Stiftung Warentest: Aktuelle Erkenntnisse zu Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen und Migräne sind weit verbreitete Beschwerden. Etwa jeder zweite Mensch in Deutschland hat im Laufe eines Jahres mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Die Stiftung Warentest hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und verschiedene Mittel zur Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne untersucht. Ziel ist es, Betroffenen eine Orientierungshilfe zu geben, welche Wirkstoffe geeignet sind, welche Medikamente sich für welche Art von Kopfschmerzen eignen und welche allgemeinen Maßnahmen zusätzlich helfen können.

Vielfalt der Kopfschmerzen und ihre Ursachen

Kopfschmerzen sind vielfältig. Es gibt weit über 200 verschiedene Varianten. Die Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft e.V. unterscheidet zwischen primären und sekundären Kopfschmerzerkrankungen. Primäre Kopfschmerzen sind eigenständige Erkrankungen wie Spannungskopfschmerzen oder Migräne. Sekundäre Kopfschmerzen hingegen sind Symptome einer anderen Erkrankung wie Grippe, Hirnblutung oder Tumor.

Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzvariante. Betroffene beschreiben die Schmerzen oft wie ein Band um den Kopf.

Laut der Deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft e.V. gehören Kopfschmerzen zu den häufigsten Schmerzen in der Gesellschaft. Aufzeichnungen zeigen, dass sich etwa 70 Prozent der Bevölkerung innerhalb eines Jahres mit Kopfschmerzen plagen.

Medikamentöse Behandlung von Kopfschmerzen

Viele der von Stiftung Warentest positiv bewerteten Medikamente helfen bei unterschiedlichen Formen von Kopfschmerzen. Bei Migräne und Clusterkopfschmerz reichen diese Allrounder jedoch oft nicht aus. In diesem Fall stehen weitere Wirkstoffe zur Verfügung, teils rezeptpflichtig, teils zur Vorbeugung.

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Triptane bei akuten Migräneattacken

Gegen akute Migräneattacken sind Triptane im Vergleich zu anderen Medikamenten besonders wirksam. Eine Metaanalyse im Fachjournal BMJ zeigt, dass Triptane - vor allem Eletriptan, Rizatriptan, Sumatriptan und Zolmitriptan - besser helfen als allgemeine Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Paracetamol und auch besser als neuere Akut-Wirkstoffe gegen Migräne wie Lasmiditan. Auch Stiftung Warentest hat verschiedene Triptane positiv bewertet.

Einige der Triptane sind als Nasensprays oder Schmelztabletten erhältlich und daher bei Übelkeit eine gute Alternative zu Tabletten. Seit Anfang April 2025 ist in Deutschland das verschreibungspflichtige Medikament Suvexx verfügbar, das das Triptan Sumatriptan mit dem langwirksamen Schmerzmittel Naproxen kombiniert. In Studien wirkte es besser als die einzelnen Substanzen. Neun Tabletten kosten knapp 33 Euro.

Allerdings sollten einige Menschen keine Triptane einnehmen, zum Beispiel solche mit Herz- und Gefäß-Erkrankungen, einem bereits erlittenen Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie mit schweren Leber- oder Nierenerkrankungen.

Je früher Sie ein Triptan bei einer Attacke einsetzen, desto besser die Wirkung - bei Migräne mit Aura aber erst, wenn die Kopfschmerzen losgehen. Hilft ein Triptan-Wirkstoff nicht ausreichend, kann es sinnvoll sein, ein anderes Triptan auszuprobieren.

Weitere Wirkstoffe

Beide Substanzen, Rimegepant und Ubrogepant, zeigten sich in Studien bei akuten Migräneattacken wirksamer als ein Placebo. Sie können daher zum Einsatz kommen, wenn medizinische Einwände gegen den Einsatz von Triptanen bestehen oder diese nicht wirksam sind. Rimegepant ist gut verträglich.

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Aktualisierte Leitlinie zur Migränebehandlung

In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten stark erweitert. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie sowie die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft haben die wissenschaftlichen Studien dazu ausgewertet. Die Ergebnisse sind in die frisch aktualisierte S1-Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“ eingeflossen.

Als wirksamste Medikamente zur Akutbehandlung gelten weiterhin Triptane. Eine neue Wirkstoffkombination mit einem Triptan und einem langwirksamen Schmerzmittel hat sich nach der aktualisierten Einschätzung der Fachgesellschaften als wirksam gezeigt. Die Deutsche Hirnstiftung hat erstmals eine patientenverständliche Version der Leitlinie erstellt.

Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen vermeiden

Schmerzmittel, die im Akutfall schnell helfen, sind ein Segen - aber manchmal auch ein Fluch. Im Übermaß können sie selbst Kopfschmerzen verursachen. Diese ähneln dann oft jenen, die ursprünglich behandelt wurden. Wer also häufig an Kopfschmerzen oder Migräne leidet, sollte unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin zurate ziehen. Stiftung Warentest warnt vor medikamenteninduziertem Kopfschmerz. Die Schwelle zur Entwicklung eines solchen Kopfschmerzes sehen die Experten für Kombinationsanalgetika ab zehn Einnahmetagen pro Monat, für Monoanalgetika bei 15 Einnahmetagen monatlich.

Nicht-medikamentöse Ansätze zur Behandlung und Vorbeugung

Wer den Einsatz von Medikamenten gegen Migräne verringern möchte, hat laut der aktualisierten Leitlinie mit verschiedenen Strategien gute Chancen - vor allem vorbeugend, aber auch während einer Attacke.

Nervenstimulation und Biofeedback

Einzelne Studien wiesen etwa die Wirksamkeit von Verfahren zur Nervenstimulation bei akuten Attacken nach. Die dafür nötigen kleinen Stimulationsgeräte, die an der Stirn oder am Oberarm selbst angewendet werden, müssen Migräne-Geplagte bislang allerdings selbst zahlen. Biofeedback kann der Leitlinie zufolge auch der Vorbeugung von Migräne dienen.

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Entspannung, Verhaltenstherapie und Sport

Alternativ empfiehlt die Leitlinie Entspannungsverfahren und kognitive Verhaltenstherapie und auch regelmäßigen Ausdauersport.

Nahrungsergänzungsmittel

Die Leitlinie nennt auch Nahrungsergänzungsmittel zur Vorbeugung von Migräne - etwa Magnesium oder Vitamin B2. Der Wissensstand dazu sei aber gering: Bei Magnesium sei die Studienlage nicht eindeutig, es eigne sich in der Dosierung zweimal 300 Milligramm pro Tag aber für Betroffene, die eine Therapie mit einem Medikament nicht wünschen.

Kopfschmerz-Apps

Menschen, die oft unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden, können von Apps profitieren, die etwa ein Kopfschmerztagebuch, Infos und Übungen bieten. Stiftung Warentest hat 16 Kopfschmerz- und Migräne-Apps getestet. Die Tabelle zeigt Bewertungen für 16 Kopfschmerz- und Migräne-Apps (acht Programme, jeweils in der Android- und der iOS-Version). Die Preise reichen von 0 bis 49,99 Euro. Einzelne Anbieter erheben neben einem Kaufpreis monatliche Gebühren von bis zu 4,49 Euro. Entwickelt wurden die Apps beispielsweise von der Schmerzklinik Kiel, von kanadischen oder US-amerikanischen Unternehmen. Keine kommt über Befriedigend hinaus.

Mit allen Apps lassen sich Kopfschmerzen in einem Tagebuch protokollieren - sowohl mit dem Betriebssystem Android als auch iOS. Die vier besten sowie einige weitere Apps schlagen Alarm, wenn die Nutzerin oder der Nutzer an zu vielen Tagen im Monat Schmerzmittel genommen hat. Vorausgesetzt, sie oder er hat die Einnahme in der App dokumentiert.

Die Tester:innen hatten über 90 Tage zu bestimmten Zeitpunkten Schmerzattacken und Medikamente in den App-Tagebüchern notiert. Auf den Prüfstand kamen auch, welche Daten zur Krankheitsgeschichte erhoben, welches Hintergrundwissen zu Kopfschmerzen vermittelt und ob Kopfschmerztypen erkannt wurden. Außerdem interessierte die Tester:innen, wie sich Schmerzattacken, Symptome, Triggerfaktoren und Therapien dokumentieren ließen, ob die Apps gegebenenfalls vor Schmerzmittelübergebrauch warnen, auf die Notwendigkeit eines Arztbesuchs hinweisen und wie es um Handhabung, Datenschutz und AGB steht. Ein Gutachter überprüfte die Studienlage zum Nutzen der jeweiligen Apps.

Als Grund für das maximal befriedigende Abschneiden gaben die Tester:innen vor allem die mangelnde Datenerhebung zur Krankengeschichte sowie das Fehlen von wissenschaftlichen Belegen für den Nutzen bei mehreren Apps an.

Zwei Apps im Test richten sich speziell an Menschen mit Migräne. Sinnvoll sind sie für Menschen, die häufig an solchen Beschwerden leiden. Denn die Apps bieten ihnen sowie ihren Ärztinnen und Ärzten einen Überblick über den Krankheitsverlauf. Die eingegeben Daten zeigen etwa, ob ein ausgewähltes Medikament genug bewirkt - also die Häufigkeit und Schwere der Schmerzen verringert.

Vorbeugende Behandlung bei häufiger Migräne

Leiden Betroffene häufig und stark an Migräne, sodass die Lebensqualität eingeschränkt ist und das Risiko eines Medikamentenübergebrauchs besteht, kann laut der Leitlinie die Entscheidung für eine vorbeugende Behandlung mit Medikamenten getroffen werden. Infrage kommen mehrere, gut erprobte Mittel aus der Behandlung von Bluthochdruck, Epilepsie und Depressionen.

Die Leitlinie nennt auch zwei neuartige Wirkstoffe aus der Gruppe der Gepante - eine Klasse von Medikamenten mit neuartigem Wirkansatz -, die zur Prophylaxe zugelassen und wirksam sind: Rimegepant zur Vorbeugung episodischer Migräne sowie das seit März 2025 auf dem deutschen Markt verfügbare Atogepant zur Vorbeugung episodischer und chronischer Migräne.

Der neue Migräne-Antikörper Erenumab (Aimovig®)

Stiftung Warentest hat sich nicht nur etablierte Behandlungsmethoden der Migräne angeschaut, sondern auch einen Blick auf die jüngste Therapieoption gewagt: Erenumab in Aimovig®. Als erster Migräne-Antikörper schaffte Erenumab sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in der EU mit einem gänzlich neuen Ansatz Eingang in die Migräneprophylaxe.

Erenumab neutralisiert den CGRP-Rezeptor. CGRP steht für Calcitonin Gene-Related Peptide, ein proinflammatorisches (entzündungsförderndes) Neuropeptid, dem eine wesentliche Rolle in der Pathogenese (Krankheitsmechanismus) der Migräne zugesprochen wird.

Nun wirkt Stiftung Warentest eher zurückhaltend ob der neuen Therapieoption mit Aimovig®: „Wirkung begrenzt, aber belegt", so ihre Einschätzung. Sie begründen dies damit, dass Erenumab in Studien die Zahl der Migränetage um 3,2 (70 mg Erenumab) beziehungsweise 3,7 Tage (140 mg Erenumab) reduzierte, doch auch in der Placebogruppe die Patienten 1,8 Tage weniger Migräne hatten. Auch seien noch viele „Fragen offen" - was nicht überrascht bei einem Arzneimittel, das keine drei Monate „breit“ angewendet wird, also außerhalb klinischer Studien. Und auch das „breit“ wird bei Aimovig® überschaubar sein - Aimovig® ist angezeigt zur Prophylaxe bei Migränikern mit mindestens vier Migränetagen im Monat und Neurologen werden es diesen Patienten nur verordnen, so diese mit Triptanen oder einer anderweitigen Prophylaxe nicht ausreichend eingestellt sind.

Bis zur Zulassung der Migräne-Antikörper - neben Erenumab hat mittlerweile auch Galcanezumab (Emgalitiy®) von Lilly die EU-Zulassung und für Fremanezumab (Ajovy®) hat der Humanarzneimittelausschuss der EMA im Januar 2019 die Zulassung empfohlen - standen keine spezifisch zur Migräne-Prophylaxe entwickelten Arzneimittel zur Verfügung. Alle verordneten Präparate sind anderen Indikationen entlehnt. Eingesetzt wurden und werden Betablocker, wobei die beste Wirksamkeit für Metoprolol und Propranol belegt ist, Flunarizin (Calciumkanalblocker) oder Antiepileptika wie Topiramat, Valproinsäure oder Amitriptylin (trizyklisches Antidepressivum). Bei chronischer Migräne kann auch ein Versuch mit Onabotulinumtoxin A initiiert werden. Von einer chronischen Migräne spricht man, wenn Patienten an mindestens 15 Tagen im Monat von Migräne-Attacken geplagt werden.

Stiftung Warentest moniert zudem, dass vergleichende Studien von Erenumab zu anderen in der Migräne-Prophylaxe eingesetzten Arzneimitteln fehlen. Der Einwand könnte tatsächlich noch von tragender Relevanz sein. Denn auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wird diese, in der frühen Nutzenbewertung von Erenumab, fordern.

Migräne-Antikörper: Zulassungen und Pipeline

Die Pipeline mit Antikörpern gegen Calcitonin Gene-Related Peptide CGRP oder dessen Rezeptor ist neben den in der EU bereits zugelassenen Erenumab (Aimovig®) und Galcanezumab in Emgality® mit Fremanzumab und Eptinezumab reich gefüllt.

Leben mit Migräne: Erfahrungen und Strategien

Annette A. zum Beispiel (Name von der Redaktion geändert) ist nicht anzusehen, dass heftige Migräneattacken sie manchmal an den Rand der Verzweiflung treiben. Sie ist freundlich, gut gelaunt, wirkt entspannt. Die 45-jährige Lübeckerin ist seit einer Woche in der Schmerzklinik Kiel. Zu deren Behandlungsschwerpunkt gehören komplexe Migräne und Kopfschmerzkrankheiten. Annette A. wird seit ihrem zwölften Lebensjahr regelmäßig von Attacken heimgesucht. Zuletzt litt sie bis zu 20 Tage im Monat unter Migräne. Ihr unregelmäßiger Arbeitsrhythmus als Ergotherapeutin bringt sie immer wieder aus dem Gleichgewicht. „Schichtdienst bedeutet zehn Tage arbeiten, ein Tag frei, fünf Tage arbeiten, Wechsel zum Spätdienst.“ Auch positiver Stress hatte schmerzliche Auswirkungen: „Feste, Opern, Konzerte - alles, auf das ich mich gefreut habe, wurde oft von Migräne begleitet.

Freunde, Familie, Kollegen von Migränikern, wie Migränekranke genannt werden, können die Krankheit nur schwer verstehen. Keine Wunde, kein Verband, kein Gips macht sie sichtbar. Zudem sind die Betroffenen zwischen den Attacken völlig beschwerdefrei. Allzu leicht kommt da der Verdacht auf, dass die Migräne nur vorgetäuscht wird, um sich vor Arbeit oder Terminen zu drücken. Auch der Arzt sieht die Krankheit nicht und fühlt sie nicht. „Doch die Migräne hat eine biologische Ursache“, erklärt Professor Hartmut Göbel, Leiter der Schmerzklinik Kiel, „nämlich eine erblich bedingte Übererregbarkeit des Gehirns“

Das allein verursacht aber noch keine Schmerzen, so der Kieler Migränespezialist. Menschen mit einem „schnellen“ Gehirn, wie Hartmut Göbel es nennt, können plötzliche Veränderungen nicht wie andere abfangen. Während des Migräneanfalls ist der Energieumsatz im Gehirn erhöht. Dadurch werden übermäßig viel Entzündungsstoffe freigesetzt.

Auch Marion M. (Name von der Redaktion geändert), 50-jährige Verwaltungsangestellte aus Berlin, kennt Migräneanfälle seit ihrer Kindheit. Trotz jahrelanger Behandlungsversuche wurden die Schmerzen immer stärker. Sechs bis acht Migräneanfälle im Monat waren es zuletzt. Wenn zu viel auf sie einstürmte, war die nächste Attacke schon programmiert. Pulsierendes Klopfen im Schädel, Angst den Kopf zu bewegen, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz, dennoch der Anspruch, alles perfekt zu erledigen, bestimmten ihr Leben.

In der Klinik lernen die Patienten aber auch, dass sie selber aktiv werden müssen. „Wer sagt ,mach mich gesund’ oder, ich lass mich behandeln’, hat das noch nicht verstanden“, weiß Professor Hartmut Göbel aus Erfahrung. Dabei hilft ein Schmerztagebuch oder ein Schmerzkalender, in den die Patienten eintragen, was die Migräne auslöst und sie verstärkt, wie oft sie welche Medikamente einnehmen. Den Kalender füllen sie schon mehrere Wochen vor dem Klinikaufenthalt aus und entwickeln dort gemeinsam mit den Therapeuten Strategien, um die Situation zu verändern.

In der Klinik üben die Patienten Techniken ein, die sie später im Alltag nutzen können: Entspannungs- und Bewegungsübungen, Stress- und Schmerzbewältigung, Ernährungsberatung, Biofeedback-Verfahren. Beim Biofeedback wird unter anderem die Aktivität von Muskelgruppen gemessen, zum Beispiel in Schultern, Nacken, Kiefer, Stirn. „Biofeedback war für mich ein Aha-Erlebnis“, erzählt Marion M. Sie hat sich vorgenommen, täglich Entspannungsübungen zu machen, die Mittagspause nicht mehr ausfallen zu lassen und regelmäßig zu essen. Annette A. setzt künftig auf eine bessere Ernährung. Für Migränekranke bedeutet das, sich kohlenhydratreich ernähren, zum Beispiel mit Müsli, Bananen, Pasta, Röstkartoffeln. Und sie will Diäten weglassen. Sie hat auch gelernt, sich nicht immer nur den Schmerzen ausgeliefert zu fühlen, sondern selbst eine Menge tun zu können.

Spezialisten für die Behandlung schwerer Migräne finden Betroffene im bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetz. Ihm gehören etwa 450 Arztpraxen an - Neurologen, Orthopäden, Internisten, Allgemeinmediziner. Wer sich mit Leidensgenossen austauschen will - oder sich allgemein für die Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne interessiert -, findet im Netzwerk Headbook Gelegenheit dazu. Zu den beliebtesten Themengruppen gehören „Medizinische Vorbeugung“ und „Attackentherapie“, so die Moderatorin Bettina Frank.

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