Hirntumore: Ursachen, Symptome, Diagnose und moderne Therapieansätze

Hirntumore sind seltene onkologische Erkrankungen bei Erwachsenen, stellen jedoch bei Kindern die zweithäufigste Krebsart dar. Die Ursachen sind weitgehend unbekannt, weshalb die wichtigsten Fragen zu Diagnose und Therapie hier beantwortet werden.

Wie häufig sind Hirntumore?

Hirntumore gehören zu den Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS). Dazu zählen auch Tumore des Rückenmarks, der Hirn- und Rückenmarkshäute und der Hirnnerven. Jedoch machen Hirntumore ungefähr 95 Prozent aller Krebserkrankungen des ZNS aus. Die häufigsten Tumore gehen aus den Stützzellen im Gehirn, den sogenannten Gliazellen, hervor. Diese Neubildungen werden Gliome genannt.

Es ist wichtig, Hirntumore nicht mit Hirnmetastasen zu verwechseln. Hirntumore entstehen aus Zellen im Gehirn, wohingegen Hirnmetastasen Absiedlungen von Tumoren in anderen Körpergeweben sind.

Pro Jahr erkranken über 7.000 Menschen in Deutschland an einem bösartigen Hirntumor, was Hirntumore zu einer der selteneren Krebserkrankungen macht. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 66 Jahren bei Frauen bzw. 63 Jahren bei Männern. Bei Kindern gehören Hirntumore zu den häufigeren Krebserkrankungen: Sie machen ungefähr ein Viertel aller Fälle aus und sind damit nach Blutkrebs (Leukämie) die zweithäufigste Tumorart. Warum diese Unterschiede in der Häufigkeit zwischen Erwachsenen und Kindern bestehen, ist bisher nicht bekannt.

Ursachen und Risikofaktoren für Hirntumore

Die Ursachen für eine Krebserkrankung im Gehirn sind Stand der jetzigen Forschung weitgehend unbekannt. Expertinnen und Experten vermuten, dass sie hauptsächlich zufällig (sporadisch) entstehen - beispielsweise durch Fehler in der Zellteilung. Auch die Risikofaktoren für eine Entstehung von Hirntumoren sind bisher weitestgehend unklar. Die folgenden Faktoren können das Risiko jedoch geringfügig erhöhen:

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  • Genetische Vorbelastung (Verwandte ersten Grades sind an einem Hirntumor erkrankt)
  • Erkrankungen wie z. B.

Früherkennung von Hirntumoren

Da Tumorerkrankungen im Gehirn so selten sind und mitunter sehr schnell wachsen können, gibt es Stand jetzt keine gesetzlichen Früherkennungsmaßnahmen. Hirntumore lassen sich zwar mithilfe einer Magnetresonanztomographie (MRT) feststellen, aber das Verfahren ist aufwendig und teuer und deshalb als regelmäßige Untersuchungsmaßnahme nicht geeignet.

Eine Ausnahme bilden Menschen mit einem erblichen Tumorsyndrom, welches die Entstehung von einem Hirntumor begünstigen kann. Sie werden in regelmäßigen Kontrollterminen mit bildgebenden Verfahren untersucht.

Symptome von Hirntumoren

Nicht immer verursachen Hirntumore sofort Beschwerden, weswegen sie häufig nicht sofort bemerkt werden. Treten dann doch Symptome auf, können sie sehr unterschiedlich sein, da sie von der Lage des Tumors abhängig sind. Folgende Symptome sind möglich - allein oder in Kombination:

  • Kopfschmerzen (besonders stärker werdende und nicht auf Schmerzmittel ansprechende Schmerzen)
  • Probleme beim Sehen, Sprechen oder Hören
  • Bewusstseins-/Konzentrations-/Koordinationsstörungen
  • Epileptische Krampfanfälle (besonders neu auftretende Anfälle)
  • Taubheitsgefühl/Lähmung
  • Schwindel
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Persönlichkeitsveränderungen (höhere Reizbarkeit, geringere Frustrationsgrenze)
  • Hormonale Störungen

Kopfschmerzen können - müssen aber nicht - ein Hinweis auf einen Hirntumor sein. Es gibt auch Tumorerkrankungen im Gehirn, bei denen keine Kopfschmerzen auftreten.

Diagnose bei Hirntumoren

Besteht ein Verdacht auf einen Hirntumor, wird deine Ärztin oder dein Arzt dich zunächst nach deiner bisherigen Krankengeschichte befragen (Anamnese). Dazu gehören z. B. Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten, aber auch, welche Beschwerden du zurzeit hast.

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Danach folgt eine klinisch-neurologische Untersuchung, bei der Störungen in der Sinneswahrnehmung oder Probleme mit der Aufmerksamkeit oder dem Gedächtnis festgestellt werden können. Darauf folgen dann die sogenannten bildgebenden Untersuchungen. Hirntumore können mittels MRT, CT, Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder einer Angiographie entdeckt werden. Die MRT spielt dabei die wichtigste Rolle.

Ergänzend können auch eine Elektroenzephalographie (EEG) zur ungefähren Lokalisation des Tumors oder eine Liquoruntersuchung, mit der Entzündungen ausgeschlossen werden können, durchgeführt werden.

Absicherung der Diagnose

Hat sich durch die vorherigen Untersuchungen der Verdacht auf einen Hirntumor bestätigt, wird in der Regel eine Biopsie durchgeführt. Durch die Biopsie wird die Diagnose abgesichert und anhand des entnommenen Gewebes können die Eigenschaften des Tumors bestimmt werden. Für die Entnahme des Tumorgewebes gibt es zwei Möglichkeiten: Die stereotaktische Biopsie, bei der gezielt Gewebeproben entnommen werden, oder die Tumoroperation, bei der schon möglichst viel vom Tumor entfernt wird. Welche Biopsie die Chirurgin oder der Chirurg durchführt, hängt unter anderem von der Lage des Tumors und deinen Beschwerden ab.

Charakterisierung des Tumors

Anhand der entnommenen Gewebeprobe (Biopsat) wird festgestellt, ob der Tumor gut- oder bösartig und in welchem Stadium er ist (Klassifikation). Die Klassifikation richtet sich dabei nach den international anerkannten Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

WHO-Klassifikation von Hirntumoren:

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  • Grad I: gutartig, langsames Wachstum, sehr gute Prognose
  • Grad II: Übergang in bösartigen Tumor möglich, erhöhtes Risiko für Rezidive
  • Grad III: bösartig, Operation gefolgt von Strahlen- und/oder Chemotherapie notwendig
  • Grad IV: sehr bösartig, schnelles Wachstum, schlechte Prognose, Operation gefolgt von Strahlen- und/oder Chemotherapie notwendig

Auch der Tumortyp kann so bestimmt werden. Neben den bereits erwähnten Gliomen (eine große Gruppe an Tumoren, da es viele verschiedene Gliazellen gibt, aus denen Tumore entstehen können), gibt es noch weitere Typen, die sich in ihren Ursprungszellen unterscheiden.

Beispiele für weitere eher gutartige (benigne) Hirntumore sind:

  • Meningeome aus den Hirnhautzellen
  • Neurinome/Schwannome aus den Hirnnerven-umhüllenden Zellen

Beispiele für weitere eher bösartige (maligne) Hirntumore sind:

  • Medulloblastome aus unreifen Kleinhirnzellen
  • Glioblastome aus Gliazellen

Es ist wichtig, all diese Eigenschaften des Tumors zu kennen. So können die Prognose und die erfolgversprechendste Therapie abgeschätzt werden.

Therapie und Behandlung von Hirntumoren

Welche Behandlung bei dir infrage kommt, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Dazu gehören neben den Eigenschaften des Tumors (Ursprungsgewebe, Mutationen, Stadium und Wachstumsgeschwindigkeit) auch seine Lage sowie dein Alter, dein Gesundheitszustand und eventuelle Begleiterkrankungen.

Folgende Therapieoptionen sind die wichtigsten bei Hirntumoren: Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie. Es können aber auch zielgerichtete Medikamente zum Einsatz kommen oder du kannst an einer klinischen Studie teilnehmen.

Operation

Eine Operation ist meist der erste Behandlungsschritt. Sie hat das Ziel, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine umliegenden Hirnregionen beschädigt werden, damit es nicht zu neurologischen Beeinträchtigungen kommt. Deswegen werden Hirnoperationen nicht immer unter Vollnarkose durchgeführt. So kann während der Operation z. B. Da bei einem Hirntumor nicht wie bei anderen Krebserkrankung großzügig umliegendes Gewebe entfernt werden kann, müssen diese Tumorzellen anderweitig bekämpft werden. Manchmal kann auch nicht alles sichtbare Tumorgewebe aufgrund der Lokalisation im Gehirn entfernt werden. Beides könnte sonst zu neurologischen Beeinträchtigungen führen. Eine Option ist dann die Strahlentherapie.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist nach der Operation die zweitwichtigste Therapiemöglichkeit bei Tumoren des ZNS.

Die Strahlentherapie ist eine lokale Therapie. Das bedeutet, dass sie zielgenau auf die vom Tumor betroffenen Regionen wirken kann und so weniger Schaden bei gesunden Zellen und somit weniger Nebenwirkungen verursacht. Dabei werden hochenergetische Röntgenstrahlen verwendet, die auch in tiefere Regionen vordringen können. Die Strahlen schädigen das Erbgut der Tumorzellen und verhindern so das weitere Wachstum.

Bei der Strahlentherapie unterscheiden Expertinnen und Experten die Lokalbehandlung (die erweiterte Tumorregion wird bestrahlt), die Ganzhirnbestrahlung und die Bestrahlung des gesamten Liquorraums. Denn Tumorzellen können sich auch über das Nervenwasser (Liquor) verteilen und können dann nicht durch eine Operation entfernt werden.

Der Liquor (Nervenwasser) ist eine durchsichtige Flüssigkeit, die das zentrale Nervensystem (ZNS) umgibt. Sie befindet sich im Liquorraum und enthält kaum Proteine und nur wenig Zellen. Der Liquor dient dem Schutz des ZNS, dem Stoffwechsel der Nervenzellen und dem Transport von Immunzellen.

Chemotherapie

Auch bei einer Chemotherapie schädigen die Medikamente das Erbgut der Tumorzellen oder stören ihren Stoffwechsel. Da Zytostatika jedoch im ganzen Körper (systemisch) wirken, beeinträchtigen sie auch sich schnell teilende gesunde Zellen. Deswegen kommt es zu mehr Nebenwirkungen als bei einer Strahlentherapie.

Da Zytostatika meist per Infusion in die Vene verabreicht werden, verteilen sie sich über das Blut im Körper. Hier kommt es zu einer Herausforderung bei Hirntumoren: Das Gehirn ist durch die Blut-Hirn-Schranke vor schädlichen Substanzen geschützt. Nur wenige Medikamente, darunter auch einige Zytostatika, können diese Barriere überwinden. Vereinfachend kommt hinzu, dass die Blut-Hirn-Schranke bei bösartigen Tumoren häufig nicht mehr intakt ist.

Zielgerichtete Therapien

Zielgerichtete Therapien kommen in der Regel zum Einsatz, wenn der Tumor nicht auf vorherige Behandlungen anspricht oder wiedergekehrt ist. Es müssen allerdings bestimmte Eigenschaften beim Tumor vorliegen, gegen die sich eine zielgerichtete Therapie richten kann. So können beispielweise BRAF/MEK-Hemmer bei einer BRAF V600-Mutation angewendet werden. Die ersten Ergebnisse einer klinischen Studie mit Kindern mit einem Gliom sind vielversprechend und zeigen ein dauerhaftes Ansprechen sowie gute Überlebensaussichten.

Klinische Studien

Zeigt keine bisherige Therapie den gewünschten Erfolg oder ist eine Mutation vorhanden, für die es bisher noch keine zugelassene Therapie gibt, ist die Teilnahme an einer klinischen Studie eine Option. vorzubeugen. Dazu gehören Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, epileptische Anfälle oder eine Hirnschwellung. Das sind sowohl durch den Tumor verursachte Symptome als auch durch die Krebstherapie hervorgerufene Beschwerden. Insgesamt soll deine Lebensqualität dadurch verbessert werden.

Nebenwirkungen der Therapie bei Hirntumoren

Die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sind meist geringer als bei anderen Therapien, wie z. B. der Chemotherapie. An der bestrahlten Stelle können Rötungen und trockene Schuppung sowie Haarausfall auftreten. Manchmal kann es auch zu Kopfschmerzen, Schluckbeschwerden oder Übelkeit und Erbrechen kommen. Nach Ende der Therapie bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel zurück und nur selten kommt es zu bleibenden Hautveränderungen, wie beispielsweise einer Verfärbung oder Verhärtung.

Bei einer Chemotherapie können die typischen Nebenwirkungen auftreten, die durch den Angriff auf sich schnell teilende Zellen verursacht werden. Die häufigsten sind Übelkeit und Erbrechen, Entzündung der Mundschleimhaut und ein verändertes Blutbild. Haarausfall ist bei den bei Hirntumoren eingesetzten Zytostatika eher selten.

Nachsorge bei Hirntumoren

Nach der Therapie kommen Kontrolluntersuchungen auf dich zu. In welchen Abständen diese stattfinden, ist individuell und hängt von deinem persönlichen Rückfallrisiko ab. Bei diesen Verlaufskontrollen wirst du zu möglichen Beschwerden befragt und körperlich untersucht. Auch regelmäßige MRT-Untersuchungen gehören zur Nachsorge. So können ein wiederkehrender Tumor oder wieder wachsende Tumorreste schnell erkannt werden.

Solltest du zwischen zwei Terminen Beschwerden haben, dann wende dich sofort an deine Ärztin oder deinen Arzt und warte nicht den nächsten Termin ab.

In diesen Terminen kannst du auch soziale oder seelische Belange ansprechen. Deine Ärztin oder dein Arzt kann dir psychoonkologische Hilfe vermitteln. Dabei unterstützen dich Menschen, die auf den Umgang mit Krebsbetroffenen spezialisiert sind.

Du kannst nach der Therapie auch an einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme teilnehmen. Sie kann z. B. logopädische, ergotherapeutische, physiotherapeutische und neurokognitive Training-Programme umfassen - je nachdem, was du benötigst. So kann sie dir die Rückkehr in den Alltag erleichtern. Die überwiegende Mehrheit von ihnen sind Hirntumore. Sie können sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern auftreten, wobei sie bei Kindern die zweithäufigste Krebserkrankung darstellen. Ihre Ursachen sind weitgehend unbekannt und es gibt keine gesetzlichen Früherkennungsmaßnahmen.

Häufige Symptome sind Kopfschmerzen, Sinnes- oder Bewusstseinsstörungen, epileptische Anfälle, Schwindel, Übelkeit oder Persönlichkeitsveränderungen. Wird aufgrund dessen eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert, folgen verschiedene diagnostische Untersuchungen. Dazu gehören diverse bildgebende Verfahren und die Biopsie.

Die Therapie richtet sich unter anderem nach der Größe und Lage des Tumors, aber auch nach seinen Eigenschaften. Infrage kommen eine Operation, eine Strahlen- oder Chemotherapie sowie zielgerichtete Therapien. Um das Rückfallrisiko so gering wie möglich zu halten, folgen nach der Therapie die Nachsorgeuntersuchungen.

Innovative Therapieansätze und Studien

Während die Standardtherapie aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie besteht, werden kontinuierlich neue Ansätze erforscht, um die Behandlungsergebnisse zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen.

Resveratrol und Kupfer bei Glioblastomen

Eine kleine klinische Untersuchung deutet darauf hin, dass die orale Gabe von Resveratrol in Kombination mit Kupfer die Aggressivität von Glioblastomen abschwächen könnte. Resveratrol ist ein natürlich vorkommendes Pflanzenmolekül, das in Traubenschalen, Beeren und Erdnüssen vorkommt. Die Studie zeigte, dass diese Kombination die Freisetzung von DNA-Partikeln, die das Tumorwachstum fördern, reduzieren und das Absterben von Krebszellen begünstigen kann. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Ergebnisse vorläufig sind und weitere Studien erforderlich sind, um den klinischen Nutzen dieser Therapie zu bestätigen.

Tumortherapiefelder (TTF)

Die Behandlung mit elektrischen Wechselfeldern (TTF) ist eine weitere Option für Patienten mit Glioblastomen. Dabei wird eine Elektrohaube getragen, die elektrische Felder erzeugt, um das Wachstum der Tumorzellen zu hemmen. Die Kostenübernahme dieser Behandlung durch die Krankenkassen ist jedoch umstritten, da der Nutzen und die Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten kontrovers diskutiert werden. Kritiker bemängeln, dass die Behandlung mit erheblichen Einschränkungen verbunden ist, wie z.B. regelmäßiger Kopfrasur und dem täglichen Tragen des Geräts für mindestens 18 Stunden.

Verbesserte Strahlentherapie durch Linearbeschleuniger

Die Klinik für Radiologie am Universitätsklinikum Bonn hat einen hochmodernen Linearbeschleuniger in Betrieb genommen. Mit diesem Gerät lassen sich Tumore präziser und mit höherer Strahlungsintensität bestrahlen, was die Behandlungszeit verkürzt und die Belastung für den Patienten reduziert. Bis zu zehn Hirntumore können innerhalb von 20 Minuten gleichzeitig behandelt werden.

Rolle der Neurochirurgie in Heidelberg

Die Neurochirurgische Universitätsklinik Heidelberg setzt neben ihrer operativen Erfahrung ein umfangreiches Spektrum modernster OP-Techniken ein. Eine besondere operative Herausforderung stellen Gliome dar, die als hirneigene Tumore ohne erkennbare Grenze zum gesunden Hirngewebe wachsen. Hier kommt die mikrochirurgische Operation unter Zuhilfenahme moderner OP-Mikroskope zum Einsatz. Bei Kontrastmittel-aufnehmenden Gliomen kann das Tumorgewebe selektiv mit der fluoreszierenden Substanz 5-Aminolävulinsäure (5-ALA) angefärbt und mit Hilfe spezieller Filter unter dem OP-Mikroskop sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus verfügt die Neurochirurgische Universitätsklinik Heidelberg über einen intraoperativen Hochfeld-Kernspintomographen (1.5 Tesla Feldstärke), mit dessen Hilfe ein Resttumor intraoperativ sichtbar gemacht und in der gleichen Operation entfernt werden kann. Zusätzlich nutzen wir intraoperativ modernste Technologien wie die Raman-Spektroskopie, die konfokale Lasermikroskopie oder auch die Nanopore-Technolgie. So können wir einerseits das Resektionsausmaß weiter optimieren sowie andererseits bereits intraoperativ eine Diagnose zu erhalten.

Hilfreiche Adressen

  • Krebsinformationsdienst - Beratungsstellen: Hier findest du Krebsberatungsstellen in deiner Nähe für dich und deine Angehörigen
  • Krebsinformationsdienst - Psychologische Unterstützung: Hier findest du psychotherapeutische und psychoonkologische Unterstützung in deiner Nähe.
  • Deutsche Krebsgesellschaft: Zertifizierte onkologische Zentren findest du hier.
  • Deutsche Krebshilfe: Beratungsstellen, an die du dich wenden kannst, findest du hier.
  • Deutsche Hirntumorhilfe: Auskunft über Hilfsangebote für Menschen mit Hirntumor und ihre Angehörigen

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