Neurologie im Westerstede Krankenhaus: Umfassende Versorgung und Öffnungszeiten

Die Neurologische Klinik im Westerstede Krankenhaus bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur. Mit 60 Betten, einer überregionalen Stroke-Unit und neurologischer Frührehabilitation (seit 2019) gehört sie zu den größten neurologischen Einheiten im Nordwesten Deutschlands. Jährlich werden etwa 750 stationäre und 1400 ambulante Patienten behandelt. Zusätzlich werden rund 600 Patienten in der Notaufnahme versorgt und über 2000 Patienten des Klinikzentrums mitbehandelt.

Leistungsspektrum der Neurologischen Klinik

Die Klinik hat sich auf verschiedene Schwerpunkte spezialisiert:

  • Neurovaskuläre Medizin: Behandlung von Schlaganfällen und zerebralen Gefäßerkrankungen.
  • Bewegungsstörungen: Behandlung von Parkinson-Syndromen, Dystonien und anderen Bewegungsstörungen.
  • Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems: Behandlung von Multipler Sklerose, Myasthenie, Guillain-Barré-Syndrom und anderen entzündlichen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Die Palliativstation ist der Neurologischen Klinik angegliedert. In Zusammenarbeit mit anerkannten Fachgesellschaften werden Spezialzentren angeboten:

  • Anerkanntes MS-Zentrum (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft / DMSG)
  • Neuromuskuläres Zentrum Nordwest (Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke / DGM), im Verbund mit weiteren Kliniken.

Spezialambulanzen und Behandlungen

Die Klinik bietet verschiedene Spezialambulanzen für eine leitlinienorientierte Diagnostik und Therapie an. Hierzu gehört auch die Botulinumtoxin-Ambulanz, in der Patienten mit neurologischen Indikationen wie Blepharospasmus, Torticollis spasmodicus, Hemispasmus facialis, fokale Spastizität, chronische Sialorrhoe und chronischer Migräne behandelt werden. Für die Behandlung in der Botulinumtoxin-Ambulanz ist in der Regel eine Überweisung durch einen Facharzt für Neurologie oder Augenheilkunde erforderlich.

In den Spezialsprechstunden für Multiple Sklerose (MS) oder Schwindel erfolgt eine eingehende Diagnose der jeweiligen Erkrankungen, eine individuelle Behandlung sowie eine regelmäßige Kontrolle auch nach der Akutbehandlung. Hierbei kann auf das gesamte Leistungsangebot der Klinik zugegriffen werden. Es ist zu beachten, dass für den Zugang zu den Spezialambulanzen teilweise bestimmte Voraussetzungen gelten (teilweise nur auf Überweisung von Fachärzten).

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Neurologische Frührehabilitation (NFR)

Die Neurologische Frühreha (NFR) ist eine integrierte, nahtlose Krankenhausbehandlung, die an die Akutbehandlung anschließt. Die Schwerpunkte der Behandlung wechseln je nach den individuellen Erfordernissen und Ressourcen der Patienten. Häufig leiden die Patienten in Folge einer schweren neurologischen Erkrankung unter Lähmungen, Schluck- und Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen oder haben einen künstlichen Atemwegszugang (Trachealkanüle).

Im Bereich der Neurologischen Rehabilitation gibt es ein so genanntes Phasenmodell mit den Phasen A bis F. Je nach Hilfebedarf des Patienten wird er einer bestimmten Rehabilitationsphase zugeordnet. Die Ammerland-Klinik behandelt Patienten der Phasen A und B. Die Phase A beschreibt die Akutversorgung des Patienten, in welcher er sich - je nach gesundheitlichem Zustand - auf der Stroke-Unit, einer Intensiv- oder Normalstation befindet. Für die weiterführende Neurologische Frührehabilitation der Phase C werden ca.

Palliativmedizin

Die Palliativstation der Neurologischen Klinik bietet Patienten mit fortgeschrittenen und unheilbaren Krankheiten, wie bösartigen Tumoren und Nicht-Tumorerkrankungen, umfassende Unterstützung. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegenden, dem Sozialdienst, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, psychologischen Mitarbeitern und der Seelsorge kümmert sich um die körperlichen, seelischen und sozialen Bedürfnisse der Betroffenen und bezieht dabei auch die Angehörigen mit ein. Die Palliativstation verfügt über fünf Betten und ermöglicht so Ruhe und Schutz der Privatsphäre.

Im Rahmen der KTQ-Zertifizierung 2023 konnte die Ammerland-Klinik im Bereich der Palliativmedizin eine hervorragende Qualität in der Patientenversorgung aufzeigen. Aus diesem Grund wurde sie mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet. Seit 2014 zeichnet das Deutsche Palliativsiegel stationäre Einrichtungen aus, denen es gelingt, unheilbar Kranke und ihre Angehörigen so zu betreuen, dass ein würdevolles Sterben möglich ist. Wenn es der Erkrankungszustand ermöglicht, wird eine Entlassung nach Hause mit allen dazu erforderlichen Vorbereitungen angestrebt.

Diagnostik und Therapie kognitiver Funktionsstörungen

Die Klinik bietet auch Diagnostik und Therapie von kognitiven Funktionsstörungen an, die infolge eines erworbenen Hirnschadens auftreten können. Hierzu zählen die Aufmerksamkeitsleistungen, das Gedächtnis, die Wahrnehmung, die exekutiven Funktionen, die Sprache und die Emotionen.

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Stroke-Unit (Schlaganfall-Station)

Die Stroke-Unit ist eine spezielle Station zur Akutbehandlung von Patienten mit einem Schlaganfall oder einer TIA (transitorisch ischämische Attacke). Die Stroke-Unit unter Leitung des Oberarztes Herrn Dr. Jan Wehnemann ist als Überwachungsstation mit zwölf Monitoring-Betten ausgestattet. Jährlich werden auf der Stroke Unit der Ammerland Klinik über 1.500 Patienten versorgt.

Deutschlandweit erkranken jährlich ca. 270.000 Menschen an einem Schlaganfall, womit diese Erkrankung zu den häufigsten schweren Erkrankungen in Deutschland zählt. Die Zeit ab Aufnahme des Patienten über die Diagnostik bis zum Beginn einer wirksamen Therapie ist dabei ein außerordentlich wichtiger Faktor: „Time is Brain“, also „Zeit ist Gehirn“. Je schneller ein Schlaganfall erkannt, richtig behandelt und das Gehirn wieder mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, und je früher die Therapiemaßnahmen begonnen werden, umso größer sind die Chancen, einen Schlaganfall gut zu überstehen und bleibende Schäden zu minimieren.

Wichtig dabei ist das Zeitfenster vom Erstbeginn der Schlaganfallsymptome bis zum Beginn der Behandlung. Dabei sollte ein Zeitfenster von drei bis sechs Stunden bis zum Eintreffen in der Klinik möglichst nicht überschritten werden. Bei Thrombektomien (Kathetergestützte Entfernung eines Blutgerinnsels aus einem verschlossenen Hirngefäß) sind sogar Eingriffe bis zu 24 Stunden nach Ereignisbeginn möglich.

Symptome eines Schlaganfalls

Folgende Symptome können auf einen Schlaganfall hindeuten und sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden:

  • Sehstörung auf einem oder beiden Augen, Gesichtsfeldausfall, Doppelbilder
  • Verwirrung, Sprach-, Schrift- oder Verständnisstörung, Wortfindungsstörungen
  • Orientierungsstörungen
  • Taubheitsgefühl bzw. Lähmungserscheinungen im Gesicht, in einem Arm, Bein oder einer ganzen Körperhälfte
  • fehlende Wahrnehmung eines Teils der Umwelt oder des eigenen Körpers (Neglect)
  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Gangstörung, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung (Ataxie)
  • Schluckstörungen (Dysphagie)
  • stärkster Kopfschmerz ohne erkennbare Ursache bei evtl.

Operative Möglichkeiten

Für operative Eingriffe steht spezielles Instrumentarium zur Verfügung. Die meisten Eingriffe werden mikrochirurgisch unter Verwendung eines OP-Mikroskops durchgeführt, von denen zwei zur Verfügung stehen. Operationen können räumlich hochpräzise neuronavigiert durchgeführt werden. Ein CT-Computertomographie-Gerät steht im OP-Saal zur Verfügung, das bei kraniellen und spinalen Eingriffen Anwendung findet. Für das intraoperative Neuromonitoring steht außerdem ein Elektrophysiologiegerät zur Verfügung. Es erfolgt operative Versorgung degenerativer Erkrankungen der Wirbelsäule wie Bandscheibenvorfälle, Wirbelkanalverengungen und Wirbelgleiten einschließlich Endoprothetik und Verschraubungen bzw.

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Personal

Das Team der Neurologischen Klinik besteht aus erfahrenen Ärzten und Fachkräften. (Die Liste der Namen wurde hier aus Gründen der Übersichtlichkeit entfernt.)

Barrierefreiheit

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Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der Neurologischen Klinik Westerstede sind in der Regel werktags. Es wird empfohlen, die genauen Sprechzeiten und Terminvereinbarungen telefonisch oder online zu erfragen, da diese je nach Ambulanz und Spezialisierung variieren können. Die Stroke-Unit ist rund um die Uhr für Notfälle erreichbar.

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