Parkinson: Symptome des Kontrollverlusts und Behandlungsansätze

Die Parkinson-Krankheit, auch Morbus Parkinson genannt, ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Sie ist durch den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet, insbesondere in der Substantia nigra, einem Bereich, der für die Dopaminproduktion verantwortlich ist. Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff, der für die Steuerung von Bewegungen und die Koordination zuständig ist. Der Dopaminmangel führt zu einer Reihe von motorischen und nicht-motorischen Symptomen, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Symptome des Kontrollverlusts bei Parkinson, die Diagnose, die Behandlungsmöglichkeiten und die Bedeutung der Früherkennung.

Was ist Parkinson?

Parkinson ist eine der am schnellsten zunehmenden neurologischen Erkrankungen weltweit. Etwa 1-2 % der über 60-Jährigen sind betroffen, bei den über 80-Jährigen sind es sogar fast 3 %. In Deutschland sind fast 300.000 Menschen ab 40 Jahren betroffen.

Der Welt-Parkinson-Tag findet jährlich am 11. April statt, dem Geburtstag von James Parkinson, dem britischen Arzt und Entdecker der Krankheit.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen der Parkinson-Krankheit sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass ein Zusammenspiel aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.

Zu den Risikofaktoren gehören:

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  • Alter: Das Risiko, an Parkinson zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter.
  • Genetische Veranlagung: Etwa 10 % der Parkinson-Erkrankungen sind genetisch bedingt.
  • Umweltfaktoren: Pestizide, Lösungsmittel, Feinstaub und Luftverschmutzung können das Risiko erhöhen.
  • Lebensstil: Körperliche Inaktivität und eine Ernährung mit stark verarbeiteten Lebensmitteln können das Risiko beeinflussen.
  • Wiederholte schwere Kopfverletzungen: können ebenfalls einen Risikofaktor darstellen.

Symptome von Parkinson

Die Parkinson-Krankheit kann sich bei jedem Erkrankten sehr unterschiedlich äußern. Die Symptome entwickeln sich meist schleichend und können relativ uncharakteristisch sein.

Motorische Kardinalsymptome

Die Hauptsymptome, auch motorische Kardinalsymptome genannt, sind:

  • Tremor (Ruhezittern): Ein Zittern der Hände, Arme oder Beine, das im Ruhezustand auftritt und sich bei Bewegung oder Anspannung verringert. Bei etwa der Hälfte aller Betroffenen ist der Ruhetremor das erste deutlich sichtbare Frühsymptom.
  • Rigor (Muskelsteifheit): Eine Steifheit der Muskeln, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Die andauernde Muskelspannung ist unwillkürlich und kann zu einer gebeugten oder seitwärts geneigten Haltung führen.
  • Akinese (Bewegungsverlangsamung und -armut): Eine Verlangsamung der Bewegungen und eineReduktion der Spontanmotorik. Dies kann sich in Schwierigkeiten beim Starten von Bewegungen, einer verlangsamten Gangart und einer verminderten Mimik äußern. Die Akinese verändert auch das Gehen, das schwungloser wird und auf kleine, kurze Schritte reduziert ist. Die Arme schwingen nicht mehr mit, und spontanes Umdrehen ist fast nicht mehr möglich. Mitunter ist auch der Bewegungsablauf völlig blockiert.
  • Posturale Instabilität (Gleichgewichtsstörungen): Eine Instabilität der Körperhaltung, die zu Stürzen führen kann.

Nicht-motorische Symptome

Neben den motorischen Symptomen treten bei vielen Patientinnen und Patienten auch Beschwerden auf, die nicht die Bewegungsabläufe betreffen. Diese nicht-motorischen Symptome können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen und oft schon vor den motorischen Symptomen auftreten.

  • Geruchsminderung: Ein Verlust des Geruchssinns kann ein frühes Anzeichen für Parkinson sein.
  • Schlafstörungen: Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, unruhiger Schlaf und REM-Schlaf-Verhaltensstörung (Ausleben von Träumen im Schlaf) sind häufig. Bis zu 90 % aller Menschen mit Parkinson sind im Verlauf der Erkrankung von Tagesmüdigkeit und Ein- und Durchschlafstörungen betroffen.
  • Depressionen: Depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Angststörungen und sozialer Rückzug können auftreten. Im Zusammenhang mit der Parkinson-Krankheit kommt es bei vielen Betroffenen zu trauriger und niedergeschlagener Stimmung.
  • Verdauungsprobleme: Verstopfung ist ein häufiges Problem bei Parkinson-Patienten.
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten undVerlangsamung der Denkprozesse können auftreten. Parkinson kann das Gedächtnis und andere kognitive Funktionen beeinträchtigen.
  • ** vegetative Funktionsstörungen:** Dazu gehören beispielsweise eine überaktive Blase, niedrigerBlutdruck und sexuelle Funktionsstörungen.
  • Schmerzen: Schmerzen, insbesondere Schulter-Arm-Schmerzen, können ein Frühzeichen der Erkrankung sein. Die Parkinsonkrankheit kann häufig mit Schmerzen verbunden sein.
  • Verhaltensauffälligkeiten und Persönlichkeitsveränderungen: Erst in den letzten Jahren wurden in zunehmender Häufigkeit Verhaltensauffälligkeiten und Persönlichkeitsveränderungen beobachtet, die sich im Verlauf der Parkinson-Erkrankung einstellen können. Zu Beginn der Erkrankung stellen viele Menschen vor allem eine zunehmende Sturheit oder Starrsinnigkeit und/oder aggressives Verhalten fest, welches oft unvermittelt auftritt. Weitere Wesensveränderungen sind vor allem durch eine mangelnde Impulskontrolle geprägt, die sowohl durch den weiteren Verlauf der Erkrankung selbst als auch durch die langfristige Einnahme von Medikamenten begünstigt wird. Sie führt zu verschiedensten Verhaltensauffälligkeiten wie einer plötzlich auftretenden Spielsucht oder exzessivem Essen. Doch nicht nur die Medikamente führen zu Wesensveränderungen. Auch die Parkinson-Krankheit selbst äußert sich, insbesondere im Frühstadium, durch Depressionen, Schlafstörungen und Gereiztheit.
  • Sialorrhoe (unkontrollierter Speichelfluss): Die eingeschränkte Schluckfähigkeit führt dazu, dass Parkinson-Patienten einen Teil des Speichels nicht mehr schlucken können. Dieser Kontrollverlust über den eigenen Speichel nennt sich Sialorrhoe. Der Speichel läuft aus dem Mund und behindert die Betroffenen beim Sprechen.
  • Verkleinerte Handschrift: Die geschwächte Beweglichkeit der Arme und Hände und das Parkinson-Zittern hat Auswirkungen auf die Schrift. Die Buchstaben werden kleiner, die Schrift zittriger.
  • Gehemmte Sprechmuskeln (Monotone Flüsterstimme): Durch die Akinese (Bewegungsarmut) ist auch die Sprech- und Atem-Muskulatur beeinträchtigt. Das Sprechen und richtige Artikulieren von Worten bereitet den Betroffenen Schwierigkeiten. Dadurch wird die Stimme leise und tonlos, wie eine Flüsterstimme.
  • Gehemmte Gesichtsmuskeln (Maskengesicht): Infolge der Bewegungsarmut verliert das Gesicht an Ausdruck. Die gehemmten Gesichtsmuskeln können sich nicht mehr der jeweiligen Situation anpassen und es wird schwer, Emotionen zu zeigen. Dadurch wirkt das Gesicht wie eine Maske.

Frühzeichen

Parkinson tritt schleichend auf und verursacht zu Beginn oft geringfügige Symptome wie Müdigkeit, Vergesslichkeit und leises Sprechen. Die Betroffenen ziehen sich zurück, vernachlässigen ihre Hobbys und bewegen sich wenig. Die Gesichtszüge verlieren an Ausdruck und die Mimik lässt nach. Motorische Symptome zeigen sich in diesem Stadium eher subtil. Es fällt Betroffenen vielleicht schwer, Beine oder Arme wie gewünscht oder so rasch wie früher zu bewegen. Die Parkinson-Patientinnen und Patienten empfinden Steifheit, Unsicherheit und Langsamkeit. Alltägliche Handlungen wie das Aufstehen, Waschen, Ankleiden und Essen dauern länger als zuvor. Dies kann dazu führen, dass sie sich von sozialen Aktivitäten zurückziehen, da sie nicht mehr mit dem Tempo anderer mithalten können.

Bevor die eigentlichen Parkinsonsymptome auftreten, können Warnzeichen auftreten, wie Geruchsminderungen, depressive Symptome oder spezielle Schlafstörungen.

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Diagnose

Die Diagnose der Parkinson-Krankheit ist eine klinische. Das heißt, sie erfolgt durch einen spezialisierten Facharzt für Neurologie, der die Symptome erfragt und eine neurologische Untersuchung durchführt.

Zusätzlich können diagnostische Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Kernspintomographie (MRT) des Kopfes: Um andere Erkrankungen auszuschließen. Man sieht die Parkinsonkrankheit nicht direkt in der Kernspintomographie.
  • Standardisierte Tests der Bewegungs- und Denkfähigkeit: Ergänzend zur neurologischen Untersuchung.
  • Blutuntersuchungen: Um andere Ursachen auszuschließen.
  • Funktionsfähigkeit der betroffenen Nervenzellen beurteilen: Mithilfe einer speziellen Bildgebung, falls die Diagnose unklar bleibt.
  • Gendiagnostik: Insbesondere bei sehr jungen Betroffenen oder einer ungewöhnlichen Häufung der Parkinson-Krankheit in der Familie.

Ein wichtiger Bestandteil der Diagnose ist das Ansprechen der Parkinson-Krankheit auf die Therapie. Hierzu werden die Symptome vor und nach Gabe eines Medikamentes erfasst. Eine Besserung spricht für eine Parkinson-Krankheit.

Behandlung

Die Parkinson-Erkrankung ist bislang nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern und den Betroffenen ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität und Selbstständigkeit zu bewahren.

Die Behandlung der Parkinsonkrankheit steht im Wesentlichen auf drei Füssen:

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  1. Medikamentöse Behandlung: Sie zielt auf den Ersatz des fehlenden Stoffes Dopamin im Gehirn mit verschiedenen Medikamenten. Das können entweder Tabletten sein, oder in bestimmten Stadien der Erkrankung eine Pumpentherapie. Zu den wichtigsten Medikamenten gehören Levodopa, Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer und COMT-Hemmer.
  2. Operative Behandlung: In Form der so genannten Hirnschrittmachertherapie oder Tiefe Hirnstimulation (THS). Sie zielt darauf ab, die Netzwerke im Gehirn, die bei der Parkinsonkrankheit gestört sind, die motorischen Netzwerke, durch gezielte Eingriffe wieder zu verbessern. Hier ist es wichtig, dass das in spezialisierten Zentren stattfindet, weil es zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit von verschiedenen Spezialisten, Neurologen, Neurochirurgen, Neurophysiologen, Neuropsychologen usw. kommen muss.
  3. Bewegungstherapie, Krankengymnastik und Physiotherapie: Sie sind eine wichtige Komponente der Behandlung. Auch die Logopädie stellt eine wichtige Therapiemaßnahme dar. Nicht außer Acht zu lassen sind zudem psychotherapeutische Maßnahmen.

Weitere Therapien:

  • Ergotherapie: Kann hilfreich sein.
  • Logopädische Therapie: Bei Sprech- oder Schluckstörungen.
  • Psychotherapie: Ggf. sinnvoll.
  • Parkinson-Komplextherapie: In spezialisierten Krankenhäusern, bei der verschiedene Behandlungen kombiniert werden.
  • Regelmäßige körperliche Aktivität: Wird empfohlen.

Medikamente

Die medikamentöse Behandlung von Morbus Parkinson zielt darauf ab, das Gleichgewicht der Neurotransmitter wiederherzustellen, vor allem mithilfe von Levodopa und Dopaminagonisten. Sie greifen in den Dopaminstoffwechsel ein. Diese führen jedoch zu einigen Nebenwirkungen und langfristig zu Wirkungsschwankungen.

Die Medikamente, die in der Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt werden, wirken größtenteils über die Erhöhung der Menge an Dopamin, einem Neurotransmitter.

Es gibt eine Vielzahl von Wirkstoffen mit unterschiedlichem Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil, die individuell eingesetzt werden.

Ein bedeutendes Medikament ist beispielsweise Levodopa (L-Dopa), eine Vorstufe des Dopamins. Der Wirkstoff kann in unterschiedlichen Formen (z. B. Tabletten, Retardkapseln, rasch lösliche Formen) verabreicht werden. L-Dopa soll mindestens 30 min vor und 90 min nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Außerdem werden COMT-Hemmer, MAO-B-Hemmer und Dopaminagonisten eingesetzt.

Die Dosis wird langsam angepasst, sodass bei ausreichender Wirkung möglichst wenige Nebenwirkungen auftreten. Da sich die Wirksamkeit im Laufe der langfristigen Behandlung ändern kann, müssen mitunter Medikamente gewechselt oder ergänzt werden.

Einzelne Symptome wie Blasenfunktionsstörungen, Verstopfung, Demenz, Depression und Schlafstörungen werden gezielt behandelt, ggf. mit Medikamenten.

Tiefe Hirnstimulation (THS)

Falls die medikamentöse Therapie nicht mehr die beabsichtigte Wirkung erzielt, kann bei stark einschränkenden Symptomen ein operativer Eingriff infrage kommen.

Bei der tiefen Hirnstimulation (THS) wird eine Elektrode in ein bestimmtes Areal des Gehirns platziert und mit einer programmierbaren Stromquelle gekoppelt.

Die Hirnschrittmachertherapie wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt und ist eigentlich als therapeutische Revolution anzusehen. Sie gewährt den Patienten auch in fortgeschrittenen Stadien noch einmal einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität.

Weitere Maßnahmen

  • Physiotherapie: Allen Parkinson-Patient*innen werden physiotherapeutische Maßnahmen empfohlen.
  • Ernährung: Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Ballast- und Pflanzenstoffe wirken sich positiv auf das Darmmikrobiom aus.
  • Selbsthilfegruppen: Mithilfe der Regionalgruppensuche der Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.
  • Schulungsprogramme: Aufklärung und Informationen über die Erkrankung sind wichtig. Für Parkinson-Patient*innen und Bezugspersonen werden Schulungsprogramme angeboten.

Verlauf und Komplikationen

Die Erkrankung beginnt meist im Alter um 55 Jahren und entwickelt sich dann im weiteren Verlauf fort. Sie besteht lebenslang. Der Verlauf variiert und kann bei einigen Betroffenen schneller oder langsamer sein. Viele Patient*innen werden im Lauf der Zeit stark beeinträchtigt und pflegebedürftig.

Komplikationen:

  • Schwankungen der Symptome: Sind insbesondere nach einigen Jahren medikamentöser Behandlung häufig. Auch das sog. On-Off-Phänomen tritt häufig auf. Dies beschreibt, dass die Symptome schnell von gutem Befinden und Beweglichkeit („On“) zu Steifheit und ausgeprägter Parkinson-Symptomatik („Off“) wechseln können.
  • Dyskinesien: Nach der Einnahme von Levodopa können Betroffene unwillkürliche Bewegungen erleben. Diese ungezielten Bewegungen, die im Laufe der Erkrankung immer häufiger auftreten, bezeichnet man als Dyskinesien.
  • Psychische Symptome: Bei einigen Betroffenen kann es zudem zu psychischen Symptomen wie Kontrollverlust oder Wahnvorstellungen kommen.
  • Demenz: Im Laufe der Zeit entwickeln viele Betroffene eine Demenz.

Leben mit Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist nicht nur eine Herausforderung für diejenigen, die sie haben, sondern auch für ihre Familien und Pflegepersonen. Die Pflege erfordert Geduld, Empathie und ein tiefes Verständnis für die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten.

Tipps für Betroffene und Angehörige

  • Frühzeitige Diagnose und Behandlung: Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Aktive Teilnahme an der Behandlung: Patienten sollten aktiv an ihrer Behandlung teilnehmen und sich über die Erkrankung informieren.
  • Unterstützung suchen: Parkinson-Patienten und ihre Angehörigen sollten Unterstützung von Selbsthilfegruppen, Therapeuten und anderen Fachleuten suchen.
  • Anpassung des Lebensstils: Eine Anpassung des Lebensstils, wie z. B. regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf, kann helfen, die Symptome zu lindern.
  • Wohnumfeld anpassen: Parkinson-Patienten können Unterstützung für bauliche Maßnahmen erhalten, um ihre Wohnsituation an ihre Bedürfnisse anzupassen. Dies kann beispielsweise den Einbau von Haltegriffen oder die Schaffung eines barrierefreien Zugangs beinhalten.
  • Pflege planen: Steht die Diagnose Parkinson fest, so sollten sich Betroffene schnellstmöglich mit der Pflegekasse in Verbindung setzen. Denn als pflegeversicherte Person hat man Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Früherkennung

Die Früherkennung von Parkinson ist eine große Herausforderung, da die Krankheit oft erst diagnostiziert wird, wenn bereits viele Nervenzellen zerstört sind. Erste Warnsignale sind Geruchsverlust, Schlafstörungen oder Verstopfung, die schon Jahre vor den typischen Bewegungseinschränkungen auftreten können.

Daneben wird intensiv an Biomarkern geforscht, um die Krankheit etwa im Blut, im Liquor - also Nervenwasser - oder gar durch eine Hautbiopsie nachzuweisen. Für einen praktikablen Einsatz solcher Biomarker sei aber wichtig, dass diese ohne großen Aufwand untersucht werden können.

Forschung

Derzeit wird intensiv an neuen Behandlungsmöglichkeiten geforscht. Ein Ansatz sind Antikörpertherapien, die Alpha-Synuklein gezielt binden und dessen Ablagerung verhindern sollen. Ein weiterer Forschungszweig setzt auf sogenannte Small Molecules, die gezielt in krankheitsrelevante Prozesse eingreifen.

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