Trailbikes sind die idealen Allrounder für Mountainbiker, die Vielseitigkeit suchen. Sie meistern technisch anspruchsvolle Trails ebenso wie komfortable Touren und den Alltag. Der Markt bietet eine breite Auswahl, von günstigen Aluminiummodellen bis hin zu High-End-Carbon-Bikes. Doch welcher Trailbike-Typ passt am besten zu dir? Dieser Artikel vergleicht beliebte Modelle wie das Specialized Stumpjumper und das Canyon Neuron, um dir bei der Entscheidung für dein perfektes Trailbike zu helfen.
Was ist ein Trailbike?
Trailbikes sind Allround-Mountainbikes mit einem Federweg von 120 bis 150 Millimetern. Sie bieten eine ausgewogene Mischung aus Uphill-Tauglichkeit und Abfahrtskontrolle. Im Vergleich zu XC-Bikes sind sie robuster und komfortabler, bieten aber nicht so viel Federweg und Aggressivität wie Enduro-Bikes. Trailbikes eignen sich besonders für Mountainbiker, die regelmäßig im Gelände unterwegs sind und sowohl anspruchsvolle Anstiege als auch technische Abfahrten meistern möchten.
Die Qual der Wahl: Ein Überblick über beliebte Trailbikes
Um die Auswahl zu erleichtern, werden im Folgenden einige beliebte Trailbike-Modelle vorgestellt:
- Specialized Stumpjumper Alloy: Eine ausgezeichnete Wahl für Einsteiger und alle, die ein robustes, zuverlässiges Trailbike zu einem attraktiven Preis suchen. Es überzeugt mit einem ausgewogenen Fahrverhalten auf allen Trails und ist einfach zu handhaben.
- Canyon Neuron AL 8.0: Ein preiswertes Aluminium-Trailbike mit 130 mm Federweg, ideal für Anfänger.
- Cube Stereo 150 C:68 SL: Ein Highlight für sportliche Fahrer, die bergauf und bergab keine Kompromisse eingehen wollen. Mit 150 mm Federweg bietet es genügend Reserven für technische Abfahrten, ohne an Effizienz beim Uphill zu verlieren. Der hochwertige Carbonrahmen und die präzisen Shimano XT Komponenten sorgen für ein agiles, sicheres und komfortables Fahrgefühl.
- Trek Fuel EX 9.7: Besticht durch ein niedriges Gewicht und eine erstklassige Ausstattung, die besonders sportliche Fahrer anspricht. Mit 140 mm Federweg und präziser Shimano XT Schaltung überzeugt es auf Uphill-Passagen durch Effizienz und bei technischen Abfahrten mit souveräner Kontrolle.
- Scott Genius 940: Ein vielseitiges Trailbike mit 140 mm Federweg, das durch sein ausgewogenes Fahrverhalten punktet. Es bietet eine solide Ausstattung mit Shimano XT Komponenten, die Zuverlässigkeit und präzise Schaltvorgänge garantieren.
- Giant Trance 29 2: Mit 140 mm Federweg und SRAM GX Ausstattung ist es ein sportliches und zuverlässiges Trailbike.
- Orbea Occam M30: Bietet 140 mm Federweg und Shimano SLX Komponenten.
- Merida One Forty 600: Ein einsteigerfreundliches und robustes Trailbike mit 140 mm Federweg.
- Santa Cruz Tallboy AL D: Ein leichtes Aluminium-Trailbike mit hochwertiger Ausstattung, das top Fahrverhalten und Stabilität für technisch versierte Fahrer bietet.
- Norco Fluid FS 3: Ein solides Einstiegsmodell mit 130 mm Federweg.
Trailfullys im Test: Ein genauerer Blick auf Ausstattung und Performance
Um das passende Trailbike für dein Budget zu finden, wurden verschiedene Modelle bis maximal 3400 Euro getestet. Dabei wurde besonders auf die Ausstattung und die Performance auf unterschiedlichen Strecken geachtet.
Ausstattung ohne Blingbling
In dieser Preisklasse darf man keine Factory-Fahrwerke von Fox mit golden schimmernden Standrohren erwarten. Stattdessen dominieren Performance-Schriftzüge an den Federelementen. Cube und Specialized verbauen sogar die schwerere Rhythm-Ausführung der 34er-Gabel von Fox. Eine Ausnahme bildet das Radon, das mit einer hochwertigen Rockshox Pike Ultimate mit umfangreich einstellbarer Dämpfung ausgestattet ist.
Lesen Sie auch: Die wichtigsten Unterschiede zwischen Verspannung und eingeklemmtem Nerv
Auch bei den Antrieben müssen Abstriche gemacht werden. Die NX-Schaltgruppen an Specialized und YT wechseln nicht nur langsam zwischen den Gängen, sondern bieten auch eine geringe Bandbreite von 454 Prozent. Bei den Bremsen sind die günstigen G2-R-Stopper von Sram eher schwach. Generell sind die Shimano-Komponenten in diesem Testfeld besser: ausreichende Bandbreiten, knackige Gangwechsel und überzeugende Brems-Power.
Für ausgiebige Klettertouren sollte man auf ein 30er-Kettenblatt an der Kurbel achten, um einen kleinen Gang als Reserve zu haben.
Die richtigen Reifen fürs Trailbike
Bei den Reifen gibt es große Unterschiede. Von schnell rollenden Schwalbe- und Maxxis-Kombis an Canyon, Cube und Radon bis hin zum grobstolligen Maxxis Minion DHF mit griffiger MaxxTerra-Mischung am Giant ist alles dabei. Ein Mix aus gröberem Profil und weicherer Mischung vorne sowie einem schneller rollenden Reifen hinten ist in den meisten Fällen die bessere Wahl als eine Einheitsbereifung.
Trailfullys mit unterschiedlichem Charakter
Die Trailfully-Kategorie ist schwer zu definieren, da die Hersteller hier vielfältige Ansätze verfolgen. Vom klassischen Touren-Bike für lange Anstiege und leichte Trails bis hin zum potenten Abfahrer ist alles vertreten. Das Cube gehört mit seinem leichten Carbon-Rahmen und der altbackenen Geometrie eher zur ersten Kategorie. Ähnliche Tugenden vertritt das Radon.
Specialized und Giant blühen mit flachen Lenkwinkeln, langen Radständen und wuchtigem Auftreten erst in der Abfahrt richtig auf. Das YT lässt sich dagegen nur schwer in eine Schublade stecken. Bergauf leidet es etwas an Übergewicht, bergab bremsen die tiefe Front und das straffe Fahrwerk.
Lesen Sie auch: Behandlung von Tremor
Canyon und Rocky Mountain treffen die Trailbike-Kategorie quasi wie die Faust aufs Auge: Dank sportlich komfortabler Sitzpositionen, gut rollender Reifen und mäßigem Gewicht lassen sich beide Trailbikes uneingeschränkt berghoch treten. Auch in der Abfahrt lassen weder das Neuron noch das Element Wünsche offen.
Einzelbewertungen und Testergebnisse
Verschiedene Magazine und Testplattformen haben Trailbikes ausführlich getestet und bewertet. Hier sind einige Ergebnisse und Erkenntnisse:
- Canyon Neuron: Wurde mehrfach als Testsieger ausgezeichnet und bietet ein erstaunliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Es überzeugt mit solider Ausstattung, ausbalanciertem Fahrwerk und moderner Geometrie.
- Specialized Stumpjumper: Vereint überragende Bergab-Eigenschaften mit Kletterspaß und Detail-Liebe und ist so ein rundum brillanter Alleskönner.
- YT IZZO: Begeistert mit unglaublich hohem Vortrieb, klettert leichtfüßig bergauf und verwandelt sich mit dem Twist-Loc am Lenker zu einer absoluten Rakete.
- Trek Fuel EX: Ist das vielseitigste Bike mit dem größten Einsatzbereich und garantiert lang anhaltenden Fahrspaß auf den vielfältigsten Trails.
Die Leserwahl: Velomotion Leserwahl 2025
Die Velomotion Leserwahl 2025 hat gezeigt, welche E-MTBs und Mountainbikes bei den Lesern besonders beliebt sind. In der Kategorie E-Mountainbike All-Mountain wurde das Rotwild R.X1000 Ultra zum beliebtesten Rad gewählt. Bei den Mountainbikes konnte das S-Works Stumpjumper überzeugen.
Trailbike-Vergleich: Günstige Fullys im Test
Auch im Einsteigerbereich gibt es spannende Trailbikes. Ein Vergleichstest von fünf vollgefederten 29″-Modellen von Radon, ROSE, Decathlon, Canyon und Vitus hat gezeigt, dass man auch zu Einsteiger-freundlichen Preisen viel Mountainbike erhalten kann. Testsieger wurde das Canyon Neuron AL 6, das ein starkes Gesamtpaket mit hervorragenden Allround-Eigenschaften und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Lesen Sie auch: Calcium vs. Magnesium bei Muskelkrämpfen
tags: #stumpjumper #oder #neuron