Die Neuropädiatrie in Heidelberg bietet eine umfassende und spezialisierte Versorgung für Kinder und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen. Die Sektion für Neuropädiatrie und Stoffwechselmedizin am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin ist eine der größten universitären Einrichtungen zur interdisziplinären Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen neurologischen Erkrankungen, Entwicklungsstörungen und Verhaltensproblemen sowie von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen Stoffwechselerkrankungen. Die Klinik für Neuropädiatrie des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg mit angeschlossenem Epilepsiezentrum beschäftigt sich klinisch und wissenschaftlich mit neurologischen Erkrankungen des Kindesalters.
Diagnostik und Behandlungsspektrum
Das Leistungsspektrum umfasst die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sowie von Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Muskulatur im Kindes- und Jugendalter. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Entwicklungsdiagnostik.
Die medizinische Diagnostik umfasst das gesamte Spektrum moderner Untersuchungsmethoden einer Universitätskinderklinik, wie z.B.:
- EEG (Standard, Schlaf, Langzeit, Video)
- Neurophysiologie (evozierte Potentiale, NLG, EMG, TKMS)
- Spezielle Laboruntersuchungen, insbesondere für angeborene genetische und Stoffwechselstörungen.
Die apparative medizinische Diagnostik umfasst das gesamte Spektrum moderner Untersuchungsmethoden einer Universitätsklinik, wie z.B. EEG (Standard, Schlaf, Langzeit, Video) Neurophysiologie (evozierte Potentiale, NLG, EMG, TKMS) Spezielle Laboruntersuchungen, insbesondere für angeborene genetische und Stoffwechselstörungen.
Angeborene Stoffwechselerkrankungen
Ein besonderer Fokus liegt auf der Diagnostik und Behandlung angeborener Stoffwechselerkrankungen. Im international renommierten Stoffwechsellabor ist eine schnelle Diagnostik bei Verdacht auf diese seltenen Erkrankungen möglich, um dann eine gezielte Therapie einzuleiten, einschließlich Enzymersatztherapie. Ein umfangreiches diagnostisches Angebot steht im Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum für die Abklärung angeborener Stoffwechselerkrankungen und für das metabolische Therapiemonitoring bereit.
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Gefäßerkrankungen des Zentralnervensystems
In Zusammenarbeit mit der Klinik für Neuroradiologie werden Kinder und Jugendliche mit angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Gehirngefäße behandelt, darunter angeborene Gefäßmalformationen, Cavernome, Vaskulitis und kindlicher Schlaganfall.
Bewegungsstörungen
Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kinderorthopädie und der Kinderneurochirurgie werden individuelle Therapien für Kinder mit Bewegungsstörungen erarbeitet und umgesetzt. Dies umfasst medikamentöse und interventionelle Therapien.
Neuromuskuläre Erkrankungen
Die Klinik bietet moderne Therapien bei Erkrankungen wie der spinalen Muskelatrophie (Nusinersen°), kongenitalen Myastheniesyndromen und Muskeldystrophien. Wir bieten eine breite Diagnostik von der klinischen Untersuchung bis hin zu Gewebeuntersuchungen aus Muskelproben und modernen genetische Untersuchungen Wir beteiligen uns an internationalen Behandlungsstudien und führen moderne Therapien bei Erkrankungen wie der spinalen Muskelatrophie (Nusinersen°), kongenitalen Myastheniesyndromen und Muskeldystrophien
Epilepsiezentrum
Das Epilepsiezentrum umfasst eine Spezialambulanz für Kinder und Jugendliche mit therapieschwierigen Epilepsien und einen stationären Bereich, eingebunden in die neuropädiatrische Station und betreut von hochspezialisierten Ärzten und Pflegekräften. Im Epilepsiezentrum erfolgt die aufwändige prächirurgische Epilepsiediagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit symptomatischen Epilepsien, die nur unbefriedigend auf Medikamente ansprechen. Gelingt es, den Ursprungsort epileptischer Anfälle zu lokalisieren, kann eine operative Entfernung des krankhaften Gewebes zu einer Besserung, häufig sogar zur vollständigen Anfallsfreiheit führen.
Erkrankungen Wir behandeln Kinder und Jugendliche und im Einzelfall auch junge Erwachsene mit allen Formen neuro- und sozialpädiatrischer Erkrankungen wie:
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- Epilepsie
- Fieberkrämpfe
- akute und chronische Kopfschmerzen
- Früh- und Risikogeborene
- Ticstörungen
- Spastik/Zerebralparese und Bewegungsstörungen
- neuromuskuläre Erkrankungen
- Hydrozephalus, Hirnfehlbildungen und Spina bifida
- neurologische Nachbetreuung bei Hirntumoren
- genetische Syndrome
- Mehrfachbehinderungen
- Störungen der motorischen und geistigen Entwicklung
- Kindergarten- und Schulprobleme
Diagnostikdetaillierte Anamnese und klinisch-neuropädiatrische Untersuchung unter Berücksichtigung familiärer, genetischer und sozialpädiatrischer Aspekte
- Epileptologie: Erstdiagnostik, Elektroenzephalographie (EEG) mit Video, ambulante Medikamenteneinstellungen, VNS (Nervus-Vagus-Stimulator), ausführliche Beratungen und Schulungen
- neurophysiologische Diagnostik (NLG, EMG, repetitive Stimulation, SSEP, AEP, VEP)
- Entwicklungs- und Intelligenztests (z. T. mit Kooperationspartnern)
- genetische Untersuchungen (mit Kooperationspartnern)
- bildgebende Diagnostik (mit Kooperationspartnern)
- Stoffwechseldiagnostik (mit Kooperationspartnern)
- Hilfsmittelversorgung (mit Kooperationspartnern)
- Verhaltensbeobachtung
- Sozialberatung
Multidisziplinäre Betreuung
Ein großes und erfahrenes Team aus Kinderneurologen, Neurochirurgen, Kinderkrankenschwestern, Psychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Sozialpädagogen, Diätassistenten und Wissenschaftlern arbeitet an einem gemeinsamen Zentrum, um eine erfolgreiche und patientenorientierte Behandlung von Kindern mit komplexen neurologischen Erkrankungen zu gewährleisten. Die Sektion legt besonderen Wert auf eine multidisziplinäre Betreuung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher.
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
Ambulante Patienten werden im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) und in der Stoffwechselambulanz betreut. Die Sozialpädiatrie orientiert sich an den individuellen Ressourcen des Kindes und seiner Familie und an den Stärken seines sozialen Umfeldes. Ziel ist es herauszufinden, welche Stärken und persönlichen Qualitäten des Kindes, der Eltern und der Familie als Ganzes zu einer positiven Bewältigung der Behinderung und ihrer Auswirkung auf die soziale Integration beitragen. Die Eltern/Bezugspersonen werden eng in den therapeutischen Prozess mit einbezogen. Die therapeutischen Konzepte orientieren sich am Lebensalltag der Eltern. Ziel ist es, dass die Eltern ihre Kompetenzen im Umgang mit ihrem behinderten Kind wieder gewinnen. In verschiedenen Lebensabschnitten des behinderten Kindes können sich neue Belastungen und schwierige Entscheidungssituationen ergeben. Deshalb strebt das Sozialpädiatrische Zentrum eine langfristige Begleitung der Familie an. Wir untersuchen und behandeln Säuglinge, Klein- und Schulkinder sowie Jugendliche mit akuten und chronischen Erkrankungen, erstellen Behandlungspläne und beraten die Eltern vor allem bei schwierigen Fragestellungen.
Hierzu gehören unter anderen:
- Kinderneurologische und Stoffwechselerkrankungen z. B. kindliche Epilepsieerkrankungen, neurogenetische und neuromuskuläre Erkrankungen, Hirn- und Rückenmarksfehlbildungen (z.B Spina Bifida), Hydrozephalus und angeborene Syndrome, neuromuskuläre Erkrankungen, Bewegungsstörungen und Zerebralparesen, entzündliche und vaskuläre ZNS-Erkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne, Kinder mit verschiedenen Behinderungen oder Verhaltens- und Entwicklungsstörungen aufgrund von Frühgeburtlichkeit oder kinderneurologischen Erkrankungen, wie z.B. nach Hirnverletzungen, Tumorerkrankungen etc.
- Entwicklungsstörungen z.B. Säuglinge, Kleinkinder oder auch Schulkinder mit auffällig verzögerter geistiger, sprachlicher und motorischer Entwicklung oder hohem Risiko (z.B. bei Frühgeburt), bei Verlust schon vorhandener Fähigkeiten, Kinder mit angeborenen genetischen Erkrankungen (z.B. M. Down, Stoffwechselerkrankungen), Autismus, Teilleistungsstörungen, etc.
- Entwicklungsnachsorge von Frühgeborenen und Neugeborenen mit Risikofaktoren Flyer: Frühgeborenen-Nachsorge (PDF)
- Frühkindliche Regulations-, Beziehungs- und Schlafstörungen sowie Fütter-, Ess-, und Gedeihstörungen und die sich daraus ergebenden psychosozialen Störungen und Kindeswohlgefährdungen
- Kognitive Störungen bei neurologischen Grunderkrankungen, z.B., Gedächtnisprobleme nach Schädel-Hirn-Trauma oder Intelligenzminderungen (Lern- und geistige Behinderungen) bei genetischen Syndromen
- Psychosoziale Störungen als Folge familiärer und gesellschaftlicher Gefährdungssituationen
Stationäre Versorgung
Die Stationen K1 Neurologie und K Stoffwechsel betreuen Kinder und Jugendliche, die aufgrund neurologischer oder metabolischer Erkrankungen stationär in der Kinderklinik aufgenommen werden müssen. Hierzu gehört auch die perioperative Betreuung, z.B. im Rahmen neurochirurgischer Interventionen. Alle Patienten sind in Zwei- oder Dreibettzimmern mit Waschraum und Fernsehapparat untergebracht. Eine Begleitperson kann mit aufgenommen werden.
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Aufnahmeinformationen
Am Aufnahmetag kommen Sie bitte zu der auf Ihrem Informationssschreiben angegebenen Uhrzeit in unsere Allgemeinambulanz (Erdgeschoß, beschildert). Anschließend gehen Sie zur Patientenaufnahme im Erdgeschoß der Kinderklinik. Melden Sie sich am ersten Tag Ihres Aufenthalts bitte zuerst bei der Patientenaufnahme im Eingangsbereich der Kinderklinik an.
Woran müssen Sie denken?
- Einweisungsschein, ausgestellt vom Haus- oder Facharzt
- Krankenversicherungskarte für gesetzlich Versicherte
- gegebenenfalls Krankenversichertenkarte bzw. Kostenübernahmeerklärung der privaten Krankenversicherung
- Personalausweis oder Reisepass
- gelbes Vorsorgeheft, aktuelle Röntgenbilder, MRT-Aufnahmen und sonstige Vorbefunde sowie Befunde von früheren Krankenhausaufenthalten, Medikamentenausweis, Arztbriefe, Impfkarte (soweit vorhanden), Mutterpass
Ist die Patientenaufnahme abgeschlossen fahren Sie mit dem Fahrstuhl ins 1. Auf Station melden Sie sich bitte am Pflegestützpunkt.
Tagesablauf auf Station K1-Neuro
- 06:30-07:00 Uhr - Stationsübergabe
- 08:15/08:20 Uhr - Übergabe zwischen Pfleger und Ärzteteam
- 08:15-09:00 Uhr - Blutentnahme, EKGs und ggf.
Telefonische Anfragen während der obengenannten Übergabezeiten und Visite bitten wir zu vermeiden. Grundsätzlich ist die Visite zur Klärung aller Fragen der Eltern vorgesehen. Sollten sich danach noch dringend zu klärende Fragen ergeben, z.B.
Forschung
Neben der klinischen Arbeit liegt ein Schwerpunkt der Sektion in der translationalen und klinischen Forschung, bei der Erkenntnisse der Grundlagenforschung mit denjenigen aus der klinischen Forschung verknüpft werden. Hierzu gehört neben der präzisen Beschreibung des klinischen Langzeitverlaufs neurometabolischer Erkrankungen die Durchführung epidemiologischer Studien, die Evaluation diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen, entwicklungsneurologische Untersuchungen und die Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien sowie die Durchführung pathophysiologischer Studien.
Kinderneurologische Praxis in Heidelberg
Ergänzend zur universitären Versorgung gibt es in Heidelberg auch niedergelassene Kinderneurologen. Die Praxis für Kinderneurologie ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sowie von Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Muskulatur im Kindes- und Jugendalter. Ein weiterer Schwerpunkt der Praxis liegt in der Entwicklungsdiagnostik. Mit großer neuropädiatrischer Expertise bieten wir den Kindern und ihren Familien eine langfristige und behutsame Begleitung in der kinderfreundlichen Atmosphäre unserer barrierefrei zu erreichenden Praxis.
Ärztliche Expertise
Frau Aguilar-Munzinger ist Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit den Zusatzqualifikationen Neonatologie und Neuropädiatrie. Sie betreut Kinder sowohl bei allgemeinen kinderärztlichen Fragestellungen als auch in der Beratung und Behandlung von Entwicklungsstörungen im Bereich der Sprache, der Motorik und des Verhaltens, u.a. ADHS, ADS und Autismusspektrumstörungen. Auch bei der Diagnostik und Behandlung neurologischer Erkrankungen bzw. Störungen wie z.B. Epilepsie, Fieberkrämpfe, Zerebralparese. Kopfschmerzen, Migräne, Ticstörungen, neuromuskuläre Erkrankungen usw. steht sie Ihnen und ihren Kinder zur Verfügung.
Frau Dr. med. Brösse ist Neuropädiaterin und spezialisiert auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Erkrankungen, u.a. Entwicklungsstörungen, Epilepsie, Kopfschmerzen, ADHS.
Wichtige Hinweise
- Wir bitten Sie weiterhin darum, auf keinen Fall ohne einen Termin zu uns in die Praxis zu kommen, wenn sie Symptome haben oder Kontaktpersonen von Erkrankten sind!
- Unsere Praxistür bleibt während der Terminsprechstunde geschlossen.
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