Die Parkinson Selbsthilfegruppe Waldkraiburg ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Betroffene und ihre Angehörigen. Selbsthilfegruppen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung chronischer Erkrankungen wie Parkinson, indem sie eine Plattform für Austausch, Information und gegenseitige Unterstützung bieten. Im Kontext des wachsenden Angebots an Selbsthilfegruppen in der Region, wie sie beispielsweise im Haus der Begegnung Mühldorf entstehen, ist es wichtig, die spezifischen Angebote und Vorteile der Parkinson Selbsthilfegruppe Waldkraiburg hervorzuheben.
Die Bedeutung von Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die ähnliche Erfahrungen oder Probleme teilen. Sie bieten einen geschützten Raum, in dem sich die Mitglieder austauschen, gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können. Dies ist besonders wichtig bei chronischen Erkrankungen wie Parkinson, die oft mit erheblichen körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen verbunden sind. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann helfen, Ängste abzubauen, neue Perspektiven zu gewinnen und Strategien zur Krankheitsbewältigung zu entwickeln.
Parkinson Selbsthilfegruppe Waldkraiburg: Ein wichtiger Anlaufpunkt
Die Parkinson Selbsthilfegruppe in Waldkraiburg bietet Betroffenen und ihren Angehörigen eine lokale Anlaufstelle. Ziel ist es, den Mitgliedern eine Plattform zu bieten, auf der sie sich austauschen, informieren und gegenseitig unterstützen können. Die Gruppe trägt dazu bei, das Selbstbewusstsein der Betroffenen zu stärken und ihnen zu helfen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Angebote und Aktivitäten
Die Parkinson Selbsthilfegruppe Waldkraiburg bietet verschiedene Aktivitäten und Angebote, die auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder zugeschnitten sind. Dazu gehören:
- Regelmäßige Treffen: Diese Treffen dienen dem Austausch von Erfahrungen, Informationen und Tipps zur Krankheitsbewältigung. Oft werden auch Referenten eingeladen, die zu spezifischen Themen rund um Parkinson informieren.
- Informationsveranstaltungen: Die Gruppe organisiert regelmäßig Informationsveranstaltungen zu Themen wie Medikamente, Therapien, Ernährung und Bewegung.
- Gemeinsame Aktivitäten: Gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge, Wanderungen oder sportliche Betätigungen fördern den Zusammenhalt und das soziale Miteinander.
- Beratung und Unterstützung: Die Mitglieder der Gruppe stehen sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite. Sie bieten emotionale Unterstützung und helfen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen.
Rehabilitationssport als ergänzendes Angebot
Neben den Aktivitäten der Selbsthilfegruppe kann auch der Rehabilitationssport eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Parkinson spielen. Rehabilitationssport wirkt ganzheitlich auf Menschen mit Behinderung oder von Behinderung bedrohte Menschen. Ziel ist es, Ausdauer und Kraft zu stärken, Koordination und Flexibilität zu verbessern und das Selbstbewusstsein zu stärken.
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Definition und Grundlagen des Rehabilitationssports
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ist der zuständige Spitzenverband für den Rehabilitationssport unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Die Landesverbände des DBS sind für die Umsetzung des Rehabilitationssports zuständig. Sie erkennen die Rehabilitations-Sportgruppen in den Vereinen an und ermöglichen die Abrechnung mit den Krankenkassen. Die Vereine bilden die Basis für den Rehabilitationssport in Deutschland. Die Rehabilitationssportgruppen werden von qualifizierten Übungsleitern Rehabilitationssport geleitet.
Grundlage für den Rehabilitationssport in Deutschland ist das Sozialgesetzbuch (SGB) IX. Im § 44 Abs.1, 3 ist der "ärztlich verordnete Rehabilitationssport in Gruppen" verankert. Maßgeblich für die Umsetzung des Rehabilitations-Sports ist die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01. Januar 2011.
Rehabilitationssport bei Parkinson
Rehabilitationssport kann bei Parkinson-Patienten dazu beitragen, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität zu steigern. Spezielle Übungen können helfen, die Symptome der Krankheit zu lindern und den Alltag besser zu bewältigen. Die Teilnahme an einer Rehabilitationssportgruppe ermöglicht zudem den Austausch mit anderen Betroffenen und fördert das soziale Miteinander.
Neue Selbsthilfegruppen in der Region
Das Haus der Begegnung Mühldorf engagiert sich für die Gründung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen in der Region. Im Jahr 2024/2025 wurden bzw. werden folgende neue Gruppen gegründet:
- Parkinson-Klettergruppe in Waldkraiburg
- Schlaganfall in Burghausen (Gruppengründung Juni 2024)
- Gesprächskreis Autismus in Ampfing (Gründung Juli 2024)
- Trauergruppe in Waldkraiburg (Gruppengründung im September 2024)
- Depression in Mühldorf, 2. Gruppe (Gruppengründung Sommer 2024)
- Treffpunkt Trauer in Burghausen (Gruppengründung Herbst 2024)
- Endometriose in Burghausen (Gruppengründung Winter 2024/2025)
- Migräne in Altötting (Gruppengründung März 2025)
- ADHS Betroffene Erwachsene in Burghausen (Gruppengründung März 2025)
- Sternenkinder-Gesprächskreis in Anschau am Inn (Gruppengründung Mai 2025)
- Alopecia Areata in Burghausen (Gruppengründung Mai 2025)
- Krebs in Gars (Gruppengründung Juli 2025)
- Polyneuropathie in Burghausen (Gruppengründung Juli 2025)
- Zöliakie - Selbst Betroffene und Eltern betroffener Kinder in Mühldorf und Umgebung (Sommer 2025)
- Endometriose in Mühldorf (Gruppengründung September 2025)
- Krebs in Gars 2.
Diese Vielfalt an neuen Gruppen zeigt, wie wichtig es ist, Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen und Problemen eine Plattform für Austausch und Unterstützung zu bieten.
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Die Rolle der Ärzte
Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt beantwortet die Frage, ob Rehabilitationssport betrieben werden soll und kann. Bei entsprechender Diagnose kann sie Rehabilitationssport verordnen. Wenn sich Ihre Ärztin oder Ihr Arzt für eine Verordnung entschieden haben, füllen sie das Muster 56 (das zu verwendende Originalformblatt erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse) aus. Diese Verordnung lassen Sie sich dann von Ihrer Krankenkasse genehmigen.
Teilhabe an der Gesellschaft
Ein wesentliches Element bei der Beurteilung einer Behinderung ist, ob Teilhabe an der Gesellschaft möglich oder eingeschränkt ist. In Deutschland ist der Begriff der Behinderung im Sozialgesetzbuch (SGB) IX , § 2 definiert. Hilfestellung bei der Beschreibung einer Einschränkung bietet die von der World Health Organization (WHO) entwickelte International Classification of Functioning (ICF). Mit der ICF wird die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung weitgehend erfasst. Der gesamte Lebenshintergrund der Betroffenen ist berücksichtigt.
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