Die Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist an den Standorten Berlin-Mitte, Berlin-Steglitz und Berlin-Wedding vertreten. Jährlich werden hier auf insgesamt 170 Betten über 8.000 neurologische Fälle stationär behandelt. Die Charité zählt zu den führenden Universitätskliniken in Deutschland. Für die Charité stehen die Gesundheit, das Wohlbefinden und die individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt. Daher ist es das Ziel, in jeder Situation die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten - von der akuten Notfallmedizin über hochspezialisierte Therapien bis hin zu umfassender Prävention und Nachsorge. Die interdisziplinär arbeitenden Teams begleiten die Patienten gemeinsam, kompetent und vertrauensvoll auf ihrem Weg zur Gesundheit.
Standorte und Kapazitäten
Die Klinik für Neurologie ist an drei Standorten in Berlin vertreten:
- Berlin-Mitte
- Berlin-Steglitz
- Berlin-Wedding
An diesen Standorten werden jährlich über 8.000 neurologische Fälle auf insgesamt 170 Betten stationär behandelt.
Modernisierung des Bettenhauses in Berlin-Mitte
Nach knapp drei Jahren Umbau und Sanierung ist das Bettenhaus der Charité in Berlin-Mitte bezugsfertig. Der Generalunternehmer übergab das modernisierte Hochhaus an die Universitätsklinik. Das Projekt hatte insgesamt ein Volumen von 202,5 Millionen Euro. Neben dem Bettenhaus ist auch ein Notfallzentrum mit 15 OP-Sälen, Intensivbereich und neuer Notaufnahme entstanden. Mit dem Umbau sollen sich Komfort und Arbeitsbedingungen verbessern. Im März 2017 sollen alle Stationen zurück ins Bettenhaus gezogen sein.
Forschungsschwerpunkte
Die Klinik für Neurologie ist sehr aktiv auf dem Feld der Erforschung des Nervensystems. Die Forscherinnen und Forscher der Neurologie untersuchen neurologische Erkrankungen auch in Verbundprojekten.
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Leistungsspektrum
Die Kliniken und Institute bieten von der Grundversorgung bis hin zu hochspezialisierten Therapien das gesamte Spektrum der Medizin. Die stationäre Behandlung umfasst das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Am Campus Charité Mitte stehen rund 60 neurologische Betten zu Verfügung (davon 10 Betten neurologische Intensivstation und 6 Betten Stroke Unit). Die stationäre Behandlung umfasst das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Am Campus Charité Mitte stehen rund 60 neurologische Betten zu Verfügung (davon 10 Betten neurologische Intensivstation und 6 Betten Strokeunit). Die Terminvergabe und stationäre Aufnahme werden über das Patientenmanagement und die Aufnahmesprechstunde organisiert. Das Patientenmanagement dient der Optimierung und Koordination aller zur Patientenversorgung notwendigen Prozesse. Die Planung von Untersuchungen Ziel ist es, den Krankenhausaufenthalt klinisch und organisatorisch hochwertig und effektiv zu gestalten. Bei elektiven Aufnahmen bemühen wir uns darum, auf Grundlage der Fragestellung und prästationären Evaluation (Aufnahmesprechstunde) bereits im Vorfeld einen Teil der Untersuchungen anzumelden und so unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Die Planung von Entlassungen Das Patientenmanagement wird gemeinsam mit den behandelnden Ärzten und Pflegepersonal täglich den Gesundheitszustand und die diagnostischen Fortschritte evaluieren und so die Grundlage für einen angemessen kurzen Krankenhausaufenthalt schaffen. Für die Qualität unserer Arbeit ist die bisherige Krankengeschichte von entscheidender Bedeutung. Bitte bemühen Sie sich darum alle Information über den bisherigen Krankheitsverlauf (Vorbefunde, Arztbriefe, MRT- und CT-Bilddaten) mitzubringen. Notfallmäßige Einweisungen oder Behandlungsindikationen werden über die Notaufnahmen der Neurologie an den jeweiligen Standorten sichergestellt. Seit Februar 2017 sind die neurologischen Stationen und die Stroke Unit auf der 16. Die stationäre und ambulante Aufnahme erfolgt zunächst im "Check-In" des Eingangsbereiches im Erdgeschoss des Charité Bettenhauses.
Spezialsprechstunden und Ambulanzen
An den drei Standorten CCM, CVK, und CBF gibt es neurologische Hochschulambulanzen mit Spezialsprechstunden zu neurologischen Erkrankungen. Hier eine Übersicht der angebotenen Sprechstunden:
- Funktionelle Bewegungsstörungen: Diagnostische Klärung, integrierte neuro-psychosomatische Beurteilung, individuelle Therapieplanung und Verlaufsbeurteilung. Beratung des Behandler:innen-Netzwerks.
- Team der Neurologie: PD Dr. med. Dorothee Kübler-Weller, Dr. med. Melanie Astalosch
- Team der Psychosomatik: Dr. med. Matthias Hoheisel, Dr. med.
- Gedächtnissprechstunde: Diagnostik und Versorgung von Patienten mit Demenz und kognitiven Störungen. Umfassende neurologische Untersuchungen, neuropsychologische Demenz Diagnostik sowie Lumbalpunktion zur Bestimmung von Demenzbiomarkern. Genetische Beratung und molekulargenetische Abklärung für erblich bedingte Alzheimer- oder FTD-Demenzerkrankungen.
- Epilepsieambulanz: Zeitnahe diagnostische Abklärung von ersten epileptischen Anfällen, Differentialdiagnostik, Optimierung der antiepileptischen Medikation, Beratung zu Epilepsiechirurgie, Fahreignung, Empfängnisverhütung, Schwangerschaft und Stillzeit, sportlichen Aktivitäten, Reisen und Impfungen. Beratung und Behandlung von dissoziativen Anfällen.
- Leitung der Charité-Epilepsieambulanzen: Prof. Dr. med.
- Leitung der Epilepsieambulanz am CBF: PD Dr. Dr.
- Gedächtnisambulanz (CBF): Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit kognitiven Störungen und Demenzen.
- Neuroimmunologische Ambulanz: Differenzierte Behandlung "neuroimmunologischer" Erkrankungen. Untersuchungstechniken wie Liquor- und allgemeine Labordiagnostik, elektrophysiologische Verfahren. Durchführung von Hochdosis-Kortisontherapien, Tysabri- und Mitoxantron-Infusionen. Behandlung komplexer Probleme im Krankheitsverlauf, z.B. durch spasmolytische Injektionen von Botulinumtoxin (AG Bewegungsstörungen).
- Post-COVID-19 Sprechstunde: Behandlung von neurologischen Beschwerden nach viralen Infektionserkrankungen, wie Influenza oder Ebstein-Barr-Virus (EBV).
- Schlaganfall-Sprechstunde: Behandlung von Schlaganfall (Infarkte und Blutungen im Gehirn) und Erkrankungen der Halsschlagadern (Verengungen der hirnversorgenden Arterien z.B.
- Parkinson-Sprechstunde: Verbesserung der Behandlung von Parkinson-Patienten mit abwechselnd gehemmter und überschießender Beweglichkeit (sogenanntes On-Off-Phänomen).
- Aufnahmesprechstunde: Betreuung von Patientinnen und Patienten mit allen neurologischen Krankheitsbildern vor und nach ihrem stationären Aufenthalt.
- Spezialsprechstunde für Bewegungsstörungen: Idiopathisches Parkinson-Syndrom (M. Parkinson), Dystonien (z.B. zervikale Dystonie, Schreibkrampf, generalisierte Dystonie), Tremor-Erkrankungen (z. B. Essentieller Tremor, Parkinson-Tremor), Seltene Bewegungsstörungen (z.B.
- Botulinumtoxin-Sprechstunde: Behandlung von Patienten mit allen Indikationen zur Botulinumtoxin-Therapie (z.B.
- Chorea-Sprechstunde: Behandlung von Patienten mit familiären neurodegenerativen choreatischen Erkrankungen, wie der Chorea-Huntington.
- Tiefe Hirnstimulation (THS, DBS, "Hirnschrittmacher") Beratung: Beratung hinsichtlich der Indikation zur Tiefen Hirnstimulation bei Bewegungsstörungen (insb. Parkinson, Dystonie und Tremor).
- Kopfschmerzzentrum: Behandlung und Betreuung von Patient:innen mit Kopf- und Gesichtsschmerzen.
- Multiple Sklerose-Sprechstunde: Beratung, Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose und anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z. B.
- Spezialambulanz für Muskelerkrankungen: Betreuung von Patientinnen und Patienten mit entzündlichen Erkrankungen der Muskulatur (Myositis).
- Neuroonkologische Sprechstunde: Diagnostizieren und behandeln wir unter anderem folgende Krankheitsbilder:Unerwünschte Nebenwirkungen der Tumortherapie (Chemotherapie, Immuntherapie, Bestrahlung) Nervenschädigungen und neuropathische Schmerzen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen bei Tumorerkrankung oder Tumortherapie Befall des Nervensystems im Rahmen der Tumorerkrankung, z.B.
- Neuroonkologische Sprechstunde für Erwachsene: Tumorerkrankungen des Gehirns und Rückenmarks sowie Tumoren des peripheren Nervensystems Erbliche Tumorprädispositionssyndrome, u.a.
- Schlafmedizinische Sprechstunde: Im Besonderen sind wir auf folgende Fragestellungen spezialisiert:Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf wie z. B. Schlafwandeln und/oder sonstige Bewegungen im Schlaf Abgrenzung von Parasomnien, schlafbezogenen epileptischen Anfällen und sonstigen Bewegungsstörungen im Schlaf Narkolepsie mit und ohne Kataplexie und sonstige Störungen, die mit einer erhöhten Tagesmüdigkeit und/oder oder Einschlafattacken einhergehen Syndrom der unruhigen Beine (Restless legs-Syndrom) Störungen in der Abfolge des Schlaf-Wach-Rhythmus (Phasenverschiebungen des Schlaf-Wach-Rhythmus) Abgrenzung zwischen primären Schlafstörungen von primär psychiatrischen Erkrankungen, die mit einer Schlafstörung einhergehen Schlafstörungen des Jugendalters alle sonstigen ungewöhnlichen SchlafstörungenFerner können sich Patienten vorstellen, bei denen im Zusammenhang mit einer bereits diagnostizierten Erkrankung des Nervensystems (z…
Komfort und Wahlleistungen
In vielen Krankenhäusern lassen sich, ganz unabhängig vom Versichertenstatus, für alle bestimmte Leistungen gezielt dazu buchen. Das kann das Einzelzimmer sein, auch ein Zweibettzimmer, oder eben bestimmte Komfortleistungen. Zunächst einmal bietet jedes Krankenhaus die Standardunterbringung an. Das kann ein Vier- oder Dreibettzimmer sein, oder auch das Zweibettzimmer, wenn das Krankenhaus nur solche hat. Weiterhin können natürlich medizinische Gründe für ein Einzelzimmer sprechen. So kann eine Isolation bei bestimmten Krankheiten nötig sein. Im Gegensatz zu den „normalen“ Einzelzimmern, welche die Standardzimmer mit nur einem Bett sind, bieten immer mehr Kliniken, Komfortzimmer oder Privatstationen an. Diese bieten mehr Komfort, ähneln mehr einem Hotel und machen den Aufenthalt angenehmer. Das ändert aber nichts an der medizinischen oder pflegerischen Versorgung und das ist auch vollkommen richtig so. Diese ist gleichbleibend hoch, gerade in vielen deutschen Universitätskliniken. Die Charité Berlin Einzelzimmer/ Komfortzimmer, die hier im Beitrag beschrieben werden, sind also eine (vom Komfort her) Steigerung gegenüber dem Einzelzimmer. Generell sind darin auch weitere Komfortleistungen enthalten (einige davon gibt es auch bei den normalen Einzelzimmern). Diese sind nun mittlerweile auf nahezu allen Stationen am Campus Mitte im Bettenhochhaus verfügbar. Dazu gibt es, je nachdem welche Erkrankung Sie haben, noch eine besondere Komfortstation. Diese ist jedoch nicht für alle Fachrichtungen verfügbar. Der Hintergrund ist recht einfach. Einige Fachdisziplinen benötigen spezielle PflegerInnen und haben eigene Abläufe. Diese lassen sich auf einer Station, die sich nur damit beschäftigt, deutlich besser abbilden. Zu der Wahlleistung Zimmer, egal ob diese im „normalen“ Einzel- oder Zweibettzimmer genutzt wird, oder als Komfortleistung (ca. Dabei geht es natürlich immer um die medizinischen Belange. Dürfen Sie nichts essen oder müssen sich an bestimmte Diäten halten, so ist die Auswahl auch hier immer noch größer, aber eben eingeschränkt. Generell ist der Zugang zu diesen reinen Zimmer-Komfortleistungen für alle Patienten nutzbar, welche diese Leistung bezahlen wollen. Dabei muss unterschieden werden zwischen den „Essens-Komfortleistungen“, welche für ca. 30 €/ Tag auch zu jedem anderen Bett buchbar sind. Daneben sind die Kombination aus unterschiedlichen Zimmern und damit verbundenen Leistungen als Wahlleistungen buchbar. Das kann generell jeder tun. Selbstzahler (Sie entscheiden sich, die Kosten allein zu zahlen. Die genauen Kosten finden sich, vorab planbar, in der sogenannten Wahlleistungsvereinbarung. Diese wird bei Aufnahme (oder auch nachträglich) mit dem Krankenhaus geschlossen und regelt die besonderen Leistungen, die später abgerechnet werden.
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