Demenz gilt als nicht heilbar, umso wichtiger ist Prävention. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: In den nächsten drei Jahrzehnten wird sich die Zahl der Demenzpatienten auf der Erde verdreifachen. Unter dem Oberbegriff Demenz wird ein Muster von Symptomen unterschiedlicher meist fortschreitender Erkrankungen verstanden, deren Hauptmerkmal eine Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Gehirns und damit verschiedener kognitiver Fähigkeiten ist. Zu den bekanntesten Demenz-Erkrankungen gehört die Alzheimer-Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht eine der Hauptgründe für die wachsende Zahl der Demenzerkrankungen in der steigenden Lebenserwartung der Weltbevölkerung. Als wichtige Risikofaktoren gelten Fettleibigkeit, hoher Blutzucker (Diabetes) und Bluthochdruck sowie übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen. Aber auch Depression, soziale Isolation, Kopfverletzungen, Hörminderung, Luftverschmutzung sowie niedrige Bildung sind bekannte Risikofaktoren.
Älter werden und dabei fit, aktiv und lebensfroh bleiben - Tennis im Alter erweist sich als eine hervorragende Möglichkeit, die Lebensqualität zu verbessern und bietet Senioren mehr als nur ein Mittel zur Bewegung. Als eine Form des Seniorensports fördert das Tennisspiel für ältere Menschen sowohl die körperliche als auch die geistige Gesundheit, während es zugleich den sozialen Austausch innerhalb dieser wachsenden Gemeinschaft anregt. In diesem Artikel erkunden wir, wie Tennis zu einer Bereicherung des Alltags beitragen kann, ohne dabei die Freude am Spiel aus den Augen zu verlieren.
Warum Tennis das ideale Spiel für Senioren ist
Tennis bietet Senioren eine ausgezeichnete Gelegenheit, sowohl ihre körperliche Bewegung zu fördern als auch gesellschaftliche Kontakte durch soziale Vernetzung zu pflegen. Es ist allgemein bekannt, dass regelmäßige Aktivität bei der Aufrechterhaltung einer guten Gesundheit und eines glücklichen Gemüts entscheidend ist. Tennis bietet eine ausgezeichnete Plattform, um in jedem Alter den Körper in Schwung zu halten und neue Verbindungen zu knüpfen. Wir zeigen auf, was Tennis im Alter so attraktiv macht und wie es als Seniorensport dazu beiträgt, das Sozialleben zu bereichern und neue Herausforderungen mit Spaß zu meistern.
Positive Auswirkungen auf Körper und Geist
Die regelmäßige Ausübung von Tennis verbessert nicht nur die körperliche Verfassung, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Spieler berichten von einer Reduktion des Stresslevels und einer Verbesserung der kognitiven Funktionen, was in diesem Lebensabschnitt von großem Vorteil ist.
Die gesundheitlichen Vorteile von Tennis für Senioren
Tennis bietet nicht nur Spaß und Gesellschaft, sondern auch erhebliche gesundheitliche Vorteile, die besonders für Senioren von großer Bedeutung sind. Das regelmäßige Spielen von Tennis hat eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Gelenkgelenkigkeit und fördert die mentale Gesundheit. Außerdem trägt es zur Prävention von Alterskrankheiten bei.
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Eine der wichtigsten Wirkungen von Tennis ist die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems. Durch die kontinuierliche Bewegung wird die Herzfunktion angeregt und die Durchblutung verbessert, was wiederum hilft, Herzkrankheiten vorzubeugen. Die Bewegung beim Tennis erhöht auch die Gelenkgelenkigkeit, was insbesondere für Senioren wichtig ist, da die Beweglichkeit der Gelenke oft mit dem Alter abnimmt.
Die mentale Gesundheit profitiert ebenfalls vom Tennis. Die Herausforderung, Strategien zu entwickeln, und die soziale Interaktion auf dem Platz tragen zur Stimulierung des Gehirns bei. Dies ist besonders entscheidend in der Prävention von Alterskrankheiten wie Demenz und Alzheimer.
Zusätzlich bietet Tennis eine Plattform für ältere Menschen, aktiv zu bleiben und sich sozial zu engagieren, was die allgemeine Lebensqualität verbessert und zur Langlebigkeit beiträgt.
Anpassung der Spielregeln für Senioren
Die Anpassung der Tennisregeln kann deutlich dazu beitragen, den Sport altersgerechter und zugänglicher für Senioren zu gestalten. Durch anpassbare Spielregeln und gezielte Tennismodifikationen lässt sich die physische Belastung reduzieren, während der Spaß am Spiel erhalten bleibt.
Ein Schlüsselaspekt hierbei ist es, die anpassbaren Spielregeln so zu gestalten, dass sie die spezifischen Bedürfnisse älterer Spieler berücksichtigen. Darüber hinaus bietet die Schaffung von speziellen Doppel-Formaten eine wunderbare Möglichkeit, den Gemeinschaftssinn zu fördern und gleichzeitig die körperliche Belastung auf mehrere Spieler zu verteilen. Diese Formate ermutigen zur Zusammenarbeit und machen das Tennisspielen zu einem geselligen Ereignis, welches besonders für ältere Personen attraktiv ist.
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Diese altersgerechten Anpassungen sind entscheidend, um Tennis als eine nachhaltige und erfüllende Aktivität für Senioren zu fördern und tragen wesentlich zur Lebensqualität und zum Wohlbefinden unserer älteren Mitbürger bei, indem sie einen aktiven, gesunden und sozialen Lebensstil unterstützen.
Der Tennisbeginn im Alter
Der Tennisbeginn im Alter bietet nicht nur die Möglichkeit, einen aktiven Lebensstil zu pflegen, sondern fördert auch die gesellschaftliche Teilhabe. Viele Senioren schätzen Tennis als eine form der Freizeitgestaltung, die Fitness und soziale Interaktionen geschickt verbindet.
Tennis als Sportart kann leicht an das individuelle Leistungsniveau angepasst werden, sodass Anfänger und Profis gleichermaßen ihre Freude haben. Tennis dient als eine hervorragende Plattform, um einen aktiven Lebensstil im Alter zu führen und kontinuierlich an der gesellschaftlichen Teilhabe teilzunehmen. Die Vorteile, sowohl physischer als auch sozialer Natur, machen den Tennisbeginn im Alter zu einer attraktiven Option für Senioren, die aktiv und gesund bleiben wollen.
Technik und Taktiken im Seniorentennis
Das Seniorentennis stellt besondere Anforderungen an die Spieltechnik und -strategie. Dabei stehen die Adaptation der Techniken und die Entwicklung von intelligenten Spielstrategien im Vordergrund, die es älteren Spielern ermöglichen, ihre Erfahrung und ihr taktisches Verständnis voll auszuschöpfen. Tennisstrategien, die speziell auf dieses Spielersegment zugeschnitten sind, berücksichtigen sowohl altersbedingte körperliche Veränderungen als auch die mentale Spielintelligenz.
Angepasste Techniken für ältere Spieler
Altersgerechte Technikanpassungen sind entscheidend, um den Spaß am Spiel zu erhalten und Verletzungsrisiken zu minimieren. Solche Anpassungen umfassen unter anderem eine sanftere Schlagtechnik und eine reduzierte Bewegungsamplitude. Diese Techniken helfen dabei, die Belastung auf Gelenke und Muskulatur zu verringern, während gleichzeitig effektive Spielzüge ermöglicht werden.
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Taktische Überlegungen für das Seniorenspiel
Ein kluges Spiel basiert auf der Spielintelligenz, welche besonders bei Senioren durch jahrelange Erfahrung geschärft wird. Taktische Überlegungen wie das Ausnutzen der Spielfeldpositionierung des Gegners und das gezielte Spielen von Bällen, die den Gegner aus dem Rhythmus bringen, sind zentral.
So finden Sie den richtigen Tennisclub oder Gruppe
Die Auswahl eines Tennisclubs oder einer Tennisgemeinschaft, die auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist, kann erheblich dazu beitragen, Lebensqualität und körperliche Aktivität im Alter zu verbessern. Doch wie können Seniorinnen und Senioren den idealen Ort für ihren Gruppensport finden?
Vorteile von speziellen Senioren-Tennisgruppen
Die Mitgliedschaft in einer Tennisgemeinschaft, die sich speziell an Senioren richtet, bietet zahlreiche Vorteile. Solche Gruppen fördern nicht nur die körperliche Fitness und Agilität, sondern bieten auch ein soziales Umfeld, das zu emotionaler und psychischer Gesundheit beiträgt. Der Austausch mit Gleichgesinnten und das gemeinsame Erleben des Sports können Motivation und Lebensfreude erheblich steigern.
Tennisübungen speziell für Senioren
Altersgerechtes Training ist wesentlich, um die Freude am Tennisspiel auch im fortgeschrittenen Alter zu erhalten. Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit speziellen Übungsroutinen und Techniken, die sowohl die Kraft als auch die Beweglichkeit älterer Tennisspieler fördern und gleichzeitig zur Verletzungsprävention beitragen.
Ein sinnvoll strukturiertes Training umfasst sowohl Aufwärm- als auch Abkühlroutinen, die speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten sind. Diese Übungen, Teil der speziellen Übungsroutinen für Senioren, bieten nicht nur Schutz vor Verletzungen, sondern verbessern auch das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit auf dem Tennisplatz. Durch die Integration von altersgerechtem Training in den Alltag können Senioren ihre sportlichen Aktivitäten länger und gesünder genießen.
Ernährung und Hydratation für Tennisspieler im Seniorenalter
Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit älterer Tennisspieler kann maßgeblich durch gesunde Ernährung und altersgerechte Hydratation beeinflusst werden. Eine ausgewogene Ernährung, die den Nährstoffbedarf für Sportler berücksichtigt, ist essenziell, um Energie, Kraft und Ausdauer zu fördern.
Im Alter verändert sich oftmals das Durstgefühl, was die Hydratation besonders kritisch macht. Ein Mangel an ausreichender Flüssigkeitszufuhr kann zu Dehydration, Schwäche und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Indem Senioren diesen Empfehlungen folgen, können sie ihre Gesamtfitness und Spielleistung erheblich verbessern. Eine gute Ernährung und gezielte Hydratation helfen nicht nur die Leistung auf dem Tennisplatz zu optimieren, sondern tragen auch zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
Prominente Beispiele von Senioren im Tennissport
In dieser Sektion tauchen wir in die Welt der Spätstarter-Legenden und Vorbilder im Seniorentennis ein und entdecken, wie die lebenslange Leidenschaft für Tennis Senioren inspiriert, aktiv zu bleiben. Diese Geschichten dienen als leuchtende Beispiele dafür, dass es nie zu spät ist, mit dem Tennisspiel zu beginnen oder weiterhin auf hohem Niveau zu spielen.
Inspirierende Geschichten ehemaliger Profis zeigen, dass die Karriere im Tennis nicht mit dem sogenannten Ruhestand enden muss. Viele ehemalige Profispieler führen ihr Engagement auf dem Platz fort und fördern gleichzeitig die nächste Generation an Spielern durch Coaching und Mentoring. Ihre fortgesetzte Präsenz auf dem Platz bestärkt das Konzept einer lebenslangen Leidenschaft für den Sport.
Ein weiteres faszinierendes Phänomen sind die Senioren, die erst in späteren Jahren mit Tennis anfangen. Diese Spätstarter-Legenden sind lebende Beweise dafür, dass Sport keine Altersgrenze kennt. Ihr Einstieg in das Tennisspielen fördert nicht nur ihre physische Gesundheit, sondern stärkt auch ihr soziales Netzwerk und geistiges Wohlbefinden.
Die Begeisterung und das fortgesetzte Engagement im Tennissport verdeutlichen, dass das Alter lediglich eine Zahl ist. Diese Vorbilder im Seniorentennis motivieren Menschen aller Altersklassen, neue Herausforderungen anzunehmen und aktiv zu bleiben.
Verletzungsprävention und Sicherheitstipps für Seniorentennis
Um die Gesundheitsschutz älterer Tennisspieler sicherzustellen und das Risiko von Verletzungen zu minimieren, sollten spezifische Präventionsmaßnahmen und Verletzungsfreies Spielen Strategien beachtet werden. Diese Maßnahmen tragen signifikant zur Gesundheitsschutz bei und ermöglichen es den Senioren, Tennis sicher und mit Freude zu spielen. Durch das Bewusstsein und die Implementierung dieser Verletzungsfreies Spielen Richtlinien wird das Risiko von Verletzungen stark minimiert und das Wohlbefinden während des Tennisspiels gefördert.
Sozialer Aspekt und Gemeinschaftsgefühl im Seniorentennis
Tennis für Senioren bedeutet weit mehr als nur ein Rückschlag-Spiel. Es verbindet das Soziale Miteinander mit sportlicher Aktivität und schafft somit eine Basis für Lebensfreude durch Gemeinschaft. Das Zusammentreffen auf dem Platz fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch den Austausch mit Gleichgesinnten, die zu einem wertvollen Netzwerk für Senioren heranwachsen können. Auf diese Weise wird Tennis zu einem geselligen Ereignis, welches Isolation vorbeugt und die soziale Integration unterstützt.
Die gemeinsamen Trainingseinheiten, Matchtage und Vereinsaktivitäten führen dazu, dass man gemeinsame Erfolge feiern und Herausforderungen bewältigen kann. Durch diese Erfahrungen entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirkt. Seniorentennis ist daher eine exzellente Möglichkeit, den Kreis der Bekanntschaften zu erweitern und Freundschaften zu pflegen, die oft über die Grenzen des Tennisplatzes hinausgehen.
Zudem bietet das Engagement in einem Tennisclub Senioren die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen, sei es durch die Organisation von Veranstaltungen oder durch die Mitarbeit in Vereinsstrukturen. Dies stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und gibt vielen Senioren das Gefühl, aktiv an der Gestaltung ihres sozialen Umfelds teilzuhaben.
Mentale Fitness und Gehirntraining
Für viele Sportler ist es keine Frage mehr: Training ist auch Kopfsache. Sie haben in ihrer Laufbahn bereits am eigenen Leib erlebt, wie wichtig es ist, nicht nur physisch, sondern mental stark zu sein, um im Sport erfolgreich zu werden. Das gilt genauso für einen Läufer, wie für einen Tennisspieler. Besonders im kompetitiven Bereich sind Nerven aus Stahl das, was die Spreu vom Weizen trennt.
Immer öfter hört man, das Gehirn sei wie ein Muskel und muss stetig trainiert werden, um aktiv zu bleiben. Daran ist mehr als manch einer denken würde. Wer sich selbst mental herausfordert - und das regelmäßig- kann sich im Alltag Dinge besser merken, ist belastbarer und kann sogar Krankheiten wie Alzheimer vorbeugen. Das mentale Training muss dabei nicht langweilig sein, denn es kann ganz spielerisch ablaufen. Viele Apps sind genau für so ein Training gedacht, z. B. Auch Spiele wie Schach oder Poker schärfen den Verstand. Sie erfordern jede Menge Strategie und fordern den Spieler dazu auf, mehrere Züge in die Zukunft zu planen. Das ist alles andere als einfach und erfordert regelmäßige Übung - super für die mentale Fitness, denn die benötigt eine Routine. Für Poker braucht man heutzutage keine große Pokerrunde mit Freunden mehr, denn im Online Casino stehen zahlreiche Versionen von Video Poker bereit. Die schnellen Runden sind perfekt für zwischendurch. Wer lieber ohne Smartphone oder PC das Gehirn trainieren möchte, kann auf einfache Rätselhefte zurückgreifen. Mit Kreuzworträtseln, Sudoku und Co.
Ernährung für Nerven und Gehirn
Für Sportler ist es keine große Überraschung, dass gesunde Ernährung für die Leistung wichtig ist. Tatsächlich geht es dabei aber nicht nur um genügend Eiweiß und Vitamine für den Muskelaufbau, sondern auch um die perfekte Unterstützung von Nerven und Gehirn. Das kann wirklich dabei helfen, am Spielfeld die Ruhe zu bewahren und belastbarer zu sein. Vitamin B1 erlaubt es dem Körper, auf schnelle Energie zuzugreifen, und wird vor allem in Linsen, Vollkornprodukten und Walnüssen gefunden. Vitamin B2 reduziert Stresshormone und sorgt für Gelassenheit. Finden kann man es in Joghurt, Sonnenblumenkernen und Eiern. Natürlich hilft auch ein Vitaminpräparat, das alle B-Vitamine ergänzt. Außerdem ist Vitamin C für die Nerven nicht unwichtig. Vitamin C ist in zahlreichen Gemüse- und Obstsorten stark vertreten.
Tipps zur Leistungssteigerung im Training
Um die eigene Leistung im Training und schlussendlich auch beim Tennismatch zu steigern, gibt es einige Tricks, die helfen. Wissenschaftlich wurde mittlerweile bewiesen, dass das Hören von Musik beim Training die Leistung steigern kann. Vor allem bei monotonen Tätigkeiten wie dem Laufen als Ausdauertraining kann Musik dazu führen, dass Sportler schneller Ausdauer aufbauen und damit besser für anstrengende Spiele gewappnet sind. Der richtige Beat ist dabei wichtig. Je nachdem, wie schnell man Tätigkeiten wie Laufen, Radfahren und Co. ausführen möchte, eignen sich Songs mit 100 - 140 BPM (Beats pro Minute). Aber nicht nur Musik hilft dabei, sich zu steigern. Im Intervall zu trainieren kann ebenfalls helfen, Körper und Geist zu fordern - das raten auch viele Trainingscoaches. Wer etwa jeden Tag das gleiche Training durchführt und dabei niemals die Länge oder Intensität variiert, sorgt dafür, dass sich Kopf und Körper das Training schnell einspeichern und dann versuchen, möglichst ressourcenschonend an ihr Ziel zu kommen. Sport ist auch Kopfsache. Das steht heute nicht mehr außer Frage!
Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Demenzprävention durch Sport
Wie sich umgekehrt Bewegung und Sport positiv auf die Erhaltung der kognitiven, also geistigen Fähigkeiten von älteren Menschen auswirken, haben jetzt Wissenschaftler in den USA und Kanada nachgewiesen. Die Forschungsteams um die Neurologie-Professorin Kaitlin Casaletto von der University of California, San Francisco, und den Psychiatrie-Professor William Honer von der University of British Columbia, Vancouver, werteten die Daten eines Langzeitprojektes der Rush University Chicago aus. Casaletto, Honer und Kollegen stellten dabei fest, dass die Gehirne von körperlich aktiven älteren Menschen einen höheren Wert an bestimmten "synaptischen Proteinen" aufweisen, die den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn verbessern. Zugleich scheint diese "synaptische Integrität" auch jene toxischen Beta-Amyloid-Ablagerungen (Plaques) und Tau-Proteinanreicherungen im Gehirn zu vermindern, die für die Alzheimer-Krankheit kennzeichnend sind. Zu ihrer Überraschung stellten die Forscher außerdem fest, dass die positive Wirkung synaptischer Proteine nicht nur den Hippocampus, also den Sitz des Gedächtnisses im Gehirn, sondern auch andere Gehirnregionen, die mit kognitiven Funktionen in Verbindung stehen, positiv beeinflusst.
Orientierungslauf als Gehirntrainingssystem
Forschende aus Kanada haben untersucht, wie die Sportart Orientierungslauf gegen den kognitiven Verfall helfen kann. Sie untersuchten, inwiefern der sogenannte Orientierungslauf eine Präventivmaßnahme für Demenz sein könnte. wurden die Auswirkungen des Orientierungslaufs auf den Hippocampus untersucht. Diese Gehirnregion spielt unter anderem für das Erinnerungsvermögen und die räumliche Orientierung eine entscheidende Rolle.
Für die Untersuchung wurden insgesamt 158 gesunde und aktive Erwachsene im Alter zwischen 18 und 87 Jahren mit unterschiedlicher Erfahrung im Orientierungslauf (keine, mittlere, fortgeschrittene Erfahrung sowie Elite) verglichen. Orientierungslaufexperten (Fortgeschrittene und Elite) berichteten über eine stärkere Nutzung der allozentrischen und egozentrischen Raumverarbeitung und hatten ein besseres subjektives räumliches Gedächtnis als die Kontrollgruppen. Prozedurale Raumwahrnehmung und das episodische Gedächtnis wurden dagegen nicht signifikant anders bewertet. Das mag besonders für das episodische Gedächtnis zunächst überraschen, die Forschenden sehen als eine mögliche Erklärung, dass alle Probandinnen und Probanden körperlich aktiv waren. Was als ein Haupt-Faktor zu Demenzvorbeugung gilt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Orientierungslauf ein praktikables Gehirntrainingssystem ist, um dem altersbedingten kognitiven Abbau entgegenzuwirken.
Bewegung und Durchblutung des Gehirns
Eine neue Studie in dem Fachblatt „Nature Neuroscience“ zeigt, wie Bewegung auch zur Vorbeugung von Alzheimer beiträgt. In Tierversuchen mit Mäusen haben die Forschenden gezeigt, dass eine stärkere Durchblutung, wie sie beim Sport vorkommt, dafür sorgt, dass auch das Nervenwasser (Liquor) in Schwung kommt. Dies hilft dem Gehirn, Abfallprodukte loszuwerden, die dort durch den normalen Gehirnstoffwechsel entstehen und die sich ansonsten ansammeln und u. a. das Risiko für Alzheimer erhöhen würden.
Daraus folgern die Wissenschaftler, dass ein gesundes Herz-Kreislaufsystem, das das Blut effizient durch den Körper pumpt, Demenz vorbeugen kann: „Wenn sich die Blutgefäße erweitern, verdrängen sie das Nervenwasser. Im Alter ist es völlig normal, dass die Blutgefäße steifer werden. Die Elastizität lässt nach, sodass sich die Gefäße nicht mehr so gut ausdehnen und zusammenziehen können wie zuvor. Aber wenn wir Sport treiben und uns gesund ernähren, können wir das Gefäßsystem gesund erhalten, damit die Blutgefäße flexibel bleiben und die Fähigkeit behalten, das Nervenwasser in Bewegung zu bringen - und auf diese Weise können wir möglicherweise Krankheiten wie Demenz und Alzheimer vorbeugen.“
Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung von Demenz
Zu den Vorsorgemaßnahmen gehören laut den Leitlinien eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Verzicht auf Tabakkonsum und maßvoller Alkoholkonsum. Auch Gehirnjogging im Alltag könne Demenz vorbeugen.
Richard Isaacson, Neurologe und Gründer der Alzheimer’s Prevention Klinik in New York, empfiehlt folgende Maßnahmen:
- Blutdruck senken: Wer seinen Blutdruck von 140 zu 80 auf 120 zu 70 senkt, reduziert sein Risiko an frühem Alzheimer zu erkranken um 19 Prozent.
- Erholsam schlafen: Wenn wir schlafen, reinigt der Körper unser Gehirn von den sich ansammelnden Eiweißen.
- Weniger Zucker: Neuesten Studien zufolge hängt unsere Ernährung mit der Größe des Hippocampus und dem Risiko für Depression zusammen. Das Essen von viel Zucker und Fett führt mit dem Alter zu kleineren Gehirnen. Eine primär pflanzliche Ernährung sorgt für einen größeren Hippocampus.
- Mehr Sport: Aerobes Training ist der effektivste Weg, sein Gehirn vor Demenz zu schützen und das Altern aufzuhalten. Durch Ausdauersport wie zum Beispiel Radfahren und Laufen erhöht sich unsere maximale Sauerstoffaufnahme und unsere Grundlagenausdauer verbessert sich. Wie Forscher der University of Miami herausfanden ist unser Geist durch regelmäßiges Ausdauertraining deutlich aktiver als bei Sportarten mit eher niedrigem Aktivitätslevel. Aerobes Training fordert und stärkt den Hippocampus, sodass Eiweiße Schwierigkeiten haben, sich in ihm abzulagern. Cardiotraining bewirkt außerdem die Bildung von neuen Gehirnzellen.
Bewegung als Therapie bei Demenz
Bewegung hält das Gehirn aktiv und kann helfen, den Krankheitsverlauf von Menschen mit Demenz zu verlangsamen. Auch depressive Symptome, die oft als Begleiterscheinung einer Demenz auftreten, können durch Bewegung positiv beeinflusst werden. Wer sich bewegt, fühlt sich sicherer, spürt seinen Körper und bleibt besser in Kontakt mit seiner Umgebung. Besonders in Gruppen kann Aktivität Lebensfreude schenken und das Gefühl stärken, dazuzugehören.
Kraft- und Ausdauertraining verbessert die Durchblutung des Gehirns und kann helfen, kognitive Fähigkeiten länger zu erhalten. Sanfte Bewegungsformen wie Yoga oder Tai-Chi fördern Balance und Konzentration und geben innere Ruhe. Musik und Bewegung - etwa Tanzen oder im Takt klatschen - können Erinnerungen wecken und helfen, sich leichter zu bewegen.
Menschen mit Demenz müssen keine neuen Sportarten erlernen - wer schon immer gerne spazieren gegangen ist, sollte dies auch weiterhin tun. Knüpfen Sie an alte Gewohnheiten und Leidenschaften an: Jemand hat früher gern getanzt oder Gymnastik gemacht? Dann kann er oder sie auch mit Demenz davon profitieren.