jedoch eine häufige neurologische Erkrankung, die in neurologischen Praxen und Kliniken in Lüneburg behandelt wird. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten sind.
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