Plötzliche, stechende Schmerzen im Brustbereich können beunruhigend sein und vielfältige Ursachen haben. Während manche Beschwerden harmlos sind, wie etwa Muskelverspannungen, können andere auf ernsthafte Gesundheitsprobleme hinweisen. Die Schmerzlokalisation und -wahrnehmung variieren stark von Person zu Person, was die Diagnose erschweren kann. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über typische Ursachen gürtelförmiger Nervenschmerzen, begleitende Symptome und wann schnelle Hilfe erforderlich ist.
Einführung in Brustschmerzen
Der Brustkorb schützt lebenswichtige Organe und kann daher viele Schmerzquellen beherbergen. Brustschmerzen reichen von harmlosen Muskelproblemen bis zu ernsten Herzproblemen. Atemnot, Engegefühl oder kalter Schweiß sind Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt gehören. Die Wahrnehmung von Schmerzen ist subjektiv; gleiche Beschwerden können sich unterschiedlich anfühlen. Eine frühzeitige Untersuchung hilft, gefährliche Ursachen wie einen Herzinfarkt auszuschließen.
Ein plötzliches Ziehen oder kurzer Schmerz im Brustkorb lässt viele Patienten sofort aufhorchen. Schmerzqualitäten variieren: Häufig berichten Betroffene über stechende, brennende oder drückende Empfindungen. Die Lokalisation ist individuell: Schmerzen können mittig, leicht links oder im Oberbauch verspürt werden. Nur die Qualität allein reicht selten für eine Diagnose. Einige Beschwerden stammen von der Brustwand, andere von inneren Organen. Funktionelle Symptome ohne organischen Befund sind möglich und werden durch Stress verstärkt. Bei neuen oder ungewöhnlich starken Symptomen ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
Häufige, harmlose Ursachen sind Zerrungen, Reizungen der Rippen oder muskuläre Überlastung. Dringliche Fälle umfassen Herzinfarkt, Lungenembolie, Pneumothorax und Aortendissektion. Ein kurzer Überblick hilft, die Bandbreite der Auslöser besser zu verstehen. Ungefährliche Beschwerden bessern sich meist mit Schonung. Bei starken oder anhaltenden Schmerzen ist schnelle Abklärung nötig. Infektionen wie Pneumonie zeigen oft Fieber und Husten und brauchen ärztliche Prüfung. Schmerzen, die bei Belastung auftreten, deuten eher auf Herzprobleme hin.
Häufige Ursachen von Brustschmerzen
Brustschmerzen können verschiedene Ursachen haben, die von harmlosen Muskelverspannungen bis zu lebensbedrohlichen Erkrankungen reichen. Es ist wichtig, die Symptome richtig zu deuten und gegebenenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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Herzbedingte Ursachen
Herzprobleme äußern sich oft mit belastungsabhängigen Symptomen und wechselnder Intensität. Angina pectoris zeigt sich meist als drückendes Engegefühl bei Anstrengung oder Stress. Typisch ist, dass sich die Beschwerden in Ruhe bessern. Beim Herzinfarkt verstopft ein Gerinnsel ein Koronargefäß. Atemnot, Übelkeit und kalter Schweiß treten häufig auf. Herzrhythmusstörungen verursachen Herzrasen, Stolpern, Schwäche und teils belastende Schmerzen. Perikarditis führt zu atemabhängigen Schmerzen hinter dem Brustbein und kann Fieber verursachen. Eine Aortendissektion der Hauptschlagader verursacht plötzlich reißende, massive Schmerzen und ist ein Notfall.
Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine häufige Ursache für Brustschmerzen. Bei der KHK kommt es zu einer Verengung der Herzkranzgefäße durch Ablagerungen, was die Durchblutung des Herzmuskels beeinträchtigt. Dies kann zu Angina pectoris führen, einem Brustschmerz, der bei körperlicher Anstrengung oder Stress auftritt. In schweren Fällen kann es zu einem Herzinfarkt kommen, bei dem ein Herzkranzgefäß vollständig verschlossen ist und ein Teil des Herzmuskels abstirbt.
Ursachen im Bereich der Lunge
Atembeschwerden und plötzlich einsetzende Schmerzen können auf verschiedene Erkrankungen der Lunge hinweisen. Solche Ursachen reichen von Infekten bis zu akuten Gefäß- oder Luftproblemen. Warnzeichen sind plötzliche einseitige, atemabhängige Schmerzen, starke Atemnot, Schwindel und Herzrasen. Beim Pneumothorax gelangt Luft zwischen Lungen- und Rippenfell. Das führt zu plötzlich auftretenden, atemabhängigen Schmerzen und möglicher Luftnot. Akute Bronchitis zeigt sich durch Husten, Schleim und gelegentlich Fieber. Bei Pneumonie kommen hohes Fieber, Schüttelfrost und Belastungsdyspnoe hinzu. Die Rippenfellentzündung verursacht scharfe, atemabhängige Schmerzen, die beim tiefen Einatmen zunehmen.
Eine Lungenembolie, bei der ein Blutgerinnsel eine Schlagader der Lunge verschließt, kann ebenfalls zu plötzlichen Brustschmerzen, Atemnot und Husten führen. Weitere mögliche Ursachen sind Lungenentzündung (Pneumonie), Rippenfellentzündung (Pleuritis) und Pneumothorax, bei dem Luft in den Raum zwischen Lunge und Brustwand eindringt.
Muskel- und Skelettbedingte Ursachen
Oft liegen die Beschwerden nicht am Herzen, sondern an verspannten Atem- und Brustmuskeln. Diese Probleme sind meist druckempfindlich und bewegungsabhängig. Das Zwerchfell kann die Atmung flach machen und ein Engegefühl verursachen, obwohl die Lunge unauffällig ist. Bei einer Interkostalneuralgie verläuft der Schmerz gürtelförmig entlang der Rippenbögen. Wärme, gezielte Dehnung, aufrechte Haltung und Atemübungen lindern viele Beschwerden. Beobachten Sie, welche Bewegungen Schmerzen auslösen. Das hilft bei Diagnose und Therapie.
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Verspannungen der Brustmuskulatur, Zerrungen oder Prellungen können ebenfalls Brustschmerzen verursachen. Das sogenannte Brustwandsyndrom, bei dem Schmerzen durch harmlose Verspannungen oder Reizungen der Muskulatur im Brustbereich entstehen, ist eine häufige Ursache. Auch die Nerven zwischen den Rippen können Schmerzen verursachen, wie bei der Interkostalneuralgie, die sich durch stechende, gürtelförmige Schmerzen im Brust- und Rückenbereich äußert.
Ursachen im Verdauungstrakt
Viele Menschen erleben nach dem Essen ein brennendes Gefühl, das aus der Speiseröhre stammt. Reflux von Magensäure verursacht meist brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Schluckstörungen oder Schmerzen beim Schlucken sind wichtige Begleitzeichen. Starke Refluxbeschwerden können Herzprobleme imitieren. Brennende Schmerzen nach dem Essen oder im Liegen sprechen für Reflux. Kleinere Mahlzeiten, kein spätes Essen und weniger Alkohol helfen oft. Ein Ernährungstagebuch kann auslösende Speisen zeigen.
Sodbrennen, verursacht durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, kann ebenfalls Brustschmerzen verursachen. Diese Schmerzen werden oft als brennend hinter dem Brustbein wahrgenommen und können durch bestimmte Nahrungsmittel oder im Liegen verstärkt werden.
Andere Ursachen
Auch psychische Faktoren können eine Rolle bei Brustschmerzen spielen. Panikattacken oder Angstzustände können Atemnot und ein Engegefühl in der Brust verursachen. Ein häufiges Beispiel ist das Herzangst-Syndrom, bei dem Betroffene wiederholt Herzstolpern, Herzrasen und Brustschmerzen erleben, ohne dass eine körperliche Ursache gefunden wird.
Gürtelförmige Schmerzen im Detail: Interkostalneuralgie
Eine spezifische Form von Nervenschmerzen, die oft als gürtelförmig beschrieben wird, ist die Interkostalneuralgie. Dabei handelt es sich um neurologische Schmerzen, welche die Interkostalnerven (also die Nerven zwischen den Rippen) betreffen. Der Brustkorb besteht aus 12 Rippenpaaren, und der Raum zwischen den einzelnen Rippen ist als Interkostalraum bekannt. Er wird von den Interkostalmuskeln (Zwischenrippenmuskeln) überspannt.
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Ursachen der Interkostalneuralgie
Es kommt eine Vielzahl von Auslösern für eine Interkostalneuralgie infrage. Die Nervenschmerzen können unter anderem durch eine mechanische Schädigung der Zwischenrippennerven hervorgerufen werden. Diese kann beispielsweise bei einem Rippenbruch entstehen, oder aber bei Verletzungen der Nerven im Rahmen einer Operation am Brustkorb. Außerdem ist eine Reizung der Interkostalnerven durch neurologische Krankheiten möglich. Auch lang anhaltender Stress kann die Interkostalnerven beeinträchtigen. Ebenso bedingen möglicherweise Verhärtungen und Verspannungen im Zwerchfell sowie der Brust- oder Rückenmuskulatur eine Neuralgie, indem sie Druck auf die Nerven ausüben. Sehr selten sind auch Tumore im Bereich des Brustkorbs sowie Erkrankungen der Leber oder des Herzens Auslöser für die Schmerzen. In vielen Fällen lässt sich eine Interkostalneuralgie aber nicht auf eine klar identifizierbare Ursache zurückführen.
Mögliche Auslöser sind:
- Mechanische Schädigung der Nerven: Rippenbrüche, Verletzungen bei Operationen am Brustkorb
- Neurologische Erkrankungen: Reizung der Interkostalnerven
- Stress: Lang anhaltender Stress kann die Nerven beeinträchtigen
- Muskuläre Verspannungen: Verhärtungen und Verspannungen im Zwerchfell sowie der Brust- oder Rückenmuskulatur
- Seltene Ursachen: Tumore im Brustkorb, Erkrankungen der Leber oder des Herzens
Symptome der Interkostalneuralgie
Die Symptome einer Interkostalneuralgie sind stechende Schmerzen entlang der Rippen, die sich vor allem beim Atmen, bei Bewegung, Husten oder Druck auf den Brustkorb verstärken können. Die Schmerzen sind unterschiedlich stark und können die täglichen Aktivitäten erheblich beeinträchtigen. Zusätzlich können ein brennendes Gefühl, eine erhöhte Empfindlichkeit zwischen den Rippen sowie gelegentlich Muskelschwäche, Taubheitsgefühl oder Juckreiz im Rippenbereich auftreten.
Diagnose der Interkostalneuralgie
Der erste Ansprechpartner bei zunächst undefinierbaren Schmerzen ist meist der Hausarzt. Vermutet er eine Interkostalneuralgie, kann er an einen Neurologen verweisen. Die Diagnose beginnt mit der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und einer körperlichen Untersuchung. Dabei wird der Arzt gezielt auf die Interkostalnerven Druck ausüben. Wenn dies Schmerzen auslöst, deutet das auf eine Reizung einer oder mehrerer Nerven hin.
Im nächsten Schritt gilt es, die Ursache für das Symptom zu ermitteln. Dafür gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Untersuchungsmethoden. Unter Umständen verweist der Neurologe an einen anderen Facharzt, wie einen Orthopäden (Spezialist für Erkrankungen des Bewegungsapparates) oder Internisten (Experte für innere Medizin). Auch bildgebende Verfahren können zum Einsatz kommen. Bei einem Röntgenbild werden beispielsweise Brüche oder knöcherne Fehlstellungen im Brustraum sichtbar. Ein MRT (Magnetresonanztomografie) oder CT (Computertomografie) mit mehrschichtigen Aufnahmen ist angebracht, um beispielsweise Organerkrankungen als Grund für die Beschwerden auszuschließen.
Häufig lässt sich die Ursache der Rippenschmerzen nicht klar feststellen - trotzdem sollten Sie starke oder anhaltende Schmerzen in der Brust immer ernst nehmen und baldmöglichst von einem Arzt abklären lassen.
Behandlung der Interkostalneuralgie
Generell wird die Therapie der Interkostalneuralgie an der jeweiligen Ursache ausgerichtet. Bei einer gebrochenen Rippe beispielsweise, muss der Knochenbruch behandelt werden (durch Ruhigstellung oder eine Operation). Ergänzend ist eine Physiotherapie zur Behandlung der Interkostalneuralgie sinnvoll. Der Therapeut zeigt dem Patienten dabei Übungen zur Lösung von muskulären Verspannungen im Rücken- und Brustbereich, was zu einer Reduktion der Schmerzen beiträgt.
Da es in vielen Fällen nicht möglich ist, die Ursache einer Interkostalneuralgie trotz gründlicher Diagnose eindeutig festzustellen, kommt häufig eine rein symptomatische Therapie mit schmerzlindernden Mitteln zum Einsatz.
Je nach der zugrunde liegenden Ursache kommen zur Behandlung einer Interkostalneuralgie verschiedene Maßnahmen zum Einsatz:
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac können Schmerzen lindern und Entzündungen bekämpfen.
- Muskelrelaxantien: Muskelentspannende Medikamente können Muskelverhärtungen lösen.
- Lokalanästhesie: Eine örtliche Betäubung kann vorübergehende Schmerzlinderung erreichen.
- Virostatika: Bei einer Interkostalneuralgie durch Gürtelrose können antivirale Medikamente verschrieben werden.
- Physiotherapie: Übungen zur Entlastung des schmerzenden Bereichs.
Vorbeugung der Interkostalneuralgie
Um das Risiko einer Interkostalneuralgie zu minimieren, gibt es verschiedene vorbeugende Maßnahmen:
- Impfung: Gegen Gürtelrose, eine mögliche Ursache für Interkostalneuralgie.
- Effektive Schmerzkontrolle und Prävention: Bei Eingriffen am Brustkorb.
- Behandlung von Grunderkrankungen: Wie Diabetes mellitus.
- Bewegung und körperliches Training: Stärkung der Muskulatur am Rücken.
- Ergonomie im Alltag: Minimierung der Belastung der Wirbelsäule.
Diagnostik bei Brustschmerzen
Bei Brustschmerzen entscheidet die gezielte Untersuchung oft über Gefahr oder Entwarnung. Der Arzt fragt gezielt nach Schmerzart, Dauer, Verlauf, Ausstrahlung und Auslöser. Klinisch werden Puls, Blutdruck und Atmung gemessen. Das EKG zeigt Ischämiezeichen oder Rhythmusstörungen. Röntgen, CT oder MRT beurteilen Lunge, Gefäße und Thoraxstrukturen. Schrittweise erfolgt die Diagnostik nach Dringlichkeit. Ergebnisse bestimmen medikamentöse oder interventionelle Maßnahmen. Transparente Aufklärung schafft Vertrauen und erleichtert Entscheidungen.
Behandlung von Brustschmerzen
Die Behandlung richtet sich nach Dringlichkeit und zugrundeliegender Ursache. Akute Notfälle brauchen sofortige, strukturierte Therapie. Bei einem Herzinfarkt ist die rasche Wiedereröffnung des Gefäßes zentral. Eine Lungenembolie wird mit Antikoagulation, Lyse oder interventionellen Verfahren behandelt. Bei Infektionen der Lunge dienen Antibiotika, Atemtherapie und Supportivmaßnahmen. Muskuloskelettale Schmerzen sprechen gut auf Analgesie, Wärme und Physiotherapie an.
Selbsthilfemaßnahmen und Vorbeugung
Schon kleine Änderungen im Alltag können muskulär-fasziale Beschwerden oft merklich reduzieren. Wärme und kurze Schonung lindern akute Reizungen. Bei harmloseren Schmerzen helfen Wärme, kurze Ruhephasen und dann gezielte Bewegung. Beispiele: langsame Brustkorbdehnung, Schulterblattmobilisation und Zwerchfellatmung. Achten Sie auf eine aufrechte Haltung und regelmäßige kleine Bewegungspausen im Alltag. Eine moderate Steigerung der Alltagsbewegung fördert die Durchblutung und reduziert langfristig Beschwerden. Selbstmaßnahmen sind sinnvoll, solange keine roten Flaggen auftreten. Suchen Sie ärztliche Hilfe bei Atemnot, Fieber, kaltem Schweiß oder plötzlicher Verschlechterung. Bei anhaltenden Schmerzen nach Infekten oder bei Husten sollte eine Abklärung der Lunge erfolgen. Wenn Nacht- oder Ruheschmerzen zunehmen, sind professionelle Untersuchungen ratsam.
Mit einfachen Alltagsregeln lassen sich viele Ursachen für Beschwerden langfristig senken. Regelmäßige Bewegung stärkt Herz, Lunge und Muskulatur. Stress abbauen durch Atemtraining, Pausen und ausreichend Schlaf reduziert funktionelle Beschwerden. Rauchstopp verringert das Risiko schwerer Herz‑ und Lungenerkrankungen deutlich. Eine entzündungsarme Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn fördert die Gefäßgesundheit. Regelmäßige Blutdruckkontrolle und Lebensstilanpassungen beugen Krisen vor. Als praktische Beispiele gelten zehn Minuten Atemtraining morgens, kurze Dehnübungen und tägliche 20-30 Minuten zügiges Gehen. Frauen sollten atypische Warnzeichen kennen und Vorsorgeuntersuchungen nutzen.
Wann ist ein Notfall?
Starke oder anhaltende Schmerzen brauchen rasche Reaktion. Rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112. Lagern Sie die betroffene Person mit leicht erhöhtem Oberkörper und öffnen Sie enge Kleidung. Beruhigen Sie die betroffene Person und überwachen Sie Atmung und Bewusstsein. Bei Bewusstlosigkeit prüfen Sie die Atmung; fehlt diese, beginnen Sie sofort mit Herzdruckmassage (ca. 100/min, ~5 cm tief). Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) kann Leben retten. Folgen Sie den Sprachanweisungen. Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder schweren Zustand ist der Notruf immer der richtige erste Schritt.
Geschlechtsspezifische Unterschiede
Bei Frauen können Herzprobleme oft mit unspezifischen Anzeichen beginnen, die leicht übersehen werden. Klassische Schmerzen fehlen häufiger. Frauen berichten öfter über Kurzatmigkeit oder ziehende Beschwerden im Oberbauch statt über ein drückendes Engegefühl. Neue, andauernde Veränderungen der Belastbarkeit sollten Patientinnen und Patienten alarmieren. Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Unterschiede rettet Leben.
Zusammenfassung
Nicht jede Schmerzattacke im Brustkorb ist gefährlich, doch das richtige Einschätzen zählt. Brustschmerzen reichen von muskulären Problemen bis zu schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Lungenembolie. Harmlosere Beschwerden bessern oft durch Wärme, Dehnung und Haltungskorrektur. Betroffene sollten beobachten, dokumentieren und im Zweifel ärztlich abklären lassen. Vorbeugung durch Bewegung, Stressabbau, Rauchstopp und Blutdruckkontrolle schützt langfristig.
FAQ
Was bedeutet plötzliches Stechen im Brustkorb?
Ein plötzliches, stechendes Gefühl im Brustkorb kann viele Ursachen haben. Es reicht von harmlosen Muskelverspannungen über Reflux mit brennendem Gefühl bis hin zu ernsten Erkrankungen wie Angina pectoris oder Herzinfarkt. Wichtig sind Begleitsymptome wie Atemnot, Übelkeit, Schweißausbrüche oder Ausstrahlung in Arm und Kiefer.
Wie unterscheiden sich Druck-, Brennen- und stechende Schmerzen?
Druckgefühle und Enge deuten oft auf Herzprobleme wie Angina pectoris. Brennen spricht eher für Reflux oder Speiseröhrenentzündung. Plötzlich einschießende, punktuelle Schmerzen sind häufig muskuloskeletal (Muskel, Rippe) oder nervenbedingt. Die genaue Schmerzqualität hilft beim Einordnen, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung.
Wann muss ich sofort den Notruf wählen?
Rufen Sie den Notruf bei starken, anhaltenden Schmerzen, plötzlicher Atemnot, Bewusstseinsverlust, blassem Gesicht, kaltem Schweiß oder Schmerzen, die in Arm, Kiefer oder Rücken ausstrahlen. Diese Zeichen können auf Herzinfarkt, Lungenembolie oder Aortendissektion hinweisen und sind lebensbedrohlich.
Können Herzrhythmusstörungen Brustbeschwerden verursachen?
Ja. Herzrasen, Herzstolpern oder anhaltende Unregelmäßigkeiten können mit Druckgefühl oder Schmerzen einhergehen. Manchmal treten zusätzlich Schwindel oder Synkopen auf. Zur Abklärung sind EKG und weiterführende kardiologische Untersuchungen nötig.
Wie erkennt man Angina pectoris und was sind typische Auslöser?
Angina pectoris äußert sich als belastungsabhängiger Druck oder Enge in der Brust, oft begleitet von Luftnot. Auslöser sind körperliche Anstrengung, Kälte, Stress oder große Mahlzeiten. Ruhe oder Nitroglyzerin lindern meist die Beschwerden vorübergehend.
Was unterscheidet Herzinfarkt von harmlosen Brustschmerzen?
Beim Herzinfarkt treten oft starke, andauernde Schmerzen oder Druck auf, die nicht vollständig durch Ruhe bessern. Häufige Begleitsymptome sind Übelkeit, Schwitzen, Atemnot und Ausstrahlung in Arm, Kiefer oder Oberbauch. Bei Verdacht sofort ärztliche Hilfe suchen.
Können Lunge und Atemwege für stechende Schmerzen verantwortlich sein?
Ja. Lungenembolie, Pneumothorax oder Pleuritis führen zu meist atemabhängigen, teils scharfen Schmerzen und Luftnot. Bronchitis oder Pneumonie zeigen oft Husten, Fieber und brennende Schmerzen am Brustbein. Bei Atemnot immer sofort ärztlich abklären.
Wie äußert sich ein Pneumothorax?
Ein Pneumothorax beginnt plötzlich mit stechendem Schmerz auf einer Seite und rasch zunehmender Atemnot. Betroffene wirken ängstlich und atmen flach. Häufige Ursachen sind Rippenverletzungen oder spontane Risse der Lunge beim jungen, schlanken Menschen.
Können Muskel- oder Rippenprobleme Brustschmerz verursachen?
Ja. Verspannungen, Muskelzerrungen oder Prellungen lösen druckempfindliche, bewegungsabhängige Beschwerden. Interkostalneuralgie verursacht einschießende, gürtelförmige Schmerzen entlang der Rippen. Ruhe, Wärme und Physiotherapie helfen oft.
Wann steckt Reflux oder Magensäure hinter dem Schmerz?
Brennende Schmerzen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen und Sodbrennen sprechen für gastroösophagealen Reflux. Beschwerden treten häufig nach dem Essen oder im Liegen auf und können fälschlich als Herzschmerz wahrgenommen werden.
Wie läuft die ärztliche Diagnose bei Brustschmerzen ab?
Zuerst erhebt der Arzt die Anamnese und untersucht klinisch: Schmerzart, Dauer, Ausstrahlung. Anschließend folgen EKG, Blutwerte (Herzenzyme), Röntgen oder CT der Lunge sowie eventuell Echokardiographie. Die Kombination entscheidet über Diagnose und Therapie.
Welche Behandlungen gibt es bei akuten Herz- und Lungenkrankheiten?
Lebensbedrohliche Zustände erfordern sofortige Notfalltherapie: Herzinfarktbehandlung mit Gerinnselauflösung oder Stent, Thrombolyse bei Lungenembolie oder Drainage beim Pneumothorax. Bei Perikarditis, Pneumonie oder Reflux stehen gezielte medikamentöse Therapien zur Verfügung.
Was kann ich bei harmloseren Beschwerden selbst tun?
Bei muskuloskelettalen Schmerzen helfen Schonung, Wärme, leichte Dehnübungen und Schmerzmittel nach Rücksprache. Atemübungen und Stressreduktion lindern ebenfalls. Treten Symptome akut oder stärker auf, suchen Sie ärztliche Hilfe.
Wie kann ich Brustschmerzen vorbeugen?
Senken Sie Risikofaktoren: regelmäßige Bewegung, Rauchstopp, gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion und Blutdruckkontrolle. Stressbewältigung und moderate Alkoholaufnahme reduzieren ebenfalls das Risiko für Herz- und Magenprobleme.
Haben Frauen andere Warnzeichen bei Herzbeschwerden?
Ja. Frauen zeigen häufiger atypische Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden oder Druck ohne klassische Ausstrahlung. Deshalb sollten ungewöhnliche Beschwerden rasch ärztlich abgeklärt werden.
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