Synapse stürzt ständig ab: Ursachenforschung und Lösungsansätze

Der Artikel befasst sich mit den Ursachen für das wiederholte Abstürzen des Computers eines Nutzers, insbesondere im Zusammenhang mit anspruchsvollen Spielen wie Cyberpunk 2077 und neueren Titeln. Die beschriebenen Probleme umfassen Bluescreens, Spielabstürze und Fehlermeldungen bezüglich des Grafikspeichers. Der Artikel dokumentiert die umfangreichen Bemühungen des Nutzers, das Problem zu identifizieren und zu beheben, einschließlich Hardware- und Software-Tests, Treiberaktualisierungen und Komponentenaustausch. Ziel ist es, mögliche Ursachen für die Instabilität des Systems zu ermitteln und praktikable Lösungen aufzuzeigen.

Einleitung

Viele PC-Nutzer kennen das frustrierende Problem von Computerabstürzen. Besonders ärgerlich wird es, wenn diese Abstürze gehäuft auftreten und scheinbar ohne ersichtlichen Grund geschehen. Dieser Artikel beleuchtet die Fehlersuche eines Nutzers, der mit derartigen Problemen zu kämpfen hat, und analysiert mögliche Ursachen sowie Lösungsansätze.

Beschreibung des Problems

Der Nutzer berichtet von einer Verschlechterung der PC-Leistung über das letzte Jahr hinweg. Anfangs traten Bluescreens sporadisch auf, später jedoch immer häufiger, sowohl beim Starten des Rechners als auch während des Betriebs oder beim Spielen. Die Fehlermeldungen waren vielfältig und deuteten laut Recherchen im Internet auf mögliche Konflikte mit Programmen wie ICue oder Razer Synapse hin, sowie auf veraltete Treiber oder Virenprobleme.

Zusätzlich zu den Bluescreens traten Abstürze in neueren Spielen wie Horizon Forbidden West, Frontiers of Pandora und Star Wars Outlaws auf. Besonders problematisch war Cyberpunk 2077, das 2022 noch einwandfrei lief, nun aber zu extremer Hitzeentwicklung der Grafikkarte und anschließenden Abstürzen führte.

Unternommene Lösungsversuche

Der Nutzer hat eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um das Problem zu beheben:

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  • Software-Updates: Installation der neuesten Windows-Updates, BIOS-Updates und Grafikkartentreiber. Auch ältere Grafikkartentreiber wurden getestet.
  • Hardware-Überprüfung: Überprüfung der Festplatten, Austausch der Wärmeleitpaste auf Grafikkarte und CPU, Test des Arbeitsspeichers mit Memtest86.
  • Software-Neuinstallation: Komplette Neuinstallation von Windows und anschließendes Starten von Cyberpunk 2077 mit minimaler Software.
  • Arbeitsspeicher-Tests: Test des Arbeitsspeichers mit Memtest86, verschiedene Konfigurationen der RAM-Riegel (einzeln, in unterschiedlichen Slots).
  • Grafikeinstellungen: Reduzierung der Auflösung und Abschalten von Grafikoptionen in den Spielen.
  • Sonstige Maßnahmen: Ausführen als Administrator, Deaktivieren der Grafikbeschleunigung.
  • BIOS-Einstellungen: Überprüfung und Anpassung von Rbar und Above 4G.
  • Systemdateiprüfung: Überprüfung von Windows mit sfc /scannow nach jeder Neuinstallation.
  • XMP-Profil: Testen des Systems mit und ohne aktiviertes XMP-Profil für den Arbeitsspeicher.

Detaillierte Analyse der Lösungsversuche

Arbeitsspeicher als mögliche Ursache

Ein wichtiger Schritt zur Fehlerbehebung war die Identifizierung eines defekten RAM-Riegels. Obwohl Memtest86 zunächst keine Fehler anzeigte, stellte sich heraus, dass Cyberpunk 2077 stabiler lief, wenn nur ein RAM-Riegel verwendet wurde. Der Austausch des RAMs brachte jedoch keine sofortige Lösung, da Avowed mit den neuen Riegeln sogar noch schneller abstürzte.

Grafikkartenprobleme

Die anfängliche Überhitzung der Grafikkarte deutete auf ein mögliches Problem in diesem Bereich hin. Nach dem Erneuern der Wärmeleitpaste verbesserte sich die Temperatur, die Abstürze blieben jedoch bestehen. Die Fehlermeldung "Out of video memory" in Avowed deutete auf ein Problem mit dem Grafikspeicher hin. Der Test mit einer anderen Grafikkarte (Vega 64) führte vorübergehend zu weniger Bluescreens, was die Vermutung eines Defekts an der ursprünglichen Grafikkarte (2070 Super) verstärkte.

Software-Konflikte und Treiberprobleme

Die anfänglichen Recherchen deuteten auf mögliche Konflikte mit Programmen wie ICue und Razer Synapse hin. Der Nutzer berichtete auch von Bluescreens direkt nach der Windows-Neuinstallation, was auf tieferliegende Probleme hindeutet. Der Windows Driver Verifier zeigte Fehler in verschiedenen Treibern an, was die Fehlersuche zusätzlich erschwerte.

Netzteil als potenzielle Fehlerquelle

Die Tatsache, dass die Bluescreens scheinbar häufiger im Leerlauf auftreten, deutet auf ein mögliches Problem mit dem Netzteil hin. Ein veraltetes Netzteil (ATX 2.3) könnte möglicherweise die Spannung bei schnell wechselnden Powerstates eines Ryzen-Prozessors nicht sauber ausregeln.

BIOS-Einstellungen

Der Nutzer stellte fest, dass sein BIOS sehr alt war und er die Updates schrittweise über einen USB-Stick installierte. Die Frage, ob XMP aktiviert sein sollte, wurde ebenfalls diskutiert.

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Weitere mögliche Ursachen

  • Mainboard-Defekt: Ein Defekt am Mainboard könnte ebenfalls für die Instabilität des Systems verantwortlich sein.
  • CPU-Defekt: Obwohl die CPU-Temperatur im normalen Bereich lag, könnte ein Defekt nicht ausgeschlossen werden.
  • Inkompatibilität: Inkompatibilitäten zwischen den einzelnen Hardwarekomponenten könnten ebenfalls zu Problemen führen.
  • Beschädigte Windows-Dateien: Trotz der Überprüfung mit sfc /scannow könnten beschädigte Windows-Dateien vorhanden sein.

Mögliche Lösungsansätze

Basierend auf den gesammelten Informationen und den bereits unternommenen Schritten lassen sich folgende Lösungsansätze ableiten:

  1. Grafikkarte weiter testen: Um sicherzustellen, dass die Grafikkarte die Ursache ist, sollte sie in einem anderen System getestet oder durch eine andere Karte ersetzt werden.
  2. Netzteil austauschen: Ein neues Netzteil mit einem aktuelleren Standard (z.B. ATX 3.0) könnte das Problem beheben, wenn es sich um Spannungsschwankungen handelt.
  3. Mainboard überprüfen: Das Mainboard sollte auf sichtbare Schäden untersucht und gegebenenfalls in einem anderen System getestet werden.
  4. CPU überprüfen: Obwohl die CPU-Temperatur normal ist, könnte ein Test in einem anderen System Aufschluss geben.
  5. BIOS-Einstellungen optimieren: Die BIOS-Einstellungen sollten auf Standardwerte zurückgesetzt und dann schrittweise optimiert werden. XMP sollte zunächst deaktiviert bleiben.
  6. Saubere Treiberinstallation: Die Grafikkartentreiber sollten im abgesicherten Modus mit DDU (Display Driver Uninstaller) deinstalliert und dann neu installiert werden.
  7. Windows erneut installieren: Eine erneute Neuinstallation von Windows könnte helfen, falls beschädigte Systemdateien die Ursache sind.
  8. Kompatibilität prüfen: Die Kompatibilität der einzelnen Hardwarekomponenten sollte überprüft werden, insbesondere bei älteren Systemen.
  9. RAM erneut testen: Obwohl bereits neue RAM-Riegel gekauft wurden, sollte der alte RAM nochmals gründlich mit Memtest86 getestet werden.
  10. Ereignisanzeige überprüfen: Obwohl der Nutzer angab, dass in der Ereignisanzeige nichts steht, sollte diese dennoch regelmäßig auf Fehlermeldungen überprüft werden.
  11. Antivirensoftware überprüfen: Die Antivirensoftware könnte fälschlicherweise Dateien blockieren oder als Bedrohung erkennen. Eine Ausnahme für die betroffenen Spiele könnte helfen.
  12. Software-Konflikte ausschließen: Programme wie Razer Synapse oder ICue sollten testweise deinstalliert werden, um mögliche Konflikte auszuschließen.

Zusätzliche Überlegungen

  • Temperaturüberwachung: Die Temperaturen von CPU und Grafikkarte sollten während des Spielens kontinuierlich überwacht werden, um Überhitzung auszuschließen.
  • Stresstests: Stresstests für CPU und Grafikkarte können helfen, die Stabilität des Systems unter Last zu überprüfen.
  • Professionelle Hilfe: Wenn alle Stricke reißen, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden, der das System gründlich analysieren und die Ursache des Problems identifizieren kann.

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