Atlas der Pathophysiognomik: Nerven, Inhalt und Interpretation von Gesichtszeichen

Einführung

Die Pathophysiognomik, insbesondere die von Natale Ferronato entwickelte Methode, ist ein visuelles Diagnoseverfahren, das auf der Idee basiert, dass das Innere eines Menschen sich im Äußeren widerspiegelt. Diese Methode, die sich über Jahrtausende entwickelt hat, ermöglicht es dem geübten Betrachter, ohne weitere Hilfsmittel oder Apparate schnell und zuverlässig Dispositionen zu erkennen, unabhängig von Zeit und Ort. Sie basiert auf der empirischen Festlegung spezifischer Gesichtsareale, die mit bestimmten Organen und Funktionen des Körpers korrespondieren.

Grundlagen der Pathophysiognomik nach Ferronato

Das Gesicht als Landkarte des Körpers

Jedes Organ hat eine exakte Ausdruckszone im Gesicht. Organische Belastungen und Funktionsschwächen können sich durch Schwellungen, Dellen, Farb- und Strukturveränderungen im Gesicht zeigen. Das Gesicht ist wie eine Landkarte, die die Sprache des Körpers spricht. Die Haut, als unser schützendes Organ, kommuniziert nach außen und spiegelt innere Zustände wider.

Die Forschung von Natale Ferronato

Natale Ferronato, ein Schweizer Naturarzt, prägte das System der Pathophysiognomik. Bereits als Kind erkannte er den Zusammenhang von Gesicht und Krankheitsbildern der Patienten, als er seine Mutter, eine Landkrankenschwester, bei Krankenbesuchen begleitete. Ferronato nutzte organbezogene Areale des Gesichts als Befundmöglichkeit von Stärken und Schwächen innerer Organe sowie ihrer Belastungen. Seine Erkenntnisse wurden immer wieder klinisch überprüft und sind in seinem "Lehrbuch und Bildatlas der Pathophysiognomik" dokumentiert.

Diagnostische Möglichkeiten

Die Pathophysiognomik nach Ferronato ermöglicht es Therapeuten, schnell erste Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Patienten zu ziehen. Mit einem Blick kann der Arzt oder Heilpraktiker eine Verdachtsdiagnose stellen. Die Antlitzdiagnose ermöglicht es, klar und schnell Dispositionen zu erkennen.

Interpretation von Gesichtszeichen

Allgemeine Beobachtungen

Wer sich bewusst seinem Gegenüber zuwendet und denjenigen intensiv anschaut, nimmt in der Regel schon die aktuelle Stimmung wahr. Als Therapeut kann man jedoch genauso schnell im Gesicht erkennen, wenn etwas im Inneren des Körpers nicht stimmt. Eine Rötung oder Schwellung im Gesicht macht eine Belastung der Organe sichtbar.

Lesen Sie auch: Der Atlas des Mausgehirns: Neue Erkenntnisse

Spezifische Beispiele für Gesichtszeichen

  • Nervensystem: Eine Rötung um die Augen lässt auf eine Überlastung des Nervensystems schließen.
  • Leber: Die Leber macht sich rechts unter der Lippe bemerkbar.
  • Stoffwechselsystem: Störungen im Stoffwechselsystem zeigen sich durch Rötungen und Verfärbungen.
  • "Bremsspuren" vor den Ohren: Diese deuten darauf hin, dass man sich dringend mehr Ruhe gönnen muss. Der Körper geht in dem Moment an seine Reserven und holt sich Kalzium aus den Knochen.
  • Deutliches Grübchen im Kinn: Ein solches Grübchen kann ein Hinweis auf absoluten Perfektionismus sein.

Temperamente und Naturelle

Grundsätzlich könne man die Menschen oberflächlich nach Temperamenten und Naturellen katalogisieren. So habe ein Choleriker eher mit Leber- oder Herzbelastungen zu kämpfen als ein Phlegmatiker, der wiederum zu Erkrankungen im Verdauungsapparat neige.

Falten als Zeichen des Lebens

Falten sind grundsätzlich nicht negativ zu sehen. Alles, was Falten macht, ist anstrengend, und das haben Sie sich hart erarbeitet. Falten zeigen Leben. Aber es gibt welche, die sollten nicht da sein.

Die Rolle der Nerven in der Pathophysiognomik

Obwohl der bereitgestellte Text nicht explizit auf die detaillierte Rolle einzelner Nerven in der Pathophysiognomik eingeht, ist das Nervensystem als Ganzes von Bedeutung. Die oben genannte Rötung um die Augen als Zeichen einer Überlastung des Nervensystems deutet darauf hin, dass der Zustand der Nerven im Gesicht ablesbar sein kann. Weitere Forschungen und detailliertere Literatur sind notwendig, um die spezifischen Nervenverbindungen und deren Ausdruck im Gesicht genauer zu bestimmen.

Therapieansätze

Die Therapie an den Gesichtsarealen kann die entsprechenden Organe beeinflussen. Heute wissen wir, dass Licht das denkbar schnellste Medium zur Heilung ist. Deshalb wird der Monolux-Pen für die Behandlung an den Gesichtsarealen verwendet. Sonderbehandlungen sind zum Beispiel bei kosmetischen Problemen, Narben oder Kinderwunsch möglich.

Ergänzende Diagnosemethoden

Die Pathophysiognomik kann durch andere Diagnosemethoden ergänzt werden. Dazu gehören:

Lesen Sie auch: Symptome einer Atlasverletzung

  • Psycho-Physiognomie nach Carl Huter: Sie liefert zusätzlich Hinweise auf systemische Zusammenhänge.
  • Ohrakupunktur nach Nogier
  • Biochemie nach Dr. Schüssler
  • Anamnese und klinische Untersuchung: Eine fachliche Untersuchung ist unerlässlich, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Kritik und alternative Sichtweisen

Nicht jeder teilt die uneingeschränkte Begeisterung für die Pathophysiognomik. Allgemeinmediziner Dr. Friedrich Lohse merkt an: „Mir ist es leider noch nie geglückt, eine Diagnose nur durch die Betrachtung des Gesichts zu stellen." Er verlässt sich lieber auf eine fachliche Untersuchung.

Lesen Sie auch: Klinische Neuroradiologie: Ein Überblick

tags: #atlas #der #pathophysiognomik #ferronato #nerven