Migränebehandlung in Schwerin: Innovative Ansätze für mehr Lebensqualität

Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann. In Schwerin stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung, um die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren und den Alltag der Patienten zu verbessern. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Aspekte der Migränebehandlung in Schwerin, von traditionellen Methoden bis hin zu innovativen Therapieansätzen.

Migräne: Eine Volkskrankheit mit vielfältigen Ursachen

Migräne betrifft schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung, wobei Frauen etwa dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Häufig beginnt die Erkrankung im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter, kann aber auch schon bei Kindern auftreten. Insbesondere bei Schülern wird eine Zunahme der Fälle beobachtet.

Große Temperaturschwankungen, Wetterfühligkeit, Stress oder hormonelle Schwankungen zählen zu den häufigen Auslösern von Migräne.

Formen der Migräne

Im Zusammenhang mit Migräne wird häufig von einer Aura gesprochen. Tatsächlich handelt es sich aber in 70 bis 80 Prozent aller Fälle um eine einfache Migräne ohne Aura, die durch pulsierende, oft einseitige Kopfschmerzen, begleitet von Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit, gekennzeichnet ist.

Die Migräne mit Aura ist durch neurologische Symptome wie Sehstörungen, Gesichtsfeldausfälle oder Sprachstörungen gekennzeichnet. Sie ist die zweithäufigste Form der Migräne.

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Seltenere Formen sind die chronische Migräne, die vestibuläre Migräne mit Schwindel oder die familiär hemiplegische Migräne, die zu vorübergehenden Lähmungen führen kann.

Akutbehandlung von Migräneattacken

Was kann man tun, wenn eine Migräneattacke im Anmarsch ist? Ruhe, ein kaltes Tuch auf der Stirn oder Schlaf helfen vielen Betroffenen, insbesondere Kindern und Jugendlichen.

Zur medikamentösen Behandlung eignen sich Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin - letzteres sollte allerdings nicht bei Kindern eingesetzt werden. Bei starken Attacken kommen Triptane zum Einsatz, die speziell für die Migränebehandlung entwickelt wurden.

Migräneprophylaxe: Vorbeugung ist die beste Medizin

Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu einem Migräneanfall kommt. Regelmäßiger Schlaf, Entspannungstechniken wie Meditation oder progressive Muskelrelaxation und Ausdauersport können Migräneanfälle reduzieren. Auch eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind entscheidend.

Bestimmte Medikamente wie Betablocker, Antidepressiva oder CGRP-Antikörper könnten zusätzlich helfen, die Häufigkeit und Intensität der Anfälle zu senken. Bei der chronischen Migräne kann zudem Botulinumtoxin die Attackenfrequenz senken.

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Innovative Therapieansätze in Schwerin

In der Schweriner Klinik für Neurologie wird eine breite Palette an Behandlungsmethoden angeboten, darunter auch innovative Therapieansätze wie die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern.

Monoklonale Antikörper

Mit den sogenannten monoklonalen Antikörpern werden bestimmte Entzündungsmoleküle ausgeschaltet. Die Attacken werden dadurch abgeschwächt. Statt vier Anfällen im Monat gibt es dann beispielsweise nur noch zwei bis drei, das ist für die Betroffenen schon ein großer Fortschritt.

Wer die Antikörper erhält, bekommt einmal im Vierteljahr eine Spritze. Bisher sind nur geringe Nebenwirkungen bekannt. Die Antikörper binden Moleküle an sich, die ansonsten eine Entzündungsreaktion und damit Schmerzen ausgelöst hätten.

Migräne-Behandlung mit Botox

Um chronischer Migräne entgegenzuwirken, kann eine Migräne-Behandlung mit Botox helfen. Durch die innovative Migränetherapie kann die Häufigkeit der Migräne-Attacken reduziert werden, sodass die Lebensqualität für die Betroffenen langfristig zunimmt.

Botox hat sich in der medizinischen Ästhetik schon lange bewährt. So wird das Muskelrelaxans bereits lange zur erfolgreichen Faltenglättung eingesetzt. Das Behandlungsspektrum von Botox wird dabei durch gezielte Forschung ständig erweitert. So hat sich in Studien herausgestellt, dass Botox sehr wirksam für die Migränetherapie eingesetzt werden kann, da durch das Muskelrelaxans die Impulsübertragung vom Nerv zum Muskel gestoppt wird. Der Effekt der Migränetherapie mit Botox ist, dass sich der behandelte Muskel entspannt, wodurch die Nerven entlastet werden, die sich durch den Muskel ziehen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit für Migräne Attacken reduziert und es kann eine Besserung oder sogar Beseitigung von chronischer Migräne kommen.

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Ablauf einer Migränetherapie mit Botox

In einer Praxis für Medizin und Ästhetik erfolgt die Migräne-Behandlung mit Botox in mehreren Schritten. Zunächst erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch. Anschließend wird das bewährte Muskelrelaxans Botox in einer individuell abgestimmten Dosis vorsichtig in bestimmte Kopf- und Halsmuskeln injiziert, sodass sich die Muskeln entspannen. Der Effekt ist, dass die Häufigkeit der Migräne-Attacken durch die gezielte Muskelentspannung bei den meisten Betroffenen vermindert werden kann. Dabei kann die Schmerzreduzierung bzw. Schmerzfreiheit bis zu 3 Monate anhalten, bevor weitere Botox-Injektionen erfolgen.

Es werden nur Präparate namhafter Hersteller wie Azzalure® (Galderma), Bocouture® (Merz) oder Botox® (Pharm Allergan) eingesetzt, um eine sichere Behandlung zu gewährleisten. Die Dosierung wird dabei so gewählt, dass die Botox-Therapie völlig ungefährlich ist. Zudem arbeitet der zertifizierte Botox-Anwender so vorsichtig und präzise, dass die Behandlung nicht schmerzhaft ist und Sie sich entspannt auf ein neues Leben mit weniger Einschränkungen durch Migräne-Attacken freuen können.

Gründe für eine Migräne-Behandlung mit Botox

Migräne-Kopfschmerzen überfallen Betroffene plötzlich und sind oft kaum auszuhalten. Meistens kommen bei einem Migräneanfall auch noch Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit, schlimmstenfalls sogar neurologische Ausfälle wie Lähmungserscheinungen dazu, was das Leiden noch einmal verschlimmert und einen normalen Alltag verhindern kann. Für alle, die unter chronischer Migräne mit mehreren Tagen Kopfschmerzen im Monat leiden, gibt es gute Nachrichten. Denn die innovative Migräne-Behandlung mit dem Muskelrelaxans Botox kann die Anzahl der Migräne-Attacken deutlich vermindern.

Eine Migräne-Behandlung mit Botox ist empfehlenswert, wenn Sie:

  • unter chronischer Migräne leiden.
  • häufige, langanhaltende Migräneanfälle haben.
  • unzureichend auf prophylaktische Migräne-Medikation ansprechen.

Die Rolle der Anamnese bei der Diagnose

Kopfschmerzen können sich in vielen verschiedenen Formen äußern. Sind die Ursachen unklar, stellt das die behandelnden Neurologen vor Herausforderungen. Deshalb ist die Stärke der Schmerzen für uns auch nur ein Faktor bei der Suche nach den Ursachen. Weitere Anhaltspunkte sind die Lokalisation des Schmerzes - wo sie im Kopf auftreten - und in welcher Form die Schmerzen zu spüren sind - klopfend, pochend, stechend, ziehend. Unter anderem durch diese Anamnese und weitere Untersuchungen können die Symptome dann den primären oder sekundären Kopfschmerzen zugeordnet werden.

Bei primären Kopfschmerzen wie bei der Migräne ist die Ursache unbekannt. Sekundäre Kopfschmerzen werden etwa durch Traumata oder Infektionen hervorgerufen.

Spezialisierte neurologische Versorgung in Schwerin

In Schwerin gibt es eine Reihe von Fachärzten und Kliniken, die sich auf die Behandlung von neurologischen Erkrankungen, insbesondere Migräne, spezialisiert haben.

Helios Kliniken Schwerin

Die Helios Kliniken Schwerin bieten eine umfassende neurologische Versorgung, einschließlich der Diagnose und Behandlung von Migräne. Das Team um Prof. Frank Block, Chefarzt der Neurologie, behandelt jährlich rund 300 Patienten mit Migräne.

Facharztzentrum der LUP-Kliniken gGmbH

Die neurologische Praxis im Facharztzentrum der LUP-Kliniken gGmbH bietet eine umfassende und einfühlsame Betreuung rund um neurologische Gesundheitsbedürfnisse. Das Team betreut u.a. Patientinnen und Patienten mit Migräne.

Patientenperspektiven und Erfahrungen

Die Erfahrungen von Patienten spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Qualität der medizinischen Versorgung. Online-Bewertungsportale wie Jameda bieten Patienten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit Ärzten und Kliniken zu teilen.

Positive Erfahrungen mit Dr. med. Stefan Preuße

Dr. med. Stefan Preuße wird von vielen Patienten für seine Kompetenz, Empathie und sein Engagement gelobt. Patienten berichten, dass er sich viel Zeit nimmt, um die Beschwerden zu verstehen und eine individuelle Therapie zu entwickeln. Besonders hervorgehoben wird seine Expertise in der Migränebehandlung.

Kosten einer Migräne-Behandlung mit Botox

Wie hoch die Kosten für eine Migräne-Behandlung mit Botox liegen, hängt von der benötigten Botox-Menge ab. Zusätzlich kommen noch die Kosten für Verbrauchsmaterialien und die Behandlung selbst dazu, wobei sich die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) richtet.

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