Das Nervensystem ist ein komplexes Netzwerk, das die zentrale Informations- und Kommunikationsplattform unseres Körpers darstellt. Es durchzieht unseren gesamten Organismus und dient der Erfassung, Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen. Dieses faszinierende System ermöglicht es uns, unsere Umwelt wahrzunehmen, Bewegungen auszuführen und lebenswichtige Körperfunktionen zu steuern.
Einführung in die Komplexität des Nervensystems
Oftmals begegnen uns Begriffe wie Zentralnervensystem, peripheres Nervensystem, somatisches Nervensystem und vegetatives Nervensystem, die auf den ersten Blick verwirrend erscheinen können. Sprichwörter wie "sich vor Angst in die Hosen machen" oder "es schlägt einem das Herz vor Aufregung bis zum Hals" verdeutlichen, wie eng unser Nervensystem mit unseren Emotionen und körperlichen Reaktionen verbunden ist. Diese Reaktionen werden nämlich von einem Nervensystem ausgelöst, das relativ autonom, also unabhängig vom Gehirn, arbeitet.
Die Grundlagen des Nervensystems
Das Nervensystem besteht aus spezialisierten Zellen, den Neuronen (Nervenzellen), und Gliazellen. Die Neuronen sind die funktionellen Einheiten des Nervensystems und für die Reizwahrnehmung, Reizverarbeitung und Reizweiterleitung verantwortlich. Gliazellen hingegen unterstützen die Neuronen, indem sie sie schützen, mit Nährstoffen versorgen und elektrisch isolieren.
Die Nervenzelle (Neuron): Baustein des Nervensystems
Als kleinste funktionelle Einheit bilden die Nervenzellen (med.: Neuron) mit ihren umgebenden Gliazellen die Grundbausteine unseres Nervensystems. Die kleinen, meist stark verästelten Dendriten empfangen Signale, während das längere Axon, die elektrische Erregung zum Ende der Nervenzelle weiterleitet. Dort angekommen wird der Reiz durch die sogenannten Synapsen (Schaltstelle der Nervenzelle) zur nächsten Zelle transportiert. Häufig wird der Begriff „Nervenzelle“ bzw. Neuron mit „Nerv“ gleichgesetzt, auch wenn dies anatomisch nicht richtig ist. Ein Nerv besteht vielmehr aus einem Zusammenschluss mehrerer, parallel verlaufender, gebündelter Nervenfasern (Axone). Je nachdem, welche Aufgabe der Nerv erfüllt bzw. in welche Richtung er die Informationen weiterleitet, wird er als efferenter (motorischer), afferenter (sensorischer) oder gemischter Nerv bezeichnet. Efferente Nerven leiten elektrische Impulse vom Zentrum (Gehirn, Rückenmark) zur Peripherie, beispielweise zur Skelettmuskulatur. Afferente Nerven hingegen senden den Reiz von der Peripherie (z. B.
Gliazellen: Die Unterstützer der Neuronen
Gliazellen sind selbst nicht direkt an der Reizweiterleitung beteiligt, im menschlichen Nervensystem erfüllen sie aber dennoch äußerst wichtige Funktionen. Als Stützzellen schützen sie die Neurone (die eigentlichen Nervenzellen), indem sie sie elektrisch abschirmen (was für eine schnelle Erregungsleitung wichtig ist) oder eingedrungenen Stoffen im Blut (zum Beispiel Medikamenten) den Zugang zum Gehirn versperren. Zudem sind die Gliazellen für die Versorgung der Neurone mit Nährstoffen zuständig. Sie steuern auch den Fluss der zerebrospinalen Flüssigkeit (auch Liquor oder Nervenwasser genannt), die Gehirn und Rückenmark bei Erschütterungen abfedert.
Lesen Sie auch: TIA: Ursachen, Symptome und Behandlung
Die Reizübertragung: Ein elektrisch-chemischer Prozess
Egal ob peripheres, zentrales oder vegetatives Nervensystem - sie alle reagieren und interagieren immer durch denselben Vorgang: einen elektrischen Impuls. Die vom Nervensystem gesammelten Informationen werden dann in elektrische Impulse umgewandelt und über Nervenfasern mit einer Geschwindigkeit von rund 400 km/h an das Gehirn weitergeleitet. Dort werden sie schließlich verarbeitet und gespeichert. Die Dendriten einer Nervenzelle empfangen ein Signal und leiten es an den Axonhügel im Zellkörper weiter. Hier werden eingehende Signale gesammelt (Membranpotential) und erst weitergegeben, wenn ein bestimmter Schwellwert überschritten ist. Em Ende des Axons sitzen synaptische Endknöpfe. Hier geschieht die Umwandlung des elektrischen Reizes in ein chemisches Signal. Ein chemischer Botenstoff (Neurotransmitter) wandert daraufhin von den Synapsen zu den Dendriten einer nachgeschalteten Nervenzelle. Diese empfangen den Reiz wiederum als elektrisches Signal. So verläuft die Übertragung als eine Art Kettenreaktion immer weiter bis zum Gehirn, welches das Signal verarbeitet.
Die verschiedenen Bereiche des Nervensystems
Innerhalb des Nervensystems werden aber nicht nur die Nervenfasern aufgrund spezieller Eigenschaften unterteilt. Auch das Nervensystem als Ganzes lässt sich in verschiedene Bereiche untergliedern: Wird anhand der Lage bzw. des Aufbaus differenziert, ist vom zentralen Nervensystem (ZNS) oder peripheren Nervensystem (PNS) die Rede. Erfolgt die Einordnung gemäß der Funktion, spricht die Neurobiologie vom somatischen (willkürlichen) Nervensystem und vom vegetativen (unwillkürlichen) Nervensystem. Sowohl peripheres und zentrales Nervensystem als auch das somatische und vegetative Nervensystem sind in ihrer Funktion miteinander gekoppelt.
Das zentrale Nervensystem (ZNS): Gehirn und Rückenmark
Unser Gehirn und das Rückenmark bilden gemeinsam das zentrale Nervensystem, kurz ZNS. Bei Betrachtung der Gewebestruktur ist zu erkennen, dass sowohl Gehirn als auch Rückenmark aus einer grauen und weißen Substanz bestehen. Die graue Substanz, die vor allem aus Nervenzellkörpern besteht, befindet sich in der Großhirnrinde (Kortex) und im schmetterlingsförmigen Teil des Rückenmarks. Sie dient der Reizaufnahme und Reizverarbeitung. Die weiße Substanz bildet im Gehirn das innenliegende Gewebe aus Nervenfasern (Axone). Hier sind Nervenzellen durch millionenfache Verbindungen verschaltet und für die Reizweiterleitung verantwortlich. Als Kontroll- und Schaltzentrale ist das zentrale Nervensystem für uns lebenswichtig, denn es steuert die bewusste Koordination der Bewegung (Motorik), vermittelt Nachrichten aus der Umwelt oder unserem Körperinneren und reguliert das Zusammenspiel aller Körpersysteme (Atmung, Hormonhaushalt, vegetatives und peripheres Nervensystem, innere Organe, Herz-Kreislauf-System, Muskulatur). Darüber hinaus ermöglicht uns das zentrale Nervensystem komplexe Funktionen wie Gedächtnis (Lernen, Erinnerung), Bewusstsein, Gefühle, Verstand und Vernunft.Das Zentralnervensystem umfasst die zentralen Anteile des somatischen und autonomen Nervensystems im Rückenmark und Gehirn. Das bedeutet, dass hier sowohl willkürlich als auch autonom zu steuernde Reize verarbeitet werden. Während im Gehirn die graue Substanz außen liegt (Cortex), wird sie im Rückenmark von der weißen Substanz umhüllt. Die Hirn- bzw. Rückenmarkshäute (Meningen) umschließen Gehirn und Rückenmark und werden wiederum vom Schädelknochen und 26 Wirbelkörpern geschützt. Anders als das periphere Nervensystem sind Nerven des ZNS nicht in der Lage sich zu regenerieren.
Das periphere Nervensystem (PNS): Verbindung zur Außenwelt
Als peripheres Nervensystem werden all jene Nerven zusammengefasst, die nicht zum ZNS gehören. Die Hirnnerven verknüpfen unsere Sinnesorgane mit dem Gehirn und der Muskulatur im Kopf- und Rumpfbereich. Entsprechend der Reihenfolge, in der sie aus dem Gehirn austreten, werden sie mit römischen Zahlen nummeriert. Zu den Hirnnerven gehören beispielsweise unser Riechnerv (I. Hirnnerv; Nervus olfactorius), der Sehnerv (II. Hirnnerv; Nervus opticus) und unser Gesichtsnerv (VII. Hirnnerv; Nervus facialis). Rund die Hälfte der Hirnnerven sind sogenannte gemischte Nerven, d. h. sie enthalten sowohl motorische als auch sensorische Fasern. Die Spinalnerven sind ebenfalls gemischte Nerven. Sie bilden sich aus den Nervenwurzeln im Rückenmark und verzweigen sich nach ihrem Austritt aus dem Wirbelkanal in 3-4 Äste, um verschiedene Körperbereiche versorgen zu können. Der vordere Ast z. B.Das periphere Nervensystem verbindet das in unserem Kopf und Rücken befindliche zentrale Nervensystem mit der Haut, dem Rumpf und den Gliedmaßen. Es leistet den Ausbau von Nervenverbindungen von der Zentrale bis in die äußersten Randbezirke unseres Körpers. Im Kopfbereich stellen Hirnnerven die Verbindung mit dem zentralen Nervensystem her. In der Peripherie sorgen auf bestimmte Rückenmarkssegmente zugeordnete Spinalnerven für die Verknüpfung mit dem Zentralnervensystem. Die Medizin unterscheidet zwischen dem somatischen und dem vegetativen peripheren Nervensystem. Der vegetative Anteil des peripheren Nervensystems untergliedert sich in den sympathischen, den parasympathischen und den enterischen Teil.
Das somatische Nervensystem: Willentliche Steuerung
Je nachdem, ob unser Körper Reize der Umwelt verarbeitet oder Körperfunktionen im Inneren koordiniert, unterscheidet man zwischen somatischem (willkürlichem) Nervensystem und vegetativem (unwillkürlichem) Nervensystem. Das somatische (willkürliche) Nervensystem steuert die Motorik der Skelettmuskulatur und damit alle bewussten, willentlichen Körperreaktionen und Reflexe, die als Reaktion auf unsere Umwelt erfolgen. Wenn wir also im Sommer nach draußen gehen und realisieren, dass es uns zu hell ist, leiten die Sinneszellen der Augen die Information über sensorische Nervenfasern an das Gehirn weiter. Dort wird die Information dann zur Entscheidung umgewandelt, eine Sonnenbrille zu tragen - und der Befehl „Sonnenbrille aufsetzen“ wird über motorische Nervenfasern an die Hand weitergeleitet.A) Das somatische (syn. animalische) periphere Nervensystem versorgt das Zentralnervensystem mit sensorischen Informationen. Es sendet Nachrichten über die Stellung von Muskeln und Gelenken und meldet Ereignisse, die von außen auf den Körper einwirken. Solche Vorkommnisse sind zum Beispiel Hitze, Kälte, etc. Das somatische Nervensystem steuert unsere Reflexe und die willkürlichen Bewegungen. Oftmals kommt es zu Verflechtungen vom zentralen und dem peripheren Nervensystem. Der Geruchsnerv, der optische Nerv und die Nerven im Gesichtsbereich sind treffende Beispiele für eine solche Verwebung der beiden Systeme.
Lesen Sie auch: Muskelkontraktion: Der Nervenimpuls
Das vegetative Nervensystem: Unbewusste Regulation
Im Gegensatz zum somatischen Nervensystem haben wir über das vegetative Nervensystem keinerlei Kontrolle. Die Tatsache, dass wir es nicht beeinflussen können, bedeutet aber nicht, dass es weniger wichtig für uns ist. Im Gegenteil: Das vegetative Nervensystem innerviert unser Herz, die Gefäße sowie Drüsen und die glatte Muskulatur der Eingeweide und steuert so sämtliche „Vitalfunktionen“ (u. a.Das vegetative Nervensystem, auch autonomes Nervensystem genannt, steuert die unbewusst ablaufenden Körperfunktionen, zum Beispiel den Herzschlag.B) Das vegetative Nervensystem setzt sich aus Zellansammlungen (Ganglien) zusammen, die ausgehend von Gehirn und Rückenmark die inneren Organe und Drüsen mit Nervenreizen versorgen. Das autonome Nervensystem entzieht sich im Großen und Ganzen der bewussten Kontrolle. Es steuert beispielsweise die Prozesse im Magen-Darm-Trakt sowie die Stoffwechselvorgänge und ermöglicht den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Organen.Das vegetative / autonome Nervensystem setzt sich aus dem Sympathikus und seinem Gegenspieler, dem Parasympathikus, sowie dem enterischen Nervensystem zusammen. Während Sympathikus und Parasympathikus in der Feinregulierung der Körperfunktionen genau aufeinander abgestimmt arbeiten, funktioniert das enterische Nervensystem (ENS) als eigene Einheit. Im Gegensatz zu den willentlich steuerbaren Nerven des somatischen Nervensystems funktionieren in den drei autonomen Bereichen alle Aktionen ohne absichtliche Steuerung durch den Mensch. Das zeigt sich z. B. im körperlichen Ausdruck von Angst, Schreck oder Wut: Die Pupillen erweitern sich, eine Verengung der Gefäße führt zu Erbleichen, das Herz rast. Alle Organe empfangen ständig Signale von sympathischen und parasympathischen Nerven. Die Wirkung hängt vom Verhältnis dieser Reize ab, also davon, welcher Einfluss gerade überwiegt.
Sympathikus: Aktivierung und Leistungssteigerung
Wenn sich beim Sport unser Puls erhöht und wir zu schwitzen beginnen, verdanken wir das der Arbeit des vegetativen Nervensystems. Darüber hinaus beeinflusst das vegetative Nervensystem auch einzelne Organe und Muskeln, darunter unsere Sexualorgane oder den inneren Augenmuskel, der u.a.Sympathikus und Parasympathikus werden oft als Gegenspieler bzw. Antagonisten bezeichnet. Dabei wirkt der Sympathikus erregend bzw. leistungssteigernd (ergotrop) auf die Organfunktionen und versetzt unseren gesamten Körper in eine „Stresssituation“, den sogenannten „fight-or-flight“ Modus. In der Folge weiten sich die Pupillen, der Herzschlag und die Atmung werden beschleunigt, Energie wird freigesetzt. Vorgänge, die für eine sofortige Aktivität nicht so wichtig sind (z. B. So ist unser Körper bereit, Höchstleistungen zu vollbringen. Reize, die den Sympathikus aktivieren (sogenannte Stressoren) können sowohl physischer (z. B. Lärm, Hitze) als auch psychischer Natur sein. Anatomisch hat der Sympathikus seinen Ursprung in den Nervenzellkörpern des Rückenmarks, deren Nervenfasern zwischen den Brust- und Lendenwirbeln aus dem Wirbelkanal austreten und sogenannte Ganglien (Ansammlungen von Nervenzellkörpern) bilden. Diese verbinden sich an beiden Seiten der Wirbelsäule zu einem perlschnurartigen sogenannten Grenzstrang aus, über den die Nervenfasersysteme in Verbindung stehen.Aufbau des vegetativen NervensystemsDie Schaltstellen des autonomen Nervensystems umfassen den sympathischen (syn. thorako-lumbalen), den enterischen und den parasympathischen Teil. Sympathicus und Parasympathicus sind Gegenspieler. Viele Körperaktivitäten werden von beiden Systemen dergestalt mit Nervenreizen stimuliert, dass die Erregung des einen durch die Hemmung des anderen ausgeglichen wird.Beim sympathischen System werden die von Brust- und Lendenmark ausgehenden Nervenfasern in den sogenannten Grenzstrangganglien umgeschaltet. Diese Ganglienketten verlaufen rechts und links des Rückenmarks. In den Grenzstrangganglien werden Informationen gleichermaßen zusammengefasst wie verteilt. Von den Grenzstranganglien aus ziehen sich die Nervenfasern zu den inneren Organen. Das sympathische System erreicht die glatte Muskulatur der Organe und vieler Drüsen. Fett- und Leberzellen sowie das Lymphgewebe sind weitere Befehlsempfänger des Sympathicus.Sympathikus: vermittelt anregende, leistungssteigernde Reize, z. B.
Parasympathikus: Ruhe und Regeneration
Als „Gegenspieler“ des Sympathikus ist der Parasympathikus der Teil des vegetativen Nervensystems, der für die Ruhe -und Regenerationsphasen („rest-and-digest“) verantwortlich ist und das innere Gleichgewicht wiederherstellt. Um dies zu erreichen, beginnt der Parasympathikus nach der Aktivierung des Sympathikus dadurch gegenzusteuern, dass er beispielsweise die Herzfrequenz senkt, die Pupillen verengt und den Stoffwechsel zum Aufbau von Reserven steigert. Gleichzeitig aktiviert der Parasympathikus die Tätigkeit des Verdauungssystems. Die Nerven des Parasympathikus haben ihren Ursprung im Hirnstamm und dem zum Kreuzbein gehörigen Bereich des Rückenmarks. Anders als im Sympathikus liegen die Ganglien des Parasympathikus aber nicht neben der Wirbelsäule, sondern dicht bei den versorgten Organen.Die Nervenfasern des parasympathischen Systems sind zum Teil im Hirnstamm lokalisiert und es besteht kein eindeutig strukturiertes Grenzstrangsystem. Die vom Zentralnervensystem kommenden Nervenfasern führen annähernd bis zum Empfängerorgan. Die informationsaustragenden Verzweigungen des Parasympathicus sind deutlich geringer ausgeprägt als jene des sympathischen Systems und die vom zentralen System ausgehende Entsendung von Nervenreizen ist eine andere.Parasympathikus: fördert die Erholung, z. B.Der Parasympathicus ist darauf bedacht, ein Gleichgewicht im Organismus zu erhalten, beziehungsweise ein solches wiederherzustellen. Das Herz-Kreislauf-System betreffend sorgt das parasympathische System für Energiebewahrung durch Verlangsamung von Herzschlag und Atemfrequenz.
Enterisches Nervensystem: Das "Bauchhirn"
Das enterische Nervensystem ist der dritte Bereich des vegetativen Nervensystems, der als Geflecht von Nervenzellen den Verdauungstrakt durchzieht. Interessanterweise steuert das enterische Nervensystem nicht nur Verdauungsprozesse, sondern hat auch einen Einfluss auf unsere Gefühlswelt und unser Wohlbefinden. Umgekehrt scheinen aber auch Veränderungen im Magen-Darm-Trakt Auswirkungen auf Emotionen zu haben. Forschungsarbeiten der letzten Jahre deuten darauf hin, dass die Zusammensetzung der Darmflora hier eine Rolle spielt.Der Begriff ‚enterisches Nervensystem‘ bezieht sich auf das Nervensystem des Magen-Darm-Trakts. Es handelt sich um ein autarkes System, das dessen ungeachtet vom sympathischen und vom parasympathischen System beeinflusst wird.Enterisches System: Netzwerk von Neuronen in den Wänden des Gastrointestinaltrakts. Das ENS empfängt Reize und beantwortet sie reflexartig, etwa durch Absonderung bzw.
Hirnnerven: Die Verbindungen zum Kopfbereich
Es gibt 12 Paare von Hirnnerven, die vom Gehirn zu verschiedenen Teilen des Kopfes, des Halses und des Rumpfes verlaufen. Die Hirnnerven können sensorische, motorische oder auch beide Faserqualitäten gleichzeitig führen. Die Hirnnerven werden entsprechend ihres Ursprungs im Gehirn von rostral nach kaudal mit römischen Ziffern nummeriert. Nervensystem: Aufbau, Funktion und Erkrankungen. Einige Hirnnerven sind an speziellen Sinnen wie dem Sehen, Hören und Schmecken beteiligt. Andere wiederum sind wichtig für die Muskelkontrolle des Gesichts.Im Medizinstudium sind die 12 Hirnnerven ein wesentlicher Bestandteil bezüglich der Themen des Gehirns sowie des Nervensystems. Die die 12 Hirnnerven und alle Informationen um diese herum sind auch oft ein beliebtes Prüfungsthema. Da es vielen nicht einfach fällt, sich die Namen und Eigenschaften der Nerven zu merken, ist es hilfreich mit Merksätzen für diese zu arbeiten. Was sind die 12 Hirnnerven?Die 12 Hirnnerven entspringen direkt aus dem Gehirn und versorgen die Kopf- und Halsregion. Spinalnerven werden auch Rückenmarksnerven genannt und sind über Ihre Wurzeln direkt einem bestimmten Rückenmark Segment zugeordnet. Die Hirnnerven hingegen gehen nicht aus Spinalnerven hervor, sondern direkt aus den Hirnnervenkernen, welche spezialisierte Nervenzellansammlungen sind. Die Spiralnerven verlassen das Rückenmark in ungefähr gleichen Abständen, während die benachbarten, paarig angelegten Hirnnerven entweder weiter auseinander oder dicht beieinanderliegen. Die 12 Hirnnerven werden mit römischen Ziffern nummeriert. Eine Ausnahme bilden die Hirnnerven I, II, welche nicht zum peripheren Nervensystem (PNS) gehören. Die ersten beiden Hirnnerven, Nervus Olfactorius [Riechnerv] und Nervus Opticus [Sehnerv] sind direkte Teile des Gehirns, nämlich direkte Ausstülpungen des Großhirns bzw. Zwischenhirns. Eine weitere Ausnahme bildet der XI. Hirnnerv (N. accessorius). Er ist ein gemischter Hirnnerv. Er geht vom Hirnstamm als auch vom Rückenmark aus. By BruceBlaus. “Medical gallery of Blausen Medical 2014“. WikiJournal of Medicine 1 (2). DOI:10.15347/wjm/2014.010. ISSN 2002-4436.
Lesen Sie auch: Indikationen der medikamentösen Liquortherapie
Spinalnerven: Die Verbindungen zum Körper
Spinalnerven (Rückenmarksnerven):Die meisten Nerven zweigen vom Rückenmark ab. Halsmark /Zervikalmark (C1-C8, lat. Brustmark / Thorakalmark (Th1-Th12, lat. Lendenmark / Lumbalmark (L1-L5, lat. Kreuzmark / Sakralmark (S1-S5, lat. Schwanzmark / Kokzygealmark (Co1, lat.Das eigentliche Rückenmark verläuft nur durch etwa zwei Drittel der Wirbelsäule, d. h. die Wirbelkörper im unteren Bereich umschließen nicht mehr das Rückenmark, sondern lediglich Spinalnerven, die weiter oben aus einem bestimmten Rückenmarksabschnitt ausgetreten sind (Cauda equina). Von jedem Segment führen rein motorische und rein sensible Neuronen in den Zwischenwirbelkanal, um sich dort zu einem Nerv zu verbinden.
Zusammenspiel der Nervensysteme
Um sensorische Informationen zu übertragen und Körperfunktionen sowie Reaktionen zu koordinieren, arbeiten unser peripheres und zentrales Nervensystem als perfektes Team zusammen. Nicht immer wird dabei das Gehirn involviert. Bei Reflexen wie z. B. die Regulation innerer Prozesse wie z. B. die Interaktion mit der Umwelt, d. h. Viele der Funktionen, die unser Nervensystem übernimmt, können wir bewusst steuern. Auf manches haben wir allerdings keinen Einfluss. Sowohl bei bewussten als auch bei unbewussten Reaktionen spielen die Sinneszellen als Übermittler der Informationen eine zentrale Rolle. Denn sie nehmen Sinnesreize (Sehen, Hören, Riechen usw.) aus der Umwelt wahr und leiten sie über das periphere Nervensystem an unser Gehirn. Abhängig vom Sinnesreiz werden verschiedene Arten von Rezeptoren erregt. Im Gehirn angekommen wird der Sinnesreiz dann schließlich mit übergeordneten Hirnprozessen wie z. B.
Erkrankungen des Nervensystems
- Akustikusneurinom (Schwannoma): Gutartiger Tumor von Schwann-Zellen, die die Nerven innerhalb des Schädels betreffen. Akustikusneurinom betrifft am häufigsten den Nervus vestibulocochlearis (VIII), kann aber aufgrund seiner Lage im Kleinhirnbrückenwinkel auch den N. facialis (VII) betreffen. Die Erkrankung zeigt sich oft mit Hörverlust und Tinnitus.
- Herpes Zoster (Gürtelrose): Kann den Trigeminusnerv befallen. Herpes Zoster (Gürtelrose) ist auf das Varicella-Zoster-Virus (VZV) zurückzuführen. Nach der Exposition verbleibt VZV latent im Spinalganglion, wo es im Gleichgewicht mit dem gesunden Immunsystem lebt. Herpes Zoster (Gürtelrose) verursachen.
- Trigeminusneuralgie: Chronische Schmerzerkrankung, die den Trigeminusnerv betrifft. Trigeminusneuralgie kann auf eine Kompression der A. cerebellaris superior, Tumore, Aneurysmen oder Infarkte zurückzuführen sein.
Akuter vs. chronischer Stress
Akuter Stress ist eine natürliche, zeitlich begrenzte Reaktion des Sympathikus, um uns in Situationen, in denen wir gefordert sind, aufmerksamer und leistungsfähiger zu machen. In Urzeiten diente akuter Stress z.B. der Flucht vor einem wilden Tier oder der Jagd. Und auch heute kann akuter Stress helfen, Herausforderungen zu meistern. Wird der Organismus jedoch in eine Art „Daueralarm-Zustand“ versetzt und der Parasympathikus kann nicht bzw. nur wenig zu Regenerationszwecken eingreifen, wird die Gesundheit früher oder später negativ beeinflusst. Denn chronischer Stress zehrt sowohl an den körperlichen als auch psychischen Reserven. Wer sich dauernd gestresst fühlt, tut daher gut daran, belastende Auslöser zu finden und diese nach Möglichkeit auszuschalten.
tags: #wie #nennt #man #linkes #nervensystem