Universitätsklinik für Neurologie: Forschung und Fortschritte in der Behandlung neurologischer Erkrankungen

Die Universitätsklinik für Neurologie widmet sich der Behandlung aller akuten und chronischen Erkrankungen des Gehirns, der Nerven, der Muskeln und Stoffwechseldefekte mit neurologischer Ausprägung sowie Kopfschmerzen. Um diese komplexen Krankheitsbilder besser zu verstehen und zu behandeln, spielt die Forschung eine zentrale Rolle. Die Klinik betreibt exzellente Forschung mit dem Ziel, neue Erkenntnisse und vielversprechende Ansätze möglichst schnell in die Praxis umzusetzen.

Umzug der Notfallversorgung und Auswirkungen auf die Patientenversorgung

Seit dem 1. März 2023 befindet sich die Neurologische Notaufnahme, die Schlaganfallstation (Stroke Unit; Station N2/N2S) und die Neurologische Intensivstation (Station N1) im Universitären Notfallzentrum (UNZ) auf dem Campus Schillingallee. Dies bedeutet, dass alle neurologischen Notfallpatienten ausschließlich im UNZ erstversorgt werden. Die räumliche Nähe zu anderen Fachgebieten stellt einen wesentlichen Vorteil für die Patientenversorgung dar und wird die Abläufe der Akutversorgung neurologischer Patienten maßgeblich verbessern und beschleunigen.

Am Campus Gehlsdorf im Zentrum für Nervenheilkunde verbleiben die Normalstationen (Stationen N3 und N4) sowie die Tagesklinik und alle Ambulanzen der Poliklinik für Neurologie. Auch die neurologische Forschung und Lehre mit den Sektionen der Klinik werden weiterhin am Campus Gehlsdorf beheimatet sein.

Schwerpunkte in der Behandlung und Betreuung

Die Klinik und Poliklinik für Neurologie bietet zahlreiche Spezialambulanzen, eine Tagesklinik und mehrere Stationen, einschließlich einer Intensivstation und einer zertifizierten Stroke Unit (Schlaganfallstation). Für die bestmögliche Behandlung und Unterstützung bei der Bewältigung einer akuten oder chronischen Erkrankung steht ein Team aus erfahrenen Ärzten, Psychologen, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Sozialarbeitern bereit. Es werden umfassende Therapiekonzepte auf modernstem Niveau angeboten.

Forschungsschwerpunkte: Innovative Ansätze für neurologische Erkrankungen

Die Forschungsschwerpunkte der Neurologischen Klinik und Poliklinik umfassen die Themen Morbus Parkinson und andere Bewegungsstörungen einschließlich deren Behandlung mittels tiefer Hirnstimulation, neuromuskuläre Erkrankungen mit spezieller Neurophysiologie, Nerv-Muskelpathologie und immunologische Aspekte, die Schlaganfallmedizin mit Wechselwirkung im Bereich von thrombotischen und entzündlichen Mechanismen und der Herz-Hirn-Achse. Neben der Erforschung von Krankheitsmechanismen und innovativen Therapiestrategien bei Multipler Sklerose sowie zerebro-vaskulären und neurodegenerativen Erkrankungen (Parkinson-Erkrankung, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und fronto-temporalen Demenzen) liegt ein weiterer Schwerpunkt auf modernen bildgebenden Verfahren in der Neurologie (Sonographie, funktionelle Bildgebung des Gehirns). Dabei arbeitet die Klinik im Netzwerk des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit.

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Zwei transregionale Sonderforschungsbereiche (Platelets, ReTune), eine klinische Forschungsgruppe (ResolvePain) sowie die integrierte Heisenberg-Professur für translationale Somatosensorik garantieren neben einer Vielzahl von EU-, DFG- und BMBF-geförderten Projekten die facettenreiche, multimodale Untersuchung der Schwerpunktthemen in den Laboren, alle mit dem translationalen Ziel, die Behandlung der Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu verbessern.

Die Behandlung der Patienten und Patientinnen nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist ein essentieller Anspruch an die Klinik. Untrennbar damit verbunden ist die ständige Evaluation des Vorgehens, das regelmäßige Hinterfragen aktueller Therapien und das gezielte Forschen nach Verbesserungen, die den Patienten und Patientinnen in ihrer individuellen Krankheitssituation zugutekommen können.

Forschungsgruppen und ihre Spezialisierungen

Die Klinik verfügt über verschiedene Arbeitsgruppen, die sich auf spezifische Bereiche der Neurologie konzentrieren:

  • AG Mikrovaskuläre Neurologie (Leitung: Prof. Dr. med.)
  • AG Vaskuläre Neurologie (Leitung: Prof. Dr. med.)
  • AG Gedächtnisstörungen/Demenz (Leitung: Prof. Dr. med.)
  • AG Neuromuskuläre Erkrankungen (Leitung: Prof. Dr. med.)
  • AG Epilepsie (Leitung: PD Dr. med. Friedhelm C.)
  • AG Neurokybernetik und Rehabilitation (Leitung: Prof. Dr.)
  • AG Neuropsychologie (Leitung: Prof. Dr. phil.)
  • Neurochemisches Labor (Leitung: Prof. Dr. med.)

Universitäre neurologische Forschung in Magdeburg

Universitäre neurologische Forschung ist in Magdeburg aufgrund der Vielzahl von Einrichtungen zur Grundlagenforschung einzigartig in der Lage, therapieorientierte klinische Forschung mit biomedizinischer und technischer Grundlagenforschung zu verknüpfen.

Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie an der Charité

Die Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist an den Standorten Berlin-Mitte, Berlin-Steglitz und Berlin-Wedding vertreten. Jährlich werden hier auf insgesamt 170 Betten über 8.000 neurologische Fälle stationär behandelt. Die Klinik ist sehr aktiv auf dem Feld der Erforschung des Nervensystems. Die Forscherinnen und Forscher der Neurologie untersuchen neurologische Erkrankungen auch in Verbundprojekten.

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Aus- und Weiterbildung

Zur Aus- und Weiterbildung von jungen, aber auch erfahrenen Ärzten werden regelmäßig Vortragsveranstaltungen, Workshops und Hospitationen angeboten. Die Klinik freut sich über klinisch und wissenschaftlich interessierte Studierende, die gerne in die klinischen und wissenschaftlichen Arbeitsgruppen aufgenommen werden.

Kontakt und Engagement

Die Klinik ermutigt Patienten und Interessierte, bei Fragen oder Anmerkungen Kontakt aufzunehmen.

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