Peripheres Nervensystem: Fuß, Überbein und Kompressionssyndrome – Ein umfassender Überblick

Das periphere Nervensystem (PNS) spielt eine entscheidende Rolle für die Funktion und das Wohlbefinden des menschlichen Körpers. Es verbindet das Gehirn und das Rückenmark (das zentrale Nervensystem, ZNS) mit den Gliedmaßen und Organen und ermöglicht so die Steuerung von Bewegungen, die Wahrnehmung von Empfindungen und die Regulation autonomer Funktionen. In diesem Artikel werden wir uns mit verschiedenen Aspekten des peripheren Nervensystems befassen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Fuß, dem Auftreten von Überbeinen (Ganglien) und Nervenkompressionssyndromen.

Erkrankungen des peripheren Nervensystems im Fußbereich

Der Fuß ist ein komplexes Gebilde aus Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern und Nerven. Aufgrund seiner komplexen Anatomie und der hohen Belastung, der er täglich ausgesetzt ist, ist der Fuß anfällig für eine Vielzahl von Erkrankungen, die das periphere Nervensystem betreffen können.

Vorfußdeformitäten

Zu den häufigsten Vorfußdeformitäten zählen der Hallux valgus (Schiefzehe) und Hammer- oder Krallenzehen. Diese Deformitäten können zu einer veränderten Belastung des Fußes führen, was wiederum Nervenkompressionssyndrome begünstigen kann.

Rückfußdeformitäten

Auch Rückfußdeformitäten wie der erworbene Knick-Plattfuß können das periphere Nervensystem beeinträchtigen. Durch die Fehlstellung kann es zu einer Kompression von Nerven kommen, was Schmerzen und Sensibilitätsstörungen verursachen kann.

Arthrosen des Fußes

Arthrosen, insbesondere Rückfuß- und Fußwurzelarthrosen sowie Großzehen- und Grundgelenksarthrose (Hallux rigidus), können ebenfalls zu Nervenkompressionssyndromen führen. Die knöchernen Veränderungen und Entzündungen im Bereich der Gelenke können Druck auf die umliegenden Nerven ausüben.

Lesen Sie auch: Mehr über das periphere Nervensystem erfahren

Nervenkompressionssyndrome

Nervenkompressionssyndrome im Fußbereich sind relativ häufig. Ein bekanntes Beispiel ist das Tarsaltunnelsyndrom, bei dem der Nervus tibialis posterior im Tarsaltunnel (hinter dem Innenknöchel) eingeengt wird. Dies kann zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Kribbeln in der Fußsohle und den Zehen führen.

Überbeine (Ganglien)

Ein Ganglion, auch Überbein genannt, ist eine gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die sich in der Nähe von Gelenken oder Sehnen bilden kann. Ganglien treten häufig am Handgelenk auf, können aber auch am Fuß vorkommen.

Entstehung und Ursachen

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Ganglien sind nicht vollständig geklärt. Vermutet werden Schwachstellen in der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide, durch die Gelenkflüssigkeit austreten und sich ansammeln kann. Auch Überlastung oder Verletzungen können eine Rolle spielen.

Symptome

Ganglien können unterschiedlich groß sein und je nach Größe und Lage verschiedene Symptome verursachen. Kleine Ganglien sind oft schmerzlos und werden nur als kosmetisches Problem wahrgenommen. Größere Ganglien können jedoch auf Nerven drücken und Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Kribbeln verursachen. Auch Bewegungseinschränkungen sind möglich.

Diagnose

Die Diagnose eines Ganglions wird in der Regel anhand der klinischen Untersuchung gestellt. Der Arzt tastet das Ganglion ab und beurteilt seine Größe, Konsistenz und Lage. In manchen Fällen können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT erforderlich sein, um die Diagnose zu bestätigen und andere Erkrankungen auszuschließen.

Lesen Sie auch: Peripheres Nervensystem: Neuron im Detail

Behandlung

Die Behandlung eines Ganglions hängt von den Beschwerden ab. Schmerzlose, kleine Ganglien müssen nicht behandelt werden. Bei Beschwerden können konservative Maßnahmen wie Ruhigstellung, Kühlung oder die Verwendung von entzündungshemmenden Salben helfen. Auch eine Punktion des Ganglions, bei der die Flüssigkeit abgesaugt wird, kann vorübergehend Linderung verschaffen. In manchen Fällen ist eine operative Entfernung des Ganglions erforderlich, insbesondere wenn konservative Maßnahmen nicht erfolgreich sind oder das Ganglion auf Nerven drückt.

Nervenkompressionssyndrome - Ursachen, Diagnose und Therapie

Nervenkompressionssyndrome entstehen, wenn ein Nerv durch äußeren Druck oder strukturelle Veränderungen eingeengt wird. Dies kann zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen, Kribbeln und/oder Muskelschwäche führen.

Ursachen

Die Ursachen für Nervenkompressionssyndrome sind vielfältig. Dazu gehören:

  • Anatomische Engstellen: Manche Nerven verlaufen durch enge Kanäle oder Tunnel, in denen sie leicht eingeengt werden können. Beispiele hierfür sind der Karpaltunnel am Handgelenk oder der Tarsaltunnel am Fuß.
  • Entzündungen: Entzündungen im umliegenden Gewebe können zu einer Schwellung führen, die auf den Nerv drückt.
  • Verletzungen: Verletzungen wie Knochenbrüche, Verstauchungen oder Prellungen können zu einer Kompression von Nerven führen.
  • Tumore: In seltenen Fällen können Tumore auf Nerven drücken und Nervenkompressionssyndrome verursachen.
  • Degenerative Veränderungen: Arthrose oder Bandscheibenvorfälle können zu knöchernen Veränderungen führen, die auf Nerven drücken.
  • Systemische Erkrankungen: Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen oder rheumatoide Arthritis können Nervenkompressionssyndrome begünstigen.

Häufige Nervenkompressionssyndrome

Zu den häufigsten Nervenkompressionssyndromen gehören:

  • Karpaltunnelsyndrom (CTS): Hierbei wird der Nervus medianus im Karpaltunnel am Handgelenk eingeengt. Typische Symptome sind Taubheitsgefühle und Kribbeln in Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger, insbesondere nachts.
  • Kubitaltunnelsyndrom (Sulcus-Ulnaris-Syndrom): Hierbei wird der Nervus ulnaris im Kubitaltunnel am Ellenbogen eingeengt. Typische Symptome sind Taubheitsgefühle und Kribbeln im Ringfinger und Kleinfinger sowie eine Schwäche der Handmuskulatur.
  • Loge-de-Guyon-Syndrom: Hierbei wird der Nervus ulnaris in der Loge de Guyon am Handgelenk eingeengt. Die Symptome ähneln denen des Kubitaltunnelsyndroms, können aber auch auf die Handmuskulatur beschränkt sein.
  • Peroneuskompressionssyndrom: Hierbei wird der Nervus peroneus am Knie eingeengt. Typische Symptome sind eine Schwäche der Fußhebung (Fallfuß) und Sensibilitätsstörungen am Unterschenkel und Fußrücken.
  • Tarsaltunnelsyndrom: Hierbei wird der Nervus tibialis posterior im Tarsaltunnel am Innenknöchel eingeengt. Typische Symptome sind Schmerzen, Taubheitsgefühle und Kribbeln in der Fußsohle und den Zehen.
  • Spinalkanalstenose: Hierbei handelt es sich um eine Verengung des Wirbelkanals, die auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln drückt. Die Symptome variieren je nach Ort der Einengung und können Rückenschmerzen, Beinschmerzen, Taubheitsgefühle und Muskelschwäche umfassen.

Diagnose

Die Diagnose eines Nervenkompressionssyndroms basiert in der Regel auf einer Kombination aus:

Lesen Sie auch: Zentrales und peripheres Nervensystem erklärt

  • Anamnese: Der Arzt befragt den Patienten nach seinen Beschwerden, deren Beginn, Verlauf und Auslösern.
  • Klinische Untersuchung: Der Arzt untersucht den Patienten, um die Sensibilität, Motorik und Reflexe zu überprüfen. Spezielle Tests können helfen, den betroffenen Nerv zu identifizieren.
  • Elektrophysiologische Untersuchungen: Die Elektroneurographie (ENG) und Elektromyographie (EMG) können die Funktion der Nerven und Muskeln messen und helfen, die Diagnose zu bestätigen und den Schweregrad der Nervenschädigung zu bestimmen.
  • Bildgebende Verfahren: In manchen Fällen können bildgebende Verfahren wie MRT, Ultraschall oder CT erforderlich sein, um die Ursache der Nervenkompression zu identifizieren (z. B. Tumore, Bandscheibenvorfälle oder anatomische Engstellen).

Therapie

Die Therapie eines Nervenkompressionssyndroms hängt von der Ursache, dem Schweregrad und den Beschwerden des Patienten ab.

Konservative Therapie

In vielen Fällen können konservative Maßnahmen die Beschwerden lindern:

  • Ruhigstellung: Die Ruhigstellung des betroffenen Körperteils kann helfen, die Entzündung zu reduzieren und den Nerv zu entlasten.
  • Schmerzmittel: Schmerzmittel wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können Schmerzen und Entzündungen lindern.
  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskeln zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und die Nerven zu mobilisieren.
  • Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, die Alltagsaktivitäten anzupassen, um den Nerv zu entlasten.
  • Injektionen: In manchen Fällen können Kortikosteroide in die Nähe des betroffenen Nervs injiziert werden, um Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.

Operative Therapie

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder die Nervenkompression schwerwiegend ist, kann eine Operation erforderlich sein. Ziel der Operation ist es, den Druck auf den Nerv zu beseitigen. Dies kann durch die Durchtrennung von Bändern, die Entfernung von Knochenanbauten oder die Verlagerung des Nervs erreicht werden.

Spezifische Behandlungsansätze für einzelne Nervenkompressionssyndrome

  • Karpaltunnelsyndrom: Die operative Behandlung besteht in der Durchtrennung des Ligamentum carpi transversum, um den Druck auf den Nervus medianus zu reduzieren. Dies kann offen oder endoskopisch erfolgen.
  • Kubitaltunnelsyndrom: Die operative Behandlung kann die Dekompression des Nervus ulnaris durch die Durchtrennung des Dachs des Kubitaltunnels, die Verlagerung des Nervs vor den Epicondylus medialis oder die Resektion des Epicondylus medialis umfassen.
  • Peroneuskompressionssyndrom: Die operative Behandlung besteht in der Dekompression des Nervus peroneus am Fibulaköpfchen. Gelegentlich ist die Entfernung eines Ganglions erforderlich.
  • Tarsaltunnelsyndrom: Die operative Behandlung besteht in der Dekompression des Nervus tibialis posterior im Tarsaltunnel.

Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose ist eine Verengung des Wirbelkanals, in dem das Rückenmark und die Nervenwurzeln verlaufen. Diese Verengung kann Druck auf das Nervengewebe ausüben und zu einer Vielzahl von Beschwerden führen.

Ursachen

Die häufigste Ursache für eine Spinalkanalstenose sind degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, die im Laufe des Lebens auftreten. Dazu gehören:

  • Bandscheibenvorwölbungen oder -vorfälle: Die Bandscheiben verlieren mit dem Alter an Elastizität und können sich vorwölben oder reißen, wodurch sie auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln drücken.
  • Verdickung der Bänder: Die Bänder, die die Wirbel miteinander verbinden, können sich im Laufe der Zeit verdicken und den Spinalkanal einengen.
  • Knochenanbauten (Spondylophyten): Als Reaktion auf degenerative Veränderungen können sich Knochenanbauten an den Wirbelkörpern bilden, die in den Spinalkanal hineinragen und Druck auf das Nervengewebe ausüben.
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthesis): Hierbei verschiebt sich ein Wirbelkörper gegenüber dem darunterliegenden, wodurch der Spinalkanal eingeengt werden kann.

In seltenen Fällen kann eine Spinalkanalstenose auch angeboren sein oder durch andere Erkrankungen wie Tumore oder Entzündungen verursacht werden.

Symptome

Die Symptome einer Spinalkanalstenose variieren je nach Ort der Einengung und dem Ausmaß der Nervenkompression. Häufige Symptome sind:

  • Rückenschmerzen: Die Schmerzen können dumpf, stechend oder brennend sein und sich bei Belastung verstärken.
  • Beinschmerzen (Claudicatio spinalis): Die Schmerzen strahlen in die Beine aus und werden beim Gehen oder Stehen schlimmer. Sie bessern sich oft, wenn man sich hinsetzt oder nach vorne beugt.
  • Taubheitsgefühle und Kribbeln: Die Taubheitsgefühle und das Kribbeln können in den Beinen, Füßen oder Zehen auftreten.
  • Muskelschwäche: In schweren Fällen kann es zu einer Muskelschwäche in den Beinen kommen, die das Gehen erschwert.
  • Blasen- und Darmfunktionsstörungen: In seltenen Fällen kann es zu Störungen der Blasen- und Darmfunktion kommen.

Diagnose

Die Diagnose einer Spinalkanalstenose wird in der Regel anhand der Anamnese, der körperlichen Untersuchung und bildgebender Verfahren gestellt.

  • Anamnese: Der Arzt befragt den Patienten nach seinen Beschwerden und deren Verlauf.
  • Körperliche Untersuchung: Der Arzt untersucht den Patienten, um die Sensibilität, Motorik und Reflexe zu überprüfen.
  • Bildgebende Verfahren:
    • MRT (Magnetresonanztomographie): Die MRT ist dasStandardverfahren zur Diagnose einer Spinalkanalstenose. Sie kann das Rückenmark, die Nervenwurzeln und die Bandscheiben darstellen und die Einengung des Spinalkanals sichtbar machen.
    • CT (Computertomographie): Die CT kann knöcherne Veränderungen wie Knochenanbauten oder Wirbelgleiten darstellen.
    • Röntgen: Röntgenaufnahmen können degenerative Veränderungen der Wirbelsäule zeigen, sind aber weniger aussagekräftig als MRT und CT.

Therapie

Die Therapie einer Spinalkanalstenose hängt von der Schwere der Symptome und dem Ausmaß der Einengung ab.

Konservative Therapie

In vielen Fällen können konservative Maßnahmen die Beschwerden lindern:

  • Schmerzmittel: Schmerzmittel wie NSAR oder Opioide können Schmerzen lindern.
  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskeln zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und die Körperhaltung zu korrigieren.
  • Epidurale Injektionen: Kortikosteroide können in den Epiduralraum injiziert werden, um Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.
  • Gewichtsreduktion: Übergewicht kann die Wirbelsäule zusätzlich belasten und die Beschwerden verschlimmern.
  • Aktivitätsmodifikation: Aktivitäten, die die Schmerzen verstärken, sollten vermieden werden.

Operative Therapie

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder die Symptome schwerwiegend sind, kann eine Operation erforderlich sein. Ziel der Operation ist es, den Druck auf das Rückenmark und die Nervenwurzeln zu beseitigen. Dies kann durch verschiedene Verfahren erreicht werden:

  • Laminektomie: Hierbei wird ein Teil des Wirbelbogens (Lamina) entfernt, um den Spinalkanal zu erweitern.
  • Laminotomie: Hierbei wird nur ein Teil der Lamina entfernt.
  • Foraminotomie: Hierbei wird das Foramen intervertebrale (das Loch, durch das die Nervenwurzel austritt) erweitert.
  • Spondylodese (Wirbelversteifung): In manchen Fällen kann es erforderlich sein, die Wirbelkörper miteinander zu versteifen, um die Stabilität der Wirbelsäule zu gewährleisten.

Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS), früher auch als Morbus Sudeck bekannt, ist eine chronische Schmerzerkrankung, die in der Regel nach einer Verletzung oder Operation auftritt. Die Schmerzen sind dabei unverhältnismäßig stark und halten länger an als erwartet.

Ursachen

Die genauen Ursachen für die Entstehung eines CRPS sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Störung der Schmerzverarbeitung im Nervensystem eine Rolle spielt.

Symptome

Die Symptome eines CRPS sind vielfältig und können von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Häufige Symptome sind:

  • Starke Schmerzen: Die Schmerzen sind oft brennend, stechend oder bohrend und werden als sehr intensiv beschrieben.
  • Überempfindlichkeit: Die Haut ist oft überempfindlich gegenüber Berührungen, Temperaturveränderungen oder Druck.
  • Schwellung: Der betroffene Bereich kann anschwellen.
  • Hautveränderungen: Die Haut kann sich verfärben (rot, blau oder blass), glänzend oder dünn werden.
  • Temperaturveränderungen: Der betroffene Bereich kann sich wärmer oder kälter anfühlen als der Rest des Körpers.
  • Bewegungseinschränkungen: Die Beweglichkeit des betroffenen Bereichs kann eingeschränkt sein.
  • Muskelschwäche: Es kann zu einer Muskelschwäche im betroffenen Bereich kommen.

Diagnose

Die Diagnose eines CRPS wird in der Regel anhand der klinischen Untersuchung und der Symptome gestellt. Es gibt keine spezifischen Tests, die ein CRPS eindeutig nachweisen können. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder Knochenszintigraphie können jedoch helfen, andere Erkrankungen auszuschließen.

Die sogenannten Budapest-Kriterien werden häufig zur Diagnose eines CRPS herangezogen. Diese Kriterien umfassen:

  • Anhaltende Schmerzen, die durch das Anfangstrauma nicht mehr erklärt werden
  • Überempfindlichkeit für Schmerzreize (Hyperalgesie)
  • Überempfindlichkeit für Berührung (Allodynie)
  • Asymmetrie der Hauttemperatur und Veränderung der Hautfarbe
  • Asymmetrie des lokalen Schwitzens und Schwellung (Ödem)
  • Reduzierte Beweglichkeit, Dystonie, Tremor, abgeschwächte Muskulatur
  • Veränderungen von Haar- oder Nagelwachstum

Therapie

Die Therapie eines CRPS ist komplex und erfordert einen multidisziplinären Ansatz. Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu lindern, die Funktion zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Zu den Therapiemöglichkeiten gehören:

  • Schmerzmittel: Schmerzmittel wie NSAR, Opioide oder Antidepressiva können zur Schmerzlinderung eingesetzt werden.
  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Beweglichkeit zu verbessern, die Muskeln zu stärken und die Funktion wiederherzustellen.
  • Ergotherapie: Ergotherapie kann helfen, die Alltagsaktivitäten anzupassen und Strategien zur Schmerzkontrolle zu erlernen.
  • Psychotherapie: Psychotherapie kann helfen, mit den Schmerzen umzugehen und die psychische Belastung zu reduzieren.
  • Nervenblockaden: In manchen Fällen können Nervenblockaden eingesetzt werden, um die Schmerzen zu lindern.
  • Spinal Cord Stimulation (SCS): Die SCS ist ein Verfahren, bei dem Elektroden in den Epiduralraum implantiert werden, um die Schmerzsignale zu modulieren.
  • Ketamin-Infusionen: In schweren Fällen können Ketamin-Infusionen eingesetzt werden, um die Schmerzen zu lindern.

tags: #peripheren #nervensystem #bedint #durch #uberbeinam #fuss