Orange: Vorteile für das Nervensystem

Das Nervensystem ist ein komplexes Netzwerk, das den Körper durchzieht und für die Übertragung von Informationen und die Steuerung verschiedener Körperfunktionen unerlässlich ist. Eine gesunde Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung eines optimalen Nervensystems. In diesem Artikel werden die potenziellen Vorteile von Orangen für das Nervensystem untersucht, wobei die vorhandenen Forschungsergebnisse und die ernährungsphysiologischen Eigenschaften dieser Zitrusfrucht berücksichtigt werden.

Das Nervensystem: Ein Überblick

Das Nervensystem ist ein weitläufiges Netzwerk, das den Körper auf etwa 6 Kilometer langen, verästelten Bahnen bis in den letzten Winkel durchzieht. Etwa 100 Milliarden Nervenzellen kommunizieren miteinander und erzeugen einen stetigen Strom an Daten. Auf dieser Datenautobahn bewegen sich Signale mit bis zu 100 m/sec bzw. 360 km/h fort. So verarbeitet das Gehirn ca. 11 Millionen Signale in der Sekunde, von denen wir gerade 40 bewusst wahrnehmen. Das alles läuft also weitgehend automatisiert, mit ca. 500 Kalorien am Tag, energiesparend und extrem effizient ab.

Auch wenn das Nervensystem extrem weitläufig ist, gliedert es sich nach einem einfachen Prinzip. Im zentralen Nervensystem werden Signale ausgewertet und Anweisungen an sämtliche Organe und Muskeln gegeben. Dieses besteht aus dem Gehirn als Rechenzentrum sowie seinem als Hauptleitung Hals und Rumpf durchziehenden Fortsatz - dem Rückenmark. Das periphere Nervensystem hingegen trägt die Befehle des Gehirns in jeden Winkel des Körpers und versorgt es von dort mit aktuellen Sinnes-Daten. Die einzelnen Nervenfasern bündeln sich zu Nervensträngen und ähneln in ihrer Struktur einem Baum. Ihre Wurzeln sitzen in der Wirbelsäule, ihr ummantelter Stamm kann z.B. Der breite Informationsfluss entlang der Nervenbahnen überträgt eine Fülle verschiedener Daten und reguliert damit die unterschiedlichsten Körperbereiche und -funktionen. Dazu gehört etwa die Steuerung aller Muskeln aber auch der Verdauungs- und Stoffwechselfunktionen. Dabei benötigt das Gehirn für jede Anweisung eine Grundlage. Detaillierte Daten aller 5 Sinne verschaffen uns sowohl ein aktuelles Bild über die Außenwelt, als auch den Zustand des eigenen Körpers - etwa welcher Muskel gespannt ist, oder wo wir vielleicht eine Blessur davongetragen haben. Beeinträchtigungen am Nerv selbst oder dem angrenzenden Gewebe nehmen wir als sehr unangenehm war.

Nährstoffe in Orangen und ihre Bedeutung für das Nervensystem

Orangen sind reich an verschiedenen Nährstoffen, die für die Gesundheit des Nervensystems von Bedeutung sind.

  • Vitamin C: Orangen enthalten 46-60 mg Vitamin C pro 100 Gramm, was eine gute Menge ist. Vitamin C spielt eine entscheidende Rolle in zahlreichen Stoffwechselprozessen. Es unterstützt den Aufbau von Zähnen, Knochen und Bindegewebe, trägt zur Wundheilung bei und stärkt das Immunsystem. Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, das den Körper vor zellschädigenden freien Radikalen schützt. Freie Radikale entstehen im Körper durch Stoffwechselprozesse, aber auch durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Umweltgifte oder Rauchen. Antioxidantien wie Vitamin C können dazu beitragen, oxidativen Stress zu reduzieren, der das Nervensystem schädigen kann.

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  • Calcium und Magnesium: Die in den Orangen enthaltenen Mineralstoffe Calcium und Magnesium sind ebenfalls wichtig für das Nervensystem. Calcium ist ein elementarer Baustein von Knochen und Zähnen und wichtig für das Nervensystem, die Muskulatur, die Blutgerinnung und die Zellwandstabilität. Magnesium ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt. Es spielt im Zell- und Knochenaufbau eine Rolle und ist wichtig für die Nerven- und Muskeltätigkeit. Genügend Magnesium aufzunehmen, ist daher lebensnotwendig.

  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Zudem stecken sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide in Orangen. Carotinoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und zum Schutz der Pflanze vor Infektionen beitragen.

Orangen und psychische Gesundheit: Die Verbindung zum Darm

Eine aktuelle Studie der Harvard Medical School legt nahe, dass der tägliche Verzehr einer mittelgroßen Orange das Risiko für Depressionen um etwa 20 Prozent senken kann. Die Ergebnisse stammen aus einer groß angelegten Untersuchung mit mehr als 100.000 Frauen aus dem Gesundheitswesen. Daraus ließ sich ablesen, dass Krankenpflegerinnen, die viele Zitrusfrüchte aßen, seltener an Depressionen erkrankten als andere. Der Effekt scheint spezifisch für Zitrusfrüchte zu sein, denn bei Äpfeln und Bananen war das nicht zu beobachten.

Die Forschenden fanden heraus, dass Zitrusfrüchte eine bestimmte Art von Darmbakterien fördern: Faecalibacterium prausnitzii. Dieses Bakterium kommt bei gesunden Menschen häufiger vor als bei Menschen mit Depressionen. „Wir glauben daher, dass dieses Bakterium den Verzehr von Zitrusfrüchten mit einer guten psychischen Gesundheit in Verbindung bringt“, erklärt Dr. Chatpol Samuthpongtorn von der Harvard Medical School. In einer weiteren Studie mit Männern konnte die Forschungsgruppe die Ergebnisse bestätigen.

Der menschliche Darm ist eng mit dem Gehirn verknüpft. Die in der Studie identifizierten Bakterien produzieren Stoffe, die die Bildung von Serotonin und Dopamin anregen - zwei wichtige Botenstoffe, die für unsere Stimmung eine große Rolle spielen. Diese Neurotransmitter beeinflussen nicht nur die Verdauung, sondern gelangen auch ins Gehirn, wo sie eine stimmungsaufhellende Wirkung haben können.

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Farben und ihre Wirkung auf das Nervensystem

Farben begleiten uns tagtäglich und lösen sowohl physiologische als auch psychologische Reaktionen aus. Dies führt zu schnellen und unbewussten emotionalen Reaktionen. Es aktiviert das Nervensystem und kann physiologisch Stress auslösen.

Die Farbe Orange führt nachweislich zu einer Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin im Gehirn - Motivation und Lebensfreude steigen. Orange Farbtöne wirken deshalb kräftig, fröhlich, belebend und stimmungsaufhellend auf den Menschen.

Weitere pflanzliche Wirkstoffe für das Nervensystem

Neben den in Orangen enthaltenen Nährstoffen gibt es auch andere pflanzliche Wirkstoffe, die das Nervensystem unterstützen können.

  • Cannabinoide: Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) besitzen neuroprotektive Eigenschaften und können Entzündungsfaktoren in Nervenzellen herunterregulieren.

  • Polyphenole: Polyphenole, die in Beeren, Trauben, Kakao oder Tee enthalten sind, können das Entzündungsgeschehen in Gehirn und Rückenmark dämpfen. Resveratrol ist ein bekannter Vertreter dieser Klasse und wird insbesondere mit positiven Effekten auf die kardiovaskuläre Gesundheit sowie den Erhalt kognitiver Fähigkeiten assoziiert.

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  • Terpenoide: Terpenoide, zum Beispiel in Lavendel oder Zitronenmelisse, werden mit beruhigenden und möglicherweise neuroprotektiven Wirkungen in Verbindung gebracht.

  • Adaptogene: Adaptogene Pflanzenstoffe wie in Ashwagandha (Withania somnifera) können Stressreaktionen mindern und neuronale Schutzmechanismen stimulieren.

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