Chronische Gesichtsschmerzen, insbesondere die Trigeminusneuralgie, stellen eine erhebliche Herausforderung für Betroffene dar. Sie beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch zu psychischen Belastungen und funktionellen Einschränkungen führen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und potenziellen Spätfolgen einer Trigeminusneuralgie-Operation, um ein umfassendes Verständnis dieser komplexen Erkrankung zu ermöglichen.
Chronische Gesichtsschmerzen: Ursachen, Symptome und Behandlung
Chronische Gesichtsschmerzen sind vielschichtig und oft schwer zu behandeln. Sie können durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden, darunter Neuropathien, entzündliche Prozesse oder muskuläre Dysfunktionen. Gesichtsschmerzen, die über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten bestehen, gelten als chronisch. Diese Schmerzen sind besonders belastend, da sie häufig die alltägliche Lebensqualität und das soziale Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen.
Ursachen chronischer Gesichtsschmerzen
Die Ursachen sind vielfältig und umfassen neurologische, muskuläre und vaskuläre Faktoren. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Trigeminusneuralgie: Ein plötzlich auftretender, starker Schmerz im Versorgungsgebiet des Trigeminusnervs. Oft ausgelöst durch Gefäßkompression am Nervenstamm, aber auch durch Multiple Sklerose oder andere Schädigungen des Nervs.
- Atypische Gesichtsschmerzen: Ein chronischer, diffuser und schlecht lokalisierbarer Schmerz, dessen Ursprung häufig unbekannt ist. Dieser Schmerz wird oft als kontinuierlich und brennend empfunden und lässt sich schwer behandeln.
- Zahn- und Kieferprobleme: Fehlstellungen des Kiefers oder chronische Zahnprobleme können Schmerzen im Gesicht auslösen. Auch die sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann chronische Schmerzen im Gesicht, Kopf- und Nackenbereich verursachen.
- Clusterkopfschmerzen: Diese extrem starken, periodisch auftretenden Kopfschmerzen treten oft hinter einem Auge auf, können sich aber auf das gesamte Gesicht ausbreiten.
- Postherpetische Neuralgie: Nach einer Herpes-Zoster-Infektion im Gesichtsbereich kann es zu lang anhaltenden Nervenschmerzen kommen, die als brennend und bohrend empfunden werden.
- Sinusitis und Entzündungen: Chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen können Gesichtsschmerzen verursachen, die oft mit einem Druckgefühl verbunden sind.
- Neuropathien oder periphere Nervenschäden: Diabetes oder traumatische Verletzungen können zu Nervenschäden und somit zu chronischen Gesichtsschmerzen führen.
Symptome und Charakteristika chronischer Gesichtsschmerzen
Die Symptome variieren je nach Ursache, sind aber häufig durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet:
- Starke, stechende oder brennende Schmerzen: Besonders typisch bei Neuralgien und neuropathischen Schmerzen.
- Druckgefühl und dumpfe Schmerzen: Häufig bei entzündlichen Erkrankungen wie Sinusitis.
- Episodische oder kontinuierliche Schmerzen: Clusterkopfschmerzen treten in Attacken auf, während atypische Gesichtsschmerzen oft konstant sind.
- Schmerzen bei Berührung: Ein häufiges Symptom bei Trigeminusneuralgie, bei dem selbst leichte Berührungen starke Schmerzen auslösen (Allodynie).
Behandlungsmöglichkeiten für chronische Gesichtsschmerzen
Da die Ursachen sehr unterschiedlich sind, ist eine genaue Diagnose entscheidend. In der Regel erfolgt die Behandlung multimodal, also mit einem kombinierten Ansatz.
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Medikamentöse Therapie
- Antikonvulsiva: Medikamente wie Carbamazepin oder Gabapentin sind besonders wirksam bei Trigeminusneuralgie und neuropathischen Schmerzen.
- Antidepressiva: Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin oder selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Duloxetin können zur Linderung chronischer Schmerzen beitragen, insbesondere bei atypischen Gesichtsschmerzen.
- Lokalanästhetika: Lidocain-Pflaster oder Cremes können lokal aufgetragen werden, um die Schmerzempfindlichkeit zu verringern.
- Botulinumtoxin-Injektionen (Botox): Bei einigen chronischen Gesichtsschmerzen, einschließlich Trigeminusneuralgie, kann Botox in die betroffenen Muskeln injiziert werden, um die Schmerzintensität zu reduzieren.
Neuromodulation und Nervenstimulation
- Perkutane elektrische Nervenstimulation (PENS): Diese Methode verwendet niederfrequente elektrische Impulse, die über dünne Nadeln direkt an den betroffenen Nerv abgegeben werden und so Schmerzen lindern können.
- Rückenmarkstimulation (SCS) und Periphere Nervenstimulation (PNS): Insbesondere bei therapieresistenten Schmerzen kann die Stimulation der entsprechenden Nerven eine Option sein.
- Radiofrequenzablation: Hierbei wird der schmerzleitende Nerv durch Wärme verödet, um die Schmerzübertragung zu unterbrechen. Diese Methode wird häufig bei Trigeminusneuralgie angewendet.
Physiotherapie und Ergotherapie
- Entspannung und Muskelaufbau: Physiotherapeutische Maßnahmen zur Entspannung und zum Aufbau der Hals- und Kiefermuskulatur können bei myofaszialen Schmerzen und Kiefergelenksproblemen hilfreich sein.
- Kiefergelenksübungen: Insbesondere bei Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) wird mit gezielten Übungen das Kiefergelenk stabilisiert und schmerzfreie Bewegung gefördert.
Psychologische Behandlung
- Kognitive Verhaltenstherapie (CBT): Diese Therapie hilft, das Schmerzempfinden zu bewältigen und psychische Belastungen durch die Schmerzen zu reduzieren.
- Entspannungstechniken: Autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Achtsamkeitsübungen können bei chronischen Schmerzen entlastend wirken und die allgemeine Lebensqualität verbessern.
Alternative Therapien und komplementäre Ansätze
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- Akupunktur: Akupunktur kann bei chronischen Gesichtsschmerzen unterstützend wirken und die Schmerzintensität verringern.
- Osteopathie und manuelle Therapie: Einige Betroffene profitieren von osteopathischen oder manuellen Therapien zur Linderung muskulärer Spannungen im Gesichts- und Kieferbereich.
- Kälte- und Wärmeanwendungen: Lokale Anwendungen können bei akuten Schmerzen helfen, besonders bei Spannungsschmerzen und Entzündungen.
Vorbeugung von chronischen Gesichtsschmerzen
Einige vorbeugende Maßnahmen können das Risiko für chronische Gesichtsschmerzen verringern oder helfen, die Häufigkeit und Intensität der Schmerzanfälle zu reduzieren:
- Stressmanagement: Stressreduktion durch Techniken wie Yoga, Meditation und Atemübungen kann helfen, Spannungsschmerzen zu vermeiden.
- Regelmäßige Bewegung: Moderate körperliche Aktivität verbessert die allgemeine Schmerzresistenz und fördert das Wohlbefinden.
- Kiefergelenksentlastung: Eine bewusste Entspannung des Kiefergelenks, etwa durch regelmäßige Pausen und das Vermeiden von Kieferpressen, ist bei CMD wichtig.
- Gute Schlafhygiene: Ausreichend und erholsamer Schlaf reduziert die Schmerzempfindlichkeit.
Die Trigeminusneuralgie im Detail
Einschießende, starke Schmerzen und Schmerzattacken im Gesicht sind typische Symptome einer Trigeminusneuralgie. Oft lässt sich die Ursache eindeutig bestimmen. Es genügt eine kleine Bewegung, ein Kauen oder Schlucken und eine starke, fast unerträgliche Schmerzattacke fährt ins Gesicht. Ursache kann eine Trigeminusneuralgie sein, eine seltene, chronische Schmerzerkrankung des Trigeminusnervs.
Symptome der Trigeminusneuralgie
Wiederkehrende, stechende, blitzartig einschießende, starke Schmerzattacken in einer Gesichtshälfte sind typische Symptome einer Trigeminusneuralgie. Sie halten Sekundenbruchteile bis maximal ein bis zwei Minuten an. In schweren Fällen können bis zu 100 Attacken pro Tag auftreten. Auch spontane Schmerzen ohne Auslöser sind möglich, ebenso wie Dauerschmerzen bei vereinzelten Patienten.
Der Trigeminusnerv
Der Trigeminusnerv leitet Sinnesempfindungen und Schmerzsignale aus dem Gesicht zum Gehirn, ist aber auch an der motorischen Steuerung der Kaumuskulatur beteiligt. Er besteht aus drei Hauptästen, die am sogenannten Ganglion Gasseri am Hirnstamm wurzeln. Sie versorgen jeweils die Regionen um die Augen, den Oberkiefer und den Unterkiefer.
Epidemiologie und Verlauf
Die Krankheit tritt am häufigsten zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Aber auch Jüngere können an einer Trigeminusneuralgie erkranken. Der Verlauf ist oft episodenartig. Das bedeutet, die Schmerzen können für Tage, Wochen und sogar Monate wieder verschwinden. Frauen leiden mit rund 60 Prozent rund ein Fünftel öfter an einer Trigeminusneuralgie als Männer mit rund 40 Prozent.
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Diagnose der Trigeminusneuralgie
Gesichtsschmerzen können viele Ursachen haben. Wichtig ist deshalb eine eindeutige Diagnose. Immer wieder werden Patientinnen und Patienten mit einer Trigeminusneuralgie falsch behandelt, oft zahnmedizinisch, obwohl keine Zahnprobleme vorliegen. Das lindert weder die Schmerzen noch beseitigt es die Ursachen einer Trigeminusneuralgie. Eine Trigeminusneuralgie lässt sich aufgrund der typischen, triggerbaren Schmerzen durch klinische Untersuchungen eindeutig diagnostizieren. Ein zusätzliches MRT dient vor allem dazu, einen Tumor als Ursache auszuschließen. Wichtig ist auch die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Trigeminusneuropathie. Bei einer Neuropathie ist der Trigeminusnerv selbst geschädigt.
Ursachen der Trigeminusneuralgie
Bei der klassischen Trigeminusneuralgie ist die Hauptursache der Schmerzen ein Blutgefäß, das den Nerv komprimiert, erklärt Prof. Dr. Jens Lehmberg, Neurochirurg der München Klinik Bogenhausen. Das passiert an der besonders sensiblen Stelle, an der der Nerv in den Hirnstamm eintritt. Der Druck des Gefäßes verformt und schädigt damit Strukturen im Nervengewebe, das die reizleitenden Zellen umhüllt. Blutgefäße werden im Laufe des Lebens länger, was den Druck auf besonders sensible Strukturen erhöhen kann. Das erklärt auch, warum die Trigeminusneuralgie vorwiegend im fortgeschrittenen Alter auftritt, so Prof.
Neben der klassischen Trigeminusneuralgie, der häufigsten Form, gibt es noch die sekundäre und die idiopathische. Die Schmerzen einer sekundären Trigeminusneuralgie, von der auch häufiger jüngere Menschen betroffen sind, gehen auf Erkrankungen wie Multiple Sklerose, einen Tumor oder zum Beispiel Fehlbildungen von Gefäßen zurück. Lassen sich trotz typischer Symptome keine konkreten Ursachen finden, sprechen Mediziner von einer so genannten idiopathischen Trigeminusneuralgie, einer Neuralgie ohne erkennbare Ursache.
Konservative und operative Behandlungsmethoden
Gängige Schmerzmittel blockieren entweder Schmerzrezeptoren oder bestimmte Enzyme und damit Prozesse, die die Schmerzempfindung auslösen. Eine Trigeminusneuralgie wird konservativ mit dem Medikament Carbamazepin behandelt, das eigentlich aus der Therapie gegen Epilepsie kommt. Es verhindert, dass die Nervenzellen schnelle Stromimpulse abfeuern. Allerdings sind Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit häufige Nebenwirkungen. Weitere Medikamente können ergänzend oder bei akuten Schmerzattacken zusätzlich eingesetzt werden.
Das einzige Verfahren, das die eigentliche Ursache der klassischen Trigeminusneuralgie beseitigt, ist die minimalinvasive Jannetta-Operation oder mikrovaskuläre Dekompression, kurz MVD. Bei diesem Eingriff wird das Gefäß, das auf den Trigeminusnerven drückt, durch eine Schlinge oder künstliches Material so gelagert und fixiert, dass der Nerv dauerhaft entlastet wird. Anschließend wird die kleine Eröffnung des Schädels, durch die der Eingriff vorgenommen wird, wieder verschlossen. Nur wenige Tage Klinikaufenthalt sind notwendig.
Rund 98 Prozent der Patienten sind anschließend schmerzfrei oder verspüren eine deutliche Schmerzlinderung. Bei etwas weniger als zehn Prozent der Patientinnen und Patienten kommt es im Laufe der Zeit zu einem Rückfall mit neuerlichen Schmerzen. Das wiederum hängt oft mit dem Zeitpunkt des Eingriffs zusammen.
Alternative Therapieoptionen
Ist die minimalinvasive Jannetta-Operation zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, gibt es eine Reihe weiterer Therapieoptionen. Sie alle zielen auf unterschiedliche Weise darauf ab, bestimmte Bereiche der Nervenwurzel zu veröden und damit Schmerzen zu verhindern. Die strahlentherapeutische Radiochirurgie ist ein nichtinvasives Verfahren. Mit einer hochpräzisen Strahlenquelle, zum Beispiel dem so genannten Gamma- oder auch dem Cyber-Knife, wird die Wurzel des Trigeminusnervs einmalig bestrahlt. Außerdem gibt es noch weitere, solche als Ablation bezeichnete Therapieverfahren. Sie alle werden minimalinvasiv mit einer Punktion durchgeführt, ohne dass dabei aber die Schädeldecke eröffnet werden muss. Die Thermokoagulation zum Beispiel nutzt zur Verödung die Hitze einer Radiofrequenz-Sonde, die Glyzerinhizolyse eine chemische Behandlung und die Ballonkompression mechanischen Druck. Entscheidend für Patientinnen und Patienten ist, sich in spezialisierten Zentren beraten und behandeln zu lassen, die eine große Palette an Verfahren anbieten. Auch für Akupunktur zur Behandlung einer Trigeminusneuralgie gibt es eine Reihe Studien, die auf positive Effekte hinweisen. Grundsätzliche Belege fehlen bisher aber noch.
Mikrovaskuläre Dekompression (MVD) nach Jannetta
Die Mikrovaskuläre Dekompression beseitigt den krankhaften Kontakt zwischen Gefäß und Nerv. Dabei handelt es sich um die einzige Behandlung, die die direkte Ursache der Trigeminusneuralgie angeht. Komprimierende Blutgefäße werden vom kontaktierten Teil des Trigeminusnervs entfernt und ggf. ein Interponat z.B. aus Teflon zwischen Gefäß und Nerv positioniert. Die mikrovaskuläre Dekompression wird über einen retroauriculären Zugangsweg unter elektrophysiologischen intraoperativem Neuromonitoring in mikrochirurgischer Technik durchgeführt.
Vorteile der Mikrovaskulären Dekompression
- Geringstes Risiko für sensorische trigeminale Nebenwirkungen
- Niedrigste relative Rezidivrate (also Häufigkeit des Wiederauftretens der Erkrankung)
- Nachlassen der extremen Schmerzen oft bereits unmittelbar nach der Operation
- Weitere Reduktion der Beschwerden nach Erholung der Myelinscheiden (isolierende Nervenummantelung) in den folgenden Wochen
- Treten erneute Beschwerden (durch Verrutschen des Interponats oder neuem Kontakt) auf, ist ein erneuter Eingriff anzuraten
Alternative zur Mikrovaskulären Dekompression (MVD)
Ein weiterer Therapieansatz sind die ablativen Verfahren. Diese bezeichnen die teilweise Zerstörung des Nervs, sodass versucht wird, die normale sensorische Funktion zu erhalten und gleichzeitig den bestehenden Schmerz zu lindern. Dies umfasst die perkutane Glycerin-/ Hochfrequenz-Rhizotomie, ein nadelbasiertes Verfahren, das mit Lokalanästhesie durchgeführt werden kann. Auch die stereotaktische Radiochirurgie (z. B. Gamma Knife ®) zählt zu diesen Verfahren.
Nachteile der ablativen Verfahren
- Die Rate sensorischer Nebenwirkungen (wie Taubheitsgefühl und schmerzhafte Missempfindungen) ist deutlich höher als bei der mikrovaskulären Dekompression.
- Destruktive Verfahren sind weniger anhaltend als die mikrovaskuläre Dekompression und müssen häufig alle paar Jahre wiederholt werden, um die Schmerzlinderung aufrechtzuerhalten.
- Mit jedem wiederholten Eingriff besteht die höhere Wahrscheinlichkeit dauerhafter störender sensorischer Nebenwirkungen.
Mögliche Spätfolgen und Komplikationen nach Trigeminusneuralgie-Operationen
Obwohl die Jannetta-Operation und andere Verfahren zur Behandlung der Trigeminusneuralgie in der Regel erfolgreich sind, können in einigen Fällen Spätfolgen und Komplikationen auftreten. Es ist wichtig, sich dieser potenziellen Risiken bewusst zu sein und sie mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.
Rezidiv der Schmerzen
Bei etwas weniger als zehn Prozent der Patientinnen und Patienten kommt es im Laufe der Zeit zu einem Rückfall mit neuerlichen Schmerzen. Das wiederum hängt oft mit dem Zeitpunkt des Eingriffs zusammen. Studien zeigen ein Wiederauftreten der Schmerzattacken bei 10 bis 30 Prozent der Patienten und Patientinnen.
Sensibilitätsstörungen
Bis zu 30 Prozent leiden nach dem Eingriff unter verminderter Empfindlichkeit im Gesichtsbereich des Versorgungsgebietes des Trigeminusnervs. Die Rate sensorischer Nebenwirkungen (wie Taubheitsgefühl und schmerzhafte Missempfindungen) ist deutlich höher als bei der mikrovaskulären Dekompression. Nach ablativen Verfahren können unangenehme bis schmerzhafte Missempfindungen auftreten.
Hörverlust
Selten kann es zu einem Hörverlust kommen.
Weitere mögliche Komplikationen
- Nervenschäden: Beschädigung des Trigeminusnervs oder anderer Hirnnerven während der Operation kann zu dauerhaften neurologischen Ausfällen führen.
- Infektionen: Wie bei jeder Operation besteht das Risiko von Infektionen im Operationsgebiet.
- Blutungen: Blutungen im Gehirn können zu schwerwiegenden Komplikationen führen.
- Liquorleck: Austritt von Hirnwasser aus der Operationswunde.
- Schwindel und Gleichgewichtsstörungen: Diese können vorübergehend oder dauerhaft sein.
- Kopfschmerzen: Chronische Kopfschmerzen können nach der Operation bestehen bleiben.
- Psychische Belastungen: Chronische Schmerzen und Komplikationen können zu Depressionen, Angstzuständen und anderen psychischen Problemen führen.
Erfahrungsberichte von Patienten nach Trigeminusneuralgie-Operationen
Viele Patienten berichten von positiven Erfahrungen nach einer Trigeminusneuralgie-Operation. Sie beschreiben eine deutliche Schmerzlinderung oder sogar Schmerzfreiheit und eine verbesserte Lebensqualität. Einige Beispiele:
- "Ich bin unglaublich dankbar, dass ich bei Prof. Dr. Feigl in den besten Händen war. Nach jahrelangen, starken Schmerzen aufgrund einer Trigeminusneuralgie habe ich Prof. Dr. Feigl im Internet gefunden und mich von Berlin auf den Weg begeben und mich zu einer Operation bei ihm entschlossen. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich bei Prof. Dr. Feigl in den besten Händen war. Vom ersten Gespräch an habe ich mich ernst genommen und kompetent beraten gefühlt. Er hat sich Zeit für mich genommen, alle Fragen verständlich zu beantworten und mögliche Risiken und Chancen ausführlich zu erklären. Heute - einige Monate später - bin ich schmerzfrei und kann endlich wieder Lebensqualität genießen. Ich kann also Prof. Dr. Feigl sehr weiterempfehlen - medizinisch und menschlich einfach super!"
- "Von Anfang an hatte ich vollstes Vertrauen zu Herrn Prof. Feigl und war mir sicher, dass ich ihn bedenkenlos an meinem Kopf operieren lassen kann. Am 21.03. wurde meine Trigeminusneuralgie im Ast V3 rechts erfolgreich durch Herrn Prof. Dr. Dr. Feigl operiert, nachdem im Vorfeld erneut der Blutgefäß/Nervenkontakt bestätigt wurde. Das OP-Verfahren das Herr Prof. Feigl anwendet nennt sich Mikrovaskuläre Dekompression nach Janetta. D.h. der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und bedarf keiner großen Öffnung am Kopf.Schon als ich anschließend auf der Intensivstation aufwachte hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Dieses wurde kurz danach beim ersten Zähneputzen (jeder Betroffene kennt dieses tägliche Horror-Szenario) bestätigt - die Schmerzen waren weg. Die Nachwehen der OP, auf die ich ja vorbereitet war, Kopfschmerzen, Schwindel und ein leichtes Taubheitsgefühl in der rechten Gesichtshälfte wurden dann von Tag zu Tag besser."
- "Im November wurde ich in der Sozialstiftung von Herrn Professor Dr. Dr. Feigl und Team am Trigeminusnerv operiert. Ich würde es sofort wieder machen lassen - meine Lebensqualität hat sich grundlegend verbessert. Vor der Operation hatte ich über Jahre Gesichtsschmerzen und im Sommer letzten Jahres stellte sich eine massive Trigeminusneuralgie ein. Mehrfach täglich kurze Schmerzattacken von extremer Intensität, begleitet von chronischen einseitigen Gesichtsschmerzen. Hohe Dosis von Carbamazepin und Pregabalin haben die Beschwerden leicht verbessert, jedoch nur unter starken Nebenwirkungen. Die Situation war für mich und natürlich auch für die Familie belastend. Über eine Schmerztherapie, kam ich im September des folgenden Jahres zu Herrn Prof. Feigl. Ich habe mich von Beginn gut verstanden gefühlt, wurde gut über mögliche Therapien aufgeklärt und habe mich dann sehr kurzfristig für eine Janetta OP entschieden. Die OP verlief aus meiner Sicht sehr gut, die Nebenwirkungen wie Übelkeit, leichter Schwindel und Ohrensausen auf die ich im Vorgespräch vorbereitet wurde, waren nach einigen Tagen überstanden. Pregabalin konnte ich sofort absetzen, Carbamazepin langsam ausschleichend innerhalb von 8 Wochen. Die Zeit habe ich auch gebraucht, mich an ein Leben ohne Kopfschmerzen zu gewöhnen. Die waren direkt nach einigen Tagen verschwunden und ich habe das Krankenhaus 6 Tage nach der OP verlassen. Mein Dank gilt nicht nur Herrn Prof Feigl sondern dem gesamten Team der Neurochirugie."
- "Gut 3 Jahre hatte ich die Schmerzen. Zuerst machten sie sich am linken Unterkiefer genauer am 4er und 5er Zahn bemerkbar. Die Schmerzen kamen immer beim Sprechen, Essen und kauen und meist in Verbindung mit vermehrter Speichelbildung. Die Schmerzen waren anfangs verhältnismäßig schwach, im Gegensatz zu den Schmerzen, die sich im Laufe der Jahre gesteigert haben. Medikamente wie Lyrica und Co. haben nicht geholfen. Eine Beißschiene gegen im Schlaf verkrampftes Zusammenbeißen der Zähne sollte die Kaumuskeln „beruhigen“ und eine mögliche Reizung des Trigeminusnerves entgegen wirken. Parallel dazu jede Menge Physiotherapien zur Entspannung der Muskelstrukturen im Kopf. Tatsächlich wurden die Schmerzen weniger, ja teilweise waren sie über Wochen weg. Aber, wenn sie dann wieder kamen, waren sie immer 1 - 2 Schmerzstufen heftiger. Es war ein Auf und ein Ab. Bis zum Schluss, da war die Schmerzstufe bei 10 und manche Schübe bei 10++, dass mich meine Ärztin in die neurologische Abteilung im Klinikum Bamberg überwiesen hat. Dort wurde nochmal versucht, ob über Medikamente die Schmerzen bekämpft werden können, ein Speichelpflaster, welches den Speichelfluss reduzierte half ein wenig, aber trotzdem mit Medikamente war eine Schmerzfreiheit nicht möglich. Herr Prof. Feigl erklärte mir, nachdem Medikamente nicht helfen, liegt bei mir vermutlich ein Gefäßnervenkontakt vor. Das ist eher eine „mechanische“ Ursache, welche zu den Schmerzschüben führt. Aber dies zu bestätigen, müsste ein MRT durchgeführt werden. Das MRT zeigte tatsächlich einen Gefäßnervenkontakt, den mir H. Prof. Feigl anhand der Aufnahmen zeigte. Ausführlich erklärte mir Herr Prof. Feigl die beiden Möglichkeiten, welche die Schmerzen „abschalten“ können. Es gibt einen thermischen Eingriff und eine operative Methode den Schmerz zu behandeln. Nach einer sehr ausführlichen Aufklärung zu dem operativen Eingriff, habe ich mich für die operative Methode „Janetta“ entschieden, weil da die Heilungschance zwischen 80 % und 98 % liegt und die Schmerzen für immer weg sind. Jetzt sind es 3 Wochen nach der Operation, welche von Herrn Prof. Feigl persönlich ausgeführt wurde. Als ich nach der Operation aus der Narkose aufwachte, waren meine Schmerzen sofort weg. Seit 2 Wochen bin ich wieder daheim…."
Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Patient anders ist und die Ergebnisse einer Trigeminusneuralgie-Operation variieren können. Es ist ratsam, sich von einem erfahrenen Neurochirurgen beraten zu lassen, um die individuellen Risiken und Vorteile abzuwägen.
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