Die komplexe Beziehung zwischen Wirbelsäulenerkrankungen, Biopsien, neurologischen Störungen wie Epilepsie und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen steht im Fokus dieses Artikels. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis dieser Zusammenhänge zu vermitteln, Behandlungsansätze aufzuzeigen und die Bedeutung einer ganzheitlichen Betreuung hervorzuheben.
Einführung
Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks können vielfältige neurologische Symptome verursachen, darunter auch epileptische Anfälle. Biopsien der Wirbelsäule werden zur Diagnosestellung bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, bergen jedoch auch potenzielle Risiken. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Verbindungen zwischen Wirbelsäuleneingriffen, Biopsien und dem Auftreten von Epilepsie, basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen und klinischen Beobachtungen.
Psychosoziale Belastung und Unterstützungsbedarf bei Hirntumorpatienten
Patienten mit Hirntumoren leiden häufig unter erheblicher psychosozialer Belastung und benötigen umfassende Unterstützung in Bereichen wie sozialrechtliche Beratung, Rehabilitation, psychologische Betreuung und palliativmedizinische Versorgung. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Patienten möglicherweise Schwierigkeiten haben, diese Belastungen und Bedürfnisse mithilfe von Fragebögen zu kommunizieren.
Auswirkungen von Rückenmarksschädigungen auf die Signalverarbeitung im Gehirn
Schädigungen des Rückenmarks, insbesondere im Halsbereich, können Veränderungen in der Signalverarbeitung im Großhirn zur Folge haben. Diese Veränderungen variieren je nach Ausmaß der Schädigung und dem zeitlichen Verlauf der Erkrankung. Eine detaillierte Analyse der neurophysiologischen Prozesse bei Rückenmarksschädigung kann zu einem besseren Verständnis der Erkrankung und ihrer Symptome beitragen.
Spastik als Folge von Rückenmarksschädigung
Spastik ist eine häufige und belastende Folgeerscheinung von Rückenmarksschädigungen. Sie entwickelt sich im Laufe der Zeit durch ungünstige Veränderungen im Netzwerk der Bewegungssteuerung und in der Funktion der Hirnrinde. Studien untersuchen diese Veränderungen und ihren Zusammenhang mit dem Auftreten von Spastik.
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Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) und Transkranielle Magnetstimulation (TMS)
Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) wird die Funktion der Gehirnareale erforscht. Beteiligte Funktionsareale der Hirnrinde können mittels wiederholter nicht-invasiver Magnetstimulation (transkranielle Magnetstimulation, TMS) beeinflusst werden. Ziel ist es, die positiven Veränderungen der Spastik infolge der Magnetstimulation des Gehirns besser zu verstehen und zu beschreiben, um langfristig die TMS-Methodik für die Behandlung der Spastik zu verbessern.
Studiendesign zur Untersuchung der TMS-Wirkung bei Spastik
Eine Studie besteht aus vorbereitenden Untersuchungen und drei TMS-Blöcken à fünf Tagen, in denen unterschiedliche Gehirnareale stimuliert werden. Einer der Blöcke beinhaltet eine Scheinstimulation, um einen Placeboeffekt auszuschließen. Vor und nach jedem Block sowie zwei und vier Wochen später finden klinische Untersuchungen zur Einschätzung des Spastikniveaus und MRT-Untersuchungen zur Messung von Veränderungen der Gehirnfunktion statt.
Einschluss- und Ausschlusskriterien für die Studienteilnahme
Die Einschlusskriterien für die Studienteilnahme umfassen ein Alter zwischen 18 und 70 Jahren, schriftliches Einverständnis, volle Aufklärungs- und Einwilligungsfähigkeit, Geschäftsfähigkeit, ein Akutereignis (Querschnittslähmung) 6-72 Monate vor Studieneinschluss, deutliche Spastik, aber keine vollständige, passive Unbeweglichkeit (Kontraktur), keine Operation der Wirbelsäule oder am Nervensystem in den letzten sechs Monaten vor Studieneinschluss sowie einen ausreichenden Allgemeinzustand und Mobilität im Rollstuhl.
Ausschlusskriterien sind ein konkret geplanter chirurgischer Eingriff am Hirn oder eine geplante, relevante Änderung der medikamentösen Therapie (binnen sechs Monaten), akute oder nicht ausreichend behandelte/kontrollierte psychiatrische Erkrankungen, schwere Depression, schwere Denkstörungen/Demenz, andere Erkrankungen des Nervensystems ohne Zusammenhang mit der Querschnittslähmung, Krafteinschränkung/Bewegungsstörungen, welche nicht Folge der Rückenmarksschädigung sind, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Gebrauch von Alkohol, bewusstseinsverändernden Medikamenten oder Drogen in einem so kurzen zeitlichen Abstand zum Messtermin, dass eine Beeinflussung der Versuchsergebnisse durch Störung der Aufmerksamkeit erwartet werden muss, relevante Schmerzen (z.B. Rücken oder Nacken) bei längerem Liegen, Epilepsie in der Vorgeschichte oder erhöhtes Epilepsierisiko, schwere Migräne/Cluster- oder anderer, schwerer, regelmäßiger Kopfschmerz, Klaustrophobie („Platzangst“), Schwangerschaft, in einer Anstalt behördlich untergebrachte Personen sowie metallhaltige und/oder elektrische Implantate, großflächige Tattoos, nicht entfernte Piercings.
Funktionelle MRT (fMRT): Ein nicht-invasives Verfahren zur Messung der Hirnaktivität
Die fMRT-Technologie ist ein nicht-invasives Verfahren, das Schnittbilder des Gehirns mittels rhythmisch wechselnder Magnetfelder aufnimmt. Je nach Art der MRT-Sequenz können Aussagen zur Anatomie und Hirnaktivität getroffen werden.
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Risiken und Belastungen bei der MRT-Untersuchung
Aufgrund der starken Geräuschentwicklung muss ein geeigneter Gehörschutz (Schallschutzkopfhörer) getragen werden. In seltenen Fällen entwickeln Patienten ein Ohrgeräusch (Tinnitus). Personen, die magnetische Metallteile am oder im Körper tragen, sowie Schwangere dürfen nicht an MRT-Untersuchungen zu Forschungszwecken teilnehmen. Weitere Risiken und Belastungen des MRTs können das Auftreten von Platzangst, Beschwerden durch langes Stillliegen, Schwindel sowie Kopfschmerzen sein.
Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Ein nicht-invasives Verfahren zur Anregung des Gehirns
Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist ein nicht-invasives Verfahren, mit dem das Gehirn durch die geschlossene Schädeldecke von außen angeregt werden kann. Bei der Stimulation wird die Magnetspule auf die Kopfhaut aufgelegt. Das erzeugte Magnetfeld kann schmerzfrei die Aktivierung der Hirnrinde beeinflussen.
Risiken und Belastungen bei der TMS-Anwendung
Selten kommt es nach der Anwendung zu kurzzeitigen Kieferschmerzen oder Kopfschmerzen. In der Literatur wurden Einzelfälle berichtet, in denen Personen während einer Stimulation einen epileptischen Anfall erlitten hatten (<1:10.000). In den meisten Fällen waren diese Personen jedoch durch eine Epilepsie vorbelastet. Bei Studien erfolgt die (repetitive) TMS-Anwendung unter strikten Sicherheitsrichtlinien. Personen mit einer Epilepsie oder ferromagnetischen Metallimplantaten dürfen daher nicht an der Studie teilnehmen.
Placeboeffekt bei TMS-Verfahren
Da auch Scheinmedikamente eine Wirkung besitzen können, ist es in der Wissenschaft üblich und gefordert, wirksame Stimulationsverfahren immer mit Placebo zu vergleichen.
Neuronavigierte TMS (nTMS) und funktionelle MRT (fMRT) zur Kartierung des Gehirns
Die neuronavigierte TMS (nTMS) und die funktionelle MRT (fMRT) werden zur Kartierung des Gehirns eingesetzt, um die Ergebnisse von Tumorresektionen im Bereich der Zentralregion nachhaltig zu verbessern. Aktuell wird die Eignung verschiedener nrTMS-Stimulationsprotokolle für die Sprachkartexkartierung untersucht.
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Diffusions-Tensor-Imaging (DTI) bei Trigeminusneuralgie
In aktuellen wissenschaftlichen Publikationen wurde gezeigt, dass mittels Diffusions-Tensor-Imaging (DTI) eine Nervenschädigung der betroffenen Seite bei Trigeminuspatienten nachgewiesen werden kann. Dies scheint hilfreich zur Diagnosestellung und sollte in die Therapieentscheidung mit eingebunden werden.
Neuronavigierte repetitive TMS (nrTMS) zur Schmerzbehandlung
Die neuronavigierte repetitive transkranielle Magnetstimulation (nrTMS) hat in vielen Studien gute Erfolge bei der Regulierung der Schmerzverarbeitung gezeigt. Bei dieser Methode werden bestimmte Hirnareale, die dem Schmerzbereich zuzuordnen sind, von außen durch ein Magnetfeld behandelt, wodurch ein Teil der Patienten eine Schmerzlinderung erfährt.
Neurokognitive Leistungsfähigkeit bei Hirntumorpatienten
Hirntumore führen häufig zu Beeinträchtigungen der neurokognitiven Leistungsfähigkeit wie z.B. Konzentrationsvermögen oder räumliche Vorstellungskraft. Daher werden Patienten mit Hirntumoren vor und nach einer Operation bzw. Biopsie sowie im Verlauf neurokognitiv untersucht.
Tumorbedingte Spätfolgen bei Patienten mit hochgradig malignem Gliom
Tumorbedingte Spätfolgen können bei Patienten mit hochgradig malignem Gliom zunächst dadurch entstehen, dass der Tumor Raum innerhalb des Schädels einnimmt, dabei auf benachbarte Gehirn- oder Rückenmarksstrukturen drückt und sie dadurch schädigt. Außerdem können Tumoren im Bereich der hinteren Schädelgrube zu Abfluss-Störungen von Nervenwasser aus den Hirnkammern (Hirnventrikeln) führen.
Funktion des Kleinhirns und seine Bedeutung für die Koordination
Das Kleinhirn liegt in der hinteren Schädelgrube. Es ist das Kontrollorgan für das Zusammenwirken von Muskelbewegungen (Koordination), für die Feinabstimmung von Bewegungsabläufen und für die Regulierung der Muskelspannung.
Funktion des Großhirns und seine Bedeutung für die Wahrnehmung
Das Großhirn besteht aus zwei Hälften, den Hemisphären. An die Großhirnrinde ist das Bewusstsein geknüpft. Nur diejenigen Sinnesreize, welche bis zur Großhirnrinde weitergeleitet werden, werden bewusst wahrgenommen.
Funktion des Rückenmarks und seine Bedeutung für die Nachrichtenvermittlung
Der Rückenmarks- oder Wirbelsäulenkanal liegt im Inneren der Wirbelsäule (intraspinal) und enthält das Rückenmark mit seinen Nervenwurzeln sowie den auf- und absteigenden Nervenbahnen zur Nachrichtenvermittlung zwischen Großhirn, Zwischenhirn, Hirnstamm und den anderen Körperorganen.
Neuropsychologische Diagnostik und Therapie
Eine Neuropsychologin gehört zum Team, die schon in der Akutphase Tests durchführt und damit die Basis für die objektive Beurteilung einer Langzeitbehandlung legt. Aber auch für viele der geplanten Eingriffe (z.B. bei der Behandlung des Wasserkopfes / Hydrocephalus) können so vorhandene Defizite bei der Merkfähigkeit, Sprache und Reaktionszeit genauer festgestellt und entsprechend gezielt therapiert werden.
Behandlung von Erkrankungen der Schädelbasis
Die Schädelbasis stellt den unterhalb des Gehirns liegenden Teil des Schädelknochens dar. Durch die Schädelbasis treten Hirnnerven, hirnversorgende Gefäße sowie der Hirnstamm als Verbindung zum Rückenmark hindurch, was bei Eingriffen die besondere Expertise der Operateure erfordert.
Chirurgie des Plexus brachialis (Armenervengeflecht)
Die Chirurgie des Plexus brachialis (Armenervengeflecht) ist ein sehr spezielles und hochkomplexes Gebiet innerhalb der Nervenchirurgie. Einen wichtigen Anteil nimmt dabei die aufwendige Wiederherstellung von ausgefallenen Funktionen des Schultergürtels, des Armes und der Hand nach Verletzungen des Plexus ein.
Neuromodulative Therapieformen der funktionellen Neurochirurgie
Bei manchen Erkrankungen bringen die üblichen, bzw. konventionellen Therapieformen nicht den gewünschten Effekt oder die Therapie geht mit zum Teil schweren Nebenwirkungen einher. In diesen Fällen können neuromodulative Therapieformen der funktionellen Neurochirurgie Abhilfe schaffen.
Tiefe Hirnstimulation
So wird in Europa seit den 1990er Jahren die Tiefe Hirnstimulation bei der Behandlung von Bewegungsstörungen eingesetzt. Seit den 2000er Jahren wurde dieses Therapieverfahren auch auf weitere neurologische Erkrankungen ausgeweitet. Auch heute sind die Tiefe Hirnstimulation und ihre Anwendungsgebiete weiterhin Gegenstand aktueller Forschung, so dass sich die Indikationen inzwischen auch auf psychiatrische Erkrankungen, die Epilepsie und bestimmte Kopfschmerzformen erstrecken.
Vagusnervstimulation
Ebenso seit den 1990er Jahren wird in Europa die Vagusnervstimulation eingesetzt. Bei dieser Behandlungsmethode wird eine Elektrode am Vagusnerv im Bereich des Halses eingesetzt, um die medikamentenrefraktäre Epilepsie und refraktäre Depressionen zu behandeln.
Rückenmarksstimulation
Eine weitere neuromodulative Therapieform ist die Rückenmarksstimulation, welche seit den 1980er Jahren eine etablierte Methode zur Behandlung chronischer Schmerzsyndrome darstellt.
Periphere Nervenstimulation
Eine der ältesten Neuromodulationsverfahren ist die Periphere Nervenstimulation bei der Elektroden entweder subkutan (Periphere Fedstimulation) oder direkt in bspw. durch Unfälle verletzte Nerven (Direkte Periphere Nervenstimulation) eingebracht werden.
Epilepsie: Eine Erkrankung des zentralen Nervensystems
In Deutschland sind rund 600.000 Menschen an Epilepsie erkrankt. Diese Erkrankung wirkt sich auf das zentrale Nervensystem aus. Je nachdem, welches Areal des Gehirns betroffen ist, äußert sich ein epileptischer Anfall auf unterschiedliche Art und Weise.
Auslöser epileptischer Anfälle
Bestimmte Situationen begünstigen einen epileptischen Anfall, darunter zu wenig Schlaf, exzessive körperliche Belastung, abrupter Wechsel zwischen hell und dunkel, zu wenig Sauerstoff und Hyperventilieren.
Folgen von Epilepsie
Bei Epilepsie entstehen nicht nur körperliche bzw. gesundheitliche Probleme, sondern auch psychische und soziale Herausforderungen, die nicht nur von der Anfallsfrequenz abhängig sind.
Prävention epileptischer Anfälle
Ein geordneter Lebensstil zeigt sich bei der Prävention von erneuten epileptischen Anfällen besonders wirksam. Dazu zählt ein gesunder Schlaf-Wach Rhythmus, insbesondere Vermeidung von Schlafentzug, regelmäßige und konsequente Medikamenteneinnahme, Alkoholkarenz und adäquate Stressbewältigung.
Rehabilitation bei Epilepsie
Eine medizinische Reha unterstützt Betroffene gemäß ihren Möglichkeiten, ihr eigenes Leben zu gestalten. Ziel einer Rehabilitation ist es vor allem, die Betroffenen bei ihrer Krankheitsbewältigung und der Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls zu unterstützen.
Ablauf einer Epilepsie-Reha
Das Epilepsie-Programm ist sowohl für die Anschlussheilbehandlung als auch für Heilverfahren geeignet. Während des Aufenthaltes stehen für die Behandlung der Reha-Teilnehmer mehrere Berufsgruppen zur Verfügung: Fachärzte, geschultes Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, Neuropsychologen, Logopäden, Sporttherapeuten, Sozialberater und Ernährungsberater.
Ziele einer Reha bei Epilepsie
Ziel einer Rehabilitation ist es vor allem, die Betroffenen bei ihrer Krankheitsbewältigung und der Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls zu unterstützen. Damit werden die Erkrankten dazu befähigt, das eigene berufliche Potenzial und persönliche Grenzen objektiv einzuschätzen, um so ihr berufliches sowie soziales Leben optimal zu gestalten.
Diagnose Epilepsie
Sofern mindestens zwei epileptische Anfälle unprovoziert auftreten oder nach einem solchen unprovozierten Anfall ein besonders erhöhtes Risiko von über 60 % besteht, dass weitere Anfälle in den nächsten zehn Jahren folgen, so erhält man die Diagnose Epilepsie.
Was geschieht im Körper während eines epileptischen Anfalls?
Durch zeitweise Entladungen von Nervenzellverbänden an Hirnoberflächen entstehen Funktionsstörungen im Gehirn. Während eines epileptischen Anfalls ist die Kommunikation der Nervenzellen gestört, was zur Folge hat, dass die Funktionen dieser Nervenzellen ebenfalls gestört sind.
Begleiterkrankungen von Epilepsie
Betroffene berichten unter anderem von leichten bis schweren Gedächtnisstörungen, aber auch Depressionen und Angsterkrankungen sind häufig Begleiterkrankungen von Epilepsie.
Spinale Tumore
Spinale Tumore sind gut- oder bösartige Geschwulste, die im Rückenmark, an seinen Anhangsgebilden oder an der Wirbelsäule auftreten. Je nach ihrer anatomischen Lagebeziehung zur harten Rückenmarkshaut (Dura), die die Nervenstrukturen im Spinalkanal umhüllt, unterteilen wir spinale Tumore in außerhalb und innerhalb (extradural beziehungsweise intradural) wachsende Tumore.
Symptome spinaler Tumore
Typische Symptome eines spinalen Tumors sind teilweise reißende Nervenschmerzen am Rücken, die in den Arm oder das Bein ausstrahlen und nicht wesentlich von Belastung, Körperposition oder Tageszeit abhängig sind. Beeinträchtigt der Tumor Nervenstrukturen, kommt es zu neurologischen Ausfällen.
Diagnostik spinaler Tumore
Bei Verdacht auf einen spinalen Tumor veranlassen wir eine Bildgebung der Wirbelsäule, in der Regel eine Kernspintomographie (MRT) und gegebenenfalls ergänzend eine Computertomographie (CT).
Therapie spinaler Tumore
Die Therapie der Wahl ist die Operation. Mit dieser erreichen wir eine Druckentlastung. Das Vorgehen der Operation hängt ganz von der Lage, Größe des Tumors sowie der weiteren Befunde in der Diagnostik ab.
Zusammenhang zwischen Wirbelsäulenbiopsie und Epilepsie
Obwohl eine direkte Kausalität zwischen Wirbelsäulenbiopsie und Epilepsie selten ist, können bestimmte Faktoren das Risiko erhöhen. Dazu gehören:
- Vorerkrankungen: Patienten mit bereits bestehenden neurologischen Erkrankungen oder einer familiären Veranlagung zu Epilepsie können anfälliger sein.
- Komplikationen: Seltene Komplikationen während der Biopsie, wie z.B. eine Verletzung des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln, können in Einzelfällen neurologische Symptome einschließlich epileptischer Anfälle auslösen.
- Entzündungen und Infektionen: Entzündliche Prozesse oder Infektionen im Bereich der Wirbelsäule nach einer Biopsie können das Nervensystem beeinträchtigen und potenziell zu Epilepsie führen.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Zusammenhänge komplex sind und weitere Forschung erforderlich ist, um die genauen Mechanismen zu verstehen.
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