Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die neurologische Praxis Grob Gronau und verwandte medizinische Bereiche, wobei Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden, um ein detailliertes Bild zu vermitteln. Ziel ist es, sowohl Patienten als auch Fachkräfte über die angebotenen Leistungen und Behandlungsmethoden zu informieren.
Sozialpädiatrisches Zentrum Westmünsterland (SPZ)
Das Sozialpädiatrische Zentrum Westmünsterland (SPZ) am Klinikum Rheine, Mathias-Spital, betreut ambulant Säuglinge, Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Eine Vorstellung im SPZ ist angezeigt, wenn Entwicklungs- oder Verhaltensstörungen vorliegen, chronische Erkrankungen bestehen oder eine drohende bzw. bestehende Behinderung vorliegt. Das Team des SPZ berät, betreut und behandelt Kinder in enger Absprache mit den Eltern.
Ablauf der Behandlung im SPZ
Nach der Terminvereinbarung erhalten die Eltern einen Fragebogen, der vor dem ersten Termin ausgefüllt werden soll. Das erste Gespräch dient dem Kennenlernen und der Besprechung der Entwicklung des Kindes sowie des Vorstellungsgrundes. Oft wird dieses Gespräch von kinderärztlichem, heilpädagogischem und psychologischem Personal geführt, einschließlich einer ärztlichen Untersuchung des Kindes. Anschließend werden gemeinsam weitere Untersuchungstermine geplant.
Behandlungsspektrum des SPZ
Das SPZ behandelt Säuglinge, Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) mit folgenden Problemen:
- Frühgeborene
- Beeinträchtigung durch chronische Erkrankungen
- Verzögerte motorische, sprachliche oder geistige Entwicklung
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Ausscheidungsstörungen (Einnässen/Einkoten) über das übliche Alter hinaus
- Angeborene Fehlbildungen und genetische Veränderungen (z. B. Trisomie 21)
- Aufmerksamkeitsstörungen oder Hyperaktivität
- Schulschwierigkeiten durch Teilleistungs-, Konzentrations- oder Lernstörungen
- Auffälligkeiten in der sozial-emotionalen Entwicklung
- Verdacht auf fetale Alkoholspektrumstörung (FASD)
Diagnostik und Behandlung im SPZ
Das SPZ bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an, die von einem multidisziplinären Team erbracht werden. Dieses Team besteht aus Kolleg:innen aus dem ärztlichen Dienst, der Psychologie, der Heilpädagogik, der Physiotherapie, der Logopädie, der Ergotherapie, der Kinderkrankenpflege sowie medizinischem Fachpersonal.
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Ärztliche Diagnostik: Das kinderärztliche Personal bespricht die vorliegenden Unterlagen und den Elternfragebogen und führt ein ausführliches Gespräch über die Vorgeschichte des Kindes.
Heilpädagogische Diagnostik: Die heilpädagogische Diagnostik und Beratung umfasst die Erhebung des Entwicklungsstandes von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren bzw. bis zum Schuleintritt. Überprüft werden die allgemeine Entwicklung, die geistige Entwicklung, die sozial-emotionale Entwicklung und die Spielentwicklung. Zum Einsatz kommen standardisierte Tests, Fragebögen und heilpädagogische Spiel- und Verhaltensbeobachtungen. Ziel ist die Früherkennung von drohenden Behinderungen oder Entwicklungsstörungen. Am Ende werden gemeinsam Förder- und Behandlungsempfehlungen besprochen.
Psychologische Diagnostik: Die psychologische Diagnostik und Beratung umfasst die Abklärung des Entwicklungsstandes in Bezug auf Intelligenz, Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistungen und schulische Fertigkeiten. Bei Bedarf werden die emotionale Befindlichkeit und das Sozialverhalten in der jeweiligen Lebenssituation der Kinder, Jugendlichen und Familienangehörigen besprochen. Mithilfe von Testergebnissen, Fragebögen, Verhaltensbeobachtungen und Gesprächsinhalten werden förderliche und unterstützende Maßnahmen erarbeitet.
Physiotherapeutische Diagnostik: Die Physiotherapie beschäftigt sich mit der Beurteilung, Vorbeugung und Behandlung von motorischen Entwicklungsverzögerungen und Bewegungsstörungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. Ziel ist die Unterstützung des Kindes zur größtmöglichen Selbständigkeit und das Erreichen einer möglichst physiologischen Entwicklung.
Logopädische Diagnostik: Die Logopädie betreut Kinder vom Säuglings- bis zum Jugendalter, bei denen Schluck-, Sprach-, Sprech- oder Stimmstörungen beobachtet werden. Schwerpunkt ist die Einschätzung, ob eine logopädische Behandlung sinnvoll ist.
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Ergotherapeutische Diagnostik: Die ergotherapeutische Diagnostik umfasst die Beurteilung und Einschätzung von fein- und grobmotorischen Defiziten und Wahrnehmungsstörungen. Hierzu werden standardisierte Testverfahren genutzt, aber auch Spiel- und Bewegungsbeobachtungen gemacht. Ziel ist die größtmögliche Selbständigkeit und Teilhabe des Kindes im Alltag sowie die Vorbeugung und/oder Behandlung von Einschränkungen im schulischen und/oder häuslichen Umfeld.
Weitere Spezialsprechstunden: Das SPZ bietet zudem Spezialsprechstunden für Autismus-Diagnostik, Regulationsstörungen bei Säuglingen (Schreibaby-Beratung) und ADHS an.
Urologische Krankheitsbilder und Behandlungsmethoden
Die Abteilung für Urologie und Kinderurologie des St. Ansgar Krankenhauses bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Behandlung urologischer Krankheitsbilder. Im Folgenden werden einige wichtige Krankheitsbilder und Behandlungsmethoden vorgestellt.
Prostatakarzinom (Prostatakrebs)
Das Prostatakarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes in den industrialisierten Staaten. Da eine sichere Heilung nur bei Behandlung in Frühstadien möglich ist, sollten sich Männer ab dem 45. Lebensjahr jährlichen Vorsorgeuntersuchungen unterziehen.
Diagnostik:
- Abtastung mit dem Finger durch den Enddarm: Hierbei wird die Prostata durch den Enddarm getastet, um die Konsistenz und Abgrenzung zur Umgebung zu beurteilen.
- Bestimmung des PSA-Wertes durch Blutentnahme: Der PSA-Wert (Prostataspezifisches Antigen) ist ein Tumormarker, der Hinweise auf ein möglicherweise bestehendes Prostatakarzinom geben kann.
- Ultraschalluntersuchung durch den Enddarm: Hierbei wird die Prostata im Verdachtsfall durch den Enddarm untersucht.
- Prostatabiopsie: Um eine höchstmögliche Sicherheit für einen Tumornachweis zu erreichen, sollte die Prostatabiopsie unter Ultraschallkontrolle durch den Enddarm erfolgen. Finden sich tumorverdächtige Areale außerhalb der Standardbiopsieareale, werden diese zusätzlich biopsiert.
Therapie:
Die Wahl der Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung, dem Aggressivitätsgrad des Tumors, dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab.
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- Beobachtendes Zuwarten ("Watchful waiting"): Bei Patienten mit einem Prostatakarzinom im Frühstadium und einem geringen Aggressivitätsgrad kann ein beobachtendes Zuwarten sinnvoll sein. Dabei werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt, um ein Fortschreiten des Tumors rechtzeitig zu erkennen.
- Radikale Prostatovesikulektomie: Bei der retropubischen radikalen Prostatovesikulektomie wird ein Unterbauchlängsschnitt vom Nabel bis zum Schambein durchgeführt. Die Prostata mit den anhängenden Samenblasen wird radikal entfernt. In Abhängigkeit von den vorliegenden Befunden und individuellen Faktoren und Wünschen kann die Prostataentfernung unter Erhalt eines oder beider Nervengefäßbündel potenzerhaltend durchgeführt werden.
- Strahlentherapie: Bei der perkutanen Strahlentherapie werden hochenergetische Röntgenstrahlen eingesetzt, um die Krebszellen abzutöten. Die Strahlentherapie wird nach ausführlicher Beratung durch erfahrene Kollegen einer Klinik für Strahlentherapie eingeleitet. Bei der Brachytherapie werden radioaktive Seeds unter Ultraschallkontrolle in die Prostata eingebracht.
- Hormontherapie: Mit der Hormontherapie behandelt man den Prostatakrebs, indem man ihm das männliche Geschlechtshormon Testosteron vorenthält. Dies kann durch eine chirurgische Kastration oder eine medikamentöse Kastration erfolgen.
- Chemotherapie: Kommt es unter der Hormontherapie zu einem Fortschreiten der Erkrankung, kann eine Chemotherapie mit Taxanen (Docetaxel) einen Rückgang der Erkrankung bewirken.
Harnwegsinfektionen
Unkomplizierte Harnwegsinfektionen liegen dann vor, wenn keine anatomischen, funktionellen oder obstruktiven Störungen vorliegen. Die häufigste Form ist die akute Blasenentzündung (Zystitis) der jungen Frau. Komplizierte Harnwegsinfektionen werden durch anatomische, funktionelle oder obstruktive Störungen ausgelöst bzw. unterhalten.
Formen von Harnwegsinfektionen:
- Akute Blasenentzündung (Zystitis): Sie äußert sich durch gehäuftes Wasserlassen, verursacht durch starken Harndrang. Das Wasserlassen ist schmerzhaft, der Urin kann blutig sein.
- Akute Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis): Sie macht sich durch Flankenbeschwerden, ein druck- und/oder klopfschmerzhaftes Nierenlager sowie Fieber und evtl. Schüttelfrost bemerkbar.
- Akute Prostatitis: Sie äußert sich durch mehr oder minder starke Dammbeschwerden, erschwertes Wasserlassen sowie Fieber, ggf. Schüttelfrost und Krankheitsgefühl.
- Akute Nebenhodenentzündung (Epididymitis): Sie macht sich durch eine schmerzhafte Schwellung des betroffenen Hodenfaches bemerkbar.
Therapie:
Die Therapie richtet sich nach der Art und Schwere der Infektion. In der Regel werden Antibiotika eingesetzt. Bei komplizierten Harnwegsinfektionen ist eine urologische Behandlung erforderlich, um die Ursache der Infektion zu bestimmen.
Weitere urologische Behandlungen
Die Zertrümmerung der Nieren- und Harnleitersteine über URS und PCNL erfolgen durch Systeme, die Lasertechnologie (Holmium-Laser), Kombinationen aus Stoß- und Schallwellen (Lithoclast) oder Schallwellen allein (Sonotroden) verwenden. Harnableitungsverfahren nach radikaler Harnblasenentfernung und die Therapie von Harnröhrenengen werden ebenfalls angeboten.
Anästhesie Tertial Ausbildung
Die Bewertung des Anästhesie-Tertials gestaltet sich aufgrund der Rotation in verschiedenen Abteilungen (Intensivstation, orthopädischer OP, Zentral-OP) und der damit verbundenen unterschiedlichen Arbeitsbereiche und Arbeitszeiten komplex. Dennoch sind alle Beteiligten bemüht, eine gute praktische Ausbildung zu gewährleisten.
Ausbildungsinhalte:
- Intubation
- Spinalanästhesie
- ZVK (Zentralvenöser Katheter)
- Arterielle Zugänge
Auf der Intensivstation besteht die Möglichkeit, während der Visiten viel mitzunehmen oder bei der eigenen Patientenvorstellung aktiv mitzuwirken. Während der Narkosen besteht ausreichend Zeit, um von erfahrenen Anästhesisten unterrichtet zu werden.
Fazit:
Das Anästhesie-Tertial ist abwechslungsreich und lehrreich und kann weiterempfohlen werden.