Razer Synapse: Lift-Off-Distance Einstellungen und Alternativen im Vergleich

Die Lift-Off-Distance (LOD), also die Distanz, bei der ein Maussensor aufhört, Bewegungen zu registrieren, ist ein wichtiger Faktor für Spieler, die präzise Kontrolle über ihre Mausbewegungen benötigen. Eine nicht optimal eingestellte LOD kann zu ungewollten Mausbewegungen führen, wenn die Maus angehoben und neu positioniert wird. In diesem Artikel werden wir uns mit den LOD-Einstellungen in Razer Synapse sowie mit Alternativen und deren Vor- und Nachteilen auseinandersetzen.

Razer Synapse und Lift-Off-Distance

Razer Synapse ist eine Software, mit der Razer-Geräte konfiguriert werden können. Die Razer Viper V3 Pro ist über die Software Razer Synapse 3 einstellbar. Damit kannst du deine individuelle LOD (Lift Off Distance: Abstand des Trackings der Maussensors) von niedrig bis hoch auswählen, deine DPI auf 6 verschiedenen Profilen speichern und deine bevorzugte Abtastrate einstellen. Im Vergleich zu Premium-Alternativen wie Logitech G HUB oder Razer Synapse lässt die Software einige erweiterte Funktionen vermissen.

Glorious Model O Eternal: Eine Alternative mit fester LOD

Die Glorious Model O Eternal überzeugt im Einstiegssegment mit einer starken Leistung. Mit einem Gewicht von nur 55 Gramm gehört sie zu den leichtesten Gaming-Mäusen ihrer Preisklasse und bietet mit langlebigen 80-Millionen-Klick-Schaltern eine längere Haltbarkeit gegenüber vielen Konkurrenzprodukten. Sie richtet sich primär an preisbewusste Spieler, die eine kabelgebundene Lösung akzeptieren und maximale Agilität über Premium-Features stellen. Die verbauten Schalter versprechen zudem üppige 80 Millionen Klicks, hinzu kommen 1000 Hz USB-Polling und eine feste Lift-off-Distance von 2 mm.

Für manche Spieler könnte die nicht anpassbare LOD von 2 mm jedoch zu hoch sein, wenn sie eine niedrigere Einstellung für präzisere Kontrolle bevorzugen.

Weitere Gaming-Mäuse und ihre LOD-Einstellungen

Neben Razer und Glorious gibt es viele andere Hersteller von Gaming-Mäusen, die unterschiedliche Ansätze bei der LOD-Einstellung verfolgen.

Lesen Sie auch: Deine Razer-Tastatur optimal einrichten mit Synapse

SteelSeries Rival 650

Beim zweiten Sensor handelt es sich um einen speziellen Tiefensensor, der nur für die zuverlässige Erkennung der Lift-Off-Distanz zuständig ist. Das bedeutet für uns, wenn der Sensor einen bestimmten Abstand zum Untergrund erreicht, hört er auf die Oberfläche abzutasten und der Mauszeiger steht still. Der Hersteller wirbt nämlich damit, dass wir die vollständige Kontrolle haben und die Werte zwischen 0,5 bis zwei Millimeter liegen, aber dann lässt das Programm nur eine recht ungenaue Regelung von niedrig bis hoch zu.

Roccat Kone Aimo

Die Vorzüge des von Roccat modifizierten Pixart PMW 3361 sind eine fehler- und verzögerungsfreie Abtastung per IR-LED sowie eine mit unter einem Millimeter sehr geringe ausfallende Hubhöhe. Für letztere ist die von einem Mikroprozessor gesteuerte und manuell kalibrierbare Distance Control Unit (DCU) verantwortlich.

Razer Viper Mini und SteelSeries Rival 3

Bei der Lift-off-Distance - also dem Abstand, ab dem der Sensor beim Anheben der Maus keine Bewegungen mehr registriert - verbirgt sich jedoch die klassische Schwäche des PMW-3331. So bleibt der PMW-3331 bei den schlechten 3 mm des Vorbilds, während Razer die LoD immerhin auf 2,5 mm senken konnte. Gut ist das angesichts der 1,2 mm eines PMW-3360 aber dennoch nicht. Besonders bei Low-Sense-Spielern - also solchen, die zu einer niedrigen Sensorauflösung tendieren, die Maus folglich über große Strecken bewegen und daher häufig umsetzen müssen - gestaltet sich die Verwendung der Viper Mini folglich potentiell problematisch und die Verwendung der Rival 3 problematischer.

Bedeutung der LOD für verschiedene Spielertypen

Die optimale LOD-Einstellung hängt stark vom individuellen Spielstil und den persönlichen Vorlieben ab.

  • Low-Sense-Spieler: Spieler, die mit einer niedrigen Mausempfindlichkeit spielen und die Maus häufig anheben und neu positionieren müssen, bevorzugen in der Regel eine niedrige LOD, um ungewollte Mausbewegungen zu vermeiden.
  • High-Sense-Spieler: Spieler, die mit einer hohen Mausempfindlichkeit spielen, können in der Regel auch mit einer höheren LOD gut zurechtkommen, da sie die Maus weniger häufig anheben müssen.

Weitere Aspekte bei der Auswahl einer Gaming-Maus

Neben der LOD gibt es noch weitere Faktoren, die bei der Auswahl einer Gaming-Maus berücksichtigt werden sollten:

Lesen Sie auch: Razer Synapse: Ein Überblick

  • Sensor: Der Sensor ist das Herzstück einer Gaming-Maus und bestimmt maßgeblich die Präzision und Genauigkeit der Mausbewegungen. Der unter dem Namen „Razer Focus+“ verbaute PixArt-Sensor des Typs PMW-3399 ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste derzeit verfügbare Sensor. Erstmals verbaute Razer ihn in der Viper Ultimate, später kam er auch in der Basilisk Ultimate zum Einsatz.
  • Ergonomie: Eine ergonomische Form sorgt für eine komfortable Handhabung auch bei längeren Gaming-Sessions. Die Razer DeathAdder V3 Pro führt die Designsprache der Maus-Familie weiter und erinnert hinsichtlich der Form an den direkten Vorgänger aus dem Jahr 2020. Der ergonomischen Form für Rechtshänder geschuldet, eignet sich der Nager nicht wirklich für den Fingertip-Griff, dafür umso besser für all diejenigen, die den Palm- oder Claw-Grip bevorzugen.
  • Gewicht: Das Gewicht der Maus kann ebenfalls einen Einfluss auf die Handhabung haben. Einige Spieler bevorzugen leichtere Mäuse für schnelle Bewegungen, während andere schwerere Mäuse für eine präzisere Steuerung bevorzugen. Die Glorious Model O Eternal will mit 55g Gewicht und einem 12K-Sensor überzeugen.
  • Tasten: Die Anzahl und Anordnung der Tasten kann für bestimmte Spiele von Bedeutung sein. Die Razer Naga Chroma wartet mit dem besten Sensor der Naga-Reihe auf und besitzt zudem Chroma-Beleuchtung. Das Erste, was einem an der Razer Naga Chroma auffällt, wenn man sie aus ihrer für PC-Mäuse üblichen Verpackung aus Plastik und Pappe nimmt, sind die verhältnismäßig vielen Daumentasten. Zwölf, um genauer zu sein.
  • Software: Eine gute Software ermöglicht die individuelle Anpassung der Maus an die eigenen Bedürfnisse. Razer bietet mit Synapse 3 ein eigenes Programm an, um beispielsweise die Sensorik, die Tastenbelegung oder die Beleuchtung der Maus nach eigenem Belieben umfangreich zu konfigurieren.

Lesen Sie auch: Windows 10: Razer Synapse Probleme lösen

tags: #razer #synapse #lift #off #distance #hoch