Tina Siedhoff und ihr Engagement für die Deutsche Parkinson Vereinigung

Die Deutsche Parkinson Vereinigung (DPV) ist eine der größten Selbsthilfeorganisationen in Deutschland, die sich der Unterstützung von Parkinson-Patienten und ihren Angehörigen widmet. Mit rund 19.000 Mitgliedern und 320 Regionalgruppen und Kontaktstellen leistet die DPV einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Parkinson. Eine zentrale Figur in der DPV ist Tina Siedhoff, die als 1. Bundesvorsitzende eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Vereinigung spielt.

Die Rolle von Tina Siedhoff in der Deutschen Parkinson Vereinigung

Tina Siedhoff übernahm die Position der 1. Bundesvorsitzenden der Deutschen Parkinson Vereinigung und hat sich seither ambitionierte Ziele gesetzt. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt sie die Förderung der Parkinson-Forschung und die Qualifizierung von Fachkräften. Sie betont die Notwendigkeit, gemeinsam mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen aktiv zu werden, um die Versorgung von Parkinson-Patienten zu verbessern.

Ein besonderes Anliegen von Tina Siedhoff ist die verstärkte Einbindung der "Jungen Parkinsonkranken" (JuPa). Sie erkannte, dass die Mitgliederstruktur der DPV überaltert ist und dass es wichtig ist, jüngere Betroffene anzusprechen und ihnen Angebote zu machen, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Etwa 10 Prozent aller Parkinson-Patienten erkranken bereits um das 40. Lebensjahr, weshalb es unerlässlich ist, auch diese Zielgruppe in die Arbeit der DPV einzubeziehen.

Siedhoff freut sich über das Engagement und die Ideen der Mitglieder im neuen Vorstand. Gemeinsam wollen sie die Deutsche Parkinson Vereinigung erneuern und stärken, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.

Besuch in der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen

Ein Beispiel für das Engagement von Tina Siedhoff ist ihr Besuch in der Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen. Begleitet von Chefarzt Dr. med. Ralph E. Lehrke und dem Leitenden Oberarzt Dr. med. Thomas Fortmann, FEBNS, erhielt sie einen Einblick in die operative Versorgung von Parkinson-Patienten mittels Tiefer Hirnstimulation (THS).

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Während ihres Aufenthalts konnte Frau Siedhoff zwei Eingriffe im Operationssaal live miterleben und die Abläufe einer solchen hochspezialisierten Behandlung aus nächster Nähe beobachten. Sie besuchte auch einen Patienten, der kurz zuvor operiert wurde, und konnte sich von den positiven Effekten der Tiefen Hirnstimulation auf die Krankheitssymptome überzeugen.

Siedhoff zeigte sich beeindruckt von der Expertise und Sorgfalt des Teams der St. Barbara-Klinik und betonte die Bedeutung der engen Verbindung von technischer Präzision und menschlicher Fürsorge für den Behandlungserfolg. Der Besuch bot zudem die Möglichkeit für einen intensiven Erfahrungsaustausch und die Entwicklung von Plänen für eine intensivere Zusammenarbeit, um Patienten und Angehörige künftig noch besser über die Behandlungsmöglichkeiten der Tiefen Hirnstimulation zu informieren und sie in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Die Bedeutung von Selbsthilfegruppen

Im Krankheitsverlauf von Parkinson kann es vorkommen, dass Betroffene ihre sozialen Kontakte reduzieren. Scham und Angst spielen oftmals eine große Rolle bei diesem Rückzug aus dem öffentlichen Leben. Um die eigene Erkrankung besser zu verstehen und mit der neuen Lebenssituation besser umzugehen, ist es jedoch sinnvoll, offen über das Thema Parkinson zu sprechen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Parkinson-Selbsthilfegruppen bieten eine wichtige Plattform für diesen Austausch. Hier können Betroffene ihre Probleme direkt mit anderen Betroffenen besprechen, von ihren Erfahrungen lernen und Tipps und Anregungen erhalten. In den Selbsthilfegruppen können Fragen gestellt werden, die von Menschen auf Augenhöhe beantwortet werden. Dieser Austausch kann allen Gruppenteilnehmern helfen, besser mit der Parkinsonerkrankung umzugehen.

Die Deutsche Parkinson Vereinigung unterstützt die Arbeit der Selbsthilfegruppen und stellt Adressen und Informationen zur Verfügung.

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Rezertifizierung der Parkinson-Fachklinik der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg

Die Parkinson-Fachklinik der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg wurde im Juni 2025 erfolgreich rezertifiziert. Bereits seit 2010 ist die Klinik als spezialisierte Parkinson-Fachklinik anerkannt - die aktuelle Rezertifizierung unterstreicht das 15-jährige Bestehen dieser Auszeichnung.

Die Prüfung wurde durch Prof. Dr. med. Thomas Gasser von der Universitätsklinik Tübingen durchgeführt. Die erneute Zertifizierung zeigt, dass die Klinik auch nach 15 Jahren den hohen Ansprüchen an eine spezialisierte Parkinson-Fachklinik gerecht wird.

In der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg erhalten Parkinsonpatienten eine optimal auf sie abgestimmte Behandlung. Sie werden zur Erst- und Differentialdiagnostik bei der Parkinsonkrankheit sowie atypischer/sekundärer Parkinsonerkrankung und anderen Bewegungsstörungen, Neueinstellung, medikamentösen Umstellung, Ein- und Umstellung von Medikamentenpumpen und zu nicht medikamentösen Therapien im Rahmen der Parkinson-Komplexbehandlung empfangen.

Die Fachklinik bietet hervorragend ausgestattete Physio- und Ergotherapie sowie neuropsychologische und logopädische Diagnostik. Die Therapie erfolgt im Rahmen der multimodalen Komplexbehandlung der Parkinsonkrankheit.

Finanzielle Unregelmäßigkeiten in der Deutschen Parkinson Vereinigung

In jüngster Zeit wurde die Deutsche Parkinson-Vereinigung (DPV) von finanziellen Unregelmäßigkeiten erschüttert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Untreue gegen mehrere Personen, darunter den ehemaligen Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Mehrhoff.

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Medienberichten zufolge steht Mehrhoff im Verdacht, über Jahre hinweg Gelder in einer Gesamthöhe von mehr als 1,8 Millionen Euro veruntreut zu haben. Er soll vor allem Geld aus Erbschaften heimlich auf ein Schattenkonto geleitet und dann über Jahre hinweg abgehoben haben.

Die neue Verbandsvorsitzende Tina Siedhoff erhebt schwere Vorwürfe gegen den früheren Geschäftsführer, der ihrer Meinung nach „mit hoher krimineller Energie in die eigene Tasche gewirtschaftet“ haben soll. Die DPV bereitet derzeit eine Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Geschäftsführer vor.

Der Welt-Parkinson-Tag

Jedes Jahr im April findet der Welt-Parkinson-Tag statt, der an den englischen Arzt James Parkinson erinnert, der 1817 erstmals die Symptome der Krankheit in einem Buch beschrieb. Zu diesem Anlass will die Deutsche Parkinson Vereinigung (dPV) mit der Devise „Wir haben mehr Kraft als Krankheit!” für Toleranz gegenüber und Unterstützung von Parkinson-Erkrankten und ihren Angehörigen werben.

Parkinson ist eine chronisch fortschreitende, neurodegenerative Erkrankung, die unter anderem zur Versteifung von Muskeln, verlangsamten Bewegungen und unkontrollierbarem Zittern führt. Nach Angaben der DPV sind in Deutschland Schätzungen zufolge 240.000 bis 280.000 Menschen betroffen.

Die Regionalgruppe Osterode feiert 25-jähriges Bestehen

Am 07.05.2025 feierte die Regionalgruppe Osterode der Deutschen Parkinson Vereinigung e. V. ihr 25jähriges Bestehen in der Stadthalle Osterode. Für die Gruppe nahm Margrit Waluga als Regionalgruppenleiterin und Landesbeauftragte für das Bundesland Niedersachsen die Glückwünsche entgegen. Anschließend wurde Frau Waluga für Ihr jahrzehntelanges unermüdliches Engagement für die Selbsthilfegruppe und ihre Arbeit für die Deutsche Parkinson Vereinigung gewürdigt. Neben den Gruppenleitern anderer Regionalgruppen sowie zahlreichen Mitgliedern der Osteroder Regionalgruppe reihten sich sowohl der Bürgermeister der Stadt Osterode, Herr Jens Augat, als auch die Bundesvorsitzende der Deutschen Parkinson Vereinigung, Frau Tina Siedhoff, unter den Gratulanten ein.

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