Ursachen von Störungen des autobiographischen Gedächtnisses

Eine Störung des autobiographischen Gedächtnisses kann vielfältige Ursachen haben und sich in unterschiedlicher Form äußern. Sie kann krankhaft bedingt sein, situativ auftreten oder durch mangelnde Beanspruchung des Gehirns entstehen. Umfassendes Verständnis der Ursachen ist entscheidend für eine effektive Behandlung und Bewältigung der Symptome.

Was ist das autobiographische Gedächtnis?

Das autobiographische Gedächtnis ist das Gedächtnis für persönlich erlebte Ereignisse, die an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit stattgefunden haben. Es ist das Gedächtnis für spezifische Episoden im eigenen Leben, wie zum Beispiel ein Kinobesuch oder ein wichtiges Gespräch. Es ermöglicht uns, mentale Zeitreisen zu unternehmen, vergangene Ereignisse wiederzuerleben und zukünftige Ereignisse zu antizipieren. Es ist eng mit unserer Identität und unserem subjektiven Erleben verbunden.

Ursachen von Gedächtnisstörungen

Eine Gedächtnisstörung kann viele Ursachen haben. Sie kann krankhaft sein oder situativ auftreten. Sie kann aber auch durch zu wenig Beanspruchung oder fehlendes Training des Gehirns hervorgerufen werden. Tatsächlich muss es sich nicht gleich um eine vaskuläre Demenz, globale Amnesie oder um Alzheimer handeln, die unsere geistige Leistungsfähigkeit zu dämpfen wissen.

Vielfältige Ursachen

Die Gründe für eine Störung des Erinnerungsvermögens sind vielfältig und komplex. Zunächst stellt sich jedoch die Frage, was ein Gedächtnis ist. Hierunter versteht man die Fähigkeit, diverse Informationen wie Bilder, Wörter, Begebenheiten, Geschichten … zu behalten, zu ordnen und diese bei Bedarf wieder abrufen zu können.

Psychische Faktoren

Auch Schlafmangel, psychische Belastungen oder Erkrankungen wie Creutzfeldt-Jakob können zu vorübergehenden Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung führen. Selbst eine laute Umgebung senkt erheblich die Konzentration. Dies zeigt sich in Vergesslichkeit und geringerer geistiger Wachheit.

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Affektive Störungen zählen neben Angststörungen und Substanzgebrauchsstörungen zu den häufigsten psychischen Störungen in Deutschland. So eine depressive Episode hat verschiedene Ursachen - „multifaktoriell bedingt“ heißt das in der Psychologie. Dass viele verschiedene Faktoren zusammenwirken, gilt im Übrigen für jede psychische Störung. Doch es lassen sich bestimmte Vulnerabilitätsfaktoren ausmachen, also Faktoren, die das Risiko für eine psychische Störung erhöhen. Und bei der Depression ist einer dieser Vulnerabilitätsfaktoren eine Störung des autobiographischen Gedächtnisses. „Unspezifischer Erinnerungsstil“ nennt sich das. Studien zeigen, dass Patientinnen mit Depressionen weniger spezifische Erinnerungen wiedergeben können als nicht depressive Menschen. Das gilt für diese Patientinnen nicht nur in den depressiven Episoden, sondern auch in nicht-depressiven Phasen.

Organische Ursachen

Diese Form der Störung hängt oft mit zerebralen, psychiatrischen sowie neurologischen Krankheiten zusammen. Zu ihnen zählen zum Beispiel Durchblutungsstörungen des Gehirns, Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumen und entzündliche Erkrankungen des Gehirns. Die Ursachen von Morbus Parkinson konnten bislang nicht abschließend geklärt werden, vermutet werden als Ursache: Erbanlage, Umwelt, Entzündungen, Vergiftungen, Medikamente Die Krankheit entsteht meist zwischen dem 50. Und 60.

Stress als Faktor

Aufgrund von Stress kann es auch zu Einschränkungen des Gedächtnisses kommen. Stress ist individuell, was für den einen eine Belastung ist, muss es für den Anderen noch lange nicht sein. Ob wir die alltäglichen Anforderungen an uns als Stress empfinden ist subjektiv, individuell und tagesformabhängig. Es steht in einer engen Wechselwirkung mit der psychischen Gesamtverfassung. Mehrere Studien haben inzwischen gezeigt, dass Stress eine toxisch-zerstörende Wirkung auf die unterschiedlichen Bereiche im Hirn haben kann. Dies kann sich in momentanen Blockaden aber auch in einer Verringerung der allgemeinen Hirnleistung manifestieren. Aufgrund von Versagensängsten kann auch eine Blockade ausgelöst werden. Die Versagensangst löste einen derartigen Stress aus, dass der Mensch nicht mehr in der Lage ist, sich Informationen z. B. in Vorbereitung einer Prüfung anzueignen.

Amnesie

So kann es zu Amnesien sowohl aufgrund organischer Ursachen, als auch aufgrund von Stress (stark traumatisiernede Erlebnisse) kommen. Anhaltender, als negativ und belastend empfundener Stress kann zu Gedächtnisblockaden und Gedächtnisschwäche führen. Zuvor gespeicherte Informationen können nicht mehr abgerufen werden, oft sind die Informationen des autobiographischen Gedächtnissen von der Blockade betroffen. Es gibt Hinweise auf Ähnlichkeiten zwischen Amnesiezustände mit und ohne organische Ursache. Massive Stresszustände z. B. in Folge traumatischer Erlebnisse, verändern den Energiestoffhaushalt der Neuronen. Dies führt letztendlich zu Veränderungen in den Bestandteilen unseres Gehirnes, welche für das Erinnerungsvermögen wichtig ist.

Traumafolgestörungen

Traumafolgestörungen resultieren aus der Unmöglichkeit, Extremerfahrungen zu bewältigen. Maßgeblich scheint dabei eine Störung der Gedächtnisfunktionen zu sein: Das Erlebte kann nicht als etwas Vergangenes, aktuell nicht mehr Bedrohliches durch das autobiographische Gedächtnis verarbeitet werden. Dies erklärt die Symptomatik: Die Betroffenen befinden sich in einem anhaltenden Alarmzustand, so als könne es jederzeit wieder geschehen; die ständig wiederauftretenden quälenden Erinnerungen sind unvollständig (infolge von Dissoziation), von extremer sensorischer Qualität („hyperreal“) und von sehr unangenehmen, schwer regulierbaren Gefühlen (Angst, Scham, Schuld, Ekel) begleitet. Angesichts anhaltender Übererregung, Schlafstörungen und Hilflosigkeit kann es zu Depression und Demoralisierung kommen. Schließlich sind Rückzug aus vielen Lebensbereichen und Resignation die Folgen.

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Formen von Gedächtnisstörungen

Je nachdem, welches Areal betroffen ist, können Aussetzer kurz- oder langfristig in autobiographischen, verbalen, visuo-räumlichen Bereichen sichtbar werden.

Anterograde Amnesie

Die anterograde Amnesie wird wegen ihrer Häufigkeit gerne als Erstes genannt. Diese Krankheit betrifft vorzugsweise das Kurzzeitgedächtnis. Die Symptome: Tagesereignisse sind kaum abrufbar, Aufträge werden vergessen, Personennamen nicht mehr erinnert. Ereignisse finden statt, werden von Betroffenen auch registriert, bevor sich gleich drauf ein dichter Nebel über das Erinnerungsfeld legt und den Abruf verunmöglicht.

Bei vielen psychiatrischen Störungen kommt es ebenso zu einer Art anterograden Gedächtniserkrankung, so zum Beispiel bei schweren Depressionen, Alkoholabhängigkeit und Schizophrenie. Die Ursachen für die meisten Arten von Gedächtnisstörungen dürften von lokalen sowie diffusen Verletzung oder Störung im Areal des erweiterten hippocampalen Systems liegen. Die Folge ist eine Abschwächung der Langzeitpotenzierung durch das Ammonshorn (Hippocampus) sowie einer gestörten Verknüpfung mit dem schon bestehenden Gefüge. Die anterograde Gedächtnisstörung kann verschiedene Stärken durchleben. So reicht ihre Intensität von leicht bis sehr schwer.

Retrograde Amnesie

Menschen mit retrograder Gedächtnisleistungsstörung sind unfähig, sich an Gedächtnisinhalte zu erinnern. Auch gerade an solche, von denen sie vor der Erkrankung noch einwandfrei zu berichten wussten. Um es besser zu beschreiben, greifen wir zu den Worten von Ribot, der im Jahre 1882 über diese Art Krankheit folgendes schrieb: „Das Neue stirbt vor dem Alten!“ Dies will sagen: Erinnerungen, welche näher am Erkrankungszeitpunkt liegen, können bei Ausbruch der retrogenen Gedächtniserkrankung dauerhaft nicht mehr abgerufen werden. Auffällig ist, dass bei dieser Störung der eigentliche Erkrankungszeitpunkt Wochen, Monate, Jahre oder in besonders schweren Fällen, sogar Jahrzehnte zurückreichen kann. Dabei können ebenso Anteile des Ich-Bewusstseins gelöscht werden. Allerdings bleibt das Wissen um die eigene Identität anscheinend unberührt. Zum Beispiel erinnern Betroffene sich sowohl an ihren Vor- und Zunamen, können zudem ihr Geburtsdatum nennen, wissen aber nicht mehr wie alt sie aktuell eigentlich sind. Die retrograde Amnesie betrifft vor allem autobiographische Informationen. Kleine, aber auch größere Einschnitte im Leben des Patienten wie zum Beispiel Geburtstage, der letzte Zahnarztbesuch oder eine Scheidung verschwinden aus der Erinnerung. Das Paradoxe daran: Berufliches sowie alltägliches Wissen bleibt nach wie vor erhalten. Somit handelt es sich bei der retrograden Erkrankung keinesfalls um eine Störung der Konsolidierung. Vielmehr ist die Erinnerungsfähigkeit von konsolidierten Gedächtnisinhalten in arge Mitleidenschaft gezogen. Eingeschränkte Bewusstseinszustände gehen nicht selten mit Erinnerungslücken einher.

Dissoziative Gedächtnisstörung

Anders als ihre Vorgänger weist die dissoziative Gedächtnisstörung auf eine psychische Erkrankung hin. Zugegebenermaßen ist sie teilweise doch sehr schwer von der retrograden Störung zu unterscheiden. Dennoch hält die dissoziative Form Besonderheiten bereit, die sozusagen unverwechselbar sind: Der Erinnerungsverlust bezieht sich gerne auf wichtige persönliche Informationen. Man geht davon aus, dass diesem prägnanten Erinnerungsdefizit eine psychische Extremsituation vorausgegangen ist. Die Lücken in der Erinnerung treten zu verschiedenen Tages- und Belastungszeiten auf. Sich selbst und alles, was die eigene Person betrifft, einfach komplett zu vergessen, weist ebenfalls auf eine psychisch bedingte Gedächtniserkrankung hin. Die dissoziative Gedächtnisstörung kommt in der Bevölkerung kaum vor. Lindern bzw. Beheben kann man diese Form des Gedächtnisverlustes mit achtsamer Aufarbeitung des etwaigen Traumas und mit der Inanspruchnahme einer Psychotherapie.

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Langzeit-Gedächtnislücken

Langzeit-Gedächtnislücken lassen sich häufig auf eine Störung des semantischen Gedächtnisses zurückführen. Allgemeines, sowie begriffliches Wissen und Beziehungen der Erinnerungen untereinander sind von der semantischen Form der krankhaften Gedächtnisschwäche betroffen. Ausgeschlossen von der Erkrankung sind hingegen autobiographische oder episodische Gedächtnisinhalte. Diese krankhafte Gedächtnisstörung zeigt sich oft nach Verletzungen des Temporallappens. In der Regel sind nur Teilbereiche des semantischen Gedächtnisses betroffen. Andere Areale bleiben hingegen meist unberührt.

Spezialfälle

Schwere Disharmonien im Bereich des Gedächtnisapparates werden als amnestisches Syndrom bezeichnet. Ein detaillierter Nachweis des Schweregrades erfolgt über spezielle Testverfahren wie zum Beispiel Berliner Amnestietest und Wechsler Memory Scale.

Erkennen einer Gedächtnisstörung

Leichte bis schwere Veränderungen der normalen Gedächtnisleistung machen sich durch folgende Symptome bemerkbar:

  • Konzentrationsmangel
  • Selbstvergessenheit
  • Rückzug
  • Depression
  • Gefühlsschwankungen
  • Gehstörungen (zum Beispiel bei Demenz und Alzheimer Demenz)
  • Veränderung des Verhaltens und des Wesens
  • Ängstlichkeit
  • Ein- und Durchschlafproblemen
  • Springende Gedanken
  • Unverständnis, Starrsinn

Fallen dir diese oder ähnliche Veränderungen bei dir selbst oder bei einem Bekannten auf, solltest du die Hilfe eines Spezialisten suchen. Sich allzu aufmerksam zu beobachten ist ein Fehler. Das gilt gerade im Fall eines gravierenden Gedächtnisproblems. Versuche, gelassen zu bleiben und der Ursache für den Gedächtnisverlust auf die Schliche zu kommen. Jedoch solltest du es vermeiden, dich dabei unter Erfolgsdruck zu setzen. Dazu kannst du gerne die Hilfe eines Facharztes in Anspruch nehmen. Sei offen und ehrlich zu dir selbst und deiner Familie. Es fällt wesentlich leichter, die Gedächtniskraft wieder anzukurbeln, wenn du dich frei und unbelastet fühlst. Tatsächlich bereitet es Sorgen, wenn man ständig der Erinnerung hinterherjagen muss. Dies sollte dich aber nicht davon abhalten, weiter kleine Schritte nach vorne zu machen. Befreie dich aus der Zweifel- und Angstspirale und gehe das Problem spielerisch an.

Der Umgang mit Gedächtnisstörungen im Alter

Trifft dich die Gedächtnisstörung im Alter, ist häufig das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Patienten brauchen immer mehr gedankliche Stützen, damit sie den Alltag bewältigen und wichtige Termine einhalten können. Oft reagieren sie aggressiv, wenn man sie direkt auf das Problem anspricht oder ihnen sogar zu helfen versucht. Auch körperliche Beeinträchtigungen können sich zu der Gedächtniserkrankung hinzugesellen. Menschen mit lückenhaftem Gedächtnis vergessen mit der Zeit auch, zu trinken oder geregelte Mahlzeiten einzunehmen. Zudem wird der Erkrankte beim Toilettengang nachlässig oder die Zahnprothese landet aus Versehen im Müll. Da die Gedächtniskraft nachhaltig zu schwinden droht, kommt sehr oft Misstrauen auf, welches bis zu einer leichten Psychose reichen kann. Man könnte fast behaupten: Mit dem Verlust des Gedächtnisses machen auch Teile des Körpers schlapp. „Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“. Da ist wohl etwas Wahres dran. Eine Ernährungsumstellung auf gesunde Kost kann ebenso unterstützend wirken, wie ein festes soziales Gefüge. Der menschliche Körper sowie die menschliche Gedächtnisleistung beginnen bereits ab einem Alter von etwa 25 Jahren zu degenerieren. Spätfolgen dieser Degeneration können sich später in der Alzheimer-Krankheit oder in der frontotemporalen Demenz zeigen. Bei einem akuten Gedächtnisproblem im Alter sollten Betroffene immer therapeutische Maßnahmen ergreifen. Zwar kann eine beginnende Gedächtniserkrankung im Alter nicht vollständig verhindert werden, aber man kann den Verlauf zumindest positiv beeinflussen.

Therapie und Behandlung

Eine Gedächtnisstörung lässt sich oftmals durch Ruhe und Entspannung beheben. In jedem Fall solltest du jedoch dein Gehirn regelmäßig trainieren. Lautet die Diagnose krankhafte Gedächtnisstörung? Dann sorgen spezielle Therapien und gut wirksame Medikamente für eine Linderung der Beschwerden. Manchmal können diese sogar vollkommene Heilung versprechen.

Die Behandlung zielt darauf ab, den Mechanismus des autobiographischen Gedächtnisses wieder in Gang zu setzen. Dazu muss sich der Patient zunächst einmal hinreichend sicher fühlen und über genügend psychische Stabilität verfügen. Daher stehen zu Beginn der Behandlung Maßnahmen im Mittelpunkt, mit deren Hilfe Stabilität gefördert und Sicherheit stiftende Fertigkeiten trainiert werden. Ist dies gegeben, wird das Geschehene unter therapeutischer Anleitung erneut verarbeitet. Diese Re-Prozessierung der Erinnerung zielt auf Integration und „Abkühlung“ der assoziierten Gefühle sowie auf eine Neubewertung und „Selbst-Ermächtigung“ auf gedanklicher und handelnder Seite. In Fällen einer Posttraumatischen Belastungsstörung, die auf ein singuläres Ereignis zurückzuführen ist, kommt es so bald und zuverlässig zu einem Nachlassen der Übererregung und der Angst, zu mehr Gelassenheit gegenüber allen Stimuli, die an das traumatische Ereignis erinnern, zu weniger „Intrusionen“ (unwillkürliches Wiedererinnern, Albträume) und zu weniger Sicherheits- und Vermeidungsverhalten. Bei chronischen, über viele Jahre bestehenden Traumafolgestörungen haben sich u. U. Ebenso bedürfen komplexe Traumafolgestörungen besonderer Interventionen. Auch hier steht oftmals weniger die Angst im Mittelpunkt, sondern vielmehr Gefühle von Hilflosigkeit, Scham, Schuld, Selbsthass oder Ärger. Mit der Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT) hat Mervin Schmucker einen Therapieansatz entwickelt, der auch auf die Behandlung komplexer Traumafolgestörungen abzielt. Vom Begründer des Verfahrens geschult und trainiert, setzen wir in der EOS-Klinik diese Therapiemethode ein, die drei Problembereiche bearbeitet. Zum einen geht es um die kognitiv-emotionale Verarbeitung der traumabezogenen Erinnerungen und Bilder. Sodann findet eine imaginative Korrektur der belastenden Bilder durch den Aufbau von positiven Vorstellungsbildern, von Selbstwirksamkeit und Gefühlen der Stärke statt.

Tipps zur Vitalisierung des Gehirns

Gegen einfache Gedächtnisprobleme hilft eine sinnvolle Vitalisierung des Gehirns. Wie bei einem Muskel erhöht sich die Kraft durch Wiederholung zielführender Übungen. Treibe täglich Denksport und gönne dir immer wieder kleine Arbeitspausen. Rege deine Sinne durch achtsame Spaziergänge an und sei gut zu dir selbst. Auch das Lesen von Fachliteratur zum Thema „Gedächtnis“ und der kontinuierliche Austausch mit Gleichgesinnten wirkt sich positiv auf die Gedächtnisleistung aus.

  • Denksport und Pausen: Treibe täglich Denksport und gönne dir immer wieder kleine Arbeitspausen.
  • Sinnesanregung: Rege deine Sinne durch achtsame Spaziergänge an.
  • Austausch: Der kontinuierliche Austausch mit Gleichgesinnten wirkt sich positiv auf die Gedächtnisleistung aus.

Gedächtnistraining

Mit einem gut durchdachten Gedächtnistraining oder besser noch mit einem Gedächtnistrainer erhältst du die Möglichkeit, geistig fit durchs Alter zu kommen. Selbst bereits bestehende krankhafte Erscheinungen können mit geeignetem Denksport gelindert werden. Bewährte, moderne Gedächtnistrainings, wie du sie hier auf unvergesslich.de findest, beruhen auf Jahrzehnten der Forschung aus den umfangreichen Gebieten der Neuropsychologie und der Gedächtnispsychologie. Hierzu gehört zum Beispiel das Lösen von Rechenaufgaben, das Erkennen von Farben und Formen, das Nacherzählen von Geschichten, das Malen aus dem Gedächtnis heraus, das Zuordnen von verschiedenen Gebilden, Musiktherapie, das Erlernen der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen, Sudoku, Wimmelbilder und leichte sportliche Aktivitäten, welche uns unseren Körper wieder besser spüren lassen. Gezieltes Gedächtnistraining mit den Übungen von unvergesslich.de ist dabei noch effizienter und effektiver, um die Ursachen für Gedächtnisstörungen an der Ursache zu packen und nicht nur die Symptome zu bekämpfen.

Weitere Hilfreiche Wege

Ein weiterer hilfreicher Weg, der Gedächtnisstörung die Stirn zu bieten, ist Sport. Sportliche Aktivitäten steigern die Lebenslust und sorgen für eine bessere Durchblutung, auch im Gehirn. Leichte Gedächtnisstörungen können auch mit Nahrungsergänzungsmitteln wie zum Beispiel Ginkgo und Ginseng verbessert werden. Steht die Diagnose Gedächtnisstörung fest, fühlt sich der Patient hilflos und traurig. Das Annehmen der Krankheit fällt anfangs schwer, ist aber für den Moment der einzig gangbare Weg. Betroffene müssen mit der Erkrankung leben lernen.

Gedächtnistechniken

  • Methode der Orte (Loci): Diese Methode ist nach dem griechischen Philosophen Simonides benannt, sie gehört zu den ältesten Gedächtnistrainingstechniken. Geht es darum sich an verschiedene Bestandteile einer Liste zu erinnern, so kann man sich einen bekannten Ort (Küche) oder Weg Arbeitsweg) nehmen. Die zu erinnernden Elemente werden prägnanten Gegenständen/Gebäuden/Einrichtungen in dem jeweils ausgesuchten Ort zugeordnet.
  • Bilderketten: Oft ist es so, dass zusammenhängende Begriffe gemerkt werden müssen, das heißt sie bilden sinnvolle Gruppen. So wie z. B. auf einer Einkaufsliste Backzutaten oder die Zutaten für ein bestimmtes Gericht stehen. Um sich die einzelnen Gegenstände der Einkaufsliste merken zu können, kann man sich nun vorstellen man, wie man aus den Backzutaten einen Kuchen backt. So lassen sich Begriffe leichter merken. Anhand von ausgedachten Geschichten oder Rezepten ergeben sich Bilder zu den Begriffen, sie lassen sich somit leichter merken.

Generell gilt, dass Rätsel lösen, Strategiespiele spielen, Für und Wider Diskussionen führen und dergleichen mehr das Gedächtnis verbessern und strukturieren. Hierbei ist es wichtig auch auf entsprechende Ruhephasen zu achten.

Prophylaktische Maßnahmen bei Alzheimer

Prophylaktisch gegen Alzheimer können Knoblauch, Artischocken und Zwiebeln eingesetzt werden. Die Einnahme von Knoblauch dient der Vorbeugung altersbedingter Gefäßerkrankungen, er wirkt lipidsenkend. Die Einnahme von Zwiebeln wirkt der altersbedingten Gefäßveränderung entgegen. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Ginkgo die Zirkulation des Blutes fördert und somit die Gehirnleistung verbessert. Er schützt so die Nerven vor einem vermehrtem Abbau. Die genannten Pflanzen sind auch als Fertigarzneien zu bekommen. Darüber hinaus gibt es neue Erkenntnisse in Bezug auf die Wirkung von Zitronenmelisse und Salbeiöl, beide sollen positive Auswirkungen auf die Denkleistung haben.

Tipps für Patienten und pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige sollten sich aufgrund der erhöhten Anforderungen und Belastungen Hilfe und Unterstützung in Beratungsstellen suchen. Darüber hinaus können allgemein abhärtende Maßnahmen wie Trockenbürsten, Wechselduschen, Ganzwaschungen angewandt werden, hierbei ist es wichtig die Maßnahmen dezent steigernd zu dosieren.

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