Viele Menschen erleben im Laufe ihres Lebens unangenehme Atembeschwerden, begleitet von Krämpfen und Taubheitsgefühlen. Diese Symptome können beängstigend sein und die Lebensqualität erheblich einschränken. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Ursachen für diese Beschwerden, von psychischen Auslösern bis hin zu körperlichen Erkrankungen, und bietet einen umfassenden Überblick über mögliche Behandlungen und Präventionsmaßnahmen.
Dysfunktionelle Atmung: Wenn die Atmung aus dem Takt gerät
Haben Sie das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, obwohl alle ärztlichen Untersuchungen unauffällig waren? Leiden Sie unter plötzlicher Atemnot, Enge in der Brust, Schwindel oder Herzrasen, was Sie beunruhigt und verunsichert? Viele Menschen durchleben eine lange und frustrierende Suche nach Antworten, wenn ihre Atmung zum Problem wird. Die Beschwerden sind oft beängstigend und können die Lebensqualität stark einschränken.
Die wichtigste Botschaft ist: Ihre Symptome sind real und keine Einbildung. Sie leiden möglicherweise an einer sogenannten dysfunktionellen Atmung. Dies ist eine funktionelle Störung, was bedeutet, dass Ihre Organe gesund sind, aber die Art und Weise, wie Sie atmen - Ihr Atemmuster - aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dysfunktionelle Atmung ist zwar sehr unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich und vor allem sehr gut behandelbar.
Eine Störung der Funktion, nicht des Organs
Der Kern des Problems bei einer dysfunktionellen Atmung liegt nicht in einer Schädigung Ihrer Lunge oder Ihrer Atemwege. Diese Organe sind in der Regel vollkommen gesund. Stattdessen handelt es sich um eine Störung der Atemtechnik oder des Atemmusters.
Das Idealbild: Wie eine gesunde, funktionale Atmung aussieht
Um zu verstehen, was schiefläuft, ist es hilfreich, sich das Ideal einer gesunden, physiologischen Atmung in Ruhe vor Augen zu führen. Diese zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
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- Durch die Nase: Die Nasenatmung ist der natürliche und gesündeste Weg. Die Nase filtert, erwärmt und befeuchtet die Luft, bevor sie in die Lunge gelangt.
- Aus dem Bauch: Die Atmung wird hauptsächlich vom Zwerchfell, unserem wichtigsten Atemmuskel, angetrieben. Dies zeigt sich durch eine sanfte Hebung und Senkung der Bauchdecke (Bauchatmung oder Zwerchfellatmung). Der Brustkorb bewegt sich nur minimal mit.
- Ruhig und rhythmisch: Ein Erwachsener atmet in Ruhe etwa 12 bis 16 Mal pro Minute. Die Ausatmung dauert dabei etwas länger als die Einatmung, typischerweise in einem Verhältnis von etwa 1:1,2 bis 1:1,5.
- Mühelos und unbewusst: Eine gesunde Atmung geschieht ohne Anstrengung und ohne den Einsatz von Hilfsmuskeln im Bereich von Schultern und Nacken.
Die vielen Gesichter der dysfunktionellen Atmung
"Dysfunktionelle Atmung" ist ein Überbegriff für verschiedene, sich oft überlappende Atemmuster.
- Die überstürzte Atmung (Hyperventilationssyndrom): Sie atmen schneller und/oder tiefer, als Ihr Körper es in diesem Moment benötigt. Dadurch wird zu viel Kohlendioxid (CO2) abgeatmet, was zu einer chemischen Veränderung im Blut führt (respiratorische Alkalose) und Symptome wie Schwindel und Kribbeln auslöst.
- Die blockierte Atmung (Vocal Cord Dysfunction - VCD): Hierbei kommt es zu einem paradoxen, krampfartigen Verschließen der Stimmbänder während der Einatmung. Betroffene haben das Gefühl, gegen einen Widerstand im Hals zu atmen, was ein ziehendes Geräusch (inspiratorischer Stridor) verursachen kann.
- Die oberflächliche Brustatmung (Thorakales Atemmuster / DATIV): Bei diesem Muster wird fast ausschließlich mit dem Brustkorb geatmet, während die natürliche Bauchatmung fehlt. Die Atemhilfsmuskulatur an Schultern und Nacken ist oft verspannt und überlastet.
- Der ständige "Lufthunger" (Seufzer-Dyspnoe): Dies beschreibt den quälenden und wiederkehrenden Drang, tief durchatmen, seufzen oder gähnen zu müssen, um das Gefühl zu haben, endlich genug Luft zu bekommen.
Symptome verstehen - Was Ihr Körper Ihnen sagen will
Die Folgen eines gestörten Atemmusters sind weitreichend und gehen weit über das Gefühl der Atemnot hinaus. Viele Betroffene leiden unter einer Vielzahl von Symptomen, die auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheinen.
Direkte Atembeschwerden:
- Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen ("Lufthunger")
- Engegefühl in der Brust oder im Hals
- Unfähigkeit, einen tiefen, befriedigenden Atemzug zu nehmen
- Häufiges Seufzen, Gähnen oder Räuspern
- Zu schnelle oder zu tiefe Atmung (Tachypnoe)
- Habitueller (angewohnheitsmäßiger) Husten
Körperliche Symptome:
- Schwindel, Benommenheit, Gefühl "neben sich zu stehen"
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle, besonders in den Händen, Füßen oder um den Mund (Parästhesien)
- Muskelverspannungen (Nacken, Schultern) bis hin zu Muskelkrämpfen, z.B. die "Pfötchenstellung" der Hände
- Herzklopfen, Herzrasen (Palpitationen) oder das Gefühl von Herzstolpern
- Brustschmerzen oder ein Druckgefühl auf der Brust
- Kalte Hände und Füße
- Unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfung
- Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen)
- Aufstoßen oder ein aufgeblähter Bauch
Psychische und Emotionale Symptome:
- Innere Unruhe, Nervosität und Anspannung
- Angstgefühle, die bis zu Panikattacken anwachsen können
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
Der Teufelskreis aus Atmung, Körper und Angst
Um die dysfunktionelle Atmung erfolgreich zu behandeln, ist es essenziell, den sich selbst verstärkenden Kreislauf zu verstehen, in dem sich viele Betroffene befinden.
- Der Auslöser: Ein externer oder interner Reiz tritt auf.
- Verändertes Atemmuster: Als unbewusste Reaktion auf den Auslöser verändert sich die Atmung.
- Körperliche Symptome: Dieses falsche Atemmuster führt zu den oben genannten körperlichen Veränderungen.
- Katastrophale Fehlinterpretation: Der Verstand bemerkt diese unangenehmen Körpersignale und interpretiert sie als Gefahr.
- Angst und Panik: Diese bedrohlichen Gedanken lösen massive Angst oder sogar eine Panikattacke aus.
- Verstärkung der Fehl-Atmung: Die Angst und die Stresshormone wirken als massiver Verstärker auf das Atemzentrum.
Ursachen und Auslöser - Was die Atmung aus dem Takt bringt
Ein dysfunktionales Atemmuster entsteht selten über Nacht. Meist gibt es eine Kombination von Faktoren, die dazu beitragen, dass sich die Atmung verändert und dieses falsche Muster zur Gewohnheit wird.
- Psychische Faktoren: Dies sind die häufigsten Treiber. Anhaltender Stress, ungelöste Konflikte, Angst- und Panikstörungen oder auch zurückliegende traumatische Erlebnisse können das Nervensystem in einen Zustand dauerhafter Anspannung versetzen, was sich direkt auf die Atmung auswirkt.
- Körperliche Faktoren: Auch der Körper kann die Atmung beeinflussen. Chronische Schmerzen, eine schlechte Körperhaltung engen den Brustkorb ein und behindern die freie Bewegung des Zwerchfells.
- Angelerntes Verhalten: Manchmal wird ein falsches Atemmuster schlichtweg "erlernt". Nach einer schweren Atemwegsinfektion kann der Körper in einem ineffizienten "Notfall-Atemmuster" verharren.
Der Weg zur Diagnose - Wie wir Klarheit schaffen
Die Diagnose einer dysfunktionellen Atmung ist eine sogenannte "Ausschlussdiagnose", was bedeutet, dass zunächst organische Ursachen für Ihre Beschwerden sorgfältig ausgeschlossen werden müssen.
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- Ihre genaue Beschreibung der Symptome, der Situationen, in denen sie auftreten, und der damit verbundenen Gefühle und Gedanken liefert die entscheidenden Hinweise.
- Neben dem Ausschluss anderer Erkrankungen suchen wir gezielt nach positiven Anzeichen, die für eine dysfunktionelle Atmung sprechen:
- Der Atemanhaltetest: Wir bitten Sie, nach einer normalen Ausatmung die Luft so lange wie möglich anzuhalten.
- Die Pulsoxymetrie: Dieses kleine Gerät am Finger misst die Sauerstoffsättigung im Blut.
- Der Nijmegen-Fragebogen: Dies ist ein standardisierter Fragebogen, in dem Sie die Häufigkeit von 16 typischen Symptomen bewerten.
- Beobachtung des Atemmusters: Durch einfache Beobachtung und das Auflegen der Hände auf Brust und Bauch können wir feststellen, ob Sie vorwiegend mit dem Brustkorb oder mit dem Bauch atmen und ob Sie unbewusst Ihre Atemhilfsmuskulatur am Hals und an den Schultern einsetzen.
Hyperventilationssyndrom: Ursachen, Symptome und Behandlung
Das Hyperventilationssyndrom ist eine Form der dysfunktionellen Atmung, die durch eine gesteigerte Atemtätigkeit mit vermehrter Belüftung der Lungenbläschen gekennzeichnet ist. Dies führt zu einem erhöhten Sauerstoffgehalt im Blut und einem verminderten Kohlendioxidgehalt, was eine Reihe von Symptomen auslösen kann.
Ursachen
Hyperventilationsanfälle treten meist im 2. und 3. Lebensjahrzehnt auf, in der Regel aus psychischer Ursache (Angst, Stress, Aggressionen). Starke Emotionen, Stress, Schlafmangel und Angstzustände (Prüfungen, Auftritte) führen bei den Betroffenen zur massiven Atemtätigkeit.
Symptome
- Verstärkte Atmung (häufiger oder tiefer)
- Heftiger Muskelkrampfanfall, eventuell Pfötchenstellung der Hände
- Kribbeln in Händen und Füßen und um den Mund herum
- Taubheitsgefühl, Brennen
- Angst, Aufregung
- Schwindel, Konzentrationsstörungen und leichte Bewusstseinstrübungen
Pathophysiologie
Die Lunge atmet zu viel Kohlendioxid ab und erhöht so den pH-Wert des Bluts. Dadurch binden Eiweiße im Blutplasma verstärkt freies Kalzium. Die Konzentration an freiem Kalzium im Blut sinkt und es kommt zu schmerzhaften, heftigen Muskelkrämpfen, eventuell mit Kribbelgefühl an den Füßen und Händen und um den Mund herum sowie zur Pfötchenstellung der Hände.
Diagnose
Der Arzt schließt körperliche Ursachen der Hyperventilation und des Muskelkrampfs aus.
Behandlung
- Beruhigung, gutes Zureden und Rückatmung von Kohlendioxid (z. B. durch eine vor Mund und Nase gehaltene Plastiktüte) durchbrechen diesen Teufelskreis.
- Diese Rückatmung führt das zuvor abgeatmete Kohlendioxid wieder in die Lunge zurück, normalisiert so die Kohlendioxidkonzentration im Blut und das Kalzium löst sich aus der Eiweißbindung.
Prävention
- Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga können geeignet sein, ein erneutes Auftreten eines Hyperventilationsanfalls zu verhindern.
- Die Angst lässt nach, wenn man begreift, dass Hyperventilieren keine Lebensgefahr bedeutet.
- Hilfreich ist, wenn man die auslösenden Umstände kennt, in denen so ein Hyperventilationsanfall auftreten kann. Sind sie bekannt, kann man gezielt dagegen vorgehen.
- Während eines Anfalls wird die Atmung besser, wenn man kurz einatmet und bewusst langsam ausatmet. Das hilft aber nur zu Beginn eines Hyperventilationsanfalls. Verpasst man den Moment, ist es gut, immer eine Plastiktüte dabei zu haben.
Ad-hoc-Maßnahmen und Verhalten
- Bleiben Sie bei den ersten Anzeichen einer Hyperventilation möglichst ruhig.
- Legen Sie eine Pause ein und konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung.
- Atmen Sie bewusst langsam durch die Nase ein und wieder aus.
- Konzentrieren Sie sich dabei darauf, mit dem Zwerchfell zu atmen.
- Zur Verlängerung der Atmung kann man beim Ausatmen die „Lippenbremse“ einsetzen: Hierzu beim Ausatmen den Mund locker geschlossen halten und durch den Mund ausatmen, die Lippen bremsen dabei - durchaus hörbar - den Ausatemstrom.
- Probieren Sie die "Beutel-Rückatmung": Halten Sie eine nicht zu große Papiertüte locker vor/über Mund und Nase und atmen Sie einige Minuten hinein. Zur Not kann auch in die vor Mund und Nase gehaltene Hohlhand geatmet werden.
Zwerchfelllähmung: Ursachen, Symptome und Therapie
Muskelschwäche oder Lähmungen können auch die Atemmuskulatur betreffen.
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Ursachen
- Tumoren, die den Zwerchfellnerv bedrängen
- Armplexusneuritis oder neuralgische Schulteramyotrophie
- Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
- Muskeldystrophien, Amyotrophe Lateralsklerose
- Verletzung, etwa eine Querschnittlähmung
Symptome
- Akute Atemnot, besonders im Liegen (bei beidseitiger Lähmung)
- Paradoxe Beweglichkeit des Zwerchfells vor allem bei bestimmten Körperhaltungen (bei einseitiger Lähmung)
- Wiederholte Lungeninfektionen
- Veränderungen wie Atelektase und Fibrose
Diagnose
- Röntgenaufnahmen des Brustkorbs
- Ultraschalluntersuchung
- Messungen bestimmter Atemparameter (Spirometrie) mit Positionswechsel vom Sitzen zum Liegen
- Hirnwasseruntersuchung (bei Verdacht auf ein GBS)
Therapie
- Beatmung (bei unzureichendem Gasaustausch)
- Behandlung der Grunderkrankung
- Physiotherapie
- Operative Raffung des Zwerchfells
- Schrittmacherbehandlung (phrenic-nerve-stimulation, PNS)
Polyneuropathie: Ursachen, Symptome und Behandlung
Eine Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, bei der mehrere Nerven oder ganze Nervenstrukturen geschädigt sind. Dadurch werden Reize zwischen Nerven, Rückenmark und Gehirn nicht mehr richtig weitergeleitet.
Ursachen
- Entzündungsprozesse im Körper als Folge einer Autoimmunerkrankung oder einer Infektion mit bestimmten Viren beziehungsweise Bakterien
- Diabeteserkrankung (diabetische Polyneuropathie)
- Abhängigkeit von Alkohol
- Erkrankungen der Leber
- Mangelernährung
- Vitaminmangel
- Autoimmunerkrankungen wie das Guillain-Barré-Syndrom oder rheumatoide Arthritis
- Einnahme bestimmter Medikamente
- Kontakt mit giftigen Substanzen
- HIV-Infektionen
- Krebserkrankungen
- Hormonelles Ungleichgewicht
- Erbliche Veranlagung (hereditäre Neuropathien)
Symptome
Eine Polyneuropathie kann mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen, je nachdem, welche Nerven von der Erkrankung betroffen sind.
- Sensible Polyneuropathie: Empfindungsstörungen wie Ameisenlaufen, Brennen, Jucken, Taubheitsgefühle oder Kribbeln. Auch ein vermindertes Temperatur- oder Schmerzempfinden ist möglich.
- Motorische Polyneuropathie: Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Muskelzucken oder Muskelkrämpfe.
- Vegetative Polyneuropathie: Schwindel, Blasenschwäche, Durchfall oder verstärktem Schwitzen.
Diagnose
- Gespräch über die Krankengeschichte und die vorliegenden Beschwerden
- Körperliche Untersuchung
- Elektroneurographie
- Elektromyographie
- Untersuchungen von Urin, Gehirnwasser, Blut oder Gewebeproben sowie genetische Tests und bildgebende Verfahren
Behandlung
- Auslöser vermeiden und behandeln
- Schmerzen lindern
- Begleitende Therapien: Physio- oder Ergotherapie
- Spezielle Schienen, sogenannte Orthesen, helfen Betroffenen mit Muskellähmungen dabei, Hände und Füße beweglich zuhalten
Herzinsuffizienz: Ursachen, Symptome und Behandlung
Eine Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, ist eine Erkrankung, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen.
Ursachen
- Koronare Herzkrankheit (KHK)
- Bluthochdruck
- Herzklappenfehler
- Herzmuskelentzündung
- Angeborene Herzfehler
- Herzrhythmusstörungen
Symptome
- Atemnot
- Antriebslosigkeit
- Schnell eintretende Erschöpfung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Appetitlosigkeit
- Herzrasen
- Schwindel
Diagnose
- Körperliche Untersuchung
- EKG
- Echokardiographie
- Blutuntersuchungen
- Röntgenaufnahme des Brustkorbs
- Herzkatheteruntersuchung
Behandlung
- Medikamentöse Therapie
- Herzschrittmacher
- Defibrillator
- Herztransplantation
Verformung des Brustkorbs
Formanomalien des Brustkorbs können die Atmung mechanisch behindern und zu Atemnot führen. Die verschiedenen Formen der Skoliose spielen hier zum Beispiel eine Rolle. Am häufigsten kommt im Wachstumsalter die Skoliose unbekannter Ursache (idiopathisch) vor.
Wenn es im Rahmen der Skoliose zu einer deutlichen Verdrehung (Torsion) der Brustwirbelsäule und der Rippen kommt, kann das die Funktion der Brustorgane, vor allem von Herz, Lungen und Zwerchfell, behindern. Manchmal entsteht sogar ein Lungenhochdruck. In der Regel werden die Betroffenen von Kindesbeinen an engmaschig von ihrem Orthopäden betreut. Zeichnet sich eine Verschlechterung der Skoliose ab oder liegt beispielsweise eine Muskel- oder Nervenstörung zugrunde, streben die Ärzte rechtzeitig eine Operation an. Dadurch lässt sich auch die Entwicklung von Atembeschwerden verhindern.
Eine ausgeprägte Trichterbrust kann ebenfalls die Atmung beeinträchtigen. Mit einer Operation lässt sich das beheben. Bei einer fortgeschrittenen Bechterew-Erkrankung engt mitunter eine versteifte Brustwirbelsäule die Atmung ein; außerdem entwickelt sich manchmal eine Lungenfibrose.
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