Small Fiber Neuropathie: Diagnostik und Therapie in Stuttgart und Umgebung

Die Small Fiber Neuropathie (SFN) ist eine Erkrankung, die kleinste Nervenfasern betrifft, die vor allem unter der Haut angesiedelt sind. Diese Nervenfasern sind für die Empfindsamkeit der Haut verantwortlich. Bei Patienten mit SFN können Symptome wie starkes Brennen, Ziehen oder Kribbeln auftreten. Die Diagnose der Neuropathie ist oft schwierig, weshalb Patienten häufig einen langen Leidensweg hinter sich haben, bis die korrekte Diagnose gestellt wird.

Was ist Small Fiber Neuropathie?

Die Small Fiber Neuropathie ist eine Erkrankung der kleinsten Nervenfasern, die sich hauptsächlich unter der Haut befinden. Diese Nervenfasern sind für die Empfindlichkeit der Haut verantwortlich und können bei Patienten mit SFN Symptome wie starkes Brennen, Ziehen oder Kribbeln auslösen.

Ursachen der Small Fiber Neuropathie

Häufige Ursachen für SFN sind Alkoholismus und Diabetes mellitus. Wenn diese Ursachen ausgeschlossen werden können, kommen viele seltene Erkrankungen in Frage. Zu den häufigen Ursachen für Polyneuropathien gehören auch Vergiftungen, Infektionen, Nierenschwäche und Erkrankungen der Schilddrüse.

Diagnostik der Small Fiber Neuropathie

Die Neuropathie richtig zu erkennen, ist äußerst schwierig, da gängige neurologische Untersuchungen bei Small Fiber keine auffälligen Befunde zeigen. Um den Verdacht auf eine Small Fiber Neuropathie zu bestätigen, gilt aktuell nur eine Hautbiopsie als aussagekräftig.

In unserer Gemeinschaftspraxis in Böblingen bei Stuttgart werden Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen versorgt. Nach gründlicher Untersuchung wird eine akkurate Diagnose gestellt. Im Rahmen der Sprechstunde besteht die Möglichkeit elektrophysiologische Messungen (z.B. Neurografien, Myografien) sowie Ultraschalluntersuchungen des peripheren Nerven oder der Muskeln durchzuführen. Additive Zusatzuntersuchungen wie spezielle Laboruntersuchungen, Liquordiagnostik, MRT-Bildgebung oder Nervenbiopsien können besprochen und geplant werden. Unter Umständen kann eine weitere, stationäre Abklärung von Nöten sein.

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Ein Schwerpunkt der Ambulanz ist neben der Elektrophysiologie die Technik des hochauflösenden Nervenultraschalls. In ausgewählten Fällen schließt sich eine MR-Neurography in Kooperation mit Kollegen der Neuroradiologie an. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit an verschiedenen Studien zur Diagnosestellung von Polyneuropathien, mit Schwerpunkt der Immunneuropathien sowie hereditärer Neuropathien teilzunehmen.

Therapie der Small Fiber Neuropathie

Gängige Schmerzmittel zeigen bei der Small Fiber Neuropathie keine Wirkung. Ist eine ursächliche Erkrankung wie Alkoholismus, Diabetes mellitus oder auch Hepatitis C bekannt, wird der Arzt diese behandeln, um die Neuropathie zu therapieren. Ist dies nicht möglich oder erfolgreich, können Medikamente wie Antiepileptika oder Antidepressiva das Schmerzempfinden der Patienten verbessern. Viele Patienten lernen aber auch, dass Entspannungsverfahren oder Kälteanwendungen helfen.

Wir helfen Ihnen gerne mit einem individuellen Therapieplan, der verschiedene konservative Behandlungen aufeinander abstimmt. Die Therapie wird individuell auf die zahlreichen krankheitsauslösenden Faktoren abgestimmt. Hierbei erfolgt bei bestimmten Krankheitsbildern eine interdisziplinäre Abstimmung mit z.B. Kollegen der Rheumatologie, Hämatoonkologie, Humangenetik oder Nervenchirurgie. Insbesondere bei Verletzungen des peripheren Nerven (Engpass-Syndromen, Nerventraumata) werden hier ggfs. operative Maßnahmen erforderlich.

Polyneuropathie (PNP): Beratung, Diagnostik und Therapie

Polyneuropathien (PNP) gehören zu den häufigsten neurologischen Krankheiten. Als Auslöser kommen mehrere mögliche Ursachen infrage. Im Idealfall erfolgt die Therapie ursächlich, andernfalls symptomatisch.

Ursachen von Polyneuropathien

Ursächlich für die meisten Polyneuropathien sind Diabetes mellitus und ein chronischer Alkoholmissbrauch. Darüber hinaus gelten mehr als 200 verschiedene Risikofaktoren als Auslöser einer PNP. Hierzu zählen Medikamente wie Chemotherapeutika, Vitaminmangel, genetische Veranlagung oder Autoimmunerkrankungen wie das Guillain-Barré-Syndrom (GBS). Die mit Abstand häufigste Form der Polyneuropathie ist jedoch die diabetische.

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Symptome von Polyneuropathien

So vielfältig wie die Ursachen sind auch die Symptome einer Polyneuropathie. Charakteristisch sind Sensibilitätsstörungen der Haut in Form von Kribbeln, Stechen oder Taubheitsgefühlen. Gleichermaßen können schmerzhafte Missempfindungen auftreten - häufig zuerst in den Füßen. Schäden an autonomen Nerven beeinträchtigen die Funktion von Organen, was etwa zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Sind motorische Nerven betroffen, kommt es mitunter zu Muskelzucken, Muskelkrämpfen oder im Verlauf auch zu Lähmungen.

Diagnostik von Polyneuropathien

Maßgeblich für die adäquate Therapie der Polyneuropathie ist eine präzise und oft aufwendige Diagnostik. Hierbei kann eine ausführliche Anamnese samt Erfassung des Beschwerdemusters und etwaiger Vor- oder Grunderkrankungen erste ursächliche Hinweise liefern. Anschließend erfolgt eine körperlich-neurologische Untersuchung - getestet wird unter anderem die Empfindlichkeit der Haut auf Berührung, Vibration und Temperatur. Aufschluss in der Diagnosefindung geben zudem Laboruntersuchungen sowie Nerven- und Muskelmessungen (EMG/ENG/Nervenultraschall).

Als diagnostischer Baustein bei Polyneuropathie (PNP) findet in unserer Praxis in Stuttgart situativ die Nervensonografie Anwendung. Schonend und schmerzfrei durchführbar, lässt sich etwa die genaue Lokalisation der Nervenveränderungen darstellen. Sinnvoll sein kann der Nervenultraschall auch in der Differenzierung zwischen genetisch bedingten und entzündlichen Ursachen. Zudem ermöglicht die Nervensonografie eine Beurteilung der Muskulatur, die besonders bei länger bestehenden Beschwerden signifikante Veränderungen aufweist.

Therapie von Polyneuropathien

Die Therapie bei Polyneuropathie richtet sich nach der Ursache, die es bestenfalls auszuschalten gilt. Wird keine Ursache gefunden oder ist deren Beseitigung nicht oder nicht mehr möglich, erfolgt eine symptomatische Behandlung. Medikamentös lassen sich Missempfindungen und Nervenschmerzen unterdrücken respektive lindern. Spezifische Arzneimittel wie intravenös verabreichte Immunglobuline kommen auch bei entzündlichen Nervenerkrankungen zum Einsatz. Eine Ergo- und Physiotherapie dient indessen der Kräftigung betroffener Muskelgruppen und dem Erhalt der Mobilität.

Neurologische Versorgung in Böblingen und Stuttgart

Wir sind eine Gemeinschaftspraxis in Böblingen bei Stuttgart, in der Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen versorgt werden. Es ist uns wichtig, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Es arbeiten momentan etwa 15 Ärzte bei uns mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Erfahrungen. Wir besprechen jeden Tag medizinische und zwischenmenschliche Fragestellungen, die für die Versorgung unserer Patienten wichtig sind. Durch kontinuierliche Fortbildung aller Mitarbeiter wird sichergestellt, dass die Therapien nach dem aktuellen Wissensstand erfolgen.

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Innerhalb der Praxis wird der Bereich Neurologie von Frau Dr. Bellaiche, PD Dr. Bischof, Dr. Gasser, Frau Dr. Müller, Herrn Skataric, Frau Doctor-medic Secheres und Frau Tyuchova betreut.

Unsere Klinik arbeitet eng zusammen mit den Partnern im Neurozentrum, der Neurochirurgie und der Neuroradiologie. Schwerpunkte sind die Behandlung akuter Schlaganfälle aller Schweregrade sowie die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose. Hier sind wir als einzige Klinik in der Region als Schwerpunktzentrum der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft anerkannt. Bei sämtlichen Erkrankungen des Nervensystems bieten wir die best-mögliche Diagnostik und Therapie an und setzen dazu in unseren neurophysiologischen und neurosonologischen Laboratorien modernste Technik ein.

Die neurologische Intensivstation versorgt mit einem fachübergreifenden Ärzteteam Patienten, die eine besondere Überwachung benötigen. Das Spektrum der neurologischen Funktionsdiagnostik umfasst die neurologische Ultraschalldiagnostik, das neurophysiologische Labor, die Schwindelabklärung und die endoskopische Schluckdiagnostik. Im Rahmen der Kooperation mit anderen Einrichtungen des Klinikums stehen modernste bildgebende Diagnostik (Kernspintomographische Verfahren, Computertomographie, PET, Angiographie), Liquordiagnostik und umfassende Möglichkeiten der Abklärung zur Verfügung. Gleiches gilt für Therapieverfahren (z.B.: interventionelle zerebrovaskuläre Verfahren, Immunadsorbtion, psychosomatische Diagnostik und Behandlung usw.).

Patienten mit Multipler Sklerose können bei uns zusätzlich im Rahmen einer Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) behandelt werden. Dabei werden Sie von einem multiprofessionellen Team von Ärzten (Neurologen, Psychiater, Kinderärzte, Urologen, Augenärzte, Kardiologen, Gynäkologen, Radiologen und Laborärzte) gemeinsam versorgt.

Vortragsreihe „Gesund bleiben - gesund werden“

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Gesund bleiben - gesund werden“. Mehrmals pro Monat finden im Rahmen dieser Reihe einstündige Veranstaltungen statt, die sich an Kranke und ihre Angehörigen wenden. Natürlich sind auch gesunde Menschen dazu herzlich eingeladen, die vorbeugend etwas für ihre Gesundheit tun möchten oder die sich einfach für medizinische Themen interessieren. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

Kontakt und Terminvereinbarung

Ihre Terminanfragen nehmen wir unter der Durchwahl 0711 - 459 985 71 oder online entgegen. Kommunikation bitte wenn möglich immer über Doctolib.

Stellenangebote

Wir suchen ständig Auszubildende zur MFA und Ärzte zur Weiterbildung in den Fächern Neurologie und Psychiatrie. Für MFAs bieten wir spezielle Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Elektrophysiologische Zusatzdiagnostik, Infusionstherapien, Demenz, Migräne, Parkinson, Epilepsie oder Multiple Sklerose sowie in verschiedenen Aspekten des Praxismanagements.

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