Ayurveda-Ernährung bei Parkinson: Ein ganzheitlicher Ansatz zur Linderung von Symptomen

Die Parkinson-Krankheit, auch bekannt als Morbus Parkinson, ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen Menschen betrifft. Die klassische universitäre Medizin sieht die Ursache für Morbus Parkinson im Verlust von Dopamin produzierenden Nervenzellen in der Substantia Nigra des Gehirns. Trotz medikamentöser Therapie ist es den Ärzten bis heute nicht möglich, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, lediglich eine Verlangsamung ist realistisch. Ayurveda, ein traditionelles indisches Medizinsystem, bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Behandlung von Parkinson, indem es die zugrunde liegenden Ungleichgewichte im Körper anspricht. Dieser Artikel untersucht die ayurvedische Perspektive auf Parkinson, die Rolle der Ernährung und andere Lebensstiländerungen bei der Behandlung der Krankheit.

Verständnis von Parkinson aus ayurvedischer Sicht

Im Ayurveda wird die Parkinson-Krankheit als Störung des Vata-Doshas diagnostiziert, einer der drei grundlegenden bioenergetischen Kräfte, die Körper und Geist regieren. Die ayurvedische Lehre sieht die Ursache in einer Störung der Doshas und setzt deshalb mit anderen Behandlungsmethoden an, die Sie im Alltag ganz leicht selbst umsetzen können. Vata ist für Bewegung, Kommunikation und das Nervensystem verantwortlich. Ein Ungleichgewicht von Vata kann zu Symptomen wie Zittern, Steifheit, langsamen Bewegungen und Haltungsinstabilität führen, die alle mit Parkinson verbunden sind. Da Morbus-Parkinson vermehrt im hohen Alter auftritt, ist es naheliegend, dass ein klarer Zusammenhang zwischen dem Vata-Dosha, dass Ihren Körper im fortgeschrittenen Alter dominiert, und der Erkrankung besteht. Vata verkörpert das Element Luft und steht für die Bewegungen Ihres Körpers. Bei Parkinson kommt es zu starker Bewegungseinschränkung oder -störung, die aus ayurvedischer Perspektive durch einen Vata-Überschuss entstehen. Ebenfalls die Blockade mentaler Funktionen hängen eng mit Ihrem Vata-Dosha zusammen, welches ebenfalls Ihr Nervensystem stark beeinflusst. Dennoch kann auch das Kapha-Dosha an der Entstehung von Parkinson beteiligt sein.

Die vorherrschenden Eigenschaften von Vata sind Trockenheit, Leichtigkeit, Kälte, Rauheit, Feinheit und ständige Bewegung. Der erhöhte Zustand dieser Eigenschaften auf struktureller und funktioneller Ebene führt zu den oben genannten klassischen Parkinson-Symptomen. Die Behandlung besteht daher darin, das erhöhte Vata und seine einzelnen Eigenschaften zu reduzieren sowie das Agni (Verdauungs- und Stoffwechselfeuer) mit allen Mitteln und Methoden zu stärken.

Die Rolle der Ernährung in der ayurvedischen Behandlung von Parkinson

Ayurveda legt großen Wert auf die Bedeutung der Ernährung für die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden. Eine ausgewogene ayurvedische Ernährung konzentriert sich auf vollwertige Lebensmittel, die leicht verdaulich, nahrhaft und förderlich für die allgemeine Gesundheit sind. Ernährungsempfehlungen für Parkinson-Patienten können reichhaltige, nahrhafte Lebensmittel wie gekochte Getreideprodukte, Suppen, Eintöpfe, Gemüse und Kräutertees umfassen. Maßvoller Verzehr, achtsames Essen und geeignete Mahlzeitenkombinationen.

Um Vata zu reduzieren, können Sie Ghee, warme Speisen aus Mungobohnen, Suppen, gedünstetes Gemüse, Vollkornbrote sowie Gewürze und süßes Obst zu sich nehmen. Liegt ebenfalls eine Kapha-Störung vor, gilt es zunächst diese zu beseitigen. Scharfe und bittere Nahrungsmittel helfen Ihnen dabei. Verzichten Sie am besten auch auf Milchprodukte jeglicher Art. Gewürze, wie Knoblauch, Kreuzkümmel, Ingwer und Pfeffer unterstützen Sie bei der Reduktion von Kapha.

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Ayurveda unterscheidet sechs Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb). Geeignete Geschmacksrichtungen können helfen, die Doshas auszugleichen.

Allgemeine Ernährungsempfehlungen

  • Bevorzuge warme, gekochte Speisen: Warme Speisen sind leichter verdaulich und beruhigender für Vata.
  • Integriere gesunde Fette: Ghee (geklärte Butter), Olivenöl und andere gesunde Fette helfen, Vata zu nähren und das Nervensystem zu unterstützen.
  • Verwende Vata-reduzierende Gewürze: Ingwer, Kreuzkümmel, Zimt und Kardamom sind wärmende Gewürze, die helfen, Vata auszugleichen.
  • Vermeide kalte, trockene und schwere Speisen: Diese Speisen können Vata erhöhen und die Symptome verschlimmern.
  • Achte auf regelmäßige Mahlzeiten: Regelmäßige Mahlzeiten helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Vata zu beruhigen.
  • Iss in einer ruhigen, entspannten Umgebung: Stress und Ablenkungen können die Verdauung beeinträchtigen und Vata erhöhen.

Weitere ayurvedische Behandlungen für Parkinson

Neben der Ernährung empfiehlt Ayurveda eine Reihe anderer Behandlungen zur Behandlung von Parkinson, darunter:

  • Pflanzliche Arzneimittel: Ayurvedische Kräuter werden eingesetzt, um das neurologische Wohlbefinden zu fördern und die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Ashwagandha, Kapikachu, Brahmi, Shatavari, Guduchi und Triphala sind einige häufig verwendete Kräuter. Am besten lassen Sie sich dabei von einem Ayurveda-Spezialisten beraten, der Ihnen eine ganz individuelle Kräuterrezeptur verschreiben kann.
  • Panchakarma-Therapie: Die Ayurveda-Panchakarma-Therapie kann zusammen mit der bestehenden therapeutischen Methode durchgeführt werden und trägt dazu bei, die Wirkung verschiedener Medikamente zu verstärken. Das Ziel der Panchakarma-Behandlung ist es, den Stoffwechsel zu stärken, angesammelte Giftstoffe (Ama) auszuscheiden und die Doshas wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Panchakarma umfasst Ölmassagen (Abhyanga), Kräuterdampfbäder, verschiedene Arten von Stempelmassagen, Matravasthi (Öl-Einlauf), Virechana (Abführen), Nasya (Inhalation von medizinischen Ölen) usw. als Beispiele für Behandlungen.
  • Yoga und Meditation: Ayurveda legt großen Wert auf die Bedeutung einer Änderung des Lebensstils, um die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern. Patienten wird empfohlen, einen regelmäßigen Tagesablauf einzuhalten, sich ausreichend auszuruhen und zu schlafen, leichte Yoga-Übungen und Pranayama (Atemübungen) zu praktizieren. Kurze Meditationen helfen dabei, eine optimistische Einstellung und emotionale Widerstandsfähigkeit zu entwickeln.

Tipps, wie Sie Parkinson mit Ayurveda behandeln können

  1. Stellen Sie Ihre Ernährung um: Um Vata zu reduzieren, können Sie Ghee, warme Speisen aus Mungobohnen, Suppen, gedünstetes Gemüse, Vollkornbrote sowie Gewürze und süßes Obst zu sich nehmen. Liegt ebenfalls eine Kapha-Störung vor, gilt es zunächst diese zu beseitigen. Scharfe und bittere Nahrungsmittel helfen Ihnen dabei. Verzichten Sie am besten auch auf Milchprodukte jeglicher Art. Gewürze, wie Knoblauch, Kreuzkümmel, Ingwer und Pfeffer unterstützen Sie bei der Reduktion von Kapha.
  2. Nehmen Sie ayurvedische Kräuter zu sich: Bei Ayurveda gegen die Parkinson-Krankheit kommen verschiedenste Heilkräuter zum Einsatz. Öle, Tees, Liköre oder Pulver können Sie zur Unterstützung Ihres Körpers einnehmen. Am besten lassen Sie sich dabei von einem Ayurveda-Spezialisten beraten, der Ihnen eine ganz individuelle Kräuterrezeptur verschreiben kann.
  3. Buche eine Ayurveda Kur gegen Parkinson: Durch eine traditionelle Panchakarma Kur erfolgt zuerst die Reinigung Ihres Körpers von angesammelten Stoffwechselschlacken. Ayurveda-Therapeuten lösen diese durch Massagen aus Ihrem Körper und leiten sie anschließend durch entsprechende Ausleitungsverfahren, wie beispielsweise Öl-Einlauf aus. Die Einnahme von ayurvedischen Heilkräutern stärkt Ihren Körper im Anschluss. Vor allem warme Öl-Güsse und Ganzkörpermassagen helfen Ihrem Organismus dabei Vata zu reduzieren.
  4. Passen Sie Ihren Lebensstil an: Die Anpassung Ihres Lebensstils hilft dabei, Ihren Vata-Überschuss zu reduzieren. Vor allem Routine und Regelmäßigkeit reduziert dabei Vata in Ihrem Organismus, da das Dosha der Luft für Unregelmäßigkeit und Leichtigkeit steht. Erdung und regelmäßige Abläufe wirken ihm entgegen. Achten Sie also grundsätzlich auf regelmäßige Mahlzeiten und darauf, dass Sie zur gleichen Uhrzeit schlafen gehen.
  5. Entgiften Sie Ihren Körper mit einer Ayurveda Fastenkur: Dabei verzichten Sie für einen gewissen Zeitraum auf feste Nahrung. Aber bereits ein wöchentlicher Flüssigkeitstag kann Wunder wirken.
  6. Nutze Selbstmassagen zur Beruhigung Ihres Nervensystems: Verwenden Sie dabei hochwertige Öle, die mit heilenden Kräutern angereichert wurden.
  7. Integriere Yoga-Übungen in Ihren Alltag: Durch gezielte Yoga-Übungen können Sie Ihre ayurvedische Therapie begleiten und Ihre Muskelsteifheit lindern sowie Ihr Gleichgewicht schulen.
  8. Reduzieren Sie Ihren Stresslevel: Gönnen Sie sich ausgiebige Ruhepausen, während denen Sie sich vollständig auf sich konzentrieren.
  9. Nutze Meditation und Atemübungen: Besonders Übungen, bei denen Sie Ihren Vagus-Nerv stimulieren und dadurch zu tiefer Entspannung finden, sind hilfreich bei Parkinson.

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