Kopfschmerzen, insbesondere Migräne und Clusterkopfschmerzen, können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene haben einen langen Leidensweg hinter sich, bevor sie adäquate Hilfe finden. In Berlin gibt es Anlaufstellen, die sich auf die Behandlung dieser speziellen Schmerzerkrankungen konzentrieren. Eines davon ist das Schmerzzentrum Berlin in der Schönhauser Allee 172a, unter der Leitung von Dr. med. Jan-Peter Jansen.
Das Schmerzzentrum Berlin: Eine Anlaufstelle für Schmerzpatienten
Das Schmerzzentrum Berlin wurde vor über zehn Jahren von Dr. med. Jan-Peter Jansen gegründet. Im Jahr 2017 kam die Eröffnung der Schmerzklinik Berlin dazu, wo er seit Januar 2018 als Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer tätig ist. Das Zentrum widmet sich der Aufgabe, Menschen mit chronischen Schmerzen individuell und gezielt zu behandeln.
Der Ansatz von Dr. Jansen
Dr. Jansen weiß aus Erfahrung, dass chronische Schmerzen oft einen langen Leidensweg bedeuten. Er betont, dass Schmerzen, die über einen längeren Zeitraum bestehen, sich zu einem eigenen Krankheitsbild entwickeln können, das spezifisch behandelt werden muss. Obwohl das Lindern von Schmerzen zu den Kernaufgaben der Medizin gehört, ist die Spezielle Schmerztherapie eine relativ junge Disziplin.
Forschung und Qualitätssicherung
Dr. Jansen engagiert sich dafür, dass Schmerzen messbar und die Qualität von Therapien besser beurteilt werden können. Im Schmerzzentrum Berlin kommt unter anderem "painDETECT" zum Einsatz, eine Zusammenstellung wissenschaftlich fundierter Fragebögen, die Patienten vor und im Verlauf der Behandlung ausfüllen. Dies ermöglicht ein umfassendes Bild der Patienten und ihrer Belastung durch chronische Schmerzen und hilft, die Wirksamkeit der Therapien langfristig zu beurteilen. Dr. Jansen setzt sich auch im Präsidium des Berufsverbandes der Anästhesisten für diese Ziele ein.
Interdisziplinäres Team
Das interdisziplinäre Ärzteteam des Schmerzzentrums besteht aus Allgemeinmedizinern, Anästhesiologen, Inneren Medizinern, Orthopäden, Neurochirurgen und Neurologen. Alle verfügen über langjährige Erfahrungen und eine breite Expertise in der Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzzuständen. Das Zentrum legt großen Wert auf ständige Weiterbildung und die Unterstützung der Erforschung chronischer Schmerzen. Mit mehr als 10.000 ambulanten Behandlungen pro Quartal gehört das Schmerzzentrum Berlin zu den größten medizinischen Versorgungszentren in Europa.
Lesen Sie auch: Neurologische Versorgung
Erfahrungen von Patienten mit Clusterkopfschmerz
Clusterkopfschmerzen sind eine besonders belastende Form von Kopfschmerzen, die bei den Betroffenen großen Leidensdruck verursachen. Die Attacken treten in sogenannten Clustern auf - intensive Schmerzperioden, gefolgt von beschwerdefreien Phasen.
Akute Hilfe und Sauerstofftherapie
Ein Betroffener berichtet von den Schwierigkeiten, in einem akuten Fall schnell an Sauerstoff zu kommen, obwohl dieser verschrieben wurde. Die Wartezeiten für die Lieferung durch die Krankenkassen können lang sein. In solchen Fällen bleibt oft nur der Weg zur Rettungsstelle.
Medikamentöse Einstellung und Prophylaxe
Verapamil ist ein Mittel erster Wahl zur Prophylaxe von Clusterkopfschmerzen und hilft in der Regel sehr gut dagegen. Es ist jedoch wichtig, vor der Einnahme ein EKG durchzuführen, da Verapamil ein Herzmedikament ist und regelmäßige Kontrollen notwendig sind.
Alternative Therapieansätze
Einige Patienten berichten von positiven Erfahrungen mit der Blockierung des Haupt-Hirnstamm-Nervs durch Injektionen. Diese Therapie kann die Attacken schlagartig reduzieren und das Leben normalisieren.
Migräne: Ursachen, Symptome und Behandlung
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die von starken Kopfschmerzen begleitet wird. Die Schmerzen können pulsierend, pochend oder stechend sein und werden oft von Übelkeit, Erbrechen und Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet.
Lesen Sie auch: Bewertungen lesen
Ursachen und Trigger
Migräne kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter Stress, hormonelle Veränderungen, bestimmte Nahrungsmittel und Getränke, Schlafmangel und Wetteränderungen. Viele Frauen sind besonders vor ihren Tagen oder bei Stress gefährdet.
Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt verschiedene Medikamente zur Behandlung von Migräne, darunter Schmerzmittel, Triptane und Antiemetika. Triptane wie Fromigran oder Zolmitriptan können helfen, die Migräneattacke zu lindern, wenn sie frühzeitig eingenommen werden. Auch alternative Therapien wie Akupunktur können hilfreich sein.
Erfahrungen von Migränepatienten
Einige Patienten berichten von jahrelangen Migräneattacken, die ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt haben. Durch eine umfassende Beratung und die passende medikamentöse Behandlung konnten viele Patienten jedoch wieder Lebensqualität gewinnen.
Neurologische Erkrankungen und Muskelbeschwerden
Neben Kopfschmerzen und Migräne gibt es eine Vielzahl weiterer neurologischer Erkrankungen und Muskelbeschwerden, die die Lebensqualität beeinträchtigen können.
Neuromuskuläre Erkrankungen
Zu den neuromuskulären Erkrankungen zählen Muskeldystrophien, Myopathien, Muskelentzündungen, Neuropathien und Erkrankungen der Motoneurone. Eine wichtige Fragestellung ist oft die Ursachenklärung von Muskelschmerzen, Muskelkrämpfen oder Faszikulationen.
Lesen Sie auch: Mehrower Allee 22 – Ärzte
Diagnostik und Therapie
Die genaue Klärung der Ursache der Beschwerden ist eine wichtige Voraussetzung, um eine unterstützende oder ursächliche Behandlung einleiten zu können. Frau Dr. Irlbacher von der Praxis NEUROMED Berlin bietet eine spezialisierte Untersuchung im Bereich der Muskelerkrankungen an. Mit moderner Ultraschalltechnik können selbst kleinste Nerven gut beurteilt werden.
Weitere Therapieangebote
Neben der medikamentösen Therapie gibt es weitere Therapieangebote wie Akupunktur, Infusionstherapie und Botulinumtoxintherapie. Akupunktur ist oft besonders gut wirksam bei Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus und Wirbelsäulenbeschwerden, kann aber auch bei Schlafstörungen innerer Unruhe und zur Unterstützung der Nikotinentwöhnung eingesetzt werden.
Die Rolle der Selbsthilfe
Selbsthilfegruppen spielen eine wichtige Rolle bei der Krankheitsbewältigung. Das Gefühl der Gemeinschaft und des "nicht allein seins" ist für viele Betroffene sehr wichtig. Die Cluster Hilfe Brandenburg ist ein Beispiel für eine solche Selbsthilfegruppe, die sich dem Austausch von Erfahrungen und der gegenseitigen Unterstützung widmet.
Aktivitäten und Engagement
Die Selbsthilfegruppe trifft sich regelmäßig, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über Probleme des täglichen Alltags zu sprechen. Sie informiert über die Erkrankung und bietet Hilfe und Unterstützung für Betroffene und deren Angehörige.
Zusammenarbeit mit Ärzten
Die Selbsthilfegruppe arbeitet eng mit Ärzten und anderen Fachleuten zusammen, um eine rasche ärztliche Hilfe für Patienten mit akuten Problemen zu erreichen.
tags: #schonhauser #allee #172a #migrane