Einführung
Morbus Parkinson, auch bekannt als Schüttelkrankheit, ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Erstmals beschrieben von James Parkinson, ist sie die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach der Alzheimer-Krankheit. Die Erkrankung manifestiert sich durch eine Vielzahl von motorischen und nicht-motorischen Symptomen, die das tägliche Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können.
James Parkinson: Der Namensgeber der Krankheit
James Parkinson, geboren am 11. April 1755 in Hoxton, London, prägte die medizinische Geschichte durch seine bahnbrechende Forschung zur Morbus Parkinson Ursachen. Als ältestes von drei Kindern entwickelte er früh ein Interesse an der Medizin und studierte von 1776 bis 1784 in London, während er gleichzeitig in der Praxis seines Vaters half. Die Parkinson-Symptome wurden von ihm erstmals systematisch dokumentiert, was den Grundstein für das heutige Verständnis der Krankheit legte.
Ursachen von Morbus Parkinson
Die Morbus Parkinson Ursachen sind vielfältig und komplex. Wissenschaftler unterscheiden verschiedene Formen bei der Erforschung der Morbus Parkinson Ursachen. Die häufigste ist das idiopathische Parkinson-Syndrom, dessen genaue Ursache unbekannt ist. Es wird angenommen, dass ein Zusammenspiel genetischer und umweltbedingter Faktoren eine Rolle spielt.
Genetische Faktoren
Bei der Frage "Welche Menschen neigen zu Parkinson" zeigt sich, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Die Erkrankung ist tatsächlich Parkinson vererbbar, wobei das Risiko bei familiärer Vorbelastung erhöht ist.
Umweltfaktoren und Lebensstil
Die seelischen Ursachen von Parkinson werden zunehmend erforscht, wobei chronischer Stress und psychische Belastungen als mögliche Risikofaktoren diskutiert werden.
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Dopaminmangel
Der Dopamin-Mangel ist das zentrale biochemische Merkmal der Parkinson-Erkrankung. Im gesunden Gehirn wird ausreichend Dopamin produziert und zwischen den Nervenzellen übertragen. Die Erkrankung führt auch zum Verlust von Nervenenden, die Noradrenalin produzieren - ein weiterer wichtiger Botenstoff des sympathischen Nervensystems.
Lewy-Körperchen
Vor 85 Jahren entdeckte der Neurologe Friedrich Heinrich Lewy unter dem Mikroskop spezielle Strukturen bei Parkinson-Patienten, die heute als Lewy-Körperchen bezeichnet werden.
Symptome von Morbus Parkinson
Die Parkinson-Symptome manifestieren sich auf verschiedene Weise. Im Parkinson-Symptome Frühstadium zeigen sich oft subtile Anzeichen wie leichtes Zittern oder Bewegungseinschränkungen. Die Parkinson-Symptome manifestieren sich hauptsächlich durch charakteristische motorische Störungen, die das tägliche Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können.
Motorische Symptome
- Tremor (Zittern): Das charakteristische Muskelzittern im Ruhezustand (Tremor) ist eines der bekanntesten Symptome. Viele denken bei Parkinson zuerst an Zittern - dabei beginnt die Krankheit bei vielen mit Schmerzen. Ob Schulterschmerzen, Rückenschmerzen oder Muskelkrämpfe. Nach Alkoholentzug kann es zu Tremor kommen.
- Rigor (Muskelsteifheit): Die Muskelsteifheit (Rigor) und das schlurfende Gangbild sind weitere zentrale Parkinson-Symptome. Der Rigor führt zu einer erhöhten Muskelspannung, die Bewegungen erschwert und schmerzhaft macht.
- Bradykinese (Verlangsamung der Bewegungen): Das charakteristische Muskelzittern im Ruhezustand (Tremor) und die Verlangsamung der Bewegungsabläufe (Bradykinese) sind weitere typische Merkmale. Diese Parkinson-Symptome im Frühstadium können zunächst subtil sein, verstärken sich aber im Krankheitsverlauf.
- Posturale Instabilität (Gleichgewichtsstörungen): Ein besonders auffälliges Merkmal ist die vorgebeugte Haltung, die oft mit einer Parkinson plötzlichen Verschlechterung der Körperstabilität einhergeht. Die Betroffenen entwickeln eine charakteristische Körperhaltung, bei der der Oberkörper nach vorne geneigt ist. Hinweis: Die posturale Instabilität, also die mangelnde Körperstabilität, ist eines der gefährlichsten Symptome, da sie zu Stürzen führen kann.
- Schluckstörungen: Schluckstörungen bei Parkinson: Schluckprobleme betreffen bis zu 80 % aller Parkinson-Patienten im Verlauf. Symptome wie Speichelansammlungen, häufiges Husten oder das Steckenbleiben von Nahrung können erste Hinweise sein.
- Sprachstörungen
Nicht-motorische Symptome
Nichtmotorische Symptome bei Parkinson - Vortrag von Dr. Rahel Müller In ihrem Vortrag beleuchtet Dr. Nichtmotorische Symptome bei Parkinson im Fokus: Dr. Rahel Müller beleuchtet in ihrem Vortrag die oft übersehenen Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Depressionen, Schmerzen sowie Blasen- und Verdauungsprobleme.
- Depressionen und Angstzustände: Häufigkeit von Depression und Angst bei Parkinson: Depressionen und Angststörungen sind bei Parkinson-Patienten weit verbreitet - bis zu 50% sind betroffen.
- Schlafstörungen
- Kognitive Beeinträchtigungen: Der Vortrag widmet sich kognitiven Interventionen für Menschen mit Parkinson, insbesondere zur Prävention, Verlangsamung oder teilweisen Rückbildung kognitiver Einschränkungen.
- Schmerzen
- Verdauungsprobleme
- Blasenfunktionsstörungen: Vorstellung von Frau Hackenberg, spezialisiert auf Blasen- und Darmgesundheit.
- Geruchsstörungen
Formen von Parkinson
Es gibt 3 Formen von Parkinson, wobei jede Form ihre eigenen Charakteristika aufweist. Eine seltene Form von Parkinson kann bereits in jungen Jahren auftreten.
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- Idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS): Die häufigste Form, deren Ursache unbekannt ist. Nach 15 Jahren idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) treten trotz optimaler medikamentöser Behandlung häufig nicht-medikamentös behandelbare Symptome auf, wie: Sprach- und Schluckstörungen. Starthemmung, Freezing. Stürze, Gleichgewichtsstörungen.
- Atypische Parkinson-Syndrome: Hierzu gehören beispielsweise das Kortikobasale Syndrom (CBS) und die Multisystematrophie (MSA). Am 12. April 2025 sprach Dr. Carla Palleis im Rahmen der Parkinson Schule in München über das Kortikobasale Syndrom (CBS) - ein seltenes, komplexes atypisches Parkinson-Syndrom.
- Sekundärer Parkinsonismus: Diese Form wird durch äußere Faktoren wie Medikamente oder Vergiftungen verursacht.
Diagnose von Morbus Parkinson
Ein wichtiges Instrument zur Früherkennung ist der Parkinson Selbsttest, der erste Hinweise auf mögliche Erkrankungen geben kann. Die moderne Diagnostik der Parkinson-Erkrankung stützt sich auf verschiedene bildgebende Verfahren, die eine präzise Beurteilung der Krankheitsentwicklung ermöglichen. Bei der Diagnose der Seltenen Form von Parkinson spielen spezifische bildgebende Verfahren eine zentrale Rolle. Diese helfen dabei, die verschiedenen 3 Formen von Parkinson zu unterscheiden und eine gezielte Therapieplanung zu ermöglichen. Definition: FOV (Field of View) bezeichnet das Sichtfeld bei der bildgebenden Diagnostik. Die moderne Diagnostik ermöglicht es auch, den Parkinson Verlauf nach 10 Jahren besser einzuschätzen und die Therapie entsprechend anzupassen.
Therapieansätze bei Morbus Parkinson
Die Behandlung von Parkinson erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Die medikamentöse Therapie bildet dabei das Fundament der Behandlung. Besonders wichtig ist die regelmäßige Anpassung der Therapie, da sich die Symptome im Krankheitsverlauf verändern können.
Medikamentöse Therapie
- Levodopa: Ein Medikament, das im Gehirn in Dopamin umgewandelt wird. Der Vortrag thematisiert neue Ansätze in der Bedarfsmedikation für Parkinson-Patienten, die unter einem Nachlassen der Levodopa-Wirkung leiden.
- Dopaminagonisten: Substanzen, die die Wirkung von Dopamin im Gehirn imitieren.
- MAO-B-Hemmer: Medikamente, die den Abbau von Dopamin im Gehirn verlangsamen.
- COMT-Hemmer: Substanzen, die den Abbau von Levodopa im Körper verlangsamen.
Individueller Beginn: Die Pharmakotherapie sollte rechtzeitig und an die Bedürfnisse der Patienten angepasst gestartet werden. Ganzheitlicher Ansatz: Neben Bewegungsstörungen sollten auch autonome und psychische Symptome berücksichtigt werden.
Tiefe Hirnstimulation (THS)
- Schwabinger Parkinson Info - THS bwz. Die Tiefe Hirnstimulation (THS) zählt seit Jahren zu den wirksamsten Therapien bei fortgeschrittenem Parkinson. Mit der neuen „Feedback-Software“ wird die Stimulation erstmals an die Gehirnaktivität angepasst. PD Dr. Thomas Köglsperger gibt Antworten auf zentrale Fragen zur Zeit nach der Tiefen Hirnstimulation: Klinikaufenthalt, Risiken, Nachjustierung, Alltagsregeln (z. B. Einführung und Kontext Privatdozent Dr. Thomas Köglsperger hielt vor einem Publikum der Parkinson Schule einen umfassenden Vortrag über die Nachsorge nach einer Tiefen Hirnstimulation (THS). Die Veranstaltung behandelt fortschrittliche Therapien für Parkinson-Patienten, insbesondere Pumpensysteme, Tiefe Hirnstimulation (THS) und MRT-gesteuerten hochfokussierten Ultraschall.
Nicht-medikamentöse Therapien
- Physiotherapie: Schwerpunkte des Vortrags Bedeutung der körperlichen Aktivität bei Parkinson. Warum aktivierende Therapien sinnvoll sind: Nach 15 Jahren idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) treten trotz optimaler medikamentöser Behandlung häufig nicht-medikamentös behandelbare Symptome auf, wie: Sprach- und Schluckstörungen. Starthemmung, Freezing. Stürze, Gleichgewichtsstörungen.
- Ergotherapie
- Logopädie
- Musiktherapie: Einleitung: Die vierte Veranstaltung der Parkinson-Schule widmet sich der Rolle der Musiktherapie bei Parkinson.
- Psychotherapie
Bedeutung der Lebensqualität
Lebensqualität ist ein zentraler Aspekt bei der Behandlung von Parkinson und spielt eine wichtige Rolle bei der Zulassung neuer Medikamente und Therapien.
Parkinson Häufigkeit und Lebenserwartung
Die Parkinson Häufigkeit Deutschland zeigt alarmierende Zahlen: Etwa 400.000 Menschen sind betroffen. Weltweit zeigt sich ein unterschiedliches Verteilungsmuster der Erkrankung, mit höheren Raten in industrialisierten Ländern. Die Parkinson Lebenserwartung hat sich dank moderner Behandlungsmethoden deutlich verbessert. Hinweis: Die Diagnose im Frühstadium ist entscheidend für einen positiven Krankheitsverlauf. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind besonders ab dem 50. Lebensjahr wichtig.
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Forschung und Zukunftsperspektiven
Thema: Forschung und Zukunftsperspektiven bei Parkinson Aktuelle Forschung und Herausforderungen Die Parkinson-Krankheit ist komplex und individuell unterschiedlich. Studienphasen und Forschung Ablauf von Medikamentenstudien: Phase 0 bis 3: Jede Phase hat spezifische Ziele, von der Sicherheit bis zur Wirksamkeit. Phase-3-Studien: Sind entscheidend für die Zulassung neuer Medikamente.
Leben mit Parkinson: Erfahrungen und Unterstützung
Seit seiner Parkinson-Diagnose 2017 hat sich das Leben von Chris grundlegend verändert. Im Interview mit pflege.de spricht er offen über die verschiedenen Facetten seiner Erkrankung und über seinen Umgang damit. Dabei berichtet er nicht nur von seinen persönlichen Erfahrungen, sondern setzt sich auch für bessere Strukturen im Pflegesystem ein. 2023 hat er den Verein „Parkinson Pate e.V.“ gegründet.
Chris' Erfahrungen und Engagement
Chris: Es ging los mit einem Zittern in der linken Hand - dies hatte ich jedoch über längere Zeit erfolgreich verdrängt. Als es nicht mehr zu übersehen war, ging ich zu meiner Hausärztin, die mich zur weiteren Diagnostik ins Krankenhaus einwies. Nach sechs Tagen und verschiedenen Untersuchungen hatte ich im Oktober 2017 die Diagnose: Idiopathisches Parkinsonsyndrom.
Chris: Nach der Diagnose ging erstmal das „normale“ Leben weiter. Mein Freundeskreis hat mich aufgefangen und nimmt nach wie vor Rücksicht, wenn es nötig ist. Der Austausch mit anderen Menschen mit Parkinson ist extrem wichtig in meinem Leben! Parkinson hat einfach so viele Facetten.
Chris: Akzeptiert das, was ihr nicht ändern könnt. Setzt euch zusammen mit euren Angehörigen mit dem Thema Parkinson auseinander, aber gebt dem ganzen nicht zu viel Raum!
Unterstützung im Pflegesystem
Chris: Sehr viele, positiv denkende Menschen habe ich kennengelernt, von denen einige mittlerweile enge Freunde geworden sind. In all dem Trubel habe ich außerdem gelernt zu kämpfen, positiv zu denken und auch für die vermeintlichen Kleinigkeiten im Leben dankbar zu sein.
Chris: Als ich meine Diagnose erhalten habe, kannte ich mich mit dem Krankheitsbild nicht aus. Nachdem ich mich intensiver mit Parkinson auseinandergesetzt hatte, und gut damit umgehen konnte, fragte ich mich, was die Menschen machen, die keine Person haben, die ihnen in der Phase beiseite steht. Da war mir klar: Das muss geändert werden! Wir sind aber auch für Betroffene Ansprechpartner, die schon länger erkrankt sind.
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