Migräne-Kranit ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Migräneanfällen und leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt wird. Der Wirkstoff in Migräne-Kranit ist Phenazon. Dieser Artikel beleuchtet den Wirkungseintritt von Migräne-Kranit, seine Anwendungsgebiete, Dosierung, Gegenanzeigen und wichtige Hinweise zur Einnahme.
Was ist Migräne-Kranit?
Migräne-Kranit ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Medikament, das in Form von Tabletten und Zäpfchen erhältlich ist. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit und ohne Aura sowie bei leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt. Viele Menschen kennen es: Kündigt sich eine Migräneattacke an, machen den Betroffenen nicht nur schwere Kopfschmerzen, sondern häufig auch Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit zu schaffen. Nicht selten setzt einen der Migräneanfall komplett außer Gefecht.
Wirkstoff und Wirkweise
Der Wirkstoff Phenazon wirkt vor allem schmerzstillend, fiebersenkend und in geringem Maße auch entzündungshemmend. Man vermutet, dass er bestimmte Botenstoffe, die so genannten Prostaglandine hemmt, die für das Schmerzempfinden und die Entstehung einer Entzündung notwendig sind. Als solches hemmt Phenazon die Produktion der Botenstoffe Prostaglandine durch das Enzym Cyclooxygenase-2 und damit die Weiterleitung von Schmerzimpulsen an das Gehirn. Es besitzt demzufolge effektive schmerzlindernde Eigenschaften, weshalb es sich bei der symptomatischen Behandlung von akutem Migränekopfschmerz bewährt hat. Migräne Kranit kann darüber hinaus zur Linderung leichter bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt werden.
Darreichungsformen
Migräne-Kranit ist in zwei Darreichungsformen erhältlich:
- Tabletten: Zum Einnehmen mit Flüssigkeit.
- Zäpfchen: Zur rektalen Anwendung, besonders geeignet bei Übelkeit und Erbrechen.
Die Darreichungsform als Zäpfchen hat dabei den Vorteil, dass das Schmerzmittel auch dann verabreicht werden kann, wenn eine orale Einnahme nicht möglich ist - etwa bei Übelkeit und Erbrechen.
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Wirkungseintritt von Migräne-Kranit
Der Wirkungseintritt von Migräne-Kranit hängt von der Darreichungsform und individuellen Faktoren ab. Im Allgemeinen tritt die schmerzlindernde Wirkung bei Tabletten innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein. Bei Zäpfchen kann der Wirkungseintritt etwas schneller erfolgen, da der Wirkstoff direkt über die Schleimhaut des Enddarms aufgenommen wird.
Faktoren, die den Wirkungseintritt beeinflussen können:
- Nahrungsaufnahme: Die Einnahme von Tabletten zusammen mit einer Mahlzeit kann den Wirkungseintritt verzögern.
- Individuelle Stoffwechselrate: Der Stoffwechsel jedes Menschen ist unterschiedlich, was die Geschwindigkeit beeinflussen kann, mit der der Körper den Wirkstoff aufnimmt und verarbeitet.
- Schweregrad der Schmerzen: Bei sehr starken Schmerzen kann es länger dauern, bis die Wirkung spürbar ist.
- Gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente: Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können den Wirkungseintritt beeinflussen.
Anwendungsgebiete von Migräne-Kranit
Migräne-Kranit wird hauptsächlich in folgenden Fällen eingesetzt:
- Akute Behandlung von Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit und ohne Aura: Migräne Kranit kommt bei Migräneanfällen mit und ohne Aura zum Einsatz und hilft auch dabei, begleitende Symptome wie Übelkeit und Licht- und Lärmempfindlichkeit zu lindern.
- Leichte bis mäßig starke Schmerzen: Migräne-Kranit kann auch zur Linderung leichter bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt werden.
Dosierung und Anwendung
Die Dosierung von Migräne-Kranit ist abhängig von der Art der Schmerzen, dem Alter des Patienten und der Darreichungsform. Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Dosierung von Migräne-Kranit Tabletten
- Jugendliche von 12-15 Jahren:
- Einzeldosis: 1 Tablette
- Gesamtdosis: bis zu 2 Tabletten pro Tag
- Zeitpunkt: im Abstand von 6-8 Stunden, zu der Mahlzeit
- Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene:
- Einzeldosis: 1-2 Tabletten
- Gesamtdosis: bis zu 8 Tabletten pro Tag
- Zeitpunkt: im Abstand von 4-8 Stunden, zu der Mahlzeit
- Kopfschmerzen bei Migräne, vor allem in der akuten Phase:
- Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene:
- Einzeldosis: 2 Tabletten
- Gesamtdosis: bis zu 8 Tabletten pro Tag
- Zeitpunkt: im Abstand von 4-8 Stunden, zu der Mahlzeit
- Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene:
- Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Art der Anwendung (Tabletten): Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dosierung von Migräne-Kranit Zäpfchen
- Die Migräne Zäpfchen werden rektal und möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After eingeführt. Um die Gleitfähigkeit zu verbessern, können Sie die Zäpfchen leicht in der Hand erwärmen oder kurz in heißes Wasser tauchen.
- Sie können die Zäpfchen mehrmals täglich und jeweils im Abstand von 4 bis 8 Stunden anwenden.
Art der Anwendung (Zäpfchen): Führen Sie das Arzneimittel in den Enddarm ein. Zuvor entleeren Sie den Darm möglichst. Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit empfiehlt es sich, das Zäpfchen in der Hand zu erwärmen oder ganz kurz in heißes Wasser zu tauchen.
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Dauer der Anwendung
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 3-4 Tage anwenden. Phenazonhaltige Arzneimittel sollten ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 - 4 Tage eingenommen werden.
Gegenanzeigen
Migräne-Kranit darf in bestimmten Fällen nicht angewendet werden. Dazu gehören:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Phenazon oder andere Inhaltsstoffe des Arzneimittels.
- Porphyrie (Stoffwechselkrankheit).
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel (spezielle vererbte Stoffwechselstörung).
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 15 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Porphyrie (Stoffwechselkrankheit)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Blutbildungsstörungen
- Asthma bronchiale
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bei der Anwendung von Migräne-Kranit sollten folgende Hinweise beachtet werden:
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- Schmerzmittel nicht ohne ärztlichen Rat über längere Zeit anwenden: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
- Nierenschädigung: Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Allergie: Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Wechselwirkungen: Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben.
- Überdosierung: Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Zittern, Krampfanfällen, Sehstörungen sowie zur Bewußtlosigkeit und zum Herzstillstand. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
- Einnahme vergessen: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
- Dosierung: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
- Arzt verordnete Dosierung: Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Migräne-Kranit Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Mögliche Nebenwirkungen:
Häufig:
- Hautveränderungen mit Rötung und Juckreiz
- Entzündungen
- Hautausschläge mit verschiedenen Erscheinungsformen
- Knötchen
- Bläschen
- Nesselsucht
Selten:
- Schwellungen mit Wasseransammlung
- Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute, vor allem im Rachen
- Hautausschläge bis hin zur Ablösung und Auflösung der Haut (fixe Exantheme, Urtikaria, in besonders seltenen Fällen: makulopapulöse Exantheme, Erythema multiforme, Erythema nodosum, angioneurotische Ödeme sowie toxische epidermale Nekrolyse)
- Schwere allergische Sofortreaktion mit Schockanzeichen*Hinweis: Ein Schock ist ein sehr seltenes Ereignis. Es kann sich in unterschiedlicher Stärke durch folgende Warnzeichen äußern: Kalter Schweiß, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit. Es können ein Beklommenheitsgefühl in der Herzgegend, Pulsjagen und Blutdruckabfall hinzukommen. Diese Erscheinungen können sofort oder bis zu einer Stunde nach Einnahme auftreten. Rufen Sie bei den ersten Anzeichen eines Schockzustandes sofort den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe! Bis zu dessen Eintreffen sind der Oberkörper des Kranken flach und seine Beine hoch zu lagern. Zur Vermeidung von Auskühlung ist der Kranke mit einer Decke warmzuhalten.
In Einzelfällen sind Blutbildveränderungen nach der Anwendung nicht auszuschließen.
Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen: Bei Auftreten schwerer Nebenwirkungen soll das Arzneimittel nicht mehr eingenommen werden; bitte wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an Ihren Arzt. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Wird das Arzneimittel gleichzeitig mit Warfarin eingenommen, wird die Wirkung von Warfarin mit Verkürzung der Blutgerinnungszeit abgeschwächt.
- Wird das Arzneimittel über längere Zeit mit enzyminduzierenden Substanzen wie z. B. Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate, Spironolacton oder Rifampicin eingenommen, kann die Wirkdauer von Phenazon verkürzt sein.
- Wird gleichzeitig mit Cimetidin und/oder Disulfiram sowie Betarezeptorenblockern wie z. B. Propranolol, mit Calcium-Antagonisten wie Verapamil oder Diltiazem, mit Antiarrhythmika wie Amiodaron, mit oralen Kontrazeptiva oder Ketoconazol eingenommen, wird der Abbau und/oder die Ausscheidung von Phenazon verlangsamt.
- Patienten, bei denen bereits Blutbildschäden festgestellt wurden, sollte das Arzneimittel nur unter ärztlicher Überwachung des Blutbildes einnehmen.
- Patienten mit bekannten Allergien oder bestimmten Erkrankungen mit möglicher allergischer Ursache (auch in der Vorgeschichte) neigen vermehrt zu einer Schockreaktion (plötzliches Kreislaufversagen).
Preise und Verfügbarkeit
Migräne-Kranit ist apothekenpflichtig und in verschiedenen Packungsgrößen erhältlich. Die Preise variieren je nach Anbieter und Packungsgröße. Einige Beispiele für Preise (Stand der Information) sind:
- 16,43 € Statt: 22,30 €
- 5,09 € Statt: 7,50 €
- 7,66 € Statt: 11,25 €
- 29,64 € Statt: 37,95 €
- 3,49 € UVP: 7,50 €
- 2,29 € Statt: 6,72 €
- 4,29 € UVP: 10,42 €
- 7,39 € Statt: 13,08 €
- 2,39 € UVP: 11,84 €
- 2,39 € Statt: 9,79 €
- 50,30 € UVP: 59,50 €
- 10,98 € Statt: 22,93 €
- 1,69 € Statt: 8,48 €
- 4,98 € UVP: 11,50 €