Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die Gehirn und Rückenmark betrifft. In der Neurologischen Gemeinschaftspraxis Leer wird das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen diagnostiziert und behandelt, einschließlich der MS. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Behandlung von MS, die in der Neurologischen Gemeinschaftspraxis Leer und anderen Einrichtungen angeboten wird.
Die Neurologische Gemeinschaftspraxis Leer: Ein Zentrum für neurologische Erkrankungen
In der Neurologischen Gemeinschaftspraxis Leer wird das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen diagnostiziert und behandelt. Die Neurologie befasst sich mit den Erkrankungen des Nervensystems und der Muskeln einschließlich der Übertragungsstörungen vom Nerv auf den Muskel. Im Bedarfsfall wird eine Mitbehandlung durch spezialisierte neurologische Kliniken und Ambulanzen veranlasst.
Erkrankungen des Nervensystems: Eine Übersicht
Die Erkrankungen des Nervensystems werden in Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) (Gehirn und Rückenmark betreffend) und Erkrankungen des peripheren Nervensystems (PNS) (Nervenwurzeln, Nervengeflechte, einzelne oder mehrere Nerven im Körper betreffend) unterschieden. Die Muskelerkrankungen (Myopathien) betreffen einzelne Muskelgruppen oder die gesamte Muskulatur in unterschiedlichen Ausprägungen und gehen zum Beispiel mit Muskelschwäche, Muskelschmerz, Muskelzuckungen, Rückbildung der Muskulatur (Muskelatrophie) einher. Es können außer der Skelettmuskulatur, je nach Erkrankung, auch andere Organe wie Herz, Verdauungsorgane, Haut u.a. betroffen sein. Eine besondere Gruppe, sind die Übertragungsstörungen vom Nerv auf den Muskel, die oft mit tageszeitlich wechselnder Schwäche einhergehen.
Häufige Erkrankungen des ZNS und PNS
Typische und häufige Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) sind zum Beispiel:
- Schlaganfallerkrankungen: Hirninfarkt und Hirnblutungen
- Multiple Sklerose und andere entzündliche Erkrankungen des ZNS
- Parkinsonerkrankungen: Morbus Parkinson, Multisystematrophie
- Demenzerkrankungen: M. Alzheimer, fronto-temporale Demenz, vaskuläre Demenz
- Epilepsie: Anfallserkrankungen
- Schwindelerkrankungen: z.B. bei Hirnstamm-, Kleinhirnerkrankungen, Affektionen des VII.-Hirnnerven
Typische und häufige Erkrankungen des peripheren Nervensystems (PNS) sind zum Beispiel:
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- Polyneuropathie, zum Beispiel durch Diabetes, erhöhten Alkoholkonsum, bei rheumatischen Erkrankungen, durch Autoimmunphänomene …
- Plexusläsionen: Erkrankungen der Nervengeflechte im Bereich von Schulter und Becken
- Nervenwurzelläsionen, z.B. bei Bandscheibenvorfall, Neuroborreliose …
- Schädigungen einzelner Nerven z.B. durch Druck, Verletzung, Unfall …
- periphere Nervenkompressionssyndrome wie z.B.
Multiple Sklerose: Eine detaillierte Betrachtung
Die Multiple Sklerose (MS) zeichnet sich durch eine chronische Entzündung im Bereich des Gehirns aus. Immer wieder kommt es zu schubartigen Symptomen mit einer Störung der Sehschärfe auf einem Auge, Doppelbildern, Gefühlsstörungen, Koordinationsproblemen oder Lähmungserscheinungen. Die MS ist neben der Epilepsie die häufigste neurologische Erkrankung beim jungen Erwachsenen.
Symptome und Diagnose
Die MS ist die Erkrankung der „1.000 Gesichter“. Häufig beginnt sie mit Gefühlsstörungen, Seh- und / oder Gleichgewichtsstörungen. Sie kann vieles aufzeigen, was das Nervensystem überhaupt an Symptomen und Funktionsstörungen zu generieren vermag. Aufgrund der Vielgestaltigkeit der Symptome dauert die Diagnosestellung der MS auch heute noch mitunter mehrere Jahre. Neben einer umfassenden neurologischen Untersuchung gehören Kernspintomografie, Liquordiagnostik und elektrophysiologische Untersuchungen (evozierte Potentiale visuell, somatosensorisch und motorisch) zu den wichtigsten Elementen. Alle Untersuchungen führen wir in unserer Klinik durch. Das gilt auch für die ambulante Liquor- (Nervenwasser-) Untersuchung. Wir verwenden für die MS-Diagnostik ausschließlich die McDonald-Kriterien (US-Arbeitsgruppe um den MS-Forscher McDonald) in der jeweils neuesten Revision.
Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose
Heute haben wir bei der Behandlung der überwiegend jungen MS-Betroffenen mit schubförmiger MS eine große Auswahl an Therapie-Varianten. So verfügen wir über erfreulich viele, hochwirksame Medikamente. Sie werden entweder oral (als Tabletten) oder als subcutane / intramuskuläre Injektion oder Infusion verabreicht. Wir entscheiden uns in einem individualisierten Analyseprozess, in den auch die Wünsche und Präferenzen unserer Patienten eingebunden sind, für eine bestimmte Behandlung. Selbst danach sind wir jederzeit bereit, auf Veränderungen im Krankheitsverlauf angemessen zu reagieren und eine neue Therapie zu gestalten.
Moderne Therapieverfahren
Bereits im Mai 2009 nahm unsere „Patientenakademie“ ihre Arbeit auf. Unser Ziel ist es, durch eine gut strukturierte Veranstaltungsreihe die Betroffenen und deren Angehörigen bestmöglich aufzuklären und über moderne Therapieverfahren zu informieren. Namhafte Experten berichten jeweils zum aktuellen Stand der Forschung und informieren über neue und ergänzende Therapieverfahren. Dabei sieht sich unsere MS-Patientenakademie in unserer Region als Ergänzung zur Arbeit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Bei einer entsprechenden Registrierung informieren wir Sie über alle Veranstaltungen unserer MS-Akademie.
MS und Schwangerschaft
Besonders wichtig ist uns die optimale Behandlung unserer vielen jungen Patientinnen im Fall einer Schwangerschaft. Die MS steht einem Kinderwunsch keineswegs entgegen. Wir haben schon viele gesunde Babys von MS-betroffenen Müttern und Vätern begrüßt. Dazu haben wir eine enge Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Kerstin Hellwig vom St.
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Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie in Leer: Unterstützung für MS-Patienten
Physiotherapie Leer - die Praxis für Physio-, Ergotherapie und Logopädie bietet ein breites Spektrum an Therapien zur Unterstützung von MS-Patienten. In der Praxis in Leer am Geusenweg 3 (hinterm CEKA) sind ausschließlich staatlich anerkannte und examinierte Ergotherapeutinnen/Verhaltenstherapeutinnen, Logopäden/innen und Physiotherapeuten/innen beschäftigt. Zusätzliche Qualifikationen werden durch kontinuierliche Fortbildungen gewährleistet. „Wir legen Wert auf Qualität und interdisziplinäre Arbeit. Engen Kontakt zu Ärzten, Therapeuten, Erziehern, Lehrern sowie Angehörigen pflegen wir selbstverständlich. Wir arbeiten in der Praxis, zu Hause und in Institutionen”, so Gerhard Voss, Inhaber und Geschäftsführer des Praxenverbundes, zu dem mittlerweile 13 Praxen gehören. Der Behandlungserfolg, das Vertrauen, die Freude und Zufriedenheit der Patienten sind das größte Anliegen des erfahrenen Teams.
Ergotherapie bei MS
Auch Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen wie nach einem Schlaganfall oder nach Unfällen werden in der Ergotherapie und Physiotherapie behandelt. Ergotherapie wird außerdem bei Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Rheuma und bei Handverletzungen angewendet. Jede Therapie erfolgt immer in Zusammenarbeit mit dem Arzt. Bei Kindern findet eine Abstimmung mit den Kindereinrichtungen, Frühförderstellen und Schulen statt. Dabei sind weitere Schwerpunkte in der Ergotherapie in Leer: Marburger Konzentrationstraining Bobath-24 Std.-Konzept Hemiparese Neurofeedback ADS/ADHS Verhaltenstherapie Koordinationstraining/ Sensomotorik Lerntherapie im Bereich Legasthenie (Lese-/Rechtschreibschwäche) und Dyskalkulie (Rechenschwäche)(Kosten können nach § 35a übernommen werden).
Physiotherapie: Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung
Wie gestaltet sich unsere Physiotherapie in Leer? Physiotherapie oder auch Krankengymnastik ist ein entscheidender Bestandteil des Gesundheitssystems, der darauf abzielt, die Beweglichkeit, Funktionalität und Lebensqualität von Menschen jeden Alters zu verbessern. Durch gezielte Übungen, manuelle Techniken und moderne Geräte unterstützen Physiotherapeuten ihre Patienten dabei, Schmerzen zu lindern, Verletzungen zu heilen und die Wiederherstellung nach Operationen zu beschleunigen.
Vorteile der Krankengymnastik
Die Vorteile der Physiotherapie sind breit gefächert und reichen von der Schmerzlinderung bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis bis hin zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall oder einer Verletzung. Durch die individuelle Betreuung und Anpassung der Behandlung an die Bedürfnisse jedes Patienten fördert die Physiotherapie nicht nur die körperliche Genesung, sondern auch das psychische Wohlbefinden. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, das Risiko von Folgeerkrankungen zu verringern und die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten oder wiederzuerlangen.
Physiotherapie als präventive Maßnahme
Neben der Rehabilitation spielt die Physiotherapie auch eine wichtige präventive Rolle, indem sie dazu beiträgt, Verletzungen vorzubeugen und die allgemeine Gesundheit zu erhalten. Durch gezielte Übungen zur Stärkung von Muskeln und Gelenken können Risikofaktoren reduziert werden, was langfristig zu einer verbesserten Lebensqualität führt. Indem sie individuelle Trainingspläne entwickeln und aufklären, unterstützen Physiotherapeuten Menschen dabei, aktiv und gesund zu bleiben, unabhängig von ihrem Alter oder Fitnesslevel.
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MS-Schwerpunktzentren und Qualitätszirkel
Chefärztin Prof. Dr. Stefanie Behnke Die Spezialisierung auf Multiple Sklerose (MS) reicht an unserer Klinik bis ins Jahr 1969 zurück. Zur Tradition kommt Innovation: Durch die rasante Entwicklung der MS-Therapie in den letzten 15 Jahren hat sich das Tätigkeitsfeld unseres MS-Schwerpunktzentrums erheblich ausgeweitet. Hier hat unser ehemaliger Chefarzt Dr. Gawlitza (inzwischen im Ruhestand) bereits wertvolle Aufbauarbeit geleistet, und mit unserer neuen Chefärztin Prof. Dr. Stefanie Behnke leisten wir auch heute und in Zukunft eine hochspezialisierte Versorgung auf dem neuesten Stand der Medizin.
MS-Schwerpunktzentrum im Saarland
Einziges zertifiziertes MS-Schwerpunktzentrum im Saarland Bereits seit 2006 tragen wir das Qualitätssiegel "Anerkanntes MS-Zentrum", das im Zuge der Neuordnung der DMSG-Zertifikate ab dem 01.02.2016 zum "MS-Schwerpunktzentrum" aufgewertet wurde. Um dieses höchstmögliche Zertifikat - das einzige im Saarland - zu erhalten, sind die strengen Richtlinien der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) einzuhalten, die unseren Patienten einen hohen Qualitätsstandard in Diagnose und Therapie garantieren. Alle modernen und hochwirksamen Therapien werden bei uns auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Betroffenen abgestimmt. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die enge und gut funktionierende Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Neurologen im Saarland und darüber hinaus.
MS-Qualitätszirkel
MS-Qualitätszirkel für ein Mehr an Kompetenz und Verzahnung von Klinik und Praxis Seit 2017 richten wir regelmäßig den ärztlichen Qualitätszirkel MS aus. Dieser ist bewusst unabhängig von der Pharma-Industrie gestaltet und wird jeweils von der Ärztekammer zertifiziert. Der Zuspruch aus dem Kreis der niedergelassenen Ärzte und anderer Kliniken ist erfreulich groß. Dies ermöglicht es uns, die Versorgung und Behandlung der MS-Betroffenen auch in der Fläche substanziell zu verbessern.
MS-Patientenakademie
MS-Patientenakademie für ein Mehr an Information Bereits im Mai 2009 nahm unsere MS-Patientenakademie ihre Arbeit auf. Unser Ziel ist es, durch interessante Veranstaltungen, für die wir jeweils hochkarätige MS-Experten oder Referenten aus anderen Gebieten wie z.B. des Arbeits- und Behindertenrechts gewinnen konnten, die Betroffenen und deren Angehörigen bestmöglich aufzuklären und zu informieren. Wir möchten mit unserer MS-Patientenakademie die Arbeit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) ergänzen. Bei der DMSG gibt es zahlreiche Angebote, auch im Selbsthilfebereich, die Sie unter www.dmsg-saar.de finden.
Neuroimmunologie: Mehr als nur MS
Neuroimmunologie ist mehr als MS. Außer der MS gibt es eine Vielzahl anderer, allerdings viel seltenerer neuroimmunologischer Erkrankungen. Aus der intensiven Beschäftigung mit der MS hat es sich zwangsläufig ergeben, dass in den letzten Jahren viele andere neuroimmunologische Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems in den Fokus unserer Aufmerksamkeit gelangt sind. in Dresden, Essen, Bochum und Hannover. Dies verbessert unsere Kompetenz, entbindet uns jedoch nicht von der eigenen Verantwortung, die wir für die uns anvertrauten Patienten übernehmen. Gerne informieren wir Sie bei einer entsprechenden Registrierung über alle Veranstaltungen, die wir ausrichten, und über alle aktuellen Aktivitäten. Bei Fragen hilft Ihnen unser Team der MS-Ambulanz weiter. Wir arbeiten sehr eng mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und mit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) zusammen.
Weitere neurologische Angebote in Leer
In unserer nervenärztlichen Praxis können sich Patienten mit verschiedenen Krankheitsbildern und Beschwerden im Bereich der Neurologie und Psychiatrie vorstellen. Hierbei verstehen wir uns gewissermaßen als „nervenärztliche Hausärzte“. Das medizinische Fachgebiet der Psychiatrie umfasst die Diagnostik, Therapie und Prävention psychischer Erkrankungen wie z.B. Häufige Erkrankungen, die einer neurologischen Diagnostik und Behandlung bedürfen, sind die Multiple Sklerose, Epilepsie, Demenzen, Morbus Parkinson, Kopfschmerzen und andere Schmerzsyndrome, Schwindel, Vor- und Nachsorge von Schlaganfällen, Erkrankungen des peripheren Nervensystems (z.B.
Universitätsklinik für Neurologie Oldenburg: Umfassende Versorgung
Gesamtes Spektrum: Als Universitätsklinik für Neurologie behandeln wir alle neurologischen Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur. Erfahrene Mediziner: Die Universitätsklinik für Neurologie umfasst 85 stationäre Betten, 14 davon sind zu einer Schlaganfalleinheit zusammengefasst. Effektive Zusammenarbeit: Bei der Diagnostik und Therapie einer neurologischen Erkrankung arbeiten wir interdisziplinär mit den Ärzten und Wissenschaftlern anderer Kliniken des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg, des Pius-Hospitals und des Klinikums Oldenburg zusammen. Univ.- Prof. Dr. med.
Ambulante Angebote in Oldenburg
Die Hochschulambulanz für Bewegungsstörungen richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Bewegungsstörungen. Team: Prof. Dr. K. Witt, Dr. Kathrin Janitzky, Julia Neubauer, Dr. J. Ort: August Carrée, 2. Termine bei Prof. Für die Behandlung ist es hilfreich, wenn Sie ein Kopfschmerztagebuch führen, z. B. über die DMKG (www.dmkg.de), in dem Sie Häufigkeit und Dauer des Kopfschmerzes sowie begleitende Symptome (wie einseitigen Tränenfluss, Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Sehstörungen ) und eingenommene Medikamente notieren. Team: PD Dr. Ort: August Carrée, 2. Team: Dr. Sigrid Reuter, Dr. Ort: August Carrée, 2. Die Neuromuskuläre Hochschulambulanz richtet sich schwerpunktmäßig an Patientinnen und Patienten, mit Erkrankungen der Muskulatur und der neuromuskulären Übertragung. Erkrankungen der neuromuskulären Endplatte (u.a. Team: Dr. Claudia Maurer, Dr. Ort: August Carrée, 2. eine Zweitmeinung bei einem Schlaganfall seltener Ursache (z.B. Team: PD Dr. Thomas Liman, Dr. Medizinisches Versorgungszentrum: Im MEVO werden alle Patientinnen und Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen versorgt - dazu gehören auch Infusionstherapien, z.B. bei Multipler Sklerose. Dr. med. Dr. med. Dr. Die Universitätsklinik für Neurologie ist zertifiziertes Neuromuskuläres Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. DGM.
Diagnostik und Therapie in Oldenburg
Breite Versorgung: Die 85 Betten der Universitätsklinik für Neurologie teilen sich auf in 71 allgemeine neurologische Betten und 14 Stroke Unit-Betten. Hier erfolgt die weitere Behandlung, wenn die Akutphase eines Schlaganfalls beendet ist. Umfassende Diagnostik: Auf den neurologischen Stationen kommt das gesamte diagnostische und therapeutische Repertoire der Neurologie zum Einsatz: Mittels spezifischer elektrophysiologischer Untersuchungen messen wir die Nervenleitgeschwindigkeit, leiten die Hirnströme ab, führen duplexsonographische Untersuchungen zur Beurteilung der hirnversorgenden Gefäße durch. Es besteht ein direkter Zugang zu den Apparaten des Instituts für Radiologie/Neuroradiologie einschließlich CT-Diagnostik, CT-Angiographie, MRT, MR-Angiographie, konventionellem Röntgen und der intraarteriellen Subtraktionsangiographie (DSA). Vielfältige Therapiemöglichkeiten: Es kommen alle medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien zum Einsatz. Hier zählt jede Minute: Der Schlaganfall zählt neben Herzerkrankungen und Krebs zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Optimale Behandlung: Dafür muss eine sofortige Diagnostik und Akuttherapie eingeleitet werden. Es erfolgt eine rasche Klärung der Schlaganfallursache - dies ist wesentlich, um eine gezielte Prophylaxe anzugehen. Zudem nimmt auf der spezialisierten Schlaganfalleinheit neben der Akuttherapie, der Sekundärprophylaxe und dem Risikofaktormanagement auch die Frührehabilitation einen zentralen Platz ein. Auf der Stroke Unit erfolgen das weitere Monitoring und die Behandlung von Patienten mit einer Schlaganfallsymptomatik mit oder ohne Lysetherapie. Bei dieser Lysetherapie kann in den ersten Stunden nach Symptombeginn eine verstopfte Ader wieder mittels eines Medikamentes eröffnet werden. Engagierte Mitarbeiter und modernste Technik: Um den hohen Aufwand einer überregional zertifizierten Schlaganfallstation zu gewährleisten, bedarf es einen hohen Personal- und auch apparativen Aufwandes. Die Stationen verfügen über eine Ausstattung aller neurosonologischen Diagnoseverfahren vor Ort, eine enge Anbindung an die Klinik für Innere Medizin im Hause (echo-kardiographische Auswertung, Langzeit-EKG-Auswertung). Jedes der 14 Betten hat eine aufwändige Monitoring-Einheit, die zentral überwacht wird. Schnelles Handeln erforderlich: Alle zwei Minuten ereignet sich in Deutschland ein neuer Schlaganfall und alle zehn Minuten stirbt ein Betroffener an deren Folgen. Damit ist der Schlaganfall in Deutschland die zweithäufigste Todesursache nach der koronaren Herzkrankheit. Hieraus resultieren die motorischen Symptome, wie z.B. ein Zittern, eine Muskelsteife und eine Bewegungsarmut. Genauso wichtig wie die motorischen Symptome sind die vielfältigen, nicht motorischen Probleme bei der Parkinsonerkrankung, wie z.B. Blasenstörung, Schlafstörung, Schmerzen, Aufmerksamkeit- und Konzentrationsstörung und depressive Verstimmung, um nur einige zu nennen. Genaueste Diagnostik: Der größte Anteil der dementiellen Erkrankung umfasst die Alzheimer-Erkrankung und die sogenannten vaskulären Demenzen, bei denen wiederholte Schlaganfälle oder auch eine Gefäßerkrankung der kleinsten Hirnadern zu einem Abbau kognitiver Fertigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis, führt. In einem ersten Schritt ist es unsere Aufgabe mittels modernster Technik und auch Untersuchungen des Nervenwassers zwischen diesen unterschiedlichen - und zum Teil auch behandelbaren - Demenzerkrankungen zu differenzieren. Ferner beantworten wir die Frage, ob ein vom Patienten selbst empfundener Abbau kognitiver Leistungen im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses zu sehen ist oder ob sich hier eine beginnende Demenzerkrankung zeigt.
Neuromuskuläres Zentrum Nordwest
Das Neuromuskuläre Zentrum Nordwest besteht aus Kliniken der Orte Bremen, Oldenburg, Rotenburg-Wümme, Sande, Westerstede und Leer. In Oldenburg werden Patienten mit Symptomen einer neuromuskulären Erkrankung wie z.B. Schwäche, Muskelschwund, Gefühlsstörungen und Schmerzen im Bereich der Extremitäten mittels spezieller Untersuchungsverfahren untersucht. Das Spektrum der Störungsbilder ist sehr unterschiedlich und reicht von milden Missempfindungen bis hin zu Lähmungserscheinungen von Atemmuskulatur und einer Beatmungspflicht. Für die ambulante Behandlung stehen mehrere spezialisierte Ambulanzen zur Verfügung.
Ursachen finden und gezielt behandeln
Elektrische und chemische Signale sind in unserem Gehirn genau aufeinander abgestimmt und gewährleisten so die Hirnfunktionen. Durch eine Störung in der Entladungsrate von Neuronen kann es zu einem epileptischen Anfall, entweder begrenzt auf eine Hirnregion, oder auch generalisiert bezogen auf beide Hirnhälften kommen. Dieser für das Gehirn krankhafte Impuls führt dann zu einem epileptischen Anfall. Die klinischen Erscheinungsbilder und ihre Ausprägungen hängen von der jeweils betroffenen Hirnregion ab. Mittels moderner Verfahren der EEG-Diagnostik und der kernspintomographischen Bilddiagnostik in Kooperation mit dem Institut für Radiologie/Neuroradiologie wird die Ursache für eine Epilepsie aufgespürt, um hieraus die richtige Behandlung abzuleiten. Exakte Ergebnisse als Therapiegrundlage: Elektroneurographie und Elektromyographie (EMG) werden zum Nachweis von peripheren Nervenschäden und Muskelerkrankungen durchgeführt. Durch schwache Stromreize werden die Nervenleitgeschwindigkeiten (NLG) gemessen. Beim EMG werden elektrische Potentiale im Muskel „hörbar“ gemacht und aufgezeichnet. Dadurch können Schweregrade, Art und Verteilungsmuster sowie Lokalisation von peripheren Nervenschäden bestimmt werden. Bei den evozierten Potentialen (VEP, AEP, SEP) werden durch verschiedene Reizmodalitäten (visuell, akustisch, sensibel) Antworten von peripheren Nerven, Rückenmark oder von der Hirnrinde abgeleitet. Mit dem EEG (Elektroenzephalogramm) werden vom Gehirn ausgehende elektrische Potentialschwankungen gemessen und aufgezeichnet. Eine EEG-Untersuchung kann z. B. Auch die Gefäße im Schädel lassen sich mittels der transkraniellen Doppler- und Duplexsonographie genau darstellen. Durch fortlaufende Messungen lassen sich Gerinnsel (Embolien) nachweisen, die z.B. Auch seltenere Schlaganfallursachen können mittels dieser Methoden geklärt werden. Schnelle Ergebnisse: Die Untersuchung des Liquors ist eine wesentliche Aufgabe des Neurologen. Hier können wir als eine der wenigen Neurologischen Kliniken überhaupt eine zytologische Untersuchung des Liquors innerhalb sehr kurzer Zeit durchführen. Menschen im Mittelpunkt„Patienten mit neurologischen Erkrankungen profitieren von dem rasanten Wissenszuwachs im Bereich der Neurowissenschaften. - Direktor Prof. Dr.
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