„Man hört häufig, dass sich Nerven schlecht regenerieren können“, sagte Dr. med. Martin Wimmer, Neurologe aus München. Jedoch sieht man speziell im peripheren Nervensystem immer wieder erstaunliche Wiederherstellungsprozesse. Wird die Ursache der Nervenschädigung etwa bei chronischen Rückenschmerzen, Polyneuropathie oder Karpaltunnel Syndromen behoben, können sich Nerven regenerieren. Dabei ist die Gabe einer Nährstoffkombination aus Uridinmonophosphat (UMP), Vitamin B12 und Folsäure eine geeignete unterstützende Behandlungsoption.
Periphere Nervenschädigungen und ihre Ursachen
Schädigungen des peripheren Nervensystems können sich unterschiedlich äußern. Abhängig von den betroffenen Nervenfasern treten starke Schmerzen, sensorische, motorische und vegetative sowie trophische Störungen auf, welche die Betroffenen im Alltag einschränken und ihre Lebensqualität mindern können.
Besonders häufig sind Rückenschmerzen wie Lumboischialgien und Zervikobrachialgien, die unter anderem durch Nervenaffektionen in Folge von Bandscheibenvorfällen ausgelöst werden können, Engpass-Syndrome wie das Karpaltunnelsyndrom, sowie Polyneuropathien. Im Rahmen einer Polyneuropathie können verschiedene Funktionsausfälle auftreten, da mehrere periphere Nerven geschädigt sind, wobei axonale, myeline oder beide Anteile der Nerven beeinträchtigt sein können.
Die zugrundeliegenden Ursachen peripherer Nervenschädigungen reichen von mechanisch traumatischen, immunologischen bis hin zu medikamentösen, toxischen, hereditären sowie endokrinen Faktoren. Bei Polyneuropathien gilt Diabetes mellitus als die häufigste Ursache, gefolgt von übermäßigem Alkoholkonsum. Ein Vitaminmangel ist ebenfalls ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Insbesondere vegane Ernährung und ein auf diese zurückzuführender Vitamin B12-Mangel kann eine Mangelneuropathie auslösen.
Multimodaler Ansatz zur Behandlung und Nervenregeneration
Eine umfassende, multimodale Patientenversorgung kann neben einer sorgfältigen Differenzialdiagnose, eine Symptombekämpfung mittels Membranstabilisatoren, Analgetika und/oder Antidepressiva sowie gezieltes Bewegungstraining und entlastende orthopädische Hilfsmittel beinhalten. Ebenfalls einbezogen werden sollte die Möglichkeit, gleichzeitig kausal vorzugehen, und die Regeneration der peripheren Nerven zu unterstützen. „Damit sich die Nerven erfolgreich regenerieren können, müssen zunächst die auslösenden Ursachen, die zu ihrer Zerstörung geführt haben, behandelt werden“, erklärte Wimmer. „Zusätzlich kann eine Supplementation neurotroper Substanzen die Regeneration peripherer Nerven fördern.“
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Uridinmonophosphat (UMP) als Unterstützung der Nervenregeneration
Bei einer peripheren Nervenschädigung sind meist die Myelin produzierenden Schwann-Zellen der peripheren Nerven betroffen, sodass ein wesentlicher Aspekt der Behandlung in der Regeneration und dem Schutz der Myelinscheide besteht. In klinischen Modellen zu Myelinscheiden- Schädigungen hat sich die Gabe von Nukleotiden wie Uridinmonophosphat (UMP) als sinnvoller Ansatz erwiesen.
UMP besteht aus den Komponenten Uracil, einer Ribose sowie Phosphat. Das Pyrimidinnukleotid ist ein natürlicher Bestandteil der in allen Zellen vorkommenden Ribonukleinsäure (RNA). UMP kann mit weiteren Phosphaten energiereiche Verbindungen eingehen und als Bestandteil gruppenübertragender Coenzyme mit der abgegebenen Energie zahlreiche Stoffwechselreaktionen aktivieren. Dadurch wird die Synthese von Phospho- und Glykolipiden sowie Glykoproteinen angeregt und der Wiederaufbau der Myelinschicht unterstützt. Zusätzlich fördert UMP als RNA-Baustein die Biosynthese von Strukturproteinen und Enzymen. Insgesamt trägt die gezielte Stimulation des Nervenstoffwechsels zur Unterstützung der physiologischen Reparaturmechanismen nach Nervenläsionen bei.
Wenn ein Nerv wachsen soll, sollte Uridinmonophosphat in ausreichender Menge vorhanden sein. In Kombination mit Vitamin B12 und Folsäure ist es ein wichtiger Baustein, um das optimale Millieu für eine Regeneration zu schaffen. Enthalten ist UMP sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln. Um aber die benötigte Menge zu sich zu nehmen, können Nahrungsergänzungsmittel mit entsprechend hoher UMP-Konzentration in die Therapie zur Unterstützung der Nervenregeneration einbezogen werden. Diese sollten regelmäßig und über einen längeren Zeitraum von mindestens 60 Tagen eingenommen werden, da die Regeneration zerstörter Nervenfasern Zeit benötigt. Für alle Patienten mit Nervenschädigungen, insbesondere bei langfristigen Beschwerden, kann die Einnahme von UMP in Verbindung mit Vitamin B12 und Folsäure empfohlen werden.
Nukleotide wie UMP werden bereits seit rund vier Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. So zeigte schon im Jahr 2009 eine Beobachtungsstudie mit 123 Patienten, dass die Kombination von Uridinmonophosphat, Vitamin B12 und Folsäure positive Ergebnisse erzielt. Die Studienteilnehmer hatten sich einer Bandscheiben Operation unterzogen und litten unter schmerzhaften Bewegungsund Funktionseinschränkungen. Etwa 90% der Patienten berichteten unter Supplementation von einer signifikanten Verbesserung ihres Zustands. Insgesamt zeigte sich bereits nach drei Wochen eine erhebliche Schmerzreduktion, eine gesteigerte Lebensqualität und ein verbesserter klinischer Gesamteindruck.
Auch bei Patienten, die an schmerzhaften Erkrankungen des peripheren Nervensystems litten, erzielte eine Nährstoffkombination aus Uridinmonophosphat, Vitamin B12 und Folsäure einen signifikanten Symptomrückgang. Die Nährstoffe wurden 60 Tage lang zusätzlich zur bestehenden Medikation gegeben und führten zu einer deutlichen Reduktion in der Häufigkeit von Schmerzen (von 38,4% auf 3%) und sensorischen Symptomen (Brennen von 25,8% auf 12,7%, starkes Kribbeln von 34,8% auf 15%, Taubheitsgefühl 38,9% auf 4%). Bei über 75% der Patienten wurde eine Reduktion oder vollständiges Absetzen der Begleitmedikation erreicht.
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Fußreflexzonenmassage: Eine alternative Heilmethode
Die Fußreflexzonenmassage basiert auf der Kenntnis, dass sich alle Körperteile als Gesamtbild im Fuß widerspiegeln. Durch die Massage der sogenannten Reflexzonen können unterschiedliche Beschwerden gelindert bzw. beeinflusst werden. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sie der Arzt William Fitzgerald. Er unterteilte den gesamten Körper in zehn symmetrisch angeordnete Bereiche. Diese verlaufen auch durch die Füße und beinhalten die Reflexpunkte. Eine Fußreflexzonenmassage kann beispielsweise bei Problemen mit dem Ein- und Durchschlafen helfen, Verdauungsstörungen lindern und seelischen Stress reduzieren. Außerdem kann die Fußmassage das allgemeine Wohlbefinden im ganzen Körper verbessern. Das liegt daran, dass die Reflexzonentherapie entspannend wirken kann und Blockaden im ganzen Körper gegebenfalls löst. Vor allen Dingen wird der Meridianfluß optimiert. Zudem wird das Gewebe bei der Massage gelockert, was dazu führt, dass die Energie im Körper ungehindert fließen kann, was vor allem bei schlechter Stimmung oder psychischen Belastungen positiv wirkt.
Durchführung einer Fußreflexzonenmassage
Bevor du die Reflexzonenmassage beginnst, streichst du mit beiden Daumen abwechselnd über den gesamten Fuß. Dabei hält immer eine Hand Kontakt zum Fuß, die Daumen streichen abwechselnd nacheinander über die Haut. Die Streichung ist besonders zu empfehlen, wenn du verhärtetes Gewebe spürst, da das die Durchblutung anregt und der Fuß sich entspannt. Sobald er sich angenehm warm anfühlt, kannst du mit der Behandlung beginnen. Um die Daumengelenke zu schonen, steigere langsam die Dauer sowie den Druck. Gegebenenfalls kannst du ein Holzstäbchen verwenden. Versuche bei einer Reflexzonenmassage möglichst wenig Reibung auzuüben - benutze dafür auch kein bzw. kaum Öl, denn hier unterscheidet sich die Fußreflexzonenmassage von einer rein angenehmen reibenden oder streichenden Fußmassage. Steigere den Druck langsam. Schmerzt ein Reflexpunkt bei der Massage, dann verringere den Druck, halte ihn dafür aber länger, bis der Schmerz abklingt. Wiederhole die Behandlung der einzelnen Punkte mit kurzen Pausen dazwischen mehrmals, bis sich die Stelle nicht mehr unangenehm anfühlt. Beende die Massage mit sanften Streichungen des gesamten Fußes und der Unterschenkel, erst am rechten und dann am linken Fuß. Nehme dir ruhig fünf Minuten Zeit dafür. Eine Fußreflexzonenmassage kannst du bei einem ausgebildeten Physiotherapeuten, Arzt, Masseur oder Heilpraktiker machen lassen. Ob die Behandlung Erfolg hat, bemerkst du daran, dass die Beschwerden weniger werden und sogar ganz verschwinden. Zunächst zeigt sich eine Besserung daran, dass die Stelle am Fuß weniger schmerzhaft und besser durchblutet ist. Das Gewebe ist entspannt und du fühlst keine Verhärtungen oder Veränderungen mehr unter der Haut.
Die Reflexzonentherapie geht von einem ganzheitlichen Körperbild aus. Alle Körperteile sind der Lehre nach miteinander verbunden. Der menschliche Körper spiegelt sich im Fuss. Man kann also sagen, dass der Fuss wie eine kleine Landkarte den Körper und seine Beschwerden repräsentiert. Dadurch können durch gezielte Druckmassagen an speziellen Stellen am Fuss körperliche und seelische Beschwerden im restlichen Körper gelöst werden. Reflexpunkte sind bestimmte Bereiche an den Füßen, in denen sich die Nervenendpunkte bestimmter Organe und Muskeln widerspiegeln. Die einzelnen Reflexpunkte haben ungefähr die Größe einer Bohne. Ist ein bestimmtes Organ erkrankt, verändert sich nicht nur das Schmerzempfinden an dieser Stelle oft auch das Gewebe am entsprechenden Reflexpunkt. Durch gezielte Druckmassagen an diesen Stellen des Fußes behandeln Betroffene körperliche und seelische Beschwerden im gesamten Körper. Die Füße verbinden den Menschen mit der Erde, sie sind das Fundament, auf dem der Körper lastet. Sie zeigen, ob der Mensch einen stabilen Halt hat, im Gleichgewicht ist und fest im Leben steht.
Generell ist eine Fußreflexzonenmassage im Idealfall schmerzfrei. Häufig sind jedoch bestimmte Zonen ein wenig schmerzhaft. Bei der Fußreflexzonenmassage gilt es zwei Varianten zu unterscheiden. Die eine wirkt beruhigend, die andere anregend. Welche Art der Massage für Sie am geeignetsten ist besprichst du am besten direkt mit dem Therapeuten. Besonders profitieren können von der Fußreflexzonenmassage Frauen, die unter zyklusbedingten Problemen leiden, denn eine Fußreflexzonenmassage kann dazu beitragen, hormonelle Ungleichgewichte im Körper auszugleichen. Durch die Stimulation bestimmter Reflexzonen im Fuß können Hormone reguliert werden, was zu einer verbesserten Stimmung und einem besseren Wohlbefinden führt.
Die Reflexzonen-Therapie und ihre Anwendung
Es handelt sich dabei um eine Methode der alternativen Medizin, die auf der Annahme beruht, dass bestimmte Punkte an unseren Füßen in Verbindung mit verschiedenen Organen und Körperteilen stehen. Durch eine gezielte Stimulation dieser Reflexzonen können Beschwerden und Schmerzen gelindert werden. Unsere Füße tragen uns durchs Leben und sind oft starken Belastungen ausgesetzt. Doch sie verraten uns auch viel über unseren Körper. Denn an den Füßen befinden sich zahlreiche Nervenbahnen und Reflexzonen, die mit verschiedenen Organen und Körperteilen in Verbindung stehen. So steht beispielsweise der Bereich unter den Ballen des Fußes im Zusammenhang mit der Wirbelsäule. Durch eine gezielte Massage dieser Reflexzone können Verspannungen im Rücken gelöst werden.
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Die Reflexzonen-Therapie kann bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden, wie beispielsweise Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen oder Schlafstörungen. Ziel der Therapie ist es, durch eine gezielte Stimulation der Reflexzonen den Energiefluss im Körper anzuregen und Blockaden zu lösen. Dies geschieht durch sanfte Druckmassage oder Streichungen an den Füßen. Die Reflexzonen-Therapie hat nicht nur Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf die Seele. Denn durch die Harmonisierung des Energieflusses können auch seelische Blockaden gelöst werden. Viele Menschen empfinden die Therapie als sehr entspannend und wohltuend. Sie kann dazu beitragen, Stress und Anspannung abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Wissenschaftlicher Hintergrund und Kritik
Die wissenschaftlichen Beweise zur Wirksamkeit der Fußreflexzonenmassage sind begrenzt und oft uneindeutig. Einige Studien deuten darauf hin, dass Reflexologie zur Schmerzlinderung, Entspannung und Stressreduktion beitragen kann, es gibt jedoch keinen klaren Beweis, dass spezifische gesundheitliche Probleme direkt geheilt werden können. In diesem Bereich ist noch intensive Forschung notwendig.
Die Fußreflexzonenmassage ist eine alternative Heilmethode, die auf der Annahme basiert, dass bestimmte Bereiche des Fußes mit verschiedenen Organen und Systemen des Körpers verbunden sind. Die Geschichte der Fußreflexzonenmassage reicht Tausende von Jahren zurück und findet sich in verschiedenen Kulturen wieder. Ursprünge dieser Methode werden sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin als auch in der alten ägyptischen Kultur vermutet. Im Westen wurde die Fußreflexzonenmassage Anfang des 20. Jahrhunderts populär, als der amerikanische Arzt Dr. William Fitzgerald das Konzept der „Zonentherapie“ entwickelte. Er entdeckte, dass das Ausüben von Druck auf bestimmte Bereiche des Körpers Schmerzen in anderen Körperteilen lindern konnte. Er unterteilte daraufhin den Körper in Längszonen und übertrug diese proportional auf die Füße.
Die Fußreflexzonenmassage wird eingesetzt, um eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen zu behandeln und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Es wird angenommen, dass die Stimulation bestimmter Reflexzonen auf den Füßen das parasympathische Nervensystem aktiviert, was zur Entspannung und Stressreduktion beiträgt. Diese Methode kann auch Schmerzen lindern, indem sie die Durchblutung verbessert und die Ausschüttung von Endorphinen fördert. Darüber hinaus wird die Reflexzonenmassage häufig zur Unterstützung der Verdauung und zur Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers angewendet. Bestimmte Reflexzonen sind direkt mit dem Verdauungssystem verbunden, was helfen kann, Verdauungsbeschwerden zu lindern.
Eine typische Fußreflexzonenmassage dauert etwa 20 bis 45 Minuten und beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der der Therapeut Fragen zur Gesundheit und zu den Lebensgewohnheiten des Patienten stellt. Nach der Vorbereitung, bei der der Patient eine bequeme Position einnimmt und die Füße gereinigt werden, beginnt der Therapeut mit einer Inspektion auf Schwellungen, Rötungen, Hauttemperatur und Ödeme. Anschließend wird gezielter Druck auf bestimmte Reflexzonen des Fußes ausgeübt, wobei sich der Therapeut an dem Rasterbild von Fitzgerald orientiert. Jede Zone wird spezifisch bearbeitet, um die entsprechenden Körperteile zu erreichen. Je nach Beschwerdebild kommen anregende oder beruhigende Griffe zum Einsatz. Nach einer Fußreflexzonenmassage ist es wichtig, den Körper ausreichend zu hydratisieren, indem man viel Wasser trinkt, um die Entgiftung zu unterstützen. Es wird empfohlen, sich Zeit zur Ruhe zu nehmen und anstrengende Aktivitäten zu vermeiden, um die entspannende Wirkung der Massage zu erhalten. Patienten sollten auch auf körperliche Reaktionen achten und eventuelle Veränderungen im Befinden notieren, um diese beim nächsten Termin mit dem Therapeuten zu besprechen.
Kontraindikationen
Man sollte keine Fußreflexzonenmassage machen, wenn man an akuten Entzündungen, Thrombosen, Gefäßerkrankungen oder Fieber leidet. Auch während der Schwangerschaft oder bei Hautverletzungen und Pilzinfektionen am Fuß ist Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall sollte man immer vorher einen Arzt konsultieren.
Die Lage der Fußreflexzonen
Die Fußreflexzonen befinden sich hauptsächlich auf der Fußsohle, zum Teil auch auf dem Fußrücken, den Zehen und den Knöcheln. Jede Zone entspricht einem bestimmten Organ oder Körperteil. Beispielsweise sind die Großzehen mit dem Kopfbereich verbunden, während die Ferse Reflexzonen für das Becken und die Beine hat.
Selbstheilungskräfte aktivieren und fördern
Unsere Füße tragen uns nicht nur durchs Leben - sie sind auch Schlüssel zu etwas viel Größerem: unserer inneren Heilungskraft - Selbstheilungskraft. In jeder Zelle deines Körpers steckt das Potenzial zur Regeneration. Dieses Potenzial ist nicht starr festgelegt, sondern reagiert auf dein Verhalten, deine Gedanken - und sogar auf gezielte Berührungsreize.
Bewegung und Selbstheilung
Über die Bewegung zur Selbstheilung - Bewegung an der frischen Luft wirkt Wunder. Schon ein täglicher Spaziergang kann dein Befinden erheblich verbessern. Schlechte Gedanken verfliegen mit jedem Schritt. Als Bewegung in der frischen Luft zählt auch Yoga. Die Matte einfach auf den Balkon mitnehmen, im Garten oder Terrasse ausbreiten und Atmen. Negative Gedanken und Energie ausatmen und positive Gedanken und Energie einatmen.
Regelmäßige Bewegung hat auch hier Effekte auf die Selbstheilung und deine Selbstheilungskräfte. Dein Organismus ist darauf ausgerichtet, alle positiven Quellen effektiv zu nutzen. Noch besser, wenn du einen Hund hast, denn seine Bedürfnisse bringen dich dazu, täglich vor die Tür zu gehen.
Glaube, Bewusstsein und Selbstheilung
Selbstheilung, eine Kraft für Glaube und Bewusstsein - Jedes Lebewesen verfügt über Überlebensmechanismen, zu denen auch die Kraft der Selbstheilung zählt. Der Mensch hätte nicht -zig Generationen überlebt, wenn die Natur ihm nicht gewisse Selbstheilungskräfte mit auf den Weg gegeben hätte. Diese Kräfte funktionierten auch während der Epochen, in denen es noch keine Ärzte und Wissenschaftler gab. Allein der Glaube und das Bewusstsein an die Kraft versetzen Berge.
Doch während wir seit einigen Jahrhunderten auf die Schulmedizin und ihre Heilmethoden setzen, haben wir nahezu die ureigene Kraft in uns selbst vergessen. Viel schlimmer noch, wir glauben weitaus weniger daran. Der innere Arzt ist fast zur Gänze verschwunden. Das Wissen wie man von seiner körpereigenen Apotheke einen nutzen zieht verloren.
Doch die positive Kraft der Gedanken hat bereits viele Male gezeigt, dass wir ebenso natürlich gesund sind, wenn wir unsere inneren Kräfte aktivieren und nutzen. Durch bewusste Gedanken und einfache Übungen können wir den Zustand und die Verbindung mit unserem Körper wieder aufbauen.
Stress ist eine häufige Ursachen für Krankheiten und tiefe Erschöpfungszustände. Wenn dein Alltag von Termindruck und schlechter Arbeitsatmosphäre geprägt ist, wird dieser Umstand früher oder später deine Psyche belasten. Damit ist die Basis für Krankheiten geschaffen. Stress, Burnout und Erschöpfung sind oft die Folge von zu wenig Achtsamkeit. Es heißt daher wieder mehr auf seinen Körper und Geist zu hören, damit die Seele wieder ins natürliche Gleichgewicht findet.
Kommunikation mit dem Körper
Sprich deinen Körper ruhig an. Denn nichts ist einfacher als das. Es gilt, sich einmal bewusst dafür zu entscheiden, natürlich gesund zu leben und Vertrauen in das eigene Ich zu finden. Sobald du gesund leben möchtest, wirst du dich auch besser fühlen. Denn die Kraft deiner Selbstheilungskräfte liegt tief im Inneren verborgen.
Ähnlich wie Meditation oder Autogenes Training bereits auf den Organismus wirken, funktioniert auch die Selbstheilung. Hier kannst du selbst Berge versetzen. Mit dem Willen gesund zu leben, wirst du zugleich neue Wege finden, um dein Wohlbefinden zu steigern.
Ernährung und Selbstheilung
Die Ernährung ist die wichtigste Grundlage. Natürlich gesund ernähren oder all die ungesunden Dinge in sich hineinstopfen? Die Antwort auf die Frage ist uns allen eindeutig. Schnell wirst du merken, dass leichte Kost die bessere Variante ist. Weniger Fette und Zucker stehen hier im Fokus. Denn Zucker und Fett sind meist die Ursachen, nicht nur für Übergewicht, sondern auch für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Schlafprobleme und viele weiteren Beschwerden. Obst ist die bessere Alternative für Zucker, insbesondere Fruktose Sirup. Viele Menschen haben bereits die Erfahrung gemacht, dass allein durch eine Ernährungsumstellung Selbstheilungskräfte Aktiviert wurden und Beschwerden reduziert werden können.
Schlaf und Selbstheilung
„Schlafen ist die beste Medizin.“ Das hat sich seit Generationen nicht geändert. Der Körper regeneriert sich, physisch und psychisch. Schlafe deshalb ausreichend und regelmäßig. In der Schlafmedizin ist längst belegt, dass insbesondere der Tiefschlaf für Heilungsprozesse unverzichtbar ist. Hier finden Zellreparatur, Hormonregulation und Gedächtnisbildung statt - alles Prozesse, die auch deine Selbstheilung aktiv unterstützen.
Um besser einzuschlafen, kannst du Meditationen oder meditative Musik nutzen. Meide in diesem Zusammenhang negative Gedanken oder Sorgen. Besser ist ein flotter Lauf am Morgen, danach hast du den Kopf frei und kannst Probleme leichter angehen. Auch die tägliche Fußreflexzonenmassage ist bekannt dafür, einen besseren Schlaf zu fördern. Denn sie aktiviert den Parasympathikus - also den Teil des Nervensystems, der für Erholung und Schlaf zuständig ist.
Fußheberschwäche: Ursachen, Symptome und Behandlung
Wenn jeder Schritt zur Stolperfalle wird und das Gehen höchste Konzentration erfordert, dann machen viele Aktivitäten im Alltag Mühe. Grund für das unrunde Laufen ist in vielen Fällen eine Fußheberschwäche (Lähmung des Nervus peroneus/fibularis profundus). Die Entstehung einer Fußheberschwäche, auch Fallfuß genannt, kann die unterschiedlichsten Gründe haben.
Oft liegt eine Schädigung des Peroneus-Nervs vor, wie z.B. nach einem Bandscheibenvorfall. Bei einer Störung des zentralen Nervensystems wird der Peroneus-Nervnicht mehr angesteuert, der für die Fußhebung verantwortlich ist (z.B. durch einen Schlaganfall). Geht der Mensch normal, setzt er den Fuß zunächst mit der Ferse auf und rollt dann nach vorn über die Zehen ab und während sich der Fuß in der Luft befindet, wird die Fußspitze angehoben. Bei einer Fußheberschwäche funktioniert dieser automatische Ablauf so nicht mehr. Die Patienten setzen mit der kompletten Sohle oder der Außenkante des Fußes auf oder - was noch häufiger vorkommt - es wird nur der Vorderfuß benutzt. Während der Schwungphase fällt die Fußspitze nach unten und kann an Teppichkanten oder kleinen Unebenheiten hängen bleiben. Im späteren Verlauf kommt es zum so genannten Steppergang, bei dem die Person nur noch auf dem spitzen Vorderfuß geht. Da der Nervus Peroneus gelähmt ist, verursacht das bei vielen Menschen in den Unterschenkeln und im Fußbereich - gerade im Fußrücken - Schmerzen bzw. ein unangenehmes Kribbeln. Auch betroffen sind die Fußaußensohle und die Fußsohle. Weil der Fuß während des Schwingens nach vorn nicht mehr angehoben werden kann, kommt es zu einer funktionellen Beinverlängerung, weswegen das Bein kreisend seitlich über die Hüfte gedreht werden muss (Zirkumduktion). Das Gehen wird zur Konzentrationsübung, jeder Stein, jede Fahrbahnkante, jede Unebenheit dabei zu einer Stolper-Gefahr.
Natürlich kommt es immer auf die jeweilige Ausprägung der Erkrankung an, welche Therapie nun die individuell geeignete ist. Generell ist es wichtig zu beachten, dass man den Nerv nicht komplett heilen, sondern nur positiv beeinflussen kann. Befindet sich die Fußheberschwäche erst im Anfangsstadium, helfen Übungen, die man schnell zu Hause durchführen kann. Aber: Haben Sie Geduld! Durch die Übungen werden die Muskeln und die Nerven bzw. das Gefühl im Fuß gestärkt. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern nur mit kontinuierlichem Training. Legen Sie sich flach auf den Boden (Beine ausgestreckt) und ziehen die Füße Richtung Körper. Wiederholen Sie das mehrmals und mit beiden Füßen gleichzeitig. Um das Gespür im Fuß zu verbessern, sollten Sie versuchen leichte Gegenstände wie zum Beispiel eine Socke mit dem Fuß aufzuheben. Nach möglichen ersten Fehlversuchen werden Sie eine Verbesserung feststellen. Auch hier brauchen Sie vor allem Geduld.Versuchen Sie, so oft es möglich ist, auf Zehenspitzen zu laufen. Fühlen Sie sich noch zu unsicher bei der Übung, lehnen Sie sich gegen eine Wand und versuchen die Übung im Stehen.
Klassische Orthesen wie der "Heidelberger Winkel" helfen nicht bei allen Patienten. Auch eine Operation bringt nicht immer den gewünschten Erfolg, bzw. ist auch manchmal gar nicht möglich, beispielsweise bei Patienten in hohem Alter. Damit verfolgt man gleich zwei Therapieziele: Erstens wird der Patient wieder mobil, weil die motorische Funktion erneuert wird. Bei den Symptomen der Fußheberschwäche hat sich der Muskelschrittmacher LG 300 Go als sehr wertvolles Hilfsmittel erwiesen. In einer unter dem Knie angebrachte Manschette sind Elektroden eingesetzt, die elektrische Impulse an den nicht mehr angesprochenen Nerv senden. Das LG 300 Go wird individuell auf die Gangparameter des Patienten eingestellt. Damit schleift die Fußspitze nicht mehr über den Boden und die Sturzgefahr ist minimiert.
Die Fußheberschwäche ist eine häufige Folge nach einem Schlaganfall oder einem Unfall mit inkompletter Querschnittslähmung. Helfen kann die Funktionelle Elektrostimulation, bei der beispielsweise durch den Einsatz des LG 300 GO wieder ein fast natürliches Laufen möglich ist. Mittels Elektroden werden die beeinträchtigten Nerven im Bein stimuliert und das Gehen wird nicht mehr zur anstrengenden Konzentrationsübung.