Die Neurologie ist ein weites Feld, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. In Wien finden sich zahlreiche hochqualifizierte Fachärzte, die sich auf unterschiedliche Schwerpunkte spezialisiert haben, um Patienten eine optimale Versorgung zu bieten. Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick über einige dieser Spezialisten und ihre Fachgebiete geben.
Restorative Neurologie: Wiederherstellung von Funktionen
Univ.-Prof. Dr. Michaela M. ist eine Spezialistin für Restorative Neurologie in Wien. Ihr Fokus liegt auf der Behandlung von sensorischen, motorischen und kognitiven Störungen. Dazu gehören verschiedene neurologische Erkrankungen sowie Beschwerden wie Migräne, unwillkürliche dystone und spastische Bewegungen oder übermäßiges Schwitzen. Bei Migräne, Spastik oder übermäßigem Schwitzen ist die medikamentöse Modulation mit Botulinumtoxin die erste Wahl für die Behandlung!
Dr. Michael Stingl: Multiple Sklerose, Schmerztherapie und ME/CFS
Dr. Michael Stingl ist ein Neurologe, der als Privatarzt in Wien praktiziert. Seine klinischen Fachgebiete umfassen Multiple Sklerose, Schmerztherapie und Schlaganfallvor- und -nachsorge sowie Neurorehabilitation und Telemedizin. Einer der Hauptschwerpunkte von Dr. Stingl ist die Betreuung von Patient*innen mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom). Neben seiner regulären Arztpraxis hat er auch die Durchführung von Projekten sowohl im Bereich der Grundlagen- als auch epidemiologischen ME/CFS-Forschung unterstützt, die von der Medizinischen Universität Wien umgesetzt wurden.
Wahlarztordination: Individuelle Betreuung und Zeit für Ihre Anliegen
In einer Wahlarztordination, wie der von Prim. Univ.Prof. Dr., steht die individuelle Betreuung der Patienten im Vordergrund. Hier nimmt man sich ausreichend Zeit für ein ausführliches Anamnesegespräch, bei Bedarf auch mit Angehörigen. Es erfolgt eine umfassende Beratung und Therapieplanung. In der Privatordination von Prim. Univ.Prof. Dr. werden stets mindestens 30 Minuten Zeit für Sie eingeplant. Damit auch ausreichend Zeit bleibt, handelt es sich ausschließlich um eine Terminordination. Für eventuelle Notfälle werden spezielle Vereinbarungen getroffen. Als Wahlarzt stellt Prim. Univ.Prof. Dr. eine Honorarnote aus, die unmittelbar bar oder per Bankomatkassa zu bezahlen ist. Sie können die Honorarnote samt Registrierkassenbestätigung bei Ihrer Pflicht-Krankenversicherung einreichen. Üblicherweise erhalten Sie 80% des Kassentarifes für die jeweiligen Leistungen refundiert. Wahlarztrezepte werden in der Apotheke wie Kassenrezepte eingelöst.
Operative Eingriffe bei neurologischen Beschwerden
Sind alle konservativen und interventionellen Therapieansätze ausgeschöpft, zwingen oft bleibende Schmerzen oder neurologische Ausfälle zu einem chirurgischen Eingriff. Prim. Univ.Prof. Dr. verwendet bei allen Eingriffen ein hochauflösendes Mikroskop oder Endoskop.
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Lendenwirbelsäule
- Lumbaler Bandscheibenvorfall:
- Mikrochirurgische Operation: sogenannte „offene“ Operation, durch den Einsatz des Mikroskopes wird der Zugangsweg klein gehalten.
- Endoskopische Sequesterektomie: Entfernung eines freien Bandscheibenfragmentes, durch den Einsatz des Endoskopes, hier wird der Zugangsweg noch kleiner gehalten.
- Synovialzyste: Entstehen durch degenerative Veränderungen an den kleinen Wirbelgelenken. Führen typischerweise zum Druck auf einen oder mehrere Nerven. Therapie der Wahl: mikrochirurgische Entfernung der Zyste.
- Lumbale Vertebrostenose: Ist eine knöcherne Einengung des Wirbelkanals. Führt zur Claudicatio spinalis, einer belastungsabhängigen Schmerzausstrahlung in eines oder beide Beine. Mikrochirurgische Dekompression der Nerven durch sparsame Knochenresektion unter spezieller Schonung der kleinen Wirbelgelenke.
- Lumbale Listhese: Das sogenannte „Wirbelgleiten“ entsteht durch die Instabilität von zwei Wirbelsegmenten. Therapie der Wahl: gezielte Versteifung der Segmente. Die Indikation zur Operation erfolgt erst umfangreicher diagnostischer Abklärung und dem Versagen sämtlicher konservativer Verfahren. Die Operationen erfolgen interdisziplinär, gemeinsam mit Kollegen der Orthopädie.
Halswirbelsäule
- Zervikaler Bandscheibenvorfall: Hier stehen drei Operationsmethoden zur Auswahl:
- Mikrochirurgische ventrale Diskektomie: Entfernung der Bandscheibe und des Vorfalls von vorne, Ersatz der Bandscheibe durch einen Platzhalter aus Titan oder Kunststoff oder einer Bandscheibenprothese. Die Implantation der Bandscheibenprothesen erfolgt nach exakt definierten Indikationen.
- Mikrochirurgische/endoskpische dorsale Foraminotomie und Sequesterextraktion: bei seitlich gelegenen Bandscheibenvorfällen erfolgt der Zugang von hinten an der Nackenmuskulatur vorbei, das Bandscheibenfragment wird entfernt, die Bandscheibe wird nicht beeinträchtigt.
- Mikrochirurgische/endoskopische ventrale Foraminotomie und Sequesterextraktion: Entfernung des Bandscheibenfragmentes von vorne ohne die Bandscheibe zu beeinträchtigen, ein Platzhalter oder eine Bandscheibenprothese ist nicht erforderlich.
- Zervikale Foramenstenose: Einengungen der Nervenkanäle der Halswirbelsäule können zu therapieresistenten Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Lähmungen führen. Therapie der Wahl: Mikrochirurgische/endoskopische ventrale Foraminotomie.
- Zervikale Vertebrostenose: Ist eine knöcherne Einengung des Wirbelkanals der Halswirbelsäule mit Kompression des Halsmarkes. Kann zu Sensibilitätsstörungen an Armen, Rumpf und Beinen zur Blasenstörung und zur spastischen Lähmung der Beine führen.
- Mikrochirurgische Laminektomie: Entlastung des Halsmarks durch Entfernung der Wirbelbögen von hinten.
- Korporektomie: Entfernung eines Wirbelkörpers von vorne zur Entlastung des Halsmarkes und Implantation eines Wirbelkörperersatzes.
- Spinale Tumore: Tumore im Wirbelkanal außerhalb des Rückenmarks.
- spinale Meningeome
- spinale NeurinomeMikrochirugische Entfernung von hinten über eine teilweise oder vollständige Entfernung eines oder mehrerer Wirbelbögen.
- Tumore am oder im Rückenmark: Operationen dieser Tumore haben ein relevant höheres Risiko einer Querschnittslähmung und erfordern deshalb eine technische Ausstattung des Operationssaales auf höchstem Stand (kontinuierliche elektrophysiologische Überwachung, technische Resektionshilfen).
Einengung peripherer Nerven (Engpasssyndrome)
Die Einengung peripherer Nerven kann zu sog. Engpassyndromen führen. Diese verursachen Schmerzen, Gefühlstörungen und ev. eine Schwäche. Die häufigsten Syndrome sind:
- Karpaltunnelsyndrom (CTS)
- Sulcus-Ulnaris-Syndrom
Vor der Operation ist ein elektrophysiologischer Befund beizubringen.
Operationen am Schädel (Universitätsklinik für Neurochirurgie)
Operationen am Schädel werden von Prim. Univ.Prof. Dr. ausschließlich an der Universitätsklinik für Neurochirurgie durchgeführt, mit den Schwerpunkten:
- Trigeminusneuralgien: ist charakterisiert durch spontane oder getriggerte, blitzartig einschießende, heftige Schmerzen in einer Gesichtshälfte. bei über 70% der Patienten liegt pathologischer Gefäß-Nervenkontakt vor: Druck einer Hirnartherie auf den Nerven. Therapie der Wahl: nach Versagen der medikamentösen Therapie. Mikrovsakuläre Dekompression (Operation nach Jannetta): Beseitigung des Kontaktes von Arterie und Nerven. Erfolgsquote: sofortige Schmerzfreiheit in 97% der Fälle.
- Meningeome: Tumore die von den Hirnhäuten ausgehen (Arachnoidea). In 92% der Fälle gutartig. Wachsen langsam und verdrängend. Therapie der Wahl: operative Entfernung, führt meist zur vollständigen Heilung. In komplexen Fällen: operative Entfernung und Bestrahlung: sterotaktische Einzelbestrahlung im Gammaknive oder mehrzeitige Bestrahlung
- Tumore der Schädelbasis:
- Meningeome
- Neurinome/Schwannome
- Chordome
- Sarkome
- Metastasen
Die Schädelbasis ist Bereich des Schädels, der an die Unterfläche des Gehirns angrenzt. Da sich hier die Durchtrittsstellen der Hirnnerven und der hirnversorgenden Blutgefäße befinden, gelten Eingriffe in dieser Region als besonders anspruchsvoll, da diese Tumore häufig wichtige Nerven und Gefäße umwachsen. Die Versorgung dieser Tumore erfordert die Verfügbarkeit einer modernen apparativen Ausstattung (präoperative Diagnostik mit CT, MRI und Angiographie, intraoperative Neuronavigation und ein kontinuierliches, intraoperatives, elektrophysiologisches Monitoring) sowie die enge Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen (Neurochirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde, Strahlentherapie und Onkologie) und von den Operateuren hohe fachliche Kompetenz und Erfahrung.
- Tumore des Gehirns: Patienten mit Gliomen oder Metastasen werden ebenfalls interdisziplinär (Neurochirurgie, Neurologie, Strahlentherapie und Onkologie) betreut. Durch die enge Zusammenarbeit der einzelnen Disziplinen wird im Rahmen des Tumorboards wird ein auf den einzelnen Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept erarbeitet.
- Gefäßerkrankungen: Angiome, Aneurysmen, Kavernome, arteriovenöse Fisteln, intrazerebrale Blutungen. In diesem Teilbereich führt Prim. Univ.Prof. Dr. die Operation von Aneurysmen (Klippung), die Entleerung von Gehirnblutungen, und die Operation von Kavernomen und arteriovenöse Fisteln durch.
Millesi Center: Kompetenzzentrum für periphere Nervenchirurgie
Das Millesi Center ist eines der weltweit führenden Zentren für periphere Nervenchirurgie. Als Privatordination konzentriert es sich ganz auf die individuellen Bedürfnisse und Anliegen der Patienten. Das oberste Ziel ist es, den Patienten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. Deshalb setzen die Spezialisten neben der klassischen chirurgischen Behandlung auch moderne Operationsverfahren wie die Mikrochirurgie und Supermikrochirurgie ein.
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Das erfahrene Spezialisten-Team bietet umfassende Behandlungen in den Bereichen:
- Periphere Nervenchirurgie
- Chirurgie des Plexus brachialis
- Rekonstruktive Chirurgie
- Handchirurgie
- Operative Behandlung von Lymphödemen
Das Therapiekonzept des Millesi Centers
Im Millesi Center steht der Patient im Mittelpunkt des Therapiekonzepts. Jede Behandlung wird individuell auf das Verletzungsmuster und die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Das Behandlungskonzept basiert auf dem Wissen und der jahrzehntelangen Erfahrung von Prof. Hanno Millesi. Die operativen Strategien werden laufend anhand der neuesten wissenschaftlichen Forschungserkenntnisse weiterentwickelt.
Leistungen des Millesi Centers
- Spezialisiertes chirurgisches Team
- Umfassendes Behandlungskonzept
- Privatordination in der Wiener Privatklinik mit Zugang zu einem breiten Netzwerk von Spezialisten
- Bei Bedarf Organisation von erfahrenen Dolmetschern
- Rundum Betreuung von der Anfrage bis zum Verlassen der Klinik nach der Behandlung
- Unterstützung nach der Behandlung und Begleitung in der Zeit der Nachsorge und Regeneration
- Kompetentes und wohlfühl Ambiente
Häufige Fragen (FAQ)
- Wo befindet sich das Millesi Center? Das Millesi Center befindet sich in Wien, direkt in der Wiener Privatklinik in der Pelikangasse 13, 1090 Wien.
- Wie erreiche ich das Millesi Center? Das Millesi Center ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (Straßenbahnlinien 43 und 44, Buslinie 13A, U-Bahnlinien). Wenn Sie mit dem Auto anreisen, beachten Sie bitte die Kurzparkzone (Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr).
- Was sind die Schwerpunkte des Millesi Centers? Das Millesi Center ist spezialisiert auf Verletzungen und Erkrankungen des peripheren Nervensystems, auf die chirurgische Behandlung von Plexus brachialis Verletzungen bei Erwachsenen und Kindern und auf rekonstruktive chirurgische Eingriffe.
- Welche Erkrankungen werden im Millesi Center behandelt?
- Periphere Nervenläsionen
- Verletzungen des Plexus brachialis
- Verletzung des Plexus lumbo-sacralis
- Verletzungen der Nerven der unteren Extremitäten
- Komplikationen nach Nervenverletzungen
- Neuropathischen Schmerzsyndromen verursacht durch die Irritation eines peripheren Nervs
- Kompressionssyndromen peripherer Nerven
- Volkmann’scher Kontraktur
- Spastischer Paralyse
- Peripheren Nerventumoren
- Angeborene Muskel- oder Nervenerkrankungen
- Karpaltunnelsyndrom
- Kubitaltunnelsyndrom
- Guyon’sches Logen Syndrom
- Dupuytren’sche Kontraktur (Morbus Dupuytren)
- Springende Finger (Digitus saltans)
- Überbeine (Ganglien)
- Arthrose
- Nerven- und Sehnenverletzungen an der Hand sowie am Oberarm
- Fehlbildungen der Hände
- Lähmungen und spastische Lähmungen
- Tumore
- Zysten
- Lymphödeme
Lymphchirurgie im Millesi Center
- Operative Behandlung von Lymphödemen mittels Supermikrochirurgie
- Lymphovenöse Anastomose (LVA) für Patienten im Lymphödem-Stadium I und II
- Lymphknotentransfer
- Chirurgische Lymphozelenbehandlung
Behandlung von Babys und Kindern
Das Millesi Center behandelt Erwachsene, Babys und Kinder mit Verletzungen bzw. Erkrankungen des peripheren Nervensystems, mit Plexus brachialis Verletzungen, mit Lymphödemen sowie mit Verletzungen oder Fehlbildungen an der Hand und am Unterarm sowie Patienten, die nach einer Nervenverletzung eine rekonstruktive Operation benötigen.
Terminvereinbarung im Millesi Center
Klicken Sie auf den Button „Termin vereinbaren“. Falls Sie bereits einen langen Krankheitsverlauf haben, füllen Sie bitte den kostenlosen Fragebogen aus. So können die Spezialisten Ihre Beschwerden und medizinische Vorgeschichte besser verstehen, um Ihren Erstordinationstermin vorzubereiten. Nachdem Ihre Informationen erhalten wurden, werden diese sorgfältig durchgegangen und im Anschluss persönlich mit Ihnen in Kontakt treten, um einen Termin mit Ihnen zu vereinbaren. Die Kosten werden direkt bar oder per Überweisung bezahlt.
Medical Fitness: Ganzheitliche Behandlung für mehr Lebensqualität
Medical Fitness bietet eine ganzheitliche Behandlung, die auf mehreren Ebenen ansetzt. Das einzigartige Konzept in Österreich vereint Ärztezentrum und Fitnesscenter in einem. Ob sanfter Muskelaufbau oder Training für den ersten Ironman - Ihr Physiotherapeut ist vor Ort, Ihr Facharzt eine Tür weiter.
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Schmerztherapie und Verbesserung neurologischer Zustände durch elektrische Stimulation
Die Kontrolle von Schmerzen und die Verbesserung neuronaler Zustände können durch elektrische Stimulation erreicht werden. Auch Medikamententests mit einem standardisierten Stufenplan für Parkinson-Krankheit, Spastik und Schmerzen sind möglich.
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