Basilikum, oft als "Königskraut" bezeichnet, ist mehr als nur eine aromatische Zutat in der Küche. Es hat eine lange Geschichte als Heilpflanze und wird in verschiedenen Kulturen für seine vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Von der Beruhigung der Nerven bis zur Stärkung des Immunsystems bietet Basilikum eine breite Palette an positiven Wirkungen.
Was Basilikum so besonders macht
Basilikum (Ocimum basilicum) gehört zur Familie der Lippenblütler und umfasst etwa 40 verschiedene Sorten. Diese Sorten unterscheiden sich in Größe, Farbe, Aroma und Blattform. Zu den bekanntesten Arten gehören:
- Süßes Basilikum: Mit seinen rundlichen, grünen Blättern ist es ideal für Pesto und andere italienische Gerichte.
- Genoveser Basilikum: Diese Sorte zeichnet sich durch große, dunkelgrüne Blätter und ein intensives Aroma aus.
- Thai-Basilikum: Mit einem lakritzartigen Geschmack eignet es sich hervorragend für Currygerichte und asiatische Suppen.
- Lila Basilikum: Mit rötlich-violetten Blättern und einem Geschmack von Kräuternelken ist es eine interessante Ergänzung für Salate und Wokgerichte.
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
Basilikum enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die für seine gesundheitlichen Vorteile verantwortlich sind. Dazu gehören:
- Ätherische Öle: Estragol und Eugenol wirken entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral. Linalool wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem.
- Mineralstoffe: Eisen, Kalzium und Magnesium fördern die Blutbildung, stärken Knochen und unterstützen die Funktion der Immunzellen.
- Vitamine: Vitamin A, Vitamin C und B-Vitamine sind wichtig für verschiedene Körperfunktionen.
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Rosmarin-, Kaffee- und Vanillesäure wirken antioxidativ und sollen die Verdauung und die Regulation der Blutfettwerte unterstützen.
Basilikum für die Nerven
Stressabbau
In stressigen Zeiten kann Basilikum mehr als nur deine Pasta verfeinern - es kann deine Seele streicheln. Die in Basilikum enthaltenen ätherischen Öle wie Linalool wirken beruhigend auf das zentrale Nervensystem. Linalool ist ein natürlicher Duftstoff, der in vielen ätherischen Ölen vorkommt - besonders in Lavendel, Koriander, Basilikum und Hopfen. Chemisch gehört Linalool zu den Monoterpenen, und es ist bekannt für seine beruhigenden, entspannenden und anxiolytischen (angstlösenden) Eigenschaften. Die Wirkung auf das zentrale Nervensystem, insbesondere auf die GABA-Übertragung, ist dabei besonders interessant. Schon beim Zerreiben frischer Basilikumblätter steigt dir der aromatische, fast süßliche Duft in die Nase. Dieser Duft alleine hat bereits eine Wirkung auf dein limbisches System - also den Teil des Gehirns, der für Emotionen zuständig ist. Basilikum wirkt wie eine sanfte Umarmung für den Geist. In stressigen Zeiten hilft eine Tasse Basilikumtee oder ein Tropfen ätherisches Basilikumöl auf dem Handgelenk, das Gedankenkarussell zu stoppen. Es ist unglaublich, wie ein einfaches Gewürz solch eine heilende Kraft entfalten kann.
Schlafverbesserung
Durch seine entspannenden Inhaltsstoffe kann Basilikum helfen, das Nervensystem zu beruhigen und den Körper sanft auf den Schlaf vorzubereiten. Der regelmäßige Verzehr von frischem Basilikum - sei es als Tee oder in einer abendlichen Suppe - wirkt wie ein natürlicher Beruhiger. Wenn du unter nächtlichem Grübeln, Nervosität oder unruhigem Schlaf leidest, solltest du Basilikum unbedingt einmal ausprobieren. Die Kombination aus beruhigenden Ölen, Mineralstoffen und einem angenehmen Aroma macht es zu einer sanften, aber wirkungsvollen Einschlafhilfe.
Lesen Sie auch: Eingeklemmter Nerv: Ein umfassender Leitfaden
Basilikum in der Aromatherapie
Die ätherischen Öle, die Basilikum in den Öldrüsen produziert, bereichern die Aromatherapie. Wenn wir Basilikumöl in einer Duftlampe erwärmen, nimmt die Nase das Aroma wahr und übermittelt Informationen an das Gehirn - hier wiederum werden Botenstoffe freigesetzt, die die Stimmung beeinflussen - Basilikum gilt als aufmunternd, entspannend und soll die Nerven kräftigen.
Basilikum für das Immunsystem
Basilikum wirkt nicht nur heilend bei Entzündungen - es besitzt auch stark antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Die ätherischen Öle im Basilikum, insbesondere Estragol, durchbrechen die Zellwände schädlicher Keime und machen Viren sowie Bakterien unschädlich. Das ist vor allem in Zeiten zunehmender Antibiotikaresistenzen von unschätzbarem Wert. Die Kombination aus natürlichen Inhaltsstoffen und bioaktiven Verbindungen wie Polyphenolen macht Basilikum zu einem wertvollen Bestandteil jeder Hausapotheke. Ein Basilikumaufguss oder ein mit Olivenöl angerührter Brei aus frischen Basilikumblättern kann sogar äußerlich bei kleineren Verletzungen, Akne oder Hautreizungen eingesetzt werden. Wer regelmäßig frisches Basilikum genießt, stärkt damit sein Immunsystem auf ganz natürliche Weise. In den grünen Blättern sind wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium enthalten - sie fördern die Blutbildung, stärken Knochen und unterstützen die Funktion der Immunzellen. Ob als frischer Zusatz im Salat, als würzige Paste oder in einem wohltuenden Kräutertee - beim Verzehr von Basilikum wird der Körper mit einer Vielzahl gesundheitsfördernder Stoffe versorgt. Besonders in stressigen Zeiten, bei Erkältungswellen oder einfach zur Vorbeugung von Erkrankungen ist Basilikum eine wertvolle Unterstützung.
Basilikum bei Entzündungen
Die entzündungshemmende Wirkung von Basilikum ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine einfache Heilpflanze tiefgreifende Effekte auf unsere Gesundheit haben kann. In den aromatischen Basilikumblättern sind wertvolle ätherische Öle wie Estragol und Eugenol enthalten, die stark entzündungshemmend wirken. Besonders Eugenol - ein natürlicher Inhaltsstoff - hemmt Enzyme, die an entzündlichen Prozessen beteiligt sind. Schon seit Jahrhunderten wird Basilikum als Gewürz und Heilpflanze gleichermaßen geschätzt. Heute bestätigen wissenschaftliche Studien, dass Extrakte aus dem Kraut wirksam bei entzündeten Schleimhäuten im Magen-Darm-Bereich und sogar bei Hauterkrankungen eingesetzt werden können. Wer regelmäßig frische Basilikumblätter in den Salat mischt oder als Tee aufbrüht, unterstützt seinen Körper aktiv im Kampf gegen stille Entzündungen.
Basilikum-Oxymel: Ein Anti-Stress-Elixier
Oxymel ist ein altes Hausmittel auf Basis von Honig und Apfelessig und wird mit Basilikum zu einem erfrischenden Elixier, das Stress reduziert, die Gehirnleistung stärkt und nebenbei die Stimmung aufhellt und das Immunsystem boostet. Oxymel ist ein Heil- und Genussmittel, das schon in der Antike beliebt war. Es wird aus Honig und Essig hergestellt und in der Regel mit Kräutern angereichert. Die bioaktiven Wirkstoffe der Kräuter werden durch die Kombination von Honig und Essig auf sanfte Weise herausgelöst. Naturbelassener Honig liefert nicht nur Energie, sondern auch Enzyme und präbiotische Substanzen (nicht-verdauliche Oligosaccharide). Sie fördern das Wachstum nützlicher Darmbakterien wie Lactobacillus und Bifidobacterium - ein entscheidender Faktor für Stimmung, Stressresilienz und geistige Leistungsfähigkeit. Naturtrüber Bio-Apfelessig kann Blutzucker und Cholesterin senken, beim Abnehmen helfen und antioxidativ sowie antimikrobiell wirken. Achten Sie wirklich auf die naturtrübe Variante, damit die Faserstoffe für die Darmbakterien enthalten sind. Bio ist ein Muss. Gerade jetzt im Spätsommer ist Basilikum (Ocimum basilicum) in Hochform. Sein Aroma wirkt nicht nur belebend, sondern enthält auch sekundäre Pflanzenstoffe, die Stresshormone abpuffern, Gedächtnis und Lernen fördern und die Stimmung aufhellen. Das Gehirn wird zudem aktiv vor oxidativem Stress geschützt, der in Stressphasen besonders großen Schaden an den Nervenzellen anrichten kann.
Zubereitung von Basilikum-Oxymel
Das Mischungsverhältnis von Honig zu Apfelessig wird unterschiedlich gehandhabt - von 3 Teilen Honig mit 1 Teil Essig über 50:50 bis zu 1 Teil Honig und 3 Teile Essig. Bei den Zutaten verwende ich ausschließlich naturtrüben Bio-Apfelessig. Als Honig nutze ich üblicherweise Akazienhonig. Zutaten (für ein kleines Glas, ca. 1 Handvoll frische Basilikumblätter: ca. Es wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig: Gehirn, Stimmung, Schlaf und Immunsystem. Ich habe mir gerade mehrere Gläser angesetzt - denn mein Herbst wird megastressig. 👉 Drei Zutaten, vielfache Wirkung - Basilikum-Oxymel ist ein Anti-Stress-Drink, der gleichzeitig als Brainfood überzeugt. Einfach herzustellen, vielseitig einzusetzen und jetzt, zur Basilikum-Erntezeit, besonders wirkungsvoll.
Lesen Sie auch: Symptome und Behandlungsmethoden bei eingeklemmtem Nerv
Basilikum im Garten und auf dem Balkon
Basilikum ist ein würziges Kraut, dessen starker Duft es auch zu einer tollen Duftpflanze für Garten und Balkon macht. Da es im Sommer zahlreiche weiße Blütenstände ausbildet ist es ebenso ein hübscher Anblick und eine tolle Ergänzung im Bienengarten. Kräuter machen hier jeden Sommer eine gute Figur und ernähren dich sowie Insekten. Wusstest du auch, dass Basilikum heilende Eigenschaften hat? Seine Inhaltsstoffe tun Magen und Nerven gut.
Pflege von Basilikum
- Standort: Gerne sonnig, aber nicht an zu heißen Plätzen, da sonst Sonnenschäden an den Blättern auftreten können. Alternativ in halbschattige, windgeschützte Lage stellen.
- Gießen: Dieses Basilikum verträgt weder Staunässe noch Trockenheit und freut sich über eine gleichmäßige Wassergabe. Das Substrat darf zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
- Boden: Eine spezielle Kräutererde oder Kellers Gärtnererde sind eine gute Wahl zum Einpflanzen.
- Nährstoffversorgung: Mäßige Nährstoffzugaben sind gut. Hierzu am besten einen speziellen Kräuterdünger verwenden und dabei die Angaben auf der Verpackungsrückseite beachten.
- Temperatur und Überwinterung: Dieses Basilikum ist temperaturempfindlich und braucht es warm. Es sollte frühestens nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden, am besten dann wenn die Nachttemperaturen über 15 Grad liegen. Das Genoveser Basilikum liebt Durchschnittstemperaturen von 20 - 23 Grad und kann wunderbar auch am Küchenfenster kultiviert werden. Das Genoveser Basilikum ist zumeist ein- bis zweijährig, kann aber wunderbar über Stecklinge weiter vermehrt werden.
Basilikum in der Küche
Basilikum ist eine klassische südländische Kräuterpflanze, welche zu Gemüse, Salaten und insbesondere zu Tomaten passt und wohltuend auf den Magen und die Nerven wirkt. Die frischen Blätter können bis zum Winter geerntet und sollten immer frisch verwendet werden, denn beim Trocknen verlieren sie ihr Aroma.
Tipps für den Einkauf
- Richtige Sorte wählen: Die Produktverpackung gibt in der Regel Auskunft über die Basilikumsorte - bestimmte Basilikumarten, wie süßes Basilikum, planen Sie am besten für den frischen Verzehr ein oder fügen es im rohen Zustand fertig gekochten Speisen bei, Thai-Basilikum verliert auch bei Hitze nicht an Geschmack.
- Frische erkennen: Die Kräuter sollten eine frische satte grüne Farbe haben. Die Stängel sollten fest und die Blätter kräftig sein, wenn sie aneinander kleben, haben sie zu lange im Regal gelegen und an Aroma verloren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte laut der Ernährungsberatung aid ein paar Blättchen zwischen den Fingern zerreiben und daran riechen. Wenn die Kräuter einen intensiven Geruch verströmen, sind sie frisch und haben ein gutes Aroma.
Tipps für die Lagerung
- Kräutertopf sorgsam behandeln: Wer länger etwas von dem Gewächs haben möchte, entscheidet sich für eine ganze Pflanze, doch welche Pflege braucht Basilikum im Kräutertopf? Die Plastikverpackung, die die Pflanze oft umgibt, bildet eine schützende Atmosphäre. Entfernen Sie die Folie besser nicht direkt, sondern kürzen Sie sie Tag für Tag um einen Zentimeter - so hat das Basilikum die Gelegenheit, sich an die neue Umgebung anzupassen. Ein guter Standort für Basilikum ist die Fensterbank, hier gibt es genügend Licht und Wärme.
- Regelmäßiges Ernten ist wichtig: Zupfen Sie nicht wahllos einzelne Blätter ab. Als erstes kommen die größten Blätter und obenliegende Triebe dran, so können neue Triebe nachwachsen. Die Stängel schneiden Sie mit einer Schere oder einem Messer ab, am besten in den sonnigen Morgenstunden.
- Basilikum aromatisch haltbar machen: Das feine Aroma von Basilikum können Sie für einige Tage bewahren, wenn Sie die Blätter samt Stängel in einem mit feuchten Küchenpapier ausgelegten luftdichten Behälter aufbewahren, und zwar im Kühlschrank. Alternativ lässt sich Basilikum in einer Eiswürfelform einfrieren. Wie wäre es mit Basilikumöl?
Basilikum im Ayurveda
In der indischen Ayurveda-Lehre ist Basilikum kein gewöhnliches Kraut - es ist heilig. Tulsi, wie das Heilige Basilikum genannt wird, steht für spirituelle Reinheit, Lebensenergie und Heilung. In jedem traditionellen indischen Haushalt findet man eine Tulsi-Pflanze, die täglich mit Wasser gegossen und wie ein Familienmitglied behandelt wird. Was Tulsi so besonders macht, sind seine intensiven ätherischen Öle und die hohe Konzentration an Antioxidantien. Es stärkt das Herz, lindert Blähungen, reinigt das Blut und hilft bei Atemwegserkrankungen. In Indien wird Tulsi bei einer Vielzahl von Erkrankungen verwendet - von Erkältungen bis hin zu Stresssymptomen. Auch in westlichen Ländern wird das Wissen um die Heilkraft von Tulsi immer beliebter. Die moderne Forschung bestätigt viele der überlieferten Heilwirkungen - darunter die positive Wirkung auf das Immunsystem, die Regulation des Blutzuckerspiegels und die entzündungshemmende Kraft.
Basilikum in der Klostermedizin
Auch in Europa war Basilikum nie nur ein Küchenkraut. In der mittelalterlichen Klostermedizin wurde es bei Magen-Darm-Beschwerden, zur Stärkung des Herzens und zur Förderung des seelischen Gleichgewichts verwendet. Besonders bei Blähungen, Völlegefühl und krampfartigen Beschwerden war Basilikum ein fester Bestandteil von Kräutermischungen. Auch äußerlich wurde die Pflanze verwendet - etwa in Ölauszügen gegen Entzündungen oder zur Wundheilung. Heute erlebt dieses alte Wissen ein echtes Revival. Immer mehr Menschen entdecken, dass in Ocimum basilicum mehr steckt als nur ein leckeres Aroma.
Lesen Sie auch: Behandlungsmöglichkeiten bei eingeklemmtem Nerv