Alzheimer Gesellschaft Nordrhein-Westfalen: Unterstützung und Hilfe für Betroffene und Angehörige

Einführung

Die Diagnose Demenz ist oft ein Schock, sowohl für die Betroffenen selbst als auch für ihre Angehörigen. Es ist verständlich, dass man sich am Anfang hilflos und überfordert fühlt, wie eine betroffene Person schildert: „Besonders am Anfang war es für mich sehr schwer, die Diagnose Demenz zu akzeptieren. Ich habe einfach nicht verstanden, warum es gerade uns trifft, und suchte nach Erklärungen für die Krankheit: War es Überlastung oder Stress?“ Die Alzheimer Gesellschaft Nordrhein-Westfalen (NRW) setzt sich für eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenz und deren Familien ein und bietet vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten.

Was ist Demenz und Alzheimer?

Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen des Gehirns, die mit einem Verlust der geistigen Fähigkeiten einhergehen. „Demenz ist eine Gehirnerkrankung. Sie verändert die geistigen Fähigkeiten und das Verhalten der Betroffenen. Angelernte Fähigkeit und Fertigkeiten gehen mehr und mehr verloren. Im Endstadium der Krankheit gelingt es Betroffenen nicht mehr, ihr Leben eigenständig zu organisieren. Sie sind auf umfassende Hilfe angewiesen.“ Es wird zwischen der Alzheimer-Krankheit und anderen Formen von Demenz unterschieden. Typische Symptome sind Gedächtnis- und Orientierungsstörungen.

Anzeichen erkennen und handeln

Wenn Sie Anzeichen einer Demenz bei sich oder einem Angehörigen beobachten, ist es wichtig, frühzeitig zu handeln. „Wenden Sie sich an die Hausärztin oder den Hausarzt, wenn Sie Anzeichen einer Demenz beobachten. Diese können eine Erstdiagnose stellen. Für eine umfangreiche Diagnostik sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen.“ Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es, die bestmögliche Behandlung und Unterstützung zu erhalten.

Die Arbeit der Alzheimer Gesellschaft NRW

Der Landesverband NRW der Alzheimer Gesellschaft wurde 2013 gegründet. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dies geschieht durch:

  • Information: Die Gesellschaft informiert umfassend über die Erkrankung Demenz, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.
  • Beratung: Betroffene und Angehörige erhalten individuelle Beratung zu Hilfsangeboten, rechtlichen Fragen und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten.
  • Gesprächskreise: Die Alzheimer Gesellschaft bietet Gesprächskreise für Angehörige und Betroffene an, in denen sie sich austauschen und gegenseitig unterstützen können.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Die Gesellschaft fördert die Selbsthilfe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, indem sie ihnen die Möglichkeit gibt, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Lebenssituation zu beteiligen.

Unterstützung durch die Fach- und Koordinierungsstelle und Regionalbüros

Die Fach- und Koordinierungsstelle und die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz werden von der Landesregierung NRW und den Pflegekassen in NRW getragen. Sie arbeiten eng mit der Alzheimer Gesellschaft NRW zusammen, um die Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz zu verbessern. Ihre Schwerpunkte sind:

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  • Ausbau der Pflegeberatung: Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen erhalten umfassende Beratung zu allen Fragen der Pflege.
  • Ausbau von Unterstützungsangeboten im Alltag: Es werden verschiedene Unterstützungsangebote geschaffen, die es Menschen mit Demenz ermöglichen, so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu leben.
  • Qualifizierung und Vernetzung von Akteuren: Die Fach- und Koordinierungsstelle und die Regionalbüros sorgen für die Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Akteuren im Bereich Demenz und vernetzen diese miteinander.

Weitere Anlaufstellen und Hilfsangebote

Neben der Alzheimer Gesellschaft NRW gibt es in Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl weiterer Anlaufstellen und Hilfsangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen:

  • Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe: Diese Büros vermitteln an Pflegeselbsthilfegruppen und Gesprächskreise, in denen sich Betroffene oder Angehörige austauschen können. „Die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe rücken - wie der Name sagt - die Selbsthilfe in den Mittelpunkt. Sie vermitteln an Pflegeselbsthilfegruppen und an Gesprächskreise, in denen sich Betroffene oder Angehörige auszutauschen.“
  • Wohnberatungsstellen: Diese Stellen informieren zu den verschiedenen Wohnangeboten im Alter, wie beispielsweise Betreutes Wohnen, Pflege-Wohngemeinschaften oder Pflegeheime. „Wohnberatungsstellen informieren zu den verschiedenen Wohnangeboten im Alter. Dazu gehören beispielsweise das Betreute Wohnen, Pflege-Wohngemeinschaften oder Pflegeheime. Die Mitarbeitenden beraten außerdem dazu, wie die eigene Wohnung barrierefrei umgebaut oder an die Bedürfnisse von Demenzkranken angepasst werden kann.“
  • Pflegewegweiser NRW: Dieser Wegweiser hilft bei der Suche nach passenden Unterstützungs- und Informationsangeboten sowie stationären Einrichtungen. „Der Pflegewegweiser NRW hilft bei der Suche nach passenden Unterstützungs- und Informationsangeboten und stationären Einrichtungen.“

Spezielle Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund

In Deutschland leben etwa 158.000 Menschen mit Migrationshintergrund, die an Demenz erkrankt sind. Für diese Menschen ist es besonders wichtig, dass sie Zugang zu kultursensiblen Beratungs- und Unterstützungsangeboten haben. Auf der Webseite der Alzheimer Gesellschaft finden Sie eine Netzwerkkarte, die Ihnen einen Überblick über mehrsprachige Beratungsstellen in NRW und Deutschland gibt. „Als Betroffene finden Sie auf dieser Seite [externer Link] eine Netzwerkkarte, die Ihnen einen Überblick über mehrsprachige Beratungsstellen in NRW und Deutschland gibt.“

Leben mit Demenz in der gewohnten Umgebung

Menschen mit einer Demenzerkrankung profitieren davon, wenn sie lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Die Versorgung zu Hause stellt Angehörige aber vor große Herausforderungen - vor allem im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung. „Menschen mit einer Demenzerkrankung profitieren davon, wenn sie lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Die Versorgung stellt Angehörige aber vor große Herausforderungen - vor allem im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung.“ Es ist wichtig, sich frühzeitig über die verschiedenen Unterstützungsangebote zu informieren und diese in Anspruch zu nehmen.

Wenn die häusliche Versorgung an ihre Grenzen stößt

Wenn die Versorgung zu Hause an ihre Grenzen stößt, sollten Sie über eine Unterbringung in einem Pflegeheim oder einer Pflege-Wohngemeinschaft nachdenken. „Wenn die Versorgung zu Hause an Grenzen stößt, sollten Sie über eine Unterbringung in einem Pflegeheim oder einer Pflege-Wohngemeinschaft nachdenken.“ Der Pflegewegweiser NRW hilft Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung.

Beispiel: Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V.

Ein Beispiel für lokales Engagement ist die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V., die 1989 aus gemeinsamer Betroffenheit gegründet wurde. „Aus gemeinsamer Betroffenheit wurde 1989 die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V. gegründet zum Wohle der Kranken und Angehörigen.“ Ihre Ziele sind:

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  • Entlastung der Angehörigen von Alzheimerkranken
  • Neue Betreuungsformen entwickeln und erproben
  • Gesundheits- und sozialpolitische Initiativen anregen

Die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V. bietet unter anderem folgende Angebote an:

  • Angehörigen-Gesprächskreis: Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat von 18:30 bis 20:00 Uhr im Wilhelm-Hansmann-Haus Dortmund, Märkische Straße 21, 44141 Dortmund.
  • Gruppenbetreuung: Jeden Donnerstag von 15:00 bis 18:00 Uhr im Wilhelm-Hansmann-Haus Dortmund, Märkische Straße 21, 44141 Dortmund.

Die Gesellschaft ist erreichbar unter der Telefonnummer: +49 (0) 231 724 66 11.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Ein starkes Netzwerk

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist ein bundesweiter Dachverband, der sich für ein besseres Leben mit Demenz einsetzt. „Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Wir unterstützen und beraten Menschen mit Demenz und ihre Familien.“ Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien und setzt sich für ihre Rechte ein.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist in verschiedenen Sprachen aktiv, um möglichst viele Menschen zu erreichen:

  • Englisch: The German Alzheimer Association is committed to a better life with dementia. We support and advise people with dementia and their families.
  • Italienisch: La Società Tedesca Alzheimer si impegna a migliorare la vita delle persone affette da demenza. Sosteniamo e forniamo consulenza alle persone affette da demenza e alle loro famiglie.
  • Türkisch: Alman Alzheimer Derneği, demansla daha iyi bir yaşama kendini adamıştır. Demans hastalarına ve ailelerine destek oluyor ve tavsiyelerde bulunuyoruz.
  • Russisch: Немецкое общество болезни Альцгеймера стремится к лучшей жизни с деменцией. Мы поддерживаем и консультируем людей с деменцией и их семьи.
  • Polnisch: Niemieckie Towarzystwo Alzheimera dąży do lepszego życia z demencją. Wspieramy i doradzamy osobom z demencją i ich rodzinom.
  • Arabisch: تلتزم جمعية الزهايمر الألمانية بحياة أفضل مع الخرف. نحن ندعم وننصح الأشخاص المصابين بالخرف وأسرهم.
  • Rumänisch: Societatea Germană Alzheimer se angajează să aibă o viață mai bună cu demență. Susținem și consiliem persoanele cu demență și familiile acestora.
  • Vietnamesisch: Hiệp hội Alzheimer của Đức cam kết mang lại một cuộc sống tốt đẹp hơn với chứng mất trí nhớ. Chúng tôi hỗ trợ và tư vấn cho những người mắc chứng mất trí nhớ và gia đình của họ.

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