Neurologie in Bad Reichenhall: Ein umfassender Überblick

Bad Reichenhall, idyllisch gelegen an der Bahnstrecke Salzburg - Freilassing - Berchtesgaden, ist nicht nur ein attraktives Reiseziel, sondern auch ein wichtiger Standort für medizinische Versorgung, insbesondere im Bereich der Neurologie. Dieser Artikel beleuchtet die neurologische Versorgung in Bad Reichenhall und gibt Einblicke in die verschiedenen Aspekte, von der Anreise bis hin zu den angebotenen Leistungen.

Anreise und Erreichbarkeit

Bad Reichenhall ist verkehrstechnisch gut angebunden. Die Deutsche Bahn bietet eine tägliche Direktverbindung zwischen Hamburg und Berchtesgaden über Bad Reichenhall mit dem IC "Königsee". Ansonsten ist Freilassing Umsteigebahnhof auf der Bahnlinie München - Salzburg sowie Endstation der Südostbayernbahn aus Richtung Landshut bzw. Passau. Vom Bahnhof Bad Reichenhall aus sind die Kliniken in etwa 8 Gehminuten erreichbar. Bei der Anreise mit dem Auto aus Richtung Landshut oder Passau erfolgt die Anfahrt über die B20. Es ist ratsam, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, da die Kliniken oft nur begrenzt Parkplätze für Patienten zur Verfügung stellen. Der nächstliegende öffentliche, kostenfreie Parkplatz befindet sich in ca.

Neurologische Versorgung: Ein Überblick

Die neurologische Abteilung in Bad Reichenhall versorgt das gesamte Spektrum akuter und chronischer Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie Muskelerkrankungen. Dazu zählen unter anderem:

  • Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems
  • Degenerative Erkrankungen des Nervensystems
  • Kopfschmerzerkrankungen (z.B. Migräne)

Die Neurologie hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung erlebt. Fortschritte in der Diagnostik, wie die Computertomographie (CT) und die Kernspintomographie (MRT), ermöglichen es, Veränderungen im Gehirn und Rückenmark frühzeitig zu erkennen. Auch die Entwicklung der Elektroenzephalographie (EEG), der Elektroneurographie (ENG) und der Elektromyographie (EMG) haben die Diagnostik neurologischer Erkrankungen revolutioniert.

Viele neurologische Krankheiten können heute gelindert werden, auch wenn die Mehrzahl noch nicht heilbar ist. Die Forschung schreitet jedoch stetig voran, und es kommen ständig neue Therapieansätze hinzu.

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Dr. med. Martin Prantl: Facharzt für Neurologie in Bad Reichenhall

Ein wichtiger Ansprechpartner für neurologische Fragen in Bad Reichenhall ist Dr. med. Martin Prantl. Er ist Facharzt für Neurologie, Sportmedizin und verfügt über eine verkehrsmedizinische Qualifikation (Fahrerlaubnisgutachter). Seine Expertise umfasst zudem die Fachkunde Notfalldiagnostik, Strahlenschutz sowie EMG- und EP-Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN). Darüber hinaus besitzt er ein Extra- und Transkranielles Duplex-Zertifikat Ultraschalldiagnostik der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).

Beruflicher Werdegang von Dr. Prantl

  • 1989-1995: Studium der Humanmedizin und Biochemie, Universitäten Tübingen und Ulm
  • 1993-1996: Promotion in der Transplantationsimmunologie
  • 1996-1999: Facharztausbildung, Kreiskrankenhaus Heidenheim a.d. Brenz
  • 1999-2001: Facharztausbildung, Bezirkskrankenhaus Günzburg
  • 2002-2003: Leitender Oberarzt, Fachklinik Loipl, Bischofswiesen
  • 2003-2005: Oberarzt, Klinikum Traunstein
  • Seit 6/2005: Praxis in Bad Reichenhall

Mitgliedschaften von Dr. Prantl

  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP)
  • Gesellschaft für Traumatolologisch-Orthopädische Sportmedizin (GOTS)
  • Verbandsärzte Deutschland e.V.

Dr. med. univ. Martina Stadel: Fachärztin für Neurologie

Eine weitere wichtige Ärztin im Bereich Neurologie in Bad Reichenhall ist Dr. med. univ. Martina Stadel. Sie ist Fachärztin für Neurologie und Notärztin und war von 12/22 bis 05/23 als Weiterbildungsassistentin Neurologie in der Praxis Dr. med. M. Prantl in Bad Reichenhall tätig.

Werdegang von Dr. Stadel

  • 05/23: Facharztanerkennung für Neurologie
  • 07/22: Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
  • 10/2018 - 12/2022: Assistenzärztin Neurologie - Kliniken Südostbayern AG, Kreisklinik Bad Reichenhall
    • Im Rahmen der Facharztausbildung Neurologie:
      • 01-21 - 07/21: Intensivstation Kreisklinik Bad Reichenhall
      • 07/21 - 11/22: Psychiatrie Inn-Salzach-Klinikum Freilassing
  • 11/15 - 09/17: Assistenzärztin Innere Medizin - Kliniken Südostbayern AG, Kreisklinik Bad Reichenhall (Kardiologie und Pneumologie)
  • 2009 - 2015: Medizinische Universität Innsbruck, Studium der Humanmedizin (Abschluss: mit Auszeichnung, Doctor medicinae universae)
  • 2008 - 2009: Paris Lodron Universität, Salzburg, Studium der Biologie
  • 2007 - 2008: Seniorenhaus Seni Vita St.

Aktuelle Informationen für Patienten

Aufgrund von Personalengpässen kann es aktuell zu Einschränkungen bei der telefonischen Erreichbarkeit kommen. Patienten werden gebeten, pünktlich (maximal 10 Minuten früher) zu ihren Terminen zu erscheinen, da die Wartezimmerplätze begrenzt sind. Zum Termin sind die Versichertenkarte sowie alle relevanten Krankenunterlagen (inklusive Medikamentenplan, MRT-, CT- und Röntgenbilder) mitzubringen. Der Zutritt zur Praxis ist auf Patienten beschränkt, Angehörige müssen außerhalb der Praxis warten, dürfen aber mit ins Arztzimmer. Bei Erkältungssymptomen wird darum gebeten, den Termin zu verschieben, um eine Ansteckung von Mitpatienten zu vermeiden.

Neurologie vs. Psychiatrie: Eine Abgrenzung

Ein wichtiger Punkt ist die Abgrenzung zwischen Neurologie und Psychiatrie. In Mitteleuropa spaltete sich die Neurologie in den 70er Jahren von der Psychiatrie ab. Historisch gesehen waren die beiden Disziplinen ein Fach, nämlich das der Nervenheilkunde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Nervensystem als eigenständiges Organ identifiziert.

  • Psychiatrie: Befasst sich mit psychischen Symptomen ohne feststellbare organische Schäden.
  • Neurologie: Befasst sich mit körperlichen Symptomen, die auf Schädigungen des Gehirns, Rückenmarks, der peripheren Nerven oder Muskeln zurückzuführen sind.

Obwohl die Neurologie und Psychiatrie heute eigenständige Disziplinen sind, gibt es weiterhin Überschneidungen, da einige neurologische Krankheiten psychiatrische Symptome aufweisen können. Zudem bestehen enge Verbindungen zur Inneren Medizin und Orthopädie.

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Beispiele für neurologische Erkrankungen

Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsie, Demenz, Schlaganfall, Hirntumoren, Nervenschmerzen, Migräne, Schädel-Hirn-Trauma, Nervenquetschungen, Rückenleiden und Bandscheibenvorfälle sind Beispiele für neurologische Erkrankungen. Diese werden heute nicht mehr als Geisteskrankheiten betrachtet, sondern als organische Krankheiten des Nervensystems.

Das TEMPiS-Netzwerk

Das TEMPiS-Netzwerk wurde 2001 als Pilotprojekt zur Verbesserung der Versorgung von Schlaganfallpatienten in der Region Süd-Ost-Bayern gegründet. Die grundlegende Idee war, das Stroke-Unit-Konzept mit einem Netzwerk zu verbinden. Kernelemente sind dabei der Aufbau von Schlaganfallstationen in allen beteiligten Kliniken und die Einführung eines Telemedizinsystems mit digitaler Bildübertragung und Videokonferenz. Dies ermöglicht im Bedarfsfall eine videogestützte Untersuchung von Patienten durch das überregionale Zentrum und eine unmittelbare Diskussion schwieriger Fälle und Therapieentscheidungen. Die dritte Säule des TEMPiS-Netzwerkes stellt die kontinuierliche Fortbildung mit Entwicklung einheitlicher Behandlungsstandards sowie die Qualitätssicherung in der Behandlung dar. Nach dem Ende der Pilotphase hat der Krankenhausplanungsausschuss entschieden, weitere zwei Kooperationskliniken "mit ins Boot zu nehmen".

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