Der Begriff "Busen" hat im Laufe der Zeit eine interessante Wandlung erfahren. Ursprünglich bedeutete er allgemein "Brust", doch heute wird er meist im Zusammenhang mit der weiblichen Brust verwendet. In der Fachsprache, insbesondere in der Anatomie, existiert für den Bereich zwischen den Brüsten der Begriff "Sulcus intermammarius". Dieser Artikel beleuchtet die Definition des Sulcus intermammarius, die Geschichte des Wortes "Busen" und gibt Einblicke in die Faktoren, die das Aussehen und die Form der Brüste beeinflussen.
Begriffsursprung und Bedeutungswandel von "Busen"
Das Wort "Busen" leitet sich von der indogermanischen Wurzel "*b(h)eu-" ab, was "schwellen" bedeutet. Im Althochdeutschen fand sich das Wort als "buosum", im Mittelhochdeutschen als "buosem/buosen" und im Frühneuhochdeutschen als "busam/bosam". Verwandte Wörter im Deutschen sind Bauch, Bausch und Beule.
Früher bezeichnete "Busen" sowohl die männliche als auch die weibliche Brust. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung jedoch gewandelt, sodass "Busen" heute vorwiegend mit der weiblichen Brust assoziiert wird. In der Anatomie hat der Begriff eine noch spezifischere Bedeutung erhalten.
Sulcus intermammarius: Die anatomische Definition
In der Anatomie wird der Begriff "Sulcus intermammarius" (lateinisch für "Furche zwischen den Brüsten") verwendet, um den Spalt zwischen den Brüsten zu bezeichnen. Es handelt sich also um die Vertiefung oder Rinne, die zwischen den beiden Brüsten verläuft. Der Begriff ist geschlechtsunabhängig und kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern verwendet werden, auch wenn er häufiger im Zusammenhang mit der weiblichen Anatomie Erwähnung findet.
Faktoren, die das Aussehen und die Form der Brüste beeinflussen
Die weibliche Brust (lat. Mamma oder Mamma feminina) besteht aus der Brustdrüse, die sich hinter den Brustwarzen im Zentrum befindet, sowie aus Binde- und Fettgewebe. Letztere bestimmen die Form, die Festigkeit und das generelle Aussehen der Brust. Der Anteil und die Beschaffenheit von beidem hängt von genetischen Faktoren ab und ist leider kaum zu beeinflussen.
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Genetische Veranlagung
Die genetische Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle für die Form und Festigkeit der Brüste. Ein schwaches Bindegewebe oder eine ungünstige Verteilung des Fettgewebes können dazu führen, dass die Brüste im Laufe der Zeit an Festigkeit verlieren.
Lebensstilfaktoren
Bestimmte Lebensstilfaktoren können ebenfalls einen Einfluss auf das Aussehen der Brüste haben. Dazu gehören:
- Rauchen: Rauchen verlangsamt die Durchblutung und schädigt die Kollagenfasern in der Haut, was zu einem Verlust der Elastizität führen kann.
- UV-Strahlung: UV-Strahlung beschleunigt die Zellalterung und kann die Haut schlaffer machen.
- Ernährung: Eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker, Salz und säurehaltigen Lebensmitteln kann das Bindegewebe schwächen.
- Gewichtsschwankungen: Starke Gewichtsschwankungen dehnen das Bindegewebe aus und lassen es wieder schrumpfen, was die Elastizität beeinträchtigen kann.
Hormonelle Veränderungen
Hormonelle Veränderungen im Laufe des Lebens, wie z.B. während der Menstruation, Schwangerschaft oder Wechseljahre, können ebenfalls das Aussehen der Brüste beeinflussen. So lagert es im Verlauf des Monatszyklus aufgrund der ansteigenden Konzentrationen der Sexualhormone im Blut verstärkt Wasser ein. Kurz vor der Monatsblutung wird die Brust zeitweilig größer und fester, da das Gewebe zwischen den Drüsenläppchen anschwillt. Mit Beginn der Menopause und dem damit verbunden Absinken der Östrogene bilden sich die Drüsenläppchen und Milchgänge wieder zurück, was zur Verkleinerung und Erschlaffung der Brust führt.
Hängebrüste (Mastoptosis)
Im Laufe der Zeit verliert das Brustgewebe an Festigkeit, sodass die Brust absinkt. Eine hängende Brust wird in der Medizin als Mastoptosis bezeichnet. Dabei beschreibt dieser Begriff generell eine Erschlaffung der Brust, die aus medizinischer Sicht in drei unterschiedliche Schwergrade unterteilt wird:
- Grad 1: Die Brustwarzen sind nicht abgesunken und es gibt wenig überschüssige Haut.
- Grad 2: Die Brustwarzen sind nicht abgesunken, es besteht ein größerer Hautüberschuss sowie eine verkleinerte Brustdrüse.
- Grad 3: Die Brustwarzen sitzen unterhalb der Unterbrustfalte und es besteht ein erheblicher Hautüberschuss.
Was kann man gegen Hängebrüste tun?
Auch wenn die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielt, gibt es dennoch Möglichkeiten, das Aussehen der Brüste positiv zu beeinflussen und dem Erschlaffen entgegenzuwirken.
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- Gesunder Lebensstil: Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, der Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum sowie der Schutz vor UV-Strahlung können dazu beitragen, das Bindegewebe zu stärken und die Hautelastizität zu erhalten.
- Gewichtskontrolle: Starke Gewichtsschwankungen sollten vermieden werden, um das Bindegewebe nicht unnötig zu belasten.
- Feuchtigkeitspflege: Nach dem Stillen sollten Cremes mit viel Feuchtigkeit auf den Brüsten aufgetragen werden, um die Haut zu pflegen.
- Operative Korrektur: Bei starker Mastoptosis kann eine operative Bruststraffung in Erwägung gezogen werden, um die Brust wieder in Form zu bringen.
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