Ambulante neurologische Reha in Kassel: Erfahrungen und Perspektiven

Die ambulante neurologische Rehabilitation in Kassel bietet Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen die Möglichkeit, wohnortnah an ihrer Genesung zu arbeiten. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten mit verschiedenen Reha-Einrichtungen in und um Kassel, wobei sowohl positive Aspekte als auch Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die ambulante neurologische Reha in Kassel zu geben und Betroffenen bei der Wahl der geeigneten Einrichtung zu unterstützen.

Vielfältige Angebote für neurologische Patientinnen und Patienten

In Kassel und Umgebung gibt es verschiedene Einrichtungen, die ambulante neurologische Rehabilitation anbieten. Dazu gehören unter anderem das Reha-Zentrum Gesundheit Nordhessen GmbH mit Standorten in Wilhelmshöhe und Möncheberg sowie die Klinik Hoher Meißner. Diese Einrichtungen verfügen über spezialisierte Diagnostik, modernste Therapieverfahren und interdisziplinäre Teams, die auf die Bedürfnisse von neurologischen Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind.

Das Reha-Zentrum Gesundheit Nordhessen GmbH bietet auf über 2300 m² am Standort Wilhelmshöhe und 1200 m² am Standort Möncheberg hoch qualifizierte Therapiemöglichkeiten. Die Klinik Hoher Meißner verfolgt einen ganzheitlichen Behandlungsansatz und stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Sie ist spezialisiert auf neurologische und orthopädische Erkrankungen und hat eine Vorreiterrolle im Bereich seltener neurologischer Erkrankungen.

Positive Erfahrungen von Patientinnen und Patienten

Die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten mit der ambulanten neurologischen Reha in Kassel sind überwiegend positiv. Häufig werden die Kompetenz und Freundlichkeit des Personals, die individuelle Betreuung und die erzielten Fortschritte gelobt.

Ein Patient berichtet beispielsweise, dass er nach einem schweren Schlaganfall mit wenig Hoffnung auf Genesung in das Ev. Krankenhaus Hofgeismar auf die Station 1 kam. Dort wurde er liebevoll von den Schwestern gepflegt und von den Therapeuten einfühlsam und engagiert behandelt. Er betont das gute Klima zwischen Ärzten, Schwestern und Therapeuten und die gemütliche Cafeteria des Krankenhauses.

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Ein anderer Patient lobt die ausgezeichnete Betreuung und die besten Behandlungsfortschritte in einer Reha-Klinik in Hofgeismar. Er hebt das freundliche und kompetente Personal hervor.

Ein weiterer Patient berichtet, dass er nach vier Wochen Intensivstation, davon drei mit Beatmung, bewegungslos mit Trachealkanüle eingeliefert wurde. Sowohl das Pflegepersonal als auch die Therapeuten haben ihn vom ersten Tag an gefordert und gefördert. Die Ärzte waren jederzeit für Fragen und Probleme ansprechbar. Nach 1 1/2 Monaten konnte er die Klinik auf seinen Beinen und sprechend verlassen.

Auch Angehörige von Patientinnen und Patienten äußern sich positiv über die ambulante neurologische Reha in Kassel. So bedankt sich die Frau eines Patienten bei dem Team der Station 1a für die Hingabe, mit der sie ihren Job machen. Sie betont, dass ihr Mann in einer anderen Klinik zur Reha C ist und sie jetzt sehen, was für ein Glück er hatte, in der ersten Klinik gewesen zu sein.

Ein anderer Angehöriger lobt den Umgang des Klinikpersonals mit seinem Bruder, der nach einem schweren Schlaganfall auf der neurologischen Frührehastation 1 im Ev. Krankenhaus Gesundbrunnen lag. Er empfand den Umgang als empathisch und fürsorglich und die Einbeziehung der Angehörigen als sehr konstruktiv.

Aspekte der Behandlung

Die ambulante neurologische Reha in Kassel umfasst verschiedene Therapieangebote, die individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden. Dazu gehören unter anderem:

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  • Physiotherapie: zur Verbesserung der Beweglichkeit, Kraft und Koordination
  • Ergotherapie: zur Förderung der Selbstständigkeit im Alltag
  • Logopädie: zur Behandlung von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
  • Neuropsychologie: zur Behandlung von kognitiven Störungen, wie Gedächtnis- oder Aufmerksamkeitsstörungen
  • Psychologische Betreuung: zur Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung und zur Bewältigung von psychischen Belastungen

Die Therapiepläne werden in der Regel von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften erstellt. Dabei werden die individuellen Ziele und Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten berücksichtigt.

Herausforderungen und Verbesserungspotenziale

Trotz der vielen positiven Erfahrungen gibt es auch Herausforderungen und Verbesserungspotenziale in der ambulanten neurologischen Reha in Kassel.

Einige Patientinnen und Patienten bemängeln beispielsweise die langen Wartezeiten auf einen Reha-Platz. Auch die Koordination zwischen den verschiedenen Therapeuten und Ärzten könnte verbessert werden.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Patientinnen und Patienten ausreichend über die verschiedenen Therapieangebote und -möglichkeiten informiert werden. Auch die Einbeziehung der Angehörigen in den Reha-Prozess sollte weiter gefördert werden.

Wunsch- und Wahlrecht der Patientinnen und Patienten

Patientinnen und Patienten haben gemäß Sozialgesetzbuch IX § 8 das Recht, ihre Wunschklinik selbst zu wählen. Dieses Wunsch- und Wahlrecht sollte bei der Beantragung einer Reha berücksichtigt werden. Es ist ratsam, sich vorab über die verschiedenen Einrichtungen zu informieren und sich gegebenenfalls beraten zu lassen.

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