Chronische Verspannungen des vegetativen Nervensystems: Behandlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze

Chronische Verspannungen, die durch ein Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem entstehen, können vielfältige Beschwerden verursachen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und vor allem die verschiedenen Behandlungsansätze, um das vegetative Nervensystem zu beruhigen und chronische Verspannungen zu lösen.

Einführung in das vegetative Nervensystem und chronische Verspannungen

Das vegetative Nervensystem (VNS) steuert lebenswichtige Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel. Es besteht aus zwei Hauptteilen: dem Sympathikus, der den Körper auf Aktivität und Stress vorbereitet, und dem Parasympathikus, der für Entspannung und Regeneration zuständig ist. Ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Systemen kann zu chronischen Verspannungen und einer Vielzahl von Beschwerden führen.

Ursachen chronischer Verspannungen

Stress und psychische Belastungen

Fehlender Stressabbau kann zu Muskelverspannungen führen. Sobald ein Mensch Stress empfindet, sendet das Gehirn Informationen an die Muskulatur, und diese spannt sich an. Bleibt die Stresssituation länger bestehen, bleibt auch die muskuläre Anspannung bestehen. Psychische Belastungen wie Stress oder Angst können zudem eine permanente An- und Verspannung der Hals- und Nackenmuskulatur verursachen.

Unachtsamkeit und Multitasking

Ein weiterer häufiger Ursprung von psychischen Verspannungen ist unter anderem Unachtsamkeit. Der Mensch macht und denkt an immer mehrere Dinge gleichzeitig. Psychische Verspannungen können oft nur in Form von Schmerzen ausgedrückt werden.

Körperliche Ursachen

Auch körperliche Faktoren können chronische Verspannungen begünstigen. Dazu gehören:

Lesen Sie auch: Enterisches Nervensystem vs. Vegetatives Nervensystem: Ein detaillierter Vergleich

  • Muskuläre Dysbalancen: Durch anhaltende muskuläre Anspannung können sich Folgeprobleme wie Fehlhaltungen und Haltungsschäden manifestieren. Diese wiederum führen zu weiteren Verspannungen und haben die Tendenz, chronisch zu werden.
  • Abnutzungsprozesse: Mit zunehmendem Alter setzen zudem Abnutzungsprozesse ein, die alle Abschnitte der Wirbelsäule betreffen können. Auch das führt zu Schmerzen im Rücken. Die Veränderungen der Bandscheiben in gradueller Abstufung zum Bandscheibenvorfall stellen eine weitere Ursache für Rückenschmerzen dar.
  • Ergonomische Faktoren: Ein ergonomisch unpassendes (meist zu hohes oder großes) Kopfkissen, eine durchgelegene Matratze oder eine ungünstige Schlafposition, in der sich Muskelregionen, die tagsüber verspannen, nicht mehr erholen können, können ebenfalls zu Nackenverspannungen führen.
  • Fehlhaltungen: Fehlhaltungen wie ein Rundrücken oder ein Hohlkreuz begünstigen Verspannungen im Hals, Nacken und oberen Rücken.

Symptome chronischer Verspannungen

Ein überreiztes Nervensystem kann sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen, da es sowohl körperliche als auch mentale Prozesse beeinflusst. Häufige Symptome eines überreizten Nervensystems sind:

  • Erhöhte Reizbarkeit: Geräusche, Licht oder alltägliche Situationen werden schneller als störend empfunden.
  • Innere Unruhe: Ein Gefühl von Rastlosigkeit und Schwierigkeiten, sich zu entspannen, sind häufig präsent.
  • Schlafprobleme: Probleme beim Ein- oder Durchschlafen sowie das Gefühl von nicht erholsamem Schlaf.
  • Konzentrationsprobleme: Verminderte Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu fokussieren, oder das Gefühl von «geistigem Nebel».
  • Muskuläre Anspannung: Chronische Verspannungen, vor allem im Nacken- und Schulterbereich.
  • Verdauungsprobleme: Symptome wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, die durch das Nervensystem beeinflusst werden.
  • Vermehrtes Schwitzen oder Herzklopfen: Körperliche Reaktionen wie erhöhte Herzfrequenz oder übermässige Schweissproduktion.
  • Kopfschmerzen.
  • Schwindel.
  • Leichtes Zittern der Hände.
  • Kribbeln in den Gliedmaßen.
  • Unangenehme Ohrgeräusche können im Rahmen einer Verspannung der Kiefer- und Nackenmuskulatur entstehen.
  • Sensibilitätsstörungen (z. B. Muskelschwäche (z. B. Sehstörungen (z. B.

Diese Symptome können individuell unterschiedlich ausgeprägt sein und variieren in ihrer Intensität. Ein überreiztes Nervensystem zeigt sich oft in einer Kombination aus körperlichen und emotionalen Beschwerden.

Behandlungsansätze für chronische Verspannungen

Lebensstiländerungen

Änderungen im Tagesablauf sind ebenfalls ratsam: Betroffene sollten langsamer und achtsamer mit Entspannungspausen umgehen. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation oder Qigong sollten fest in den Alltag eingeplant werden. Gleichzeitig ist auch eine körperliche Aktivität sehr wichtig.

  • Stressmanagement: Ein wichtiger Schritt zur Behandlung chronischer Verspannungen ist das Erlernen von Stressbewältigungstechniken. Dazu gehören:
    • Achtsamkeitsübungen und Meditation.
    • Autogenes Training und progressive Muskelentspannung.
    • Yoga, Tai Chi oder Qigong.
    • Regelmäßige Entspannungspausen im Alltag.
  • Ergonomie am Arbeitsplatz: Achten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Dazu gehören:
    • Ein richtig eingestellter Stuhl und Monitor.
    • Eine ergonomische Tastatur und Maus.
    • Regelmäßige Pausen, um sich zu bewegen und zu dehnen.
  • Schlafhygiene: Ein gesunder Schlafrhythmus ist entscheidend für die Regeneration des Nervensystems. Achten Sie auf:
    • Regelmäßige Schlafzeiten.
    • Eine angenehme Schlafumgebung.
    • Vermeidung von Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen.
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung hilft, Stress abzubauen und das Nervensystem zu regulieren. Geeignete Sportarten sind:
    • Yoga und Pilates.
    • Spaziergänge in der Natur.
    • Schwimmen.
    • Radfahren.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann ebenfalls zur Beruhigung des Nervensystems beitragen. Achten Sie auf:
    • Ausreichend Omega-3-Fettsäuren.
    • Vermeidung von übermäßigem Koffein- und Alkoholkonsum.
    • Regelmäßige Mahlzeiten, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Aktivierung des Vagusnervs

Der Vagusnerv ist ein wichtiger Teil des Parasympathikus und spielt eine zentrale Rolle bei der Entspannung und Regeneration des Körpers. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Vagusnerv zu aktivieren:

  • Atemübungen: Bewusstes, ruhiges Atmen ist die effektivste und einfachste Methode, um den Vagusnerv zu aktivieren. Schon nach kurzer Zeit kann sich der Puls beruhigen, und der Körper schaltet in den Erholungsmodus.
  • Summen und Singen: Durch Summen oder leises Singen entstehen Vibrationen im Hals- und Rachenraum, wo Äste des Vagusnervs verlaufen. Diese Vibrationen können ihn anregen.
  • Kälteanwendungen: Kälte löst im Körper einen kurzen Reiz aus, der den Parasympathikus anregt. Das erreichen Sie einfach, indem Sie sich morgens das Gesicht mit kaltem Wasser abspülen oder beim Duschen zum Schluss 10-20 Sekunden kaltes Wasser über den Nacken laufen lassen.
  • Bewegung: Leichte Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Yoga wirkt sich positiv auf den Vagusnerv aus.
  • Emotionen: Der Vagusnerv reagiert auch auf Emotionen. Lachen, freundliche Gespräche oder Nähe zu vertrauten Menschen fördern die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen.

Medikamentöse Behandlung

In einigen Fällen kann eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein, um die Symptome chronischer Verspannungen zu lindern. Dazu gehören:

Lesen Sie auch: Wie das vegetative Nervensystem die Blase beeinflusst

  • Schmerzmittel: Bei akuten Schmerzen können rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol kurzfristig helfen. Bei wiederkehrenden und chronischen Nackenverspannungen sind sie jedoch keine Lösung.
  • Muskelrelaxantien: Diese Medikamente können helfen, Muskelverspannungen zu lösen.
  • Antidepressiva: Leiden Menschen unter Depressionen, können sich diese auch in körperlichen Symptomen, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, zeigen. Umgedreht können dauerhafte Rückenschmerzen auch zu einer Depression führen. Wichtig ist, sowohl die psychischen Ursachen als auch die körperlichen Beschwerden zu behandeln.
  • Pflanzliche Mittel: Einige pflanzliche Mittel wie Lavendelöl können den Entspannungsprozess zusätzlich fördern. Ätherisches Lavendelöl hilft in stressigen Zeiten abzuschalten. In Ihrer Apotheke gibt es beispielsweise Lavendelöl in Kapseln zum Einnehmen oder ölige Lavendellösung zum Einreiben. Dafür einige Tropfen auf die Handgelenke oder auf die Brust auftragen und einatmen.

Weitere therapeutische Maßnahmen

  • Physiotherapie: Auch Physiotherapie, Bewegung und der Einsatz von Medikamenten spielen in der Therapie eine große Rolle.
  • Manuelle Therapie: Wird die Nackenverspannung von einer Blockade in der oberen Halswirbelsäule ausgelöst, können qualifizierte Chiropraktor:innen und Chiropraktiker:innen mit einer sanften Gelenkmanipulation oder Justierung Fehlstellungen von Gelenken und Wirbeln behandeln.
  • Wärme- und Kälteanwendungen: Ein beliebtes Hausmittel gegen einen verspannten Nacken ist die Wärmetherapie. Unter Umständen (z. B. bei einer akuten Verletzung) können Kälteanwendungen wie Kühlpads oder kühlende Schmerzgele besser helfen.
  • Massagen: Wenn der Nacken akut verspannt ist, kann eine Massage des oberen Rückens und des Halsbereichs schnell für Linderung sorgen. Selber Hand anlegen können Sie mit elektrischen und mechanischen Massagegeräten. Viele der elektrischen Nackenmassagegeräte verfügen über Vibrations- und Wärmefunktionen. Zu den mechanischen Massagegeräten gehören Noppenbälle, Faszienrollen, Massagehaken und Triggerpunkt-Drücker. Eine spezielle Form der Selbstmassage bietet dabei die Akupressurmatte mit Nackenkissen: Auf ihr befinden sich bis zu Tausende von kleinen Kunststoffspitzen, die die Rücken- und Nackenmuskulatur im Liegen stimulieren können.
  • Psychotherapie: Patientinnen und Patienten lernen dabei ihre individuellen Auslöser der Muskelverspannungen kennen - etwa Stress oder auch negative Gedanken.

Übungen zur Entspannung der Nackenmuskulatur

  • Kiefermuskulatur dehnen: Ziehen Sie den Unterkiefer so weit nach unten wie möglich, indem Sie den Daumen der einen Hand hinter die Vorderzähne des Oberkiefers und den Zeigefinger der anderen Hand hinter die Vorderzähne des Unterkiefers legen und die Zahnreihen vorsichtig auseinanderziehen. Bleiben Sie für ca.
  • Nackenmuskulatur dehnen: Winkeln Sie Ihren linken Arm an und bilden Sie mit der linken Hand eine Faust, die linke Schulter zieht nach unten. Blicken Sie in Richtung der Faust und greifen Sie mit der rechten Hand über den Kopf an die obere hintere Schädeldecke über dem linken Ohr. Ziehen Sie den Kopf vorsichtig im 45-Grad-Winkel nach rechts, die linke Schulter zieht weiterhin aktiv nach unten, und halten Sie die Dehnung für ca. zwei Minuten.
  • Schulterkreisen: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Beine stehen hüftbreit auseinander. Der Kopf bleibt ganz gerade in Verlängerung der Wirbelsäule. Ziehen Sie die Schultern an die Ohren und lassen Sie sie dann bewusst sinken. Kreisen Sie die Schultern zehnmal nach vorne, danach zehnmal nach hinten. Diese Übung lässt sich ganz bequem im Sitzen (z. B.
  • Kopfkreisen: Lassen Sie den Kopf langsam und vorsichtig von rechts nach links kreisen. Das Kinn bewegt sich dabei nach unten in Richtung Brust. Achtung: Nicht den Kopf um die gesamte Achse kreisen lassen, d. h.
  • Armschwingen: Schwingen Sie danach beide Arme vor und hinter dem Körper von rechts nach links und zurück. Achten Sie dabei auf eine stabile Körperhaltung: Der Kopf, das Becken und der Rumpf bewegen sich nicht mit.

Wann sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?

Bringt eine Umgestaltung der Lebensgewohnheiten keine Besserung, sollten Betroffene professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dies kann in Form einer ambulanten Psychotherapie oder in einer Selbsthilfegruppe erfolgen. Wenn die Symptome nach spätestens drei Wochen nicht nachlassen, könnten auch andere Gründe wie z. B. vorliegen. Bei chronischen, immer wiederkehrenden oder sehr schmerzhaften Nackenverspannungen sowie bei Begleiterscheinungen wie Spannungskopfschmerz, Schwindel, Tinnitus etc. sind Orthopäd:innen die richtigen Ansprechpersonen.

Vegetative Dystonie

Eine vegetative Dystonie bedeutet wörtlich eine "fehlregulierte Spannung (Dystonus) des vegetativen Nervensystems". Dieses koordiniert viele wichtige Körperfunktionen, die sich willentlich kaum oder gar nicht beeinflussen lassen - etwa den Herzschlag, die Atmung oder die Verdauung. Entsprechend lassen sich unter dem Überbegriff der vegetativen Dystonie verschiedene Symptome zusammenfassen - von Herz-Kreislauf-Beschwerden und Kopfschmerzen bis zu zitternden Händen und Durchfall.

Die vegetative Dystonie als Diagnose ist allerdings umstritten; Kritiker bezeichnen sie als eine "Verlegenheitsdiagnose", die dann gestellt wird, wenn der Arzt sich keinen anderen Rat mehr weiß. In der Regel stufen Ärzte solche körperlichen Beschwerden ohne erkennbare diagnostizierbare organische Ursache als somatoforme Störungen ein.

Behandlung der vegetativen Dystonie

Wie eine vegetative Dystonie am besten behandelt wird, hängt von ihrem jeweiligen Auslöser und ihrer Ausprägung ab. Bleibt die körperliche Diagnostik ohne Ergebnis, raten Ärzte häufig dazu, zunächst abzuwarten und den Verlauf der Beschwerden zu beobachten - somatoforme Störungen legen sich häufig nach einer Weile von alleine wieder.

Ist dies nicht der Fall, empfiehlt der Arzt meist eine Psychotherapie. Dies bedeutet keinesfalls, dass er die Beschwerden des Patienten nicht ernst nimmt. Oft haben körperliche Symptome ihre Wurzeln in der Psyche - es sind dann sogenannte psychosomatische Beschwerden. Die vegetative Dystonie lässt sich deshalb am besten mit psychotherapeutischen Maßnahmen behandeln. Sie versprechen die größte Aussicht auf Beschwerdefreiheit.

Lesen Sie auch: Homöopathie zur Behandlung vegetativer Dysfunktion

Auf einige somatoforme Störungen hat körperliche Bewegung einen positiven Einfluss, also Sport oder Spaziergänge. Einigen Betroffenen helfen Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Tai-Chi oder Yoga.

Naturheilkundliche Behandlungsansätze

Naturheilkundliche Verfahren werden von Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen vermehrt nachgefragt - weil herkömmliche (konventionelle) Verfahren nicht immer die gewünschte Wirkung entfalten oder auch ernsthafte Nebenwirkungen haben können.

Wasseranwendungen (Hydrotherapie)

Wasseranwendungen sind eine sehr alte und bewährte Therapieform. Im menschlichen Körper ist die Regulation der Temperatur extrem wichtig. Daher setzen kalte Anwendungen wie Güsse, Wickel oder kurze Bäder einen Reiz, der letztlich einen Übungseffekt für das vegetative Nervensystem darstellt und so auch das Immunsystem beeinflusst. Auch Wirkung auf das Bindegewebe und die Muskeln lässt sich erzielen.

Bewegung

Meditative Bewegungsformen wie Yoga, Tai Chi oder Qigong sind hier sinnvolle Bewegungsformen. Sie wirken zum Beispiel bei Patienten mit Fibromyalgie. Sie sind mit einem achtsamen Umgang mit sich selber verbunden. Das bewusste Wahrnehmen der eigenen Beweglichkeit ist gerade für Schmerzpatienten wichtig.

Ernährung und Fasten

Bei bestimmten chronischen Schmerzerkrankungen sind entzündliche, muskuläre und nervale (die Nerven betreffend) Faktoren maßgeblich. Alle drei Faktoren können über die Ernährung und über das Fasten beeinflusst werden.

Pflanzenheilkunde

Pflanzliche Schmerzmittel können alleine oder begleitend zu den üblichen Schmerzmitteln eingesetzt werden. Konventionelle Schmerzmittel verlieren gerade in der Langzeitanwendung ihre Wirkung. Sie werden häufig nicht gut vertragen und vertragen sich nicht mit anderen Medikamenten. In bestimmten Fällen können pflanzliche Mittel sie ersetzen oder ihre Dosis verringern.

Ergänzende und ausleitende Verfahren

  • Blutegel: Medizinische Blutegel werden im Rahmen von verschiedenen Schmerzerkrankungen eingesetzt wie z. Bsp. Knieverschleiß oder dem Tennisarm.
  • Schröpfen, blutig oder trocken: Mittels einer Flamme oder einer Saugvorrichtung wird ein Unterdruck in einem Glas erzeugt und auf die Haut aufgesetzt. Die Haut und Faszienschichten werden angesaugt und Verklebungen lösen sich. Im behandelten Bereich wird dadurch ein Therapiereiz erzeugt, der auch über das vegetative Nervensystem auf die inneren Organe wirken kann. Die Lockerung der Faszien kann u.a. Nackenschmerzen lindern.
  • Neuraltherapie: Ein örtliches Betäubungsmittel wird in bestimmte Areale gespritzt - das reicht vom Unterspritzen von Hautregionen (Quaddeln) über das Spritzen in Narben und sogenannte Störfelder bis hin zu komplexen Techniken, bei denen besondere Nerven umflutet werden.
  • Nadelreizmatte: Eine mit stumpfen Nadeln versehene Unterlage (welche die Haut nicht durchdringt), die für einige Zeit unter Becken oder Rücken geschoben wird, intensiviert die Durchblutung und führt zu verschiedenen schmerzlindernden Effekten: Über reflektorische Reaktionen der Head`schen Zonen werden innere Organe angesprochen und das Immunsystem aktiviert.

tags: #vegetatives #nervensystem #chronische #verspannung #behandlung