Die Wirkung von Tee auf das Gehirn: Ein umfassender Überblick

Grüner Tee hat eine außergewöhnliche Wirkung auf das Gehirn und die Leistungsfähigkeit. Es mag widersprüchlich erscheinen, aber Teetrinker genießen seit jeher sowohl die beruhigende als auch die anregende Wirkung von Grünem Tee. Doch wie genau funktioniert das und welche Stoffe sind im Grünen Tee für diesen gegensätzlichen, sich aber sehr gut ergänzenden Effekt, verantwortlich?

Was ist Grüner Tee Extrakt?

Die Nachfrage nach Grüntee-Extrakt ist in den letzten Jahren in Deutschland stark gestiegen, denn mittlerweile hat sich herumgesprochen, welche positiven Eigenschaften Grüner Tee besitzt. In China und Indien wird er schon seit Tausenden von Jahren zur ganzheitlichen Gesundheit verwendet. Wie viele wissenschaftliche Studien zeigen, kann sich Grüner Tee Extrakt auf die allgemeine Leistungsfähigkeit des Gehirns auswirken. Gleichzeitig wird ihm aber auch ein beruhigender Effekt zugesprochen. Für allgemeingültige gesundheitsbezogene Aussagen bedarf es aber noch weiterer klinischer Studien. Dass diese beiden Wechselwirkungen des Tees in China schon seit jeher geschätzt wurden, beweisen die folgenden Sätze in einem chinesischen Buch: "Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken. Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt. Bist du niedergeschlagen, wird Tee dich ermutigen." Während der Tee im asiatischen und arabischen Raum schon seit Jahrtausenden bekannt ist, kam er erst im 17. Jahrhundert nach Europa.

Der Grüne Tee-Extrakt wird aus den Blättern der Teepflanze Camillia sinensis hergestellt, aber nicht fermentiert im Gegensatz zu Schwarztee. Um die Oxidation der im Blatt enthaltenen Polyphenole zu vermeiden und die pflanzeneigenen Enzyme zu inaktivieren, werden bei der Herstellung von Grünem Tee die Blätter nach dem Pflücken hitzebehandelt. Der charakteristische Geschmack des Tees stammt vom im Teeblatt enthaltenen L-Theanin. Dieses ist in herkömmlicher Konzentration von 6 % im Blatt enthalten. Die im Grünen Tee enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) verursachen einen etwas herberen Geschmack, als bei vergleichbaren Teesorten. Weiterhin werden die Blätter des Grünen Tees gerollt. Dieses Verfahren wird auch bei der Herstellung von Schwarzem Tee angewandt. Fürs Aroma oder die Wirkung hat dies jedoch keine Bedeutung, denn durch diese Bearbeitung sollen die Blätter lediglich wieder geschmeidig gemacht werden, damit sie im folgenden Prozess leichter verarbeitet werden können. Durch dieses schonende Verfahren bleiben im Teeblatt hochwertige Wirkstoffe erhalten, welche die Wirkung von Grüner Tee Extrakt im Wesentlichen ausmachen. Den Inhaltsstoffen werden viele günstige Eigenschaften zugesprochen.

Take-Home-Message #1: Grüner Tee Extrakt wird durch ein schonendes Verfahren aus den Teeblättern gewonnen und besitzt dadurch, im Vergleich zu anderen Teesorten, eine höhere Wirkungskraft.

Wie wirkt Grüner Tee Extrakt?

Grüner Tee und die darin enthaltenen Wirkstoffe gelten als fördernd in vielerlei Hinsicht. Das im Tee enthaltene Koffein bringt dich auf ein höheres Level. Auch kann über den regelmäßigen Verzehr von Grünem Tee dieser Effekt erzielt werden. Für die Power-Wirkung des Tees ist sein Koffeingehalt verantwortlich. Warum aber kann Grüner Tee gleichzeitig auch beruhigend wirken? Verantwortlich dafür ist vor allem das L-Theanin, eine freie Aminosäure, die fast ausschließlich im Tee, vor allem im Grüntee gefunden wird. L-Theanin kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und im Gehirn die Konzentrationen diverser Neurotransmitter (das sind Botenstoffe der Nervenzellen) beeinflussen, so z.B. die Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin. Viele Botenstoffe sind für einen Zustand von tiefer Entspannung und Ruhe verantwortlich, sowie für ein Gefühl von Zufriedenheit und Wohlbefinden. Sobald so der "Kummer-Modus" abgeschaltet wird, kann man sich besser konzentrieren und auf seine Gedanken fokussieren, was in einer verbesserten Lern- und Gedächtnisleistung resultiert. In unserer modernen, hektischen Zeit können die Vorteile einer einfachen Substanz, die uns einiges von unserem Stress nehmen kann, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Und so wird L-Theanin vor allem in Japan, Korea oder Taiwan bereits seit langer Zeit als fester Bestandteil in Supplements zur Beruhigung und Konzentration eingesetzt.

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Eine Studie des Department of Integrative Biology and Physiology der University of California hat darüber hinaus die antioxidative Wirkung von Grünem Tee genauer untersucht. Epigallocatechin, kurz ECGC, ist eines der in Grünem Tee vorkommenden Polyphenole. Es kann reaktive Sauerstoff-Spezies im Körper abfangen und schützt die Zellen so vor oxidativem Stress, also vor der Zerstörung durch freie Radikale. Sind deine Zellen in top-Form, bist du optimal für deine Herausforderungen gewappnet. Zu guter letzt wird Grünem Tee Extrakt noch eine weitere Wirkung zugesprochen. Eine Studie des Human Performance Laboratory der University of Birmingham hat sich mit dem Zusammenhang von körperlicher Ausdauer und Grünem Tee Extrakt befasst. Dabei wurde den Probanden Grüner Tee Extrakt verabreicht. Dies führte zu erhöhten Gehalten an freien Fettsäuren im Plasma bei Bewegung, was auf höhere Fettverbrennung hinweist. Je besser die Fettverbrennung funktioniert, desto stabiler kann auch eine Bereitstellung von Energie bei Belastung gewährleistet werden. Diese Ergebnisse der Studie der University of Birmingham deutet darauf hin, dass Grüner Tee Extrakt die Ausdauer verbessern kann. Ursache für diese Verbesserungen sind die in Grünem Tee enthaltenen polyphenolischen Verbindungen, sog. Catechine.

Take-Home-Message #2: Grüner Tee besitzt zahlreiche Wirkungen auf deinen Körper und Geist, was bereits einige Studien belegen konnten. Für allgemeingültige gesundheitsbezogene Aussagen bedarf es allerding noch weiterer klinicher Untersuchungen.

Die Wirkung von Grünem Tee Extrakt auf das Gehirn

Die Wirkung von Grünem Tee auf das Gehirn untersuchte eine Studie des National College of Naturopathic Medicine in Portland, Oregon. Die Forscher beschäftigten sich genauer mit der Auswirkung von Grünem Tee auf die Gedächtnisleistung. In der doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie wurden 91 Probanden mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen untersucht. Die Hälfte von ihnen erhielt Grüntee-Extrakt mit zugesetztem L-Theanin, die Placebogruppe Maltodextrin und Lactose. Nach 16 Wochen wurden neurophysiologische Tests bei beiden Gruppen durchgeführt. Dabei schnitten die Probanden, die Grünen Tee erhalten hatten, deutlich besser ab. Die Probanden mussten Gedächtnisaufgaben lösen, während sie mit einem MRT untersucht wurden. Mit diesem bildgebenden Verfahren können die Wissenschaftler feststellen, welche Bereiche des Gehirns während einer Aufgabe aktiviert werden und wie stark diese Aktivierung ist. Die Forscher fanden heraus, dass Grüner Tee-Extrakt sowohl die Aktivität in, wie die Verbindung zwischen exakt den Regionen der Großhirnrinde verstärkt, die für das Arbeitsgedächtnis entscheidend sind. Und - das ist das entscheidende -, diese stärkere Aktivität, die durch den Grünen Tee-Extrakt hervorgerufen wurde, bewirkte auch in eine bessere kognitive Leistung der Probanden. Die Studienergebnisse könnten auf einen positiven Einfluss von Grüntee auf die Kurzzeitplastizität, also die kurzzeitige Anpassung der Übertragungsstärke der Synapsen des Gehirns, hindeuten.

Take-Home-Message #3:Grüntee stärkt kann einige Mechanismen im Körper beeinflussen. Die Power- Wirkung durch L-Theanin und Koffein sorgen für mentale Klarheit.

Die Vorteile auf einen Blick

  1. Bringt dich auch ein höheres Level
  2. Power-Kombination
  3. Regt die Verdauung an

Grüner Tee Extrakt: Dosierung, Anwendung und Kaufen

Es sind vor allem gesundheitsbewusste Menschen, die sich mit ihrer Ernährung beschäftigen und regelmäßig Grünen Tee trinken. Wohl bemerkt verwenden die Meisten den klassischen Tee und nicht das Extrakt. Dabei wäre es für jeden extrem sinnvoll das Extrakt zu kaufen und in die tägliche Ernährung zu integrieren. Noch viel besser als Grüner Tee Aufguss ist Grüner-Tee-Extrakt, denn hier sind die wirksamen Inhaltsstoffe angereichert. Gegenüber dem normalen Grünen Tee hat Grüner Tee Extrakt den Vorteil, dass die wirksamen Stoffe dort geballt vorhanden sind. Man muss also viel weniger davon nehmen, um dieselbe Wirkung zu erreichen, als wenn man die Tee-Blätter einfach mit Wasser als Tee aufbrüht. Die Konzentration der wirksamen Inhaltsstoffe ist dann natürlich viel geringer als im Extrakt.

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Weitere Studien und Forschungsergebnisse

Tee oder Kaffee?

Beim Lesen dieses Artikels fällt unsere Wahl vielleicht auf den Tee. Die vorliegende Studie von chinesischen und britischen Wissenschaftlern zeigt dank Bildbefunden aus dem Gehirn zum ersten Mal die Wirkung von Tee auf das Gehirn, insbesondere auf die Verbindungen zwischen den Hirnregionen. Wie die Autoren im Vorwort ihres in der Zeitschrift Aging erschienen Artikels betonen, haben bereits frühere Studien darauf hingewiesen, dass Teetrinken gut für die Gesundheit sein könnte, unter anderem als Stimmungsaufheller, bei der Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen und des Risikos des verringerten kognitiven Leistungsvermögens. Diese positiven Eigenschaften des Tees sind vor allem seinen Inhaltsstoffen zuzuschreiben. Demnach fördert Katechin das Arbeitsgedächtnis und L-Theanin verringert Stress. Bislang beruhen die meisten Forschungen auf neurokognitiven und neuropsychologischen Untersuchungen. Für ihre Studie haben Junhua Li und seine Kollegen die Hypothese aufgestellt, dass regelmäßiger Teegenuss sich positiv auf die Hirnorganisation auswirkt und funktionale und strukturelle Verbindungen leistungsfähiger macht.

Studiendesign und Ergebnisse

Das Forscherteam hat 36 gesunde erwachsene Personen rekrutiert. Jede Person musste auf einer Skala von 1 bis 6 (von niemals oder selten bis 3 Mal/Tag oder häufiger) die Häufigkeit ihres Genuss von Grünem Tee, Oolong und Schwarzem Tee angeben (etwa im Alter von 45 Jahren, sowie aktuell). Hierdurch konnten zwei Gruppen bestimmt werden: eine Teetrinkergruppe (15 Personen; Altersdurchschnitt = 70,27) und eine Nicht-Teetrinkergruppe (21 Personen; Altersdurchschnitt = 71,71). Von jedem Teilnehmer wurden Gesundheitsdaten, Informationen zu Lebensgewohnheiten und Wohlbefinden aufgenommen. Die Analysen der Ergebnisse der kognitiven Leistungen und der Hirnbildgebung zeigen, dass der Teegenuss eine strukturell effizientere Hirnorganisation hervorruft (ohne dass eine positive Wirkung auf die funktionale Organisation des Hirns insgesamt erfolgt). Bei den Teetrinkern sind Hirnregionen offensichtlich effizienter miteinander verknüpft (bei einem durchschnittlichen Teegenuss von mindestens 4 Mal/Woche über etwa 25 Jahre). Die Wissenschaftler haben sich vor allem auf das "grundlegende Netz" konzentriert, wobei es sich um ein ausgedehntes Netz von Wechselwirkungen zwischen Hirnregionen handelt, von denen bekannt ist, dass ihre Aktivitäten untereinander stark korrelieren und sich von den Aktivitäten anderer Regionen unterscheiden. Laut Feng Lei, von Institut für Psychologische Medizin (Universität Singapur) ist die Informationsverarbeitung um so effizienter, je besser die Verbindungen zwischen den Hirnregionen strukturiert sind. Somit "stellen diese Ergebnisse den ersten Beleg für die positive Wirkung des Teetrinkens auf die Hirnstruktur dar.

Grüntee und Demenzrisiko

Erhöhter Tee-Konsum wurde bereits mit einer reduzierten jährlichen Hippocampus-Atrophie (Rückbildung) in Verbindung gebracht, regelmäßiger Kaffee-Konsum mit höherer kortikaler Dicke. Der umgekehrte Fall, sogenannte Läsionen (Schädigungen) der weißen Hirnsubstanz, stellt ein Risiko für Alzheimer sowie Demenz im Allgemeinen dar. Dieser Frage gingen nun WissenschaftlerInnen aus dem Land der aufgehenden Sonne nach. Dazu werteten sie Daten der Japan Prospective Studies Collaboration for Aging and Dementia (JPSC-AD) aus, wobei sie die Datenbasis auf 8.766 Menschen im Alter von 65 Jahren oder höher eingrenzten, die im eigenen Haushalt lebten (im Gegensatz z.B. zu Pflegeeinrichtungen) und keine Demenz-Diagnose hatten. Rund 92% der ProbandInnen tranken regelmäßig Grünen Tee, 82% regelmäßig Kaffee. Setzte man den Getränke-Konsum nun ins Verhältnis zur Gehirnbeschaffenheit, zeigte sich: Das Läsionsvolumen, sozusagen die „Verlustmasse“, weißer Hirnsubstanz im Verhältnis zur Gesamtgehirnmasse nahm mit steigendem Konsum von Grünem Tee graduell ab. Im Falle des Grünen Tee-Konsums blieben die Unterschiede im Läsionsvolumen selbst dann signifikant, wenn man ProbandInnen mit MCI, die vielleicht stärker profitieren könnten, aus der Analyse ausschloss. Der regelmäßige Genuss von Grünem Tee könnte durchaus eine Maßnahme sein, den Erhalt der eigenen geistigen Gesundheit zu unterstützen. Vor dem Hintergrund dieser Studie wäre er dabei dem täglichen Kaffee vorzuziehen.

Mögliche Erklärungsansätze

Eine Antwort auf das „warum?“ liefert die Arbeit allerdings nicht abschließend. Die AutorInnen verweisen lediglich auf einen möglichen Erklärungsansatz: Bluthochdruck gilt als einer der stärksten Risikofaktoren für Läsionen von weißer Hirnsubstanz - und Grünem Tee wurde bereits eine blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen. Im Vergleich zu Kaffee enthält er weniger Koffein, welchem wiederum eine eher blutdrucksteigernde Wirkung attestiert wird.

Die Rolle von Inhaltsstoffen im Grünen Tee

EGCG und Theanin: VIPs für das Gehirn

Katechine sind natürliche Antioxidantien, die in Früchten, Gemüse und sogar in Wein und Schokolade vorkommen, aber am häufigsten im grünen Tee. Das wichtigste Katechin im grünen Tee heißt EGCG (Epigallocatechingallat). In einer Studie wurden Gehirnzellen aus dem Hippocampus (dem Teil des Gehirns, der das Gedächtnis reguliert) beta-Amyloid-Proteinen (Alzheimer-Plaques) ausgesetzt. Je höher die Exposition, desto mehr Gehirnzellen starben ab. Als sie jedoch das grüne Tee-Katechin EGCG hinzufügten, stieg die Überlebensrate der Gehirnzellen. Da das Gehirn ein so wichtiges Organ in unserem Körper ist, hat es eine natürliche Barriere, die sorgfältig kontrolliert, was vom Blut ins Gehirn gelangt (wie ein Türsteher, der die Tür eines VIP-Raums bewacht). EGCG passiert diese Blut-Hirn-Schranke sehr leicht (wie ein VIP).

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Ein weiterer sehr wichtiger Bestandteil im grünen Tee ist eine Aminosäure namens Theanin. Sie kommt nur in einigen Pilzen und Tees, besonders aber im grünen Tee, vor. Theanin hat starke neuroprotektive Effekte auf Gehirnzellen. Wie EGCG ist Theanin ein weiterer VIP für das Gehirn, was bedeutet, dass es leicht die Blut-Hirn-Schranke passieren kann. Dieser direkte Zugang kann es ermöglichen, die Neuroplastizität (die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zwischen Neuronen zu bilden) zu verbessern. Theanin hilft auch dabei, den Spiegel der Stresshormone im Blut zu senken.

Die Synergie von Theanin und Koffein

Grüner Tee enthält auf natürliche Weise eine einzigartige Kombination aus Koffein, Catechinen und Theanin. Die Struktur von Theanin ähnelt der von GABA (einem Neurotransmitter, der die Erregbarkeit des Nervensystems verhindert) und hat die gleichen beruhigenden Effekte. Studien zeigen jedoch, dass Theanin im Gegensatz zu anderen Anti-Stress-Kräutern keine Schläfrigkeit verursacht und gleichzeitig die aufweckenden Effekte von Koffein unter Kontrolle hält. Diese beruhigenden und koffeinmodulierenden Effekte könnten der Grund dafür sein, dass viele Menschen nach dem täglichen Konsum von grünem Tee weniger Angstzustände haben und besser schlafen.

In einer Studie erhielt eine Gruppe von Menschen vor der Meditation einfaches Wasser, und eine andere Gruppe erhielt Wasser mit darin gemischtem Theanin. Die Gruppe ohne Theanin erreichte nach 90 Minuten Meditation Alpha-Wellen in ihren Gehirnen (entspannt, fokussiert, aufmerksam). Die Gruppe mit Theanin hingegen erreichte die Alpha-Wellen bereits nach 45 Minuten und mit größerer Intensität. Ebenso wurde gezeigt, dass der Konsum von EGCG (dem häufigsten Catechin im grünen Tee) nicht nur Alpha-Wellen (ruhiger, meditativer Zustand) erhöht, sondern auch Theta-Wellen (entspannter, träumerischer Zustand) und sogar Beta-Wellen (aufmerksamer, fokussierter Zustand) im Gehirn steigert.

Grüntee und Stressbewältigung

Stress kann sich negativ auf die kognitiven Funktionen auswirken. Eine Sekundäranalyse einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie an mäßig gestressten gesunden Erwachsenen zeigte die positiven akuten Auswirkungen der Einnahme einer Kombination aus Magnesium, B-Vitaminen (B6, B9, B12), Rhodiola und mit L-Theanin angereicherten Grüntee-Extrakten auf die Theta-Aktivität des Gehirns während der Durchführung von Aufmerksamkeitsaufgaben unter akuten sozialen Stressbedingungen.

In dieser Studie wurden die Auswirkungen auf die Hirnaktivität bei Aufmerksamkeitsaufgaben untersucht. Insgesamt wurden 100 gesunde Freiwillige im Durchschnittsalter von 25 Jahren vier Behandlungsgruppen zugeteilt und erhielten jeweils eine Einzeldosis von i) Magnesium + B-Vitamine (B6, B9, B12) + Grüner Tee + Rhodiola (vollständige Kombination), ii) Magnesium + B-Vitamine + Grüner Tee (Grüner Tee), iii) Magnesium + B-Vitamine + Rhodiola (Rhodiola) und iv) Placebo. Nach der Einnahme wurden alle Teilnehmer dem Trier Social Stress Test unterzogen und sollten Aufmerksamkeitsaufgaben lösen.

Die Behandlung mit den kombinierten Inhaltsstoffen führte zu einem signifikanten Anstieg der Theta-Werte der vorderen Mittellinie im Vergleich zu Placebo und Rhodiola als Einzelbehandlung. Dies deutet darauf hin, dass Grüner Tee und Rhodiola in der Lage sind, die Reaktion des Gehirns zu beeinflussen, wenn sie zusammen und nicht einzeln eingenommen werden, was das Interesse an der Kombination dieser Inhaltsstoffe unterstreicht. Diese erhöhte Theta-Aktivität in der frontalen Mittellinie bei Einnahme der kombinierten Inhaltsstoffe deutet auf eine verbesserte Verarbeitungskapazität bei den Aufgaben zum Aufmerksamkeitswechsel hin.

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