Umfassende Parkinson-Komplexbehandlung in Damp: Ein integrativer Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität

Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft und zu einer Vielzahl von motorischen und nicht-motorischen Symptomen führt. Obwohl es keine Heilung gibt, können umfassende Behandlungsansätze die Symptome lindern und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern. Ein solcher Ansatz ist die Parkinson-Komplexbehandlung, wie sie beispielsweise in der VITREA Rehaklinik Damp angeboten wird. Diese Behandlung zielt darauf ab, die individuellen Bedürfnisse der Patienten zu erfüllen und ihnen zu helfen, ein möglichst selbstständiges und aktives Leben zu führen.

Die Bedeutung der koordinierten Betreuung

Ein wesentlicher Bestandteil der Parkinson-Komplexbehandlung ist die integrierte Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. In Damp arbeiten Ergotherapeuten, Logopäden, Musiktherapeuten, Neurologen, Neuropsychologen, Pflegekräfte und Physiotherapeuten Hand in Hand, um eine umfassende und auf die spezifischen Symptome der Parkinson-Krankheit ausgerichtete Behandlung zu gewährleisten. Diese Koordination verbessert nicht nur die Behandlungsqualität, sondern vereinfacht auch den Zugang zu verschiedenen Therapieformen innerhalb einer Einrichtung.

Die Vorteile der koordinierten Betreuung liegen auf der Hand:

  • Verbesserte Kommunikation: Durch den regelmäßigen Austausch zwischen den verschiedenen Therapeuten wird sichergestellt, dass alle Beteiligten über den aktuellen Zustand des Patienten informiert sind und die Behandlung entsprechend angepasst werden kann.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Die Berücksichtigung verschiedener Therapieansätze ermöglicht eine umfassende Behandlung, die sowohl die motorischen als auch die nicht-motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit berücksichtigt.
  • Effizientere Behandlung: Durch die Bündelung der Kompetenzen verschiedener Fachbereiche können Therapieziele schneller erreicht und die Behandlungsdauer verkürzt werden.

Individualisierte Therapiepläne für jeden Patienten

Jeder Patient ist einzigartig, und so sollte auch die Behandlung sein. In der Parkinson-Komplexbehandlung erhält jeder Patient einen maßgeschneiderten Therapieplan, der auf seine spezifischen Bedürfnisse und Krankheitsstadien zugeschnitten ist. Dies berücksichtigt nicht nur die motorischen und nicht-motorischen Symptome der Krankheit, sondern auch individuelle Lebensumstände und Ziele.

Die Erstellung eines individuellen Therapieplans umfasst in der Regel folgende Schritte:

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  1. Ausführliche Anamnese: Zu Beginn der Behandlung wird eine ausführliche Anamnese erhoben, um die Krankengeschichte, die aktuellen Symptome und die individuellen Bedürfnisse des Patienten zu erfassen.
  2. Funktionsdiagnostik: Mithilfe verschiedener Tests und Untersuchungen werden die motorischen, kognitiven und psychischen Funktionen des Patienten beurteilt.
  3. Zielvereinbarung: Gemeinsam mit dem Patienten werden realistische und erreichbare Therapieziele festgelegt.
  4. Therapieplanung: Auf Grundlage der Anamnese, der Funktionsdiagnostik und der Zielvereinbarung wird ein individueller Therapieplan erstellt, der die verschiedenen Therapiebausteine und deren zeitliche Abfolge festlegt.

Frühzeitige Intervention und präventive Behandlung

Durch die frühzeitige und ganzheitliche Intervention können Verschlechterungen der Krankheitssymptome oft verlangsamt und die Lebensqualität der Patienten länger erhalten bleiben. Präventive Maßnahmen, die in der Parkinsonkomplexbehandlung angewendet werden, können langfristig zu einer Reduzierung von Krankheitskosten und einer geringeren Belastung für das Gesundheitssystem führen.

Frühzeitige Interventionen können beispielsweise umfassen:

  • Physiotherapie: zur Verbesserung der Beweglichkeit, Koordination und des Gleichgewichts
  • Ergotherapie: zur Erhaltung und Verbesserung der Selbstständigkeit im Alltag
  • Logopädie: zur Verbesserung der Sprech- und Schluckfunktion
  • Neuropsychologie: zur Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen und psychischen Problemen

Schulung und Unterstützung für Angehörige

Ein wichtiger Bestandteil der Parkinson-Komplexbehandlung ist auch die Einbeziehung und Schulung von Angehörigen. Dies hilft, das Verständnis der Krankheit zu verbessern und bietet den Familienmitgliedern praktische Anleitungen im Umgang mit der Erkrankung, was die häusliche Pflege erleichtert und die Betreuung zu Hause optimiert.

Die Schulung von Angehörigen kann folgende Themen umfassen:

  • Krankheitsbild Parkinson: Informationen über die Ursachen, Symptome und den Verlauf der Krankheit
  • Medikamentöse Therapie: Informationen über die verschiedenen Medikamente, ihre Wirkung und Nebenwirkungen
  • Nicht-medikamentöse Therapien: Informationen über die verschiedenen Therapieformen und deren Anwendung
  • Umgang mit Alltagsproblemen: Praktische Tipps und Hilfestellungen für den Umgang mit den Herausforderungen im Alltag
  • Kommunikation: Tipps für eine offene und wertschätzende Kommunikation mit dem Patienten
  • Selbstfürsorge: Informationen über die Bedeutung der eigenen Gesundheit und wie man sich als Angehöriger selbst unterstützen kann

Kontinuierliche Betreuung und Nachsorge

Die Patienten profitieren von einer kontinuierlichen Betreuung, die regelmäßige Bewertungen und Anpassungen des Therapieplans umfasst, um auf Veränderungen im Krankheitsverlauf reagieren zu können. Nach der Entlassung aus der Rehaklinik ist eine langfristige und unmittelbare Nachsorge wichtig, um den Therapieerfolg zu sichern und den Patienten weiterhin zu unterstützen.

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Die kontinuierliche Betreuung und Nachsorge kann folgende Elemente umfassen:

  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: zur Überwachung des Krankheitsverlaufs und zur Anpassung der Therapie
  • Ambulante Therapien: zur Fortsetzung der in der Rehaklinik begonnenen Therapien
  • Selbsthilfegruppen: zum Austausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen
  • Beratungsangebote: zur Unterstützung bei Fragen und Problemen im Alltag
  • Technische Hilfsmittel: zur Erleichterung des Alltags und zur Verbesserung der Mobilität

Weitere Therapieansätze und Konzepte

Neben den bereits genannten Therapiebausteinen kommen in der Parkinson-Komplexbehandlung auch weitere Therapieansätze und Konzepte zum Einsatz, wie beispielsweise:

  • Bobath-Konzept: Dieses Konzept wird häufig bei Schlaganfall-Patienten angewendet, kann aber auch bei Parkinson-Patienten hilfreich sein. Im Vordergrund steht hier die Fähigkeit der gesunden Hirnareale, die Funktionen der beschädigten Hirnregionen zu übernehmen.
  • Transkutane elektrische Neurostimulation (TENS): Bei dieser Therapie werden Hautelektroden auf Körperstellen geklebt, die chronische Schmerzen verursachen. Die verschiedenen Stromstärken und Frequenzen erzielen eine entspannende Wirkung.
  • Constraint-induced movement therapy (CIMT): Diese Therapie wird auch als Taub’sches Training bezeichnet. Ärzte lassen die Betroffenen zwei Wochen an der gesunden Hand einen Handschuh tragen. Damit wird gefördert, dass die schwächere Hand für Alltagsaufgaben benutzt wird. Zusätzlich erhalten Sie mehrere Tage in der Woche ein mehrstündiges physiotherapeutisches Training.
  • Apomorphin-Pumpentherapie: Die Apomorphin-Pumpe funktioniert ähnlich wie eine Insulinpumpe für Diabetiker: Sie führt dem Körper kontinuierlich den Dopamin-Ersatzstoff Apomorphin zu. Das geschieht über eine sehr kleine Nadel, die einmal am Tag an die Haut gelegt wird. Für die Dosisfindungs- und Umstellungsphase ist ein stationärer Aufenthalt nötig.
  • Tiefe Hirnstimulation (Hirnschrittmacher): Mittels modernster Bildverfahren legen wir die Stimulationsorte in Ihrem Gehirn millimetergenau fest. Zunächst implantieren wir feine Elektroden, anschließend ein streichholzschachtelgroßes Steuergerät, den „Hirnschrittmacher“. Dieser wird unter Ihre Bauch- oder Brusthaut implantiert und über dünnste, ebenfalls unter der Haut geführte Kabel mit den Elektroden verbunden. Diese wiederum sind jeweils in beide Gehirnhälften in die genau definierten Nervenzellkerngebiete eingebracht.
  • Spielekonsolen und Computerspiele: Die virtuelle und vernetzte Welt kann Beeinträchtigungen, wie verminderte Schrittlänge, langsames Gehtempo, Sturzgefahr und Freezing, durch akustische und visuelle Signale regulieren. Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation werden durch das digitale Spiel besonders angesprochen. Nintendo Wii zum Beispiel ist bei leicht betroffenen Patientinnen und Patienten gut einsetzbar, da es nicht primär mit der Krankheit assoziiert wird. Der Lerneffekt wird durch den Spaß am Spiel noch unterstützt.
  • Anti-Freezing-Strategien: Mit dem Laserpointer können Sie einen Punkt vor sich werfen, auf den Sie Ihre Schritte setzen. Ein weiteres Hilfsmittel bei Gangblockaden ist übrigens der „Anti-Freezing-Stock“, ein Gehstock mit einer kleinen Lasche am Griff. Tritt das Freezing auf, setzen Sie den Stock vor sich und betätigen durch eine leichte Beugung der Finger die Lasche.

Die VITREA Rehaklinik Damp als kompetenter Partner

Die VITREA Rehaklinik Damp liegt an einem der schönsten Strände der schleswig-holsteinischen Ostsee und bietet mit ihren 731 Betten Rehabilitationen und Anschlussheilbehandlungen bei akuten und chronischen orthopädischen, neurologischen, kardiologischen, psychosomatischen und nephrologischen Erkrankungen, nach Operationen, Organtransplantationen und Unfällen.

Die Klinik verfügt über eine hohe Expertise in der Behandlung von Parkinson-Patienten und bietet eine umfassende Parkinson-Komplexbehandlung an. Dies wird auch durch die guten Bewertungen im REHAPORTAL bestätigt, wo die Neurologie mit 87 % von möglichen 100 % bewertet wurde.

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