Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt. Nach der Alzheimer-Krankheit ist sie die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen betroffen. Weltweit waren es im Jahr 2020 etwa 10 Millionen Menschen, im Jahre 2016 waren es noch 6 Millionen Menschen. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber es gibt verschiedene Therapieansätze, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die Parkinson-Krankheit wird auch als „Parkinson-Syndrom“ oder „Morbus Parkinson“ bezeichnet.
Was ist die Parkinson-Krankheit?
Morbus Parkinson ist eine Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen im Mittelhirn nach und nach absterben. Bei der Parkinson-Krankheit sind Gehirnregionen betroffen, die für Beweglichkeit und die Motorik verantwortlich sind.
Bei der Parkinson-Krankheit im engeren Sinn (Morbus Parkinson) kommt es zu Veränderungen im Nervensystem. Nervenzellen, die den wichtigen Botenstoff Dopamin produzieren, sterben frühzeitig ab. Es kommt zu Parkinson-Symptomen. Es gibt bis heute noch keine Erklärung dafür, warum die Nervenzellen einfach absterben.
Ursachen und Entstehung
Bei etwa 80% aller neurodegenerativen Parkinson-Syndrome liegt ein sogenanntes idiopathisches Parkinson-Syndrom oder Morbus Parkinson vor. Beim Morbus Parkinson kommt es aus ungeklärter Ursache (= idiopathisch) zu einem Verlust von Nervenzellen in einem bestimmten Bereich des Gehirns und damit zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin. Dieser Signalüberträger dient zur Kommunikation der Nervenzellen untereinander.
Die genauen Ursachen und Zusammenhänge für das Absterben der Nervenzellen sind noch nicht geklärt. Eine entscheidende Rolle scheint ein Protein namens Alpha-Synuclein zu spielen. Es verklumpt sich in den Nervenzellen zu kleinen Ablagerungen. Lewy-Körperchen (rund) sind in den Hirnnervenzellen bei Menschen mit Parkinson nachweisbar.
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Man unterscheidet zwischen dem Parkinsonsyndrom mit ungeklärter Ursache (Morbus Parkinson) sowie dem symptomatischen Parkinsonsyndrom, das verschiedene Ursachen haben kann. Dazu gehören Hirndurchblutungsprobleme („Gefäßverkalkung“), Tumore, Vergiftungen, Traumata sowie stoffwechselbedingte Krankheiten. Daneben gibt es Parkinsonsyndrome im Rahmen anderer Erkrankungen. Wichtig sind hier die atypischen Parkinsonsyndrome, auch als „Parkinson plus“ bezeichnet.
Risikofaktoren
Das Risiko, an Parkinson zu erkranken, ist für Menschen 3,5-fach erhöht, wenn ein Elternteil an einem idiopathischen Parkinson-Syndrom litt. Außerdem wird vermutet, dass ein genetischer Faktor, die so genannte GBA1-Mutation, eine Rolle spielt. Diese könnte sowohl das Risiko für Parkinson als auch für eine Parkinson-Demenz erhöhen.
Epidemiologie
Die ersten motorischen Krankheitssymptome treten im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt mit dem Lebensalter und liegt im Mittel zwischen 10-50 Neuerkrankungen pro 100.000 Menschen pro Jahr (Inzidenz). Männer erkranken etwa 1,5-mal häufiger als Frauen. Etwa 4 % der Parkinson-Erkrankungen werden vor dem 50. Lebensjahr diagnostiziert.
Symptome der Parkinson-Krankheit
Die Symptome von Morbus Parkinson entwickeln sich schleichend. Die ersten Anzeichen der fortschreitenden Hirnerkrankung können schon viele Jahre vor den Hauptsymptomen auftreten. Oft werden die ersten klinischen Zeichen zuerst vom Umfeld der Betroffenen entdeckt. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein.
Kardinalsymptome
Wenn die Parkinson-Erkrankung fortschreitet, treten vier Hauptbeschwerden in den Vordergrund. Der Neurologe/Nervenarzt spricht bei diesen Haupt-Krankheitszeichen auch von Kardinal-Symptomen. Diese sind:
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- Bewegungsarmut (Akinese): Die Bewegungsarmut (Fachwort: Akinese) ist für den Arzt das wichtigste Zeichen des Parkinson-Syndroms. Der Patient kann Bewegungen nur noch verlangsamt ausführen. Erst nach einer gewissen Verzögerung gelingt es ihm, Arm oder Bein in Gang zu bringen. Der Patient empfindet dies als Verlust an Spontanität, was auch eine psychologische Belastung darstellt. Die Akinese tritt häufig unvorhersehbar auf. In einem Moment kann der Patient sich noch frei bewegen, im nächsten Moment gelingen ihm Bewegungsroutinen nicht mehr. Was früher schnell erledigt war, etwa das An- und Ausziehen, dauert jetzt lange, manchmal Stunden.
- Muskelsteife (Rigor): Der Rigor (Fachwort: Muskelsteife) ist bei den meisten Parkinson-Patienten vorhanden und behindert sie stark. Normalerweise kommt es beim Anspannen eines Muskels automatisch zum Entspannen des Gegenmuskels. Beim Morbus Parkinson ist diese feine Balance gestört. Die Folge wird als Steifigkeit am ganzen Körper empfunden. Gleichzeitig fühlen sich die Patienten schwach, weil die Bewegungskraft die Steifigkeit der Gegenmuskeln zusätzlich überwinden muss. Besonders deutlich wird der Rigor, wenn eine zweite Person den Arm des Parkinson-Erkrankten passiv beugt oder streckt.
- Zittern (Tremor): Das Zittern tritt insbesondere in Ruhe in Ruhe und ist meist unverkennbar. Auch wenn der Patient versucht, die Hände ruhig zu halten, bewegen sich doch Daumen und Endglieder der Finger in einem gleichmäßigen Rhythmus hin und her. Häufig sind es vier bis sechs, manchmal bis zu neun Bewegungen pro Sekunde! Manche Patienten bewegen Daumen und Finger so zueinander, als ob sie eine Kugel in ihr bewegen würden. Der Tremor beginnt häufig an der Hand, er kann jedoch auch zuerst an den Füßen und im Kiefer auftreten. Jeder Versuch, das Zittern zu unterdrücken, misslingt.
- Haltungsinstabilität (Posturale Instabilität): Eines der auffälligsten Zeichen eines Parkinson-Syndroms ist die Haltungsinstabilität (Fachwort: Posturale Instabilität). Die Reflexe, die normalerweise dafür sorgen, dass wir auch in Bewegung unseren Körper automatisch ausbalancieren können, sind bei Parkinson-Erkrankten gestört. Eine Störung dieser Reflexe bewirkt, dass der Betroffene sich bei einer plötzlichen, unvorhergesehenen Bewegung nicht mehr problemlos „fangen“ kann. Es kommt zu einer Gangunsicherheit. Die Patienten haben oft eine gebückte Haltung mit leicht gebeugten Knien. Wenn die Erkrankung fortschreitet, fällt auch das Gehen immer schwerer. Manche schlurfen oder machen eine Serie von kleinen Schritten, als wenn sie sich beeilen müssten (Fachwort: Festination). Richtungsänderungen fallen schwer, Bagatell-Hindernisse (etwa ein im Wege liegender Stock) können oft kaum überwunden werden.
Die Erkrankung ist gekennzeichnet von der charakteristischen Trias Tremor (Zittern), Rigor (Steifigkeit) und Akinese (Bewegungsarmut) und wird unterteilt in unterschiedliche Entstehungsformen.
Weitere Symptome
Neben diesen vier Haupt-Symptomen ist das Auftreten einer Reihe weiterer Krankheitsanzeichen möglich, die jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich sein können. All diese Symptome sind für die Erkrankung zwar typisch, müssen aber nicht vorhanden sein. Hier zu nennen wären z.B.:
- Missempfindungen oder Schmerzen im Nacken, im Rücken oder in Extremitäten
- Veränderungen des Gefühlslebens
- Nachlassen der geistigen Fähigkeiten im Allgemeinen - jedoch nicht zu verwechseln mit der Verlangsamung der körperlichen Beweglichkeit, die einen Verlust der geistigen Fähigkeiten vortäuschen kann
- Sprechstörungen (leises, verwaschenes Sprechen)
- Schluckstörungen, eventuell mit vermehrtem Speichelfluss
- Hautprobleme, z.T. fettige oder ölige Gesichtsbereiche (Salbengesicht) oder auch trockene Haut und Kopfhaut-Schuppen, Störungen des Schwitzens
- Schlafprobleme
- Zusätzlich können Symptome wie das „Freezing“ meint Einfrieren von Bewegungen (Bewegungsblockaden), Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken, Störungen des vegetativen Nervensystems (z. B.
Noch vor dem Auftreten der genannten motorischen Symptome treten beim Morbus Parkinson nicht-motorische Symptome wie Riechstörungen, Störungen im Schlafverhalten, Schluck- und Verdauungsstörungen oder Blutdruckschwankungen beim Aufstehen auf. Weitere Symptome können chronische Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression sein. Darüber hinaus können Störungen des Gedächtnisses auftreten. Nicht selten sind diese Symptome Anlass zum Aufsuchen ärztlicher Hilfe.
Bei vielen Menschen mit Parkinson treten im Verlauf der Erkrankung kognitive Beeinträchtigungen auf. Von einer Parkinson-Demenz spricht man, wenn ein Mensch mit Parkinson mindestens zwei kognitive Einschränkungen aufweist, die sein unabhängiges Leben erschweren. Wie stark diese Einschränkungen sind, ist von Person zu Person unterschiedlich. Häufig sind die Aufmerksamkeit, die Problemlösefähigkeit, die Sprache oder die Orientierung betroffen. Auch das Lang- und Kurzzeitgedächtnis kann bei Menschen mit Parkinson-Demenz nachlassen. Menschen mit Parkinson-Demenz verarbeiten Informationen oft langsamer und es kann zu Persönlichkeitsveränderungen kommen.
Atypische Parkinson-Syndrome
Andere Parkinson-Syndrome gehen mit früher dementieller Entwicklung und Halluzinationen einher (Lewy-Körper-Demenz, LBD) oder sind durch eine vorherrschende Störung des vegetativen Nervensystems mit Blutdruckabfall und erheblichen Störungen des Gleichgewichtes (Multi-System-Atrophie) vergesellschaftet. Wichtig sind hier die atypischen Parkinsonsyndrome, auch als „Parkinson plus“ bezeichnet:
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- Sturz- und Fallneigung, insbesondere nach hinten
- ausgeprägte Stimm- und Sprechstörungen
- Demenz
- Verlangsamung des Denkens
- Aufmerksamkeitsstörungen
- „Leidenschaftslosigkeit“
- im späteren Verlauf: Einschränkung oder Lähmung der Blickwendung nach oben und unten
- Kortikobasale Degeneration oder auch kortikobasales Syndrom (um das 60.
Junge Parkinsonkranke (Parkinson U40)
Nichts ist mehr wie vorher, wenn ein junger Mensch an Parkinson erkrankt. Jung sein und Parkinson haben - ein Widerspruch? Mindestens 10 % der bundesweit ca. 300.000 Betroffenen sind unter 40, manche sogar unter 30 und die Zahl steigt. Gerade junge Menschen mit Parkinson vertuschen ihre Symptome oft. Wer kennt schon die früh erkrankten Menschen und die Umstände, unter denen sie ihren Alltag, ihren Beruf, ihre Partnerschaft, ihr Familienleben zu meistern haben. Egal welchen Beruf man ausübt, die Diagnose ist ein tiefer Einschnitt in die bisherige Lebensplanung. Es treten Zukunftsängste auf, Angst vor dem Verlust der bisherigen Fähigkeiten und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Viele Menschen mit Parkinson rutschen in eine Depression oder verdrängen die Realität und ignorieren die Krankheit. Dabei ist gerade das Annehmen der Krankheit wichtig, damit die Lebensqualität nicht zu sehr leidet. Sich nach und nach öffnen und bereit sein, sich Wissen über Parkinson anzueignen, ist der erste Weg, wieder Hoffnung aufzubauen. Je mehr man über seine Krankheit weiß, desto weniger fühlt man sich ihr ausgeliefert. Der Austausch mit anderen Betroffenen, z.B. in einer Selbsthilfegruppe, kann Wege aufzeigen, wie man mit Parkinson gut weiterleben kann. Die Zeiten, in denen ein Patient seiner Krankheit und deren Behandlung passiv gegenüber stand, sind lange vorbei. Jeder Betroffene sollte selbst aktiv werden und an der Bewältigung oder Linderung seiner Krankheit mitwirken.
Diagnose der Parkinson-Krankheit
Die Diagnose erfolgt über eine ausführliche Krankengeschichte und eine körperlich-neurologische Untersuchung auf Basis Ihrer Symptome. Um die geistigen Fähigkeiten zu überprüfen, gibt es spezielle Gedächtnistests. Ein Test, der extra für Menschen mit Parkinson entwickelt wurde, heißt PANDA-Test (Parkinson Neuropsychometric Dementia Assessment). Damit werden zum Beispiel die Aufmerksamkeit, das Erinnerungsvermögen oder die Wortfindung getestet. Wenn der Verdacht auf eine Demenz besteht, können weitere Tests wie eine MRT-Untersuchung zeigen, ob Teile des Gehirns geschrumpft sind.
Behandlung der Parkinson-Krankheit
Die Parkinson-Krankheit ist nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Medikamentöse Therapie
Parkinson wird in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Dabei wird die Therapie von einem Spezialisten für neurologische Bewegungsstörungen individuell an den Patienten angepasst, denn die Beschwerden können variieren und unterschiedlich schnell fortschreiten. Die Parkinson-Symptome lassen sich durch einen Ausgleich des Dopaminmangels lindern, indem man Dopamin als Medikament zuführt (z. B. Dazu kommen Medikamente zum Einsatz, die den Dopaminmangel wieder ausgleichen, wie zum Beispiel Levodopa (in Kombination mit einem Decarboxylasehemmer). Die medikamentöse Behandlung von Parkinson zielt darauf ab, die Botenstoffe im Gehirn wieder in ihr Gleichgewicht zu bringen und damit die motorischen Defizite abzumildern.
Nicht-medikamentöse Therapie
Neben der medikamentösen Behandlung sind nicht-medikamentöse Therapien sehr wichtig. Die Erkrankten werden dabei unterstützt, ihre bestehenden kognitiven Fähigkeiten und Alltagskompetenzen möglichst lange zu erhalten. Zur Linderung der motorischen Symptome der Parkinson-Erkrankung wird möglichst viel körperliche Aktivität empfohlen. Auch Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Übungsbehandlungen wie Singen oder Tanzen, sowie eine begleitende Psychotherapie können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Tiefe Hirnstimulation
Manchmal kann auch ein hirnchirurgischer Eingriff sinnvoll sein, die sogenannte Tiefe Hirnstimulation (THS). Dazu werden Elektroden ins Gehirn eingesetzt, die durch elektrische Impulse bestimmte Hirnregionen positiv beeinflussen.
Leben mit Parkinson
Lautet die Diagnose Parkinson, ist dies für Betroffene ein regelrechter Schock. Aber auch wenn diese chronische Nervenerkrankung nicht heilbar ist, können wir Sie dabei unterstützen, Ihre Lebensqualität langfristig zu bewahren. Wichtig ist eine passgenaue Therapie, die das Augenmerk auf Ihre speziellen und aktuellen Bedürfnisse richtet. Unser Team aus ärztlichem, therapeutischem und pflegerischem Personal in den Schön Kliniken hat langjährige Erfahrung in der Parkinsonbehandlung.
Selbsthilfe und Unterstützung
Sich nach und nach öffnen und bereit sein, sich Wissen über Parkinson anzueignen, ist der erste Weg, wieder Hoffnung aufzubauen. Je mehr man über seine Krankheit weiß, desto weniger fühlt man sich ihr ausgeliefert. Der Austausch mit anderen Betroffenen, z.B. in einer Selbsthilfegruppe, kann Wege aufzeigen, wie man mit Parkinson gut weiterleben kann. Die Zeiten, in denen ein Patient seiner Krankheit und deren Behandlung passiv gegenüber stand, sind lange vorbei. Jeder Betroffene sollte selbst aktiv werden und an der Bewältigung oder Linderung seiner Krankheit mitwirken.
Parkinson-Check
Als „Alltagsexperten“ im Umgang mit Parkinson können Sie Behandelnden wichtige Hinweise für die Ausrichtung Ihrer individuellen Therapie geben. Um Ihnen dafür etwas an die Hand zu geben, haben wir den Parkinson-Check entwickelt. Dieser einfache Selbsttest basiert auf einem Kriterienkatalog, den ein internationales Expertengremium zur Definition des fortgeschrittenen Parkinsons entwickelt hat. Die Ergebnisse unterstützen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bei der Einschätzung, ob Ihre aktuelle Therapie die Parkinson-Symptome ausreichend kontrolliert. Nehmen Sie dafür Ihre Testergebnisse einfach mit zum nächsten Behandlungstermin. Ferner finden Sie auf www.parkinson-check.de viele Hintergrundinformationen und Videos zu Parkinson-Symptomen.
Forschung
Die Forschung hat in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, um die Symptome der Parkinson-Erkrankung zu lindern. Die Lebenserwartung von Menschen mit Parkinson ist heute weitgehend normal. In Deutschland und international werden daher neue Therapien erforscht, die an der Ursache der Erkrankung ansetzen. Deutschland gehört zu den international führenden Standorten der Parkinson-Forschung. Es gibt hervorragende regionale und nationale Forschungsnetzwerke. Ihre Organisation und Finanzierung ist den Forschern aber weitgehend selbst überlassen. Daher sind private Initiativen und nichtstaatliche bzw.
Der Welt-Parkinson-Tag
Der Welt-Parkinson-Tag wird am 11. April begangen und wurde 1997 eingeführt. Er soll an den Geburtstag von Dr. James Parkinson (1755-1824), der die Erkrankung erstmals 1817 beschrieb (in seinem „Essay on the Shaking Palsy“) erinnern. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages veranstaltet die Parkinson Stiftung am Montag, 22.
Die rote Tulpe als Symbol
Die Krankheit Parkinson hat ein weltweites einheitliches Symbol: eine rote Tulpe. Acht Jahre später wurde auf der 9. World Parkinson’s Disease Day Conference die rote Tulpe zum Symbol für den Welt-Parkinson-Tag erklärt. Diese Entscheidung war kein Zufall: Der niederländische Gartenspezialist J. W. S. van der Wereld hatte 1980 eine preisgekrönte rot-weiße Tulpenart gezüchtet, die er nach dem britischen Arzt Dr. James Parkinson-Tulpe nannte. Auf diese Weise wollte er, selbst von der Erkrankung betroffen, auf Parkinson aufmerksam machen. Heute trägt die farbenfrohe Blüte als Symbol für den Welt-Parkinson-Tag dieses Anliegen weiter.
Zu seinen Ehren hatte der niederländische Gartenspezialist J. W. S. van der Wereld 1980 eine preisgekrönte rot-weiße Tulpenart gezüchtet, die er den Namen ‚Dr. James Parkinson‘ gegeben hatte. Rund acht Jahre später wurde, auf der 9. Auch in Deutschland ist die rote Tulpe Teil des Namenszuges des Dachverbandes „Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.“ sowie der Landesgruppen. Außerdem gibt es sie in vielen Staaten als Anstecknadel.