Ursachen für sichtbare Venen zwischen den Augen bei Babys

Bei vielen Eltern von Neugeborenen und Babys tauchen Fragen und Sorgen bezüglich verschiedener körperlicher Merkmale ihrer Kinder auf. Eine häufige Beobachtung ist das Auftreten von deutlich sichtbaren Venen, oft bläulich schimmernd, zwischen den Augen des Babys. Dieser Artikel soll die möglichen Ursachen hierfür erläutern und einige verbreitete Ängste nehmen.

Häufige Ursachen für sichtbare Venen

Durchscheinende Blutgefäße

Bei vielen Babys, insbesondere solchen mit sehr heller Haut, schimmern die Blutgefäße, die direkt unter der Haut liegen, bläulich durch. Dies ist besonders an Stellen der Fall, wo die Haut sehr dünn ist, wie beispielsweise an den Augenlidern oder zwischen den Augen. Es handelt sich hierbei um ein normales Phänomen und keinen Grund zur Besorgnis.

Verstopfte Nase

Eine weitere häufige Ursache für dunkle Augenringe und sichtbare Venen unter den Augen ist eine verstopfte Nase. Dies kann infolge von Erkältungen, Allergien oder vergrößerten Adenoiden (Polypen) auftreten. Durch die Verstopfung kommt es zu einem Rückfluss von sauerstoffarmem Blut unter den Augen, wodurch die Venen dunkler und größer erscheinen. Im englischen Sprachgebrauch wird dies als "allergic shiner" bezeichnet.

Flüssigkeitsmangel

In seltenen Fällen können eingefallene dunkle Augenhöhlen bei kleinen Kindern, die unter starkem Durchfall und/oder Erbrechen leiden, ein Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel sein. In solchen Fällen ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

Weitere mögliche Ursachen

Obwohl seltener, können geschwollene Tränensäcke über einen längeren Zeitraum auf eine Erkrankung der Nieren oder eine Unterfunktion der Schilddrüse hindeuten. Es ist ratsam, solche Beobachtungen mit dem Kinderarzt zu besprechen.

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Weitere Gesundheitsprobleme bei Neugeborenen

Neben den sichtbaren Venen zwischen den Augen gibt es noch andere gesundheitliche Aspekte, die bei Neugeborenen und Babys beachtet werden sollten:

Neugeborenengelbsucht

Bei vielen Babys kommt es in den ersten Lebenstagen zu einer Gelbsucht, bei der sich die Haut gelblich verfärbt. Dies liegt an einem Überschuss an Bilirubin, einem gelben Farbstoff, der beim Abbau roter Blutkörperchen entsteht. Die Leber des Neugeborenen ist oft noch nicht in der Lage, die große Menge an Bilirubin sofort zu verarbeiten. In den meisten Fällen ist dies kein Grund zur Sorge und verschwindet nach einigen Tagen wieder. Bei Bedarf kann eine Lichttherapie eingesetzt werden.

Neugeboreneninfektion

Eine Neugeboreneninfektion (Neugeborenensepsis) ist eine Form der Blutvergiftung, die speziell bei Neugeborenen auftritt. Sie wird meist durch B-Streptokokken verursacht und muss unbedingt behandelt werden, um lebensbedrohliche Erkrankungen zu verhindern.

Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann bei Neugeborenen verschiedene Ursachen haben, wie Frühgeburt, Spätgeburt, niedriges Geburtsgewicht oder mütterlicher Diabetes. Eine frühzeitige und regelmäßige Ernährung des Babys hilft in der Regel, den Blutzuckerwert zu stabilisieren.

Unterkühlung (Hypothermie)

Wenn die Körpertemperatur eines Babys dauerhaft unter 36,5 Grad Celsius fällt, spricht man von Unterkühlung. Risikofaktoren sind Frühgeburt, Infektionen oder eine zu niedrige Umgebungstemperatur. Eltern können durch entsprechende Maßnahmen wie die richtige Raumtemperatur und warme Kleidung einer Unterkühlung vorbeugen.

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Hämangiom (Blutschwämmchen)

Hämangiome sind gutartige Tumore, die durch die Wucherung von Blutgefäßen entstehen. Sie können überall am Körper auftreten und sind meist harmlos. In den meisten Fällen bilden sie sich von selbst wieder zurück.

Weitere Sorgen und Ängste junger Eltern

Viele junge Eltern sind unsicher und besorgt über verschiedene Aspekte ihres Babys. Hier sind einige häufige Sorgen und Beruhigungen:

Nabelbruch

Ein Nabelbruch ist eine Ausstülpung am Nabel, die oft harmlos ist und sich meist in den ersten Lebensjahren von selbst zurückbildet.

Hautwülste am Nabel

Hautwülste am Nabel nach dem Abfallen der Nabelschnur sind in der Regel ebenfalls harmlos und können vom Kinderarzt behandelt werden, falls sie nicht von selbst abfallen.

Blaue Flecken neben dem Auge

Wie bereits erwähnt, sind blaue Flecken neben dem Auge oft nur durchscheinende Venen und kein Grund zur Sorge.

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Fontanellen

Die Fontanellen sind weiche Stellen am Kopf des Babys, die sich in der Regel innerhalb von zwei Jahren schließen. Solange sie sich nicht nach außen wölben oder einfallen, besteht kein Grund zur Sorge.

Rotes Gesicht beim Pressen

Babys müssen erst lernen, den Schließmuskel richtig zu bedienen, was zu einem roten Gesicht beim Pressen führen kann. Dies ist normal und gibt sich meist nach einigen Monaten.

Koliken

Koliken sind Bauchschmerzen, die in den ersten drei Monaten häufig auftreten. Sie können durch ein unausgereiftes Verdauungssystem oder Allergien verursacht werden. Eine Anpassung der Ernährung der Mutter (beim Stillen) oder eine hypoallergene Säuglingsnahrung können helfen.

Seltene, aber wichtige Erkrankungen

Es gibt auch seltenere Erkrankungen, die sich durch Symptome im Bereich der Augen äußern können:

Sinusvenenthrombose

Eine Sinusvenenthrombose ist eine Verstopfung einer der großen Venen im Gehirn durch ein Blutgerinnsel. Sie ist sehr selten, kann aber schwerwiegende Komplikationen verursachen.

Kawasaki-Syndrom

Das Kawasaki-Syndrom ist eine akute entzündliche Erkrankung der Blutgefäße, die vor allem Kleinkinder betrifft. Typische Symptome sind hohes Fieber, rote Lippen und Zunge, Hautausschlag und eine beidseitige Bindehautentzündung.

Retinoblastom

Das Retinoblastom ist eine seltene Krebserkrankung des Auges, die fast ausschließlich im Kindesalter auftritt. Ein häufiges Erstsymptom ist das weiße Aufleuchten der Pupille bei bestimmten Lichtverhältnissen.

Was tun?

In den meisten Fällen sind sichtbare Venen zwischen den Augen bei Babys harmlos und kein Grund zur Besorgnis. Wenn jedoch weitere Symptome auftreten oder Unsicherheiten bestehen, sollte ein Kinderarzt konsultiert werden, um mögliche Ursachen abzuklären und eine angemessene Behandlung zu gewährleisten.

Erfahrungen von Eltern

Viele Eltern haben ähnliche Beobachtungen gemacht und berichten, dass die sichtbaren Adern mit der Zeit verblassen können, aber nicht immer vollständig verschwinden. Es ist wichtig, sich von den Erfahrungen anderer Eltern nicht verunsichern zu lassen, sondern im Zweifelsfall ärztlichen Rat einzuholen.

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